Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Sonntag, 22. Januar 2017

Ein Licht in der Welt sein

“Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. Ebenso lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen”. Matthäus 5 Verse 15 und 16

Wenn jemand gute Ergebnisse erzielt/Erfolg hat/etwas sehr gut kann, aber nicht gerne darüber spricht, wird er machmal aufgefordert, “sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen”. Das Ergebnis soll sein, dass man besser angesehen ist/gelobt wird/auf sich aufmerksam macht.

 

Auch wir Christen werden aufgefordert “unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen”, sondern stattdessen zu leuchten. Nur das Ergebnis ist ein anderes. Zwar sollen unsere guten Werke gesehen werden (die übrigens Gott gewirkt hat), aber nicht, damit wir “groß rauskommen”. Das Ergebnis soll sein:  Unserem Vater im Himmel soll alle Ehre zukommen.

Wenn wir das mehr bedenken würden, würde es uns vielleicht leichter fallen, ein Licht in der Welt zu sein.

Klaus Brinkmann

Freitag, 20. Januar 2017

Den Sohn ehren

Werden Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.”

Johannesevangelium, Kapitel 5 Vers 23 b

Über Gott kann man mit vielen Menschen sprechen. Die meisten Menschen glauben, dass es einen Gott gibt, irgendwo, irgendwie. Oder ein höheres Wesen, das die Geschicke der Welt lenkt. Schwierig wird es aber, wenn wir über Jesus Christus sprechen und die Frage im Raum steht, wer Er ist. Gottes Wort, die Bibel, sagt, dass Er Gottes Sohn ist, ja Gott selbst.

Unser Vers oben sagt nun, dass der Glaube an Gott nichts bringt, wenn man nicht auch an den Sohn glaubt. Oder anders ausgedrückt: Gott zu ehren oder Ihn als Gott anzuerkennen hat keinen Wert, wenn man nicht auch den Sohn ehrt und Ihn anerkennt. Wer das nicht tut, ehrt auch Gott nicht.

Gott wird einmal die Welt richten. Aber das wird Er tun durch den Sohn, wie es auch in dem oben genannten Vers am Anfang heißt:

“Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.

Gott hat es seinem Sohn, Jesus Christus, übergeben, die Welt zu richten. Er ist Mensch geworden hat hier gelebt und ist dadurch vollkommen geeignet, dies zu tun. Denn Er weiß, wie es hier auf der Erde ist. Niemand könnte sagten: “Wie kannst Du uns richten, Du bist Gott und weißt nicht, wie es ist, Mensch zu sein und hier zu leben.”

“Damit alle den Sohn ehren.”  Alle werden einmal anerkennen müssen, dass Sein Gericht gerecht ist. Damit werden sie Ihn ehren (müssen).

Wie steht es mir Dir? Ehrst Du Ihn heute schon oder wirst Du einmal gezwungen sein, Ihn als Deinen Richter anzuerkennen und Ihn damit zu ehren? Dann bedeutet es aber nur noch Gericht für Dich. Wer Ihn heute schon ehrt, wo Er hier verworfen und verachtet ist, glaubt an Ihn und liebt Ihn als seinen Retter, der am Kreuz für ihn gestorben ist. Glücklich, wer das sagen kann und Ihn heute schon ehrt!

 

Henning Brockhaus

Sonntag, 8. Januar 2017

Abwärts

Jona hatte einen klaren Auftrag von Gott – aber er wollte ihn nicht ausführen. Dafür hat er teuer bezahlt. Wenn der Weg “hinab” geht, kostet es uns immer etwas/bedeutet es immer Verlust:

  • “Aber Jona machte sich auf, um vom Angesicht des HERRN weg nach Tarsis zu fliehen; und er ging nach Japho hinab.” – Verlust der Heimat/Sicherheit/vertrauten Umgebung.
  • Er gab sein Fahrgeld und stieg in das Schiff hinab.”  – Verlust zumindest eines Teil des Vermögens.
  • Jona war in den unteren Schiffsraum hinabgestiegen und hatte sich hingelegt und war in tiefen Schlaf gesunken.” – Verlust von Energie/Urteilsvermögen
  • “Ich fuhr hinab…Da führtest Du mein Leben aus der Grube herauf.” – Im schlimmsten Fall Verlust des Lebens
Klaus Brinkmann

Freitag, 6. Januar 2017

Liebe

Wenn ich mit den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. Und wenn ich Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig, ist gütig;
die Liebe neidet nicht;
die Liebe tut nicht groß,
sie bläht sich nicht auf,
sie gebärdet sich nicht unanständig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet Böses nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit,
sie erträgt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie erduldet alles.

1. Korintherbrief, Kapitel 13, 1 – 8

 

Henning Brockhaus

Mittwoch, 4. Januar 2017

An der Hand des unveränderlich in sich selbst Bestehenden

“Denn ich, der Herr, dein Gott, ergreife deine rechte Hand, der ich zu dir spreche: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!” (Jesaja 41,13)

 

“Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?” (Matthäus 14,31)

 

“Wer hat es gewirkt und getan? Der die Geschlechter ruft von Anfang an. Ich, der Herr, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe (W. er (o. der da ist); d.h. der unveränderlich in sich selbst Bestehende).” (Jesaja 41,4)

 

“Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.” (Hebräer 13,8)

 

 

Bernhard Brockhaus

Montag, 26. Dezember 2016

Alles oder nichts

“Außer mir (außerhalb oder getrennt von mir) könnt ihr nichts tun.” Johannes 15 Vers 5

Das sagt der Herr Jesus Christus zu uns, damit wir nicht auf unsere eigene Kraft oder unsere eigenen Fähigkeiten vertrauen.

Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.” Philippe 4 Vers 13

Wenn wir aber alles vom Herrn Jesus erwarten, dann können wir so aus voller Überzeugung sprechen.

Klaus Brinkmann

Dienstag, 20. Dezember 2016

Komm zu mir

“Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.” (Joh 5,39-40)

Der Herr Jesus sprach diese Worte zu den religiösen Führern seiner Zeit. Es ist tragisch, dass diese Männer Gott nicht kannten, obwohl sie viele Jahre damit zugebracht hatten, die Heiligen Schriften zu studieren. Sie wussten etwas über Ihn, aber nicht von Ihm.

In Matthäus 11,28 sagt der Herr: “Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.” “Komm zu mir” ist eine direkte Einladung Gottes. Diesen Ruf anzunehmen bedeutet, sich so mit dem Herrn zu treffen, wie man es mit einem Freund tun würde: eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen.

Wir können dabei unsererseits wenig einbringen. Schmeichelhafte Worte werden Ihn nicht beeindrucken. Und unsere Leistungen? Verglichen mit Seinen sind sie nichts. Mit unserem Besitz anzugeben wäre genauso, wie vor einem Milliardär mit Monopoly Spielgeld anzugeben. Unsere guten Taten? Sie können vor Seiner unendlichen Gerechtigkeit nicht bestehen. Unsere besten Bemühungen? Wir können nie gut genug sein, um an Seinen unerreichbaren Maßstab der Heiligkeit heranzukommen. Schließlich gibt es noch das Problem unserer Sünde, die wir vor Ihm nicht verstecken können, weil Er alles sieht.

Was möchte Er also?

„Komm zu mir“ ist eine Einladung, so zu Ihm zu kommen, wie wir sind: mitsamt Lust, Stolz, Ichbezogenheit, erbärmlichem Versagen, Scham, Depression, Zweifel und allem möglichen anderen. Weil wir nichts haben, was wir Ihm anbieten könnten, ist das, was Er sich offensichtlich wünscht – wir selbst. Aber weil Beziehungen zwischen Menschen nicht so funktionieren, denken wir, dass wir uns zuerst irgendwie reinigen oder den „guten Christen“ vorspielen müssen. Aber wir können uns selbst nicht reinigen, und Er sieht hinter jede Maske.

Das größte Gebot ist nicht, die Bibel kennenzulernen, gute Taten auszuführen oder ein „guter Christ“ zu sein, sondern „Gott mit unserem ganzen Herzen. unserem ganzen Verstand und unserer ganzen Seele zu lieben“ (Matthäus 22,37). Lies die Geschichte von Maria und Martha in Lukas 10,38. Martha rannte eifrig durchs Haus, um ein großes, beeindruckendes Essen zuzubereiten, während Maria zu den Füßen von Jesus saß und Ihm zuhörte. Und was war das Ende? Martha wurde für ihre Überaktivität sanft getadelt, aber Maria wurde darin bestätigt, dass sie „nichts getan“, aber dabei Zeit mit dem Herrn verbracht hatte.

„Komm zu mir“ ist der Schlüssel, um das Leben zu finden, sagt der Herr Jesus.

Gott sei Dank! Wäre die Antwort: „Du musst ein guter Christ sein“, gäbe es für keinen von uns Hoffnung.

(nach Mike Genung)

Bernhard Brockhaus

Freitag, 16. Dezember 2016

Gnade als Antwort auf Ohnmacht

„Denn Christus ist, da wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben” (Römer 5 Vers 6)

“Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Römer 5 Vers 8)

Wir sehen hier zwei Dinge: dass der Sünder ohne Kraft und ohne Reichtum ist. Wie der arme verlorene Sohn im Lukasevangelium, Kapitel 15, hat er all sein Hab und Gut vergeudet; und nun, da er zu sich selbst kommt und zurückkehren will, hat er nichts mitzubringen.

Wie bei einem schiffbrüchigen Seefahrer ist alles über Bord gegangen, alles und jedes den Wogen zum Opfer gefallen; und er selbst, im Kampf mit den dunklen Wellen, wird gerade noch ans Ufer geworfen, ermattet und arm, nichts habend. Gott aber sei Dank! Wenn wir das Ufer erreicht haben, so ist dort Gott, und Er ist für uns. Und wir wissen, dass wir nicht wieder hinausgeworfen werden, und dass wir nun auf alles, was Gott geben kann, Anspruch erheben dürfen.

John Nelson Darby

“Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: Wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ (Römer 8 Vers 32)”

Henning Brockhaus

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Seid gastfrei ohne Murren

Es grüßt euch Gajus, mein und der ganzen Versammlung Wirt. (Röm 16,23)

Gajus war ein Bruder, der gastfrei war. Wir lesen nicht explizit, dass er dies ohne Murren tat, aber die bloße Erwähnung seines Dienstes hier in den Grüßen in Römer 16 lässt diesen Schluss zu, denke ich.

Sein Haus stand den Geschwistern offen und die Zusammenkünfte fanden in seinem Haus statt. Der Herr hatte ihm ein Haus gegeben, mit dem er nun den Geschwistern diente. Und er stellte nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern er bewirtete die Geschwister. In diesem Dienst ist er uns ein Vorbild!

Seid gastfrei ohne Murren. (1.Pet 4,9)

Übrigens: Gastfreundschaft muss man wirklich üben im Sinne von lernen. Und erst wenn man es tut, erkennt man, wie segensreich das ist. Wie oft hatte ich schon den Gedanken, lieber meine Ruhe zu haben, habe dann aber doch die Einladung ausgesprochen. Und nachdem die Gäste wieder weg waren, merkten meine Frau und ich, welchen Segen wir verpasst hätten, wenn wir “unsere Ruhe” vorgezogen hätten. Diese Ruhe, die sicher auch nötig ist, gibt der Herr dann auch zu einem anderen Zeitpunkt.

Bernhard Brockhaus

Montag, 5. Dezember 2016

Furcht lähmt!

“Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit” (2.Timotheus 1,7).

“Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe” (1.Johannes 4,18)

Diese Verse sind bekannt, aber die Praxis zeigt, dass wir uns trotzdem fürchten. Doch Gott möchte nicht, dass wir uns  fürchten (ausgenommen die Gottesfurcht, was etwas anderes ist).

Warum ist Furcht für unser Glaubensleben so schädlich?

  • Furcht lähmt mein Denken und Handeln –> siehe Jakob in 1. Mose 32.
  • Furcht hindert mich, (die vor Gott richtigen) Entschlüsse zu fassen –> siehe David in 2.Samuel 6,9-11
  • Furcht nimmt mir die Fähigkeit, Gottes Willen zu erfüllen –> siehe Gideon in Richter 6,14ff
  • Furcht beeinflusst meine Beziehung zum Herrn und zu anderen negativ –> siehe die Jünger in Lukas 9,45 und Apostelgeschichte 9,26
  • Furcht verursacht Panik oder Zweifel –> siehe das Volk Israel in 2.Mose 14,10-14

Furcht hat einen erschreckenden Einfluss auf unser Glaubensleben. Können wir irgendwie verhindern, dass Furcht in uns aufsteigt? Hier ein paar Hinweise:

  1. Schaue auf den Herrn, und nicht auf die Umstände, denn “der Herr hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein Reich herrscht über alles” (Ps 103,19).
  2. Stelle dich deiner Furcht: Woher kommen deine Zweifel? Hat der Herr dich in der Vergangenheit jemals im Stich gelassen? Hat der Herr nicht verheißen, alle unsere Bedürfnisse zu erfüllen (Philipper 4,19)? Hat der Herr dir nicht den Heiligen Geist gegeben, der dich zu allem befähigt? Hat der Herr nicht verheißen, allzeit bei dir zu sein? Gibt es irgendetwas, was für den Herrn zu schwer wäre?
  3. Nähre dich mit Gottes Wort! Lies mal aus Psalm 119 die Verse 97-104.
  4. Gib in schwierigen Zeiten nicht auf, sondern gehe voran in dem Wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken (Römer 8,28). Lies einmal in 2.Korinther 4,7-11 und 11,24-29, wie es Paulus erging. Er wusste: “Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Überschwenglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns.”
  5. Sei Gott gehorsam und überlasse Ihm alle Konsequenzen!
Bernhard Brockhaus