Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Sonntag, 17. September 2017

Stoßgebete

Nehemia war ein Mann des Gebets. In dem Buch Nehemia finden wir 11 Gebete von ihm. Manche Gebete sind nur Stoßgebete zu Gott um Hilfe in gerade dieser Situation.

Da betete ich zu dem Gott des Himmels; und ich sprach zum König…”  Nehemia 2 Vers 4

Nehemia wurde vom König eine Frage gestellt. Bevor er antwortet, betet er (kurz) zu Gott um die richtige Antwort. Und er wurde erhört.

Und nun, stärke meine Hände!” Nehemia 6 Vers 10

Nehemia war sehr unter Druck. Die Feinde setzen ihm hart zu und wollten ihm schaden und damit das Werk zum Erliegen bringen. Da bestand die Gefahr, mutlos und kraftlos zu werden. Doch Gott erhörte diesen Hilfeschrei und gab Mut und Kraft.

“Ja, ich glaub, Gott hört Gebet,
ja, ich weiß, Gott hört Gebet,
ganz gewiss, Gott hört Gebet!
Ehre sei dem Herrn!”

Text: Dudley Kidd (1898)
Melodie: Harold Green (1895)

Gott hört Gebete! Und das unabhängig von der Länge des Gebets. Manchmal bleibt nur die Zeit zu einem Stoßgebet – aber auch das hört und erhört unser großer Gott!

Klaus Brinkmann

Freitag, 15. September 2017

Buße und Bekehrung – eine Begriffserklärung

Die beiden Begriffe stehen in einer so engen Verbindung miteinander, dass wir sie nicht trennen können (vgl. Apg 3,19; Mk 1,15)

Definitionen

Der Begriff Buße, der im Alten Testament zu finden ist und auch in der heutigen Zeit in dem Wort Bußgeld steckt, ist als Erstattung oder Strafe für begangenes Unrecht mit ,,Erziehungscharakter” zu sehen. Dieses Wort entspricht überhaupt nicht dem neutestamentlichen Sinn des Wortes, wo es um innere Dinge, um eine Sache des Herzens geht.

  • Definition Buße:
    • Änderung des Sinnes in Bezug auf das, was man zu tun vorhat oder getan hat
    • Revolution (=entschiedene Umkehr und Veränderung) der Denkungsart
    • Eine Änderung des Denkens in Bezug auf sich selbst wie in Bezug auf Gott
  • Definition Bekehrung:
    • Das entsprechende griechische Wort epistrophä bedeutet soviel wie „sich herumdrehen und in eine andere Richtung gehen“
    • Umkehr von einem falschen Weg
    • Der Mensch muss eine Kehrtwendung machen zu Gott. Bis dahin war, um im Bild zu sprechen, das Gesicht des Menschen Satan zugewandt, oder, wie es im 1. Thessalonicherbrief heißt, den Götzen

Wie kommt es zur Buße?

Durch das Eingreifen Gottes. Es geschieht durch Sein Wort – die Predigt – mit dem Wirken des Heiligen Geistes an der Seele; diese soll zur Einsicht und Umkehr kommen, zur Bekehrung (griech. epistrophe, als Verb epistrepho = umkehren, zurückkehren, (sich)umwenden) als einer auch sichtbaren Folge der eher innerlich erfolgten Buße. “Denn die Betrübnis Gott gemäß bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil” (2.Kor 7,10).

Was sind die Unterschiede zwischen Buße und Bekehrung?

Buße: eine Sinnesänderung und die innere Einsicht der Schuld und des Zustands als Sünder und die Reue über die begangenen Sünden.

Bekehrung: die zunächst innere Umkehr im Herzen (Hinwendung zu Gott statt von Gott weg) und die daraus resultierende Umkehr in Taten, die nach außen sichtbar wird.

–> Die Bekehrung kann nur das Ergebnis der Buße sein, denn der natürliche Mensch sucht Gott nicht (Röm 3,11).

Was ist der Inhalt von Buße und Bekehrung? Wie geschieht Buße und Bekehrung?

Buße und Bekehrung beinhalten mehrere Aspekte, die besonders in dem Gleichnis von dem verlorenen Sohn in Lukas 15 sichtbar werden:

  • die Erkenntnis, dass ich selbst auf falschem Weg bin, weil es ein Weg ohne Gott und von Gott weg ist,
  • die Reue über den Weg ohne Gott und damit in Sünde und Schuld, und es folgt
  • die Umkehr oder Bekehrung, und dies als eine bewusste Entscheidung des Herzens, nämlich
  • das Aussprechen vor Gott — das Bekennen, Anerkennen — im Gebet, dass dies so ist und dass ich ein Sünder bin und dass ich von meinem Weg umkehre zu Gott

Buße ist also ein Werk Gottes in der Seele des Menschen, der Mensch muß aber ganz bewusst wollen. Der Mensch ist verantwortlich, das Wirken des Geistes Gottes zur Buße anzunehmen. Wenn der Mensch nicht will, wird er erneut Gott gegenüber schuldig, denn Gott gebietet, Buße zu tun.

Wer muss Buße tun?

  • Zunächst galt die Aufforderung Gottes zur Umkehr zurück zu Ihm selbst immer wieder dem Volk Gottes des alten Bundes, Israel (2.8. Jes 30,15;_Jer 15,19; 31,19; Hes 14,6) — hier lesen wir auch von der Trauer des HERRN: „Dennoch seid ihr nicht bis zu mir umgekehrt” (Amos 4,6-10 und Mal 3,7).
  • Dann richtet Er sich unmittelbar vor dem Kommen des Herrn Jesus durch Johannes den Täufer noch einmal mit dem Aufruf zur Buße an Sein Volk.
  • Nachdem das Volk der Juden den „Herrn der Herrlichkeit”, den Herrn Jesus, verworfen und gekreuzigt hatte, lässt Gott in drei Predigten des Apostels Petrus (Apg 2,38; 3,19; 5,31) das Volk Israel erneut dazu auffordern, Buße zu tun und sich zu bekehren.
  • Als kurze Zeit später auch der römische Hauptmann Kornelius und die Seinen das Wort durch die Predigt des Petrus aufgenommen hatten und gläubig geworden waren, wird auch den Nationen „die Buße zu Gott” gepredigt (s. Apg 11,18; 17,30; 20,21, 26,20 u.a.).

Gott richtet sich also an alle Menschen, keiner ist ausgenommen. Er ruft nicht nur dazu auf, Buße zu tun, Er gebietet es!

„Er gebietet jetzt den Menschen, daß sie alle allenthalben Buße tun sollen, weil er einen Tag gesetzt hat, an welchem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn auferweckt hat aus den Toten” (Apg 17,30—31).

Bernhard Brockhaus

Samstag, 9. September 2017

Ist die Sünde nicht bitter, wird Christus nicht süß

Viele kennen diesen Titelsatz vielleicht. Wir können die Errettung in Christus nicht ausreichend würdigen, bevor wir nicht die volle Tragweite des Problems begreifen.

Die Sünde, die in meinem und deinem Herzen noch vorhanden ist, widersteht Gott und seiner Wahrheit. Sie verhindert unsere Freude und unsere Heiligkeit. Sie verfinstert Ehen, Familien und örtliche Versammlungen, die eigentlich blühen und Zeugnis ablegen sollten für Gottes Barmherzigkeit und Güte.

Wenn wir die Sünde wirklich als eine bittere, verachtenswerte Sache betrachten, ihre heimtückischen Absichten erkennen, dann wird etwas wunderbares geschehen: dann flüchten wir nämlich zu Christus, zur Botschaft des Kreuzes, zum Evangelium als unserem einzigen Gegenmittel!

Bernhard Brockhaus

Freitag, 1. September 2017

Mit Gott wandeln

 

“Es gibt nichts in dieser Welt, was der Würde eines Menschen gleich käme, der allezeit mit Gott wandelt”

“Pflege innere Vertrautheit mit Ihm; es hält das Gewissen wach und das Herz glücklich.”

“Sprich mit Ihm. Sei nicht eher zufrieden, bis du fähig bist, mit Christus zu wandeln und zu reden wie mit einem lieben Freund.”

John Nelson Darby

Henning Brockhaus

Dienstag, 29. August 2017

Für den Herrn eilen

“Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach:Nimm schnell drei Maß Feinmehl, knete und mache Kuchen! Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es zuzubereiten. Und er holte dicke und süße Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen.” (1.Mose 18,6-8)

Abraham hatte erkannt, wer hier zu ihm gekommen war und eilte, um dem Engel des Herrn etwas zu bereiten und vorzusetzen. Er nahm ein Kalb von der Herde, die Gott ihm als Segen geschenkt hat, bereitete es für Ihn mit Eifer.

Wir dürfen heute gemeinsam seine Gegenwart erleben, dürfen uns gemeinsam dort zusammenfinden, wo Er in der Mitte ist. Da haben wir auch das Bedürfnis, Ihm etwas zu bereiten und zu bringen, oder? Eilen wir schnell (nicht erst am Samstagabend), laufen wir, um dem Herrn etwas zu bringen, was “zart und gut” ist, von dem, was Er uns gegeben hat, um dann vor Ihm zu stehen und Ihm “vorzusetzen”.

“Denn von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben.” (1.Chronika 29,14)

Abraham hatte dieses Bedürfnis gepaart mit Ehrfurcht vor dem, der hier vor ihn trat. Beides sollte auch uns kennzeichnen.

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 27. August 2017

Nicht vergessen!

“Es kennt der Herr die Seinen

in jedem Volk und Land.

Ob sie verlassen scheinen,

sie sind von Ihm gekannt.

Er lässt sie nicht verderben,

Er führt sie aus und ein,

im Leben und im Sterben

sind sie und bleiben Sein.”

Geistliche Lieder

 

“Und er (Joseph) war dort im Gefängnis. Und der Herr war mit Joseph und wandte ihm Güte zu.” 1. Mose 39 Verse 20 und 21

“…kam Nebukadnezar, der König von Babel und belagerte es…dass er Jünglinge brächte im Palast des Königs zu stehen…Unter ihnen war Daniel…Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit.Daniel 1 Verse 1, 3, 6 und 9

Sowohl Joseph als auch Daniel waren junge Männer, die unfreiwillig von zuhause fort mussten. Ihre Situation in dem fremden Land war jedoch sehr unterschiedlich: Joseph war im Gefängnis, Daniel war am Königspalast. Aber für beide galt die Zusage ihres Gottes: “Ich weiss, wo Du bist! Ich verlasse Dich nicht! Ich habe Dich nicht vergessen!” Trotz der schwierigen Situation haben sie die Hilfe Ihres Gottes gespürt.

 

Wie sollte ich diese große Bosheit tun und gegen Gott sündigen? 1. Mose 29 Vers 9

“Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht … zu verunreinigen.” Daniel 1 Vers 8

Was wir noch von den Beiden lernen können: Beide waren treu, dort, wo sie waren.

 

Zwei mutmachende Dinge, die wir aus diesen Begebenheiten lernen:

  1. Gott verlässt die Seinen nicht!
  2. Gott belohnt die Treue der Seinen!

 

 

Klaus Brinkmann

Dienstag, 22. August 2017

Gut gebräunt!

Sommerurlaub – Für viele eine Zeit, die viel an der frischen Luft und in der Sonne verbracht wird. Gut gebräunt kommt man auf dem Urlaub heim und sieht richtig erholt aus. Doch nach ein paar Wochen im Alltag verblasst die Bräune und man sieht aus wie vor dem Sommerurlaub.

Mose war auch “gut gebräunt”, als er aus der Gegenwart Gottes kam (2.Mo 34). Sein Gesicht strahlte. Nach einiger Zeit verblasste dieses Strahlen wieder. Doch wir dürfen, anders als Mose, zu jeder Zeit in die Gegenwart Gottes kommen und dort “verwandelt werden in sein Bild (2.Kor 3,18). Geht es uns da so wie beim Sommerurlaub? Eine kurze Zeit “gut gebräunt”, einige Tage oder Wochen später wieder blass? Gott möchte, dass wir stets die Gemeinschaft mit Ihm suchen und an unserem Teint immer zu sehen ist, dass wir in lebendiger Gemeinschaft mit Gott leben.

Wie schön wäre es, wenn unsere Mitmenschen nicht nur an uns sehen, wenn wir einen erholsamen Sommerurlaub hatten, sondern auch die Auswirkungen eines Lebens im Licht und der Gemeinschaft Gottes, sodass sie in dieser Hinsicht erfreut feststellen können: Du siehst aber gut erholt aus!

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 20. August 2017

Jona, wie peinlich!

“Was ist mit dir, du Schläfer?”

Was hast du da getan!” Jona 1 Verse 6 und 10

Jona war ein Mann, der Gott kannte und an Gott glaubte. Er hatte einen Auftrag von Gott bekommen, den er jedoch nicht ausführen wollte. Deshalb floh er mit einem Schiff. Gott griff ein und brachte das Schiff in große Seenot. Aus dieser Situation stammen die beiden oben aufgeführten Aussagen. Aussagen von Heiden, die Jonas Gott nicht kannten.

Wie peinlich ist es doch für Gläubige, wenn Menschen, die Gott nicht kennen, solche Fragen stellen oder solche Aussagen tätigen. Unsere Mitmenschen beobachten uns und wissen, was sich für einen Gläubigen “gehört” oder eben nicht. Wenn sie dann etwas bemerken, was nicht zu einem Gläubigen passt, dann kann es auch zu “peinlichen” Fragen oder Aussagen kommen.

Das Gegenteil zu solchem Verhalten können wir aus diesen beiden Versen lernen:

“Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Seid ohne Anstoß.” 1. Korinther 10 Verse 31 und 32

Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten (sittlich guten oder edlen) Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.” Matthäus 5 Vers 16

Klaus Brinkmann

Sonntag, 13. August 2017

Psalm 23

PSALM 23
1 (Ein Psalm von David.)

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.

3 Er erquickt meine Seele, er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

4 Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.

6 Nur Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich werde wohnen im Haus des HERRN auf immerdar.

 

Klaus Brinkmann

Sonntag, 13. August 2017

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Klaus Brinkmann