Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Samstag, 19. Mai 2012

Eine harte Prüfung

Obwohl David mit Gottes Hilfe Saul zweimal bewies, dass er ihm nichts Böses und seine Hand nicht nach dem „Gesalbten des Herrn“ austreckte wollte, lies Saul nicht von ihm ab.

Die lang andauernde Verfolgung war für ihn eine harte Prüfung von Seiten Gottes.

Saul verfolgte David solange bis er schließlich „aufgab“.

Und David sprach in seinem Herzen: Nun werde ich eines Tages durch die Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als dass ich schnell in das Land der Philister entkomme, und Saul wird von mir ablassen, mich weiterhin im ganzen Gebiet Israels zu suchen; und ich werde aus seiner Hand entkommen. (1. Samuel 27 Vers 1)

David ging zu den Philistern, um bei Achis, dem König von Gat, Zuflucht zu nehmen.

Doch welche Konsequenzen hatte dies? David fand auf diesem Weg weder die Zustimmung Gottes noch die Anerkennung der Philister.

Durch Lügen und Unehrlichkeit wollte David die Sympathie der Philister  gewinnen, doch haben diese David erkannt. Sein Sieg über Goliath ist noch lebendig in ihrem Gedächtnis.

Kennen wir diese Situation nicht auch? Suchen wir nicht auch oft Zuflucht in der Welt, weil unser Glaube so klein ist wir unserem Gott, wenn es Prüfungen in unserem Leben gibt, nicht völlig vertrauen?

Wir werden auch, wie David die Sympathie der Philister suchte, keinen Halt in der Welt finden. So wie die Philister David kannten, kennt uns die Welt als Christ gut genug, um die Dinge zu erkennen, die nicht mit unserem Christenleben übereinstimmen. Die Welt möchte uns ganz und gibt sich mit einem „halben Herzen“ nicht zufrieden. Aber könnte die Welt uns Sicherheit und den nötigen Halt geben?

Nur einer kann, trotz einer schweren Prüfung, Sicherheit und tiefen inneren Frieden geben.

Wie schön ist es wieder in 1. Samuel 30 Vers 6 zu lesen: „Aber David stärkte sich in dem Herrn seinem Gott.“

Johannes Berthin

Freitag, 18. Mai 2012

Der letzte Held

In 2. Samuel 23 lesen wir von den Helden des König David. Manche werden mit großen Taten verbunden, die meisten aber nur namentlich genannt. Der letzte Held, den David aufzählt ist Urija, der Hethiter.

David berichtet keine großen Heldentaten von diesem Mann. Es wird einfach nur sein Name gennant. Wir wissen aber, worin seine Heldentat bestand: Sein Herz schlug für Gott und den König. Als David mit Urijas Frau Ehebruch getrieben hatte und es vertuschen wollte, gelang dies nur nicht, weil Urija so treu seinem König und seinem Gott diente. Sein Herz schlug ungeteilt für Gottes Volk und Gottes Sache. David muss dies anerkennen und rechnet ihn hier unter seine Helden.

Er führt Urijas Namen als letzten Held an – gewissermaßen als Ausklang, bevor er das Schreibgerät niederlegt. Was mag David wohl empfunden haben, als er diesen Namen hinschrieb? Er wird gewusst haben, dass Urijas Heldentat seine Treue war, da, wo gerade er, David, versagt hatte.

Gott hat diesem Mann, Urija, ein Denkmal in Seinem Wort gesetzt. Und wir sehen, dass David ihn bis zum Schluss nicht hat vergessen dürfen, ihn, den er sogar ermordete, um seine Unmoral zu verdecken. Er war ein Mahnmal für David bis zu dessen Lebensende. Hier, am Ende seines Königtums muss David gerade diesen treuen Mann zuletzt erwähnen – Urija.

Gibt es auch in unserem Leben Dinge, die uns immer wieder an Versagen erinnern? Gott lässt das zu, um uns demütig zu halten und gleichzeitig aber auch zu zeigen, dass er gleichwohl gnädig ist, wie Er es mit David war.

Henning Brockhaus

Donnerstag, 17. Mai 2012

Schämen, wegen des Evangeliums?

Geht es Dir auch schon mal so wie mir? Da ist plötzlich ein guter Anknüpfungspunkt einem Menschen das Evangelium näher zu bringen. Aber man lässt die Gelegenheit einfach verstreichen. Vielleicht weiß derjenige sogar, dass du Christ bist, aber trotzdem lassen wir die Gelegenheit aus. Warum nur? Da gibt es sicherlich verschiedenste Gründe. Furcht vor Menschen, man ist sich selbst noch zu wichtig und nicht bereit ein wenig Leiden (meistens in Form von Belächelung) für Christus in Kauf zu nehmen oder man möchte bei den Menschen angesehen bleiben und nicht irgendwie abgestempelt werden oder, oder, oder.

Dabei unterschätzen wir die Kraft Gottes, der durch einen kleinen Hinweis von uns unglaublich Großes bewirken kann. Paulus war sich dieser Kraft bewusst. Er schreibt an die Gläubigen in Rom: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden" (Römer 1 Vers 16).

Hier ein kleines Beispiel dieser Kraft: Eines Abends stand eine schlicht gekleidete Freu im Seelsorgeraum (nach einer Evangelisation von Billy Graham in New York) – tränenüberströmt – und bat Christus, in ihr Leben zu kommen. Als die  Seelsorgehelferin sie fragte, ob es noch irgend etwas zu bereden gebe, gab sie zu, dass sie panische Angst vor ihrem Sohn habe. "Er trinkt sehr viel", erklärte sie, "und ich habe Angst, dass er mich schlägt, wenn er hört, dass ich Christ geworden bin." Bevor die Seelsorgehelferin darauf antworten konnte, rief eine Stimme in der Nähe: "Es ist schon gut, Mama. Ich bin auch hier." (aus der Autobiographie von Billy Graham "So wie ich bin")

Gottes Kraft ist nachwievor unvorstellbar groß und er zeigt es uns immer wieder in solch kleinen Dingen. Wir müssen nur auf Ihn Vertrauen um Seine Kraft persönlich zu erleben. Wenn wir uns mehr Seiner Kraft bewusst sind, fällt es uns auch wesentlich leichter, Gelegenheiten nicht verstreichen zu lassen, sondern sie zu nutzen. Und danach, das kann ich auch aus eigener Erfahrung schreiben, wirst du glücklicher sein als vorher. Du wirst dich freuen, dass du ein kleines Zeugnis für deinen Herrn sein durftest.

Übrigens, das Schämen hat auch noch eine ernste Seite, die ich nicht verschweigen möchte: "Denn wer irgend sich meiner (des Herrn Jesus) und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommt in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel" (Lukas 9 Vers 26).

Daniel Mauden

Montag, 14. Mai 2012

Erst wenn die Ebbe kommt (2)

"Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt", sagt der US-Investor Warren Buffet. Wir haben das letzte Woche schon gesehen. Heute wende ich diesen Satz auf unser gemeinsames Glaubensleben an. Denn auch für das Volk Gottes gibt es gute und schlechte Zeiten. Solange alles gut ging, machte sich nicht bemerkbar, dass zweieinhalb Stämme östlich des Jordan direkt in der Nähe von Feindesland waren. Sie hatten keinen direkten Zugang zum Tempel und zum Altar. Das aber wurde sichtbar, als das Volk Gottes insgesamt zunehmend von der Treu abwich. Und da waren es diese zweieinhalb Stämme, die als erste in der Gefangenschaft landeten. Wenn mein persönliches Leben nicht in Gemeinschaft mit dem Herrn geführt wird, wenn zum Beispiel der Tagesaltar des Bibellesens und Betens fehlt, dann werden Streitigkeiten unter den Geschwistern am Ort, Weltförmigkeit, Anreize von Mitmenschen usw. ganz schnell dazu führen, dass ich den Platz des Zusammenkommens aufgebe, den ich früher für richtig hielt. Ich gebe ihn nicht auf, weil er falsch geworden ist (auch das kann leider vorkommen), sondern weil ich keine Wertschätzung mehr dafür habe. Auf einmal wird bei Ebbe sichtbar, dass ich – im Blick auf das Glaubensleben – nackt bin. Gibt es dann keine Hoffnung mehr? Doch, die gibt es immer. Wenn wir umkehren und unser persönliches Versagen bekennen, gibt es immer einen Weg zurück und zum Segen. Wohl uns, wenn wir bereit sind, ihn zu gehen.

Manuel Seibel

Sonntag, 13. Mai 2012

Muttertag

Am heutigen Tag wird besonders an die Mütter gedacht und ihnen gedankt für ihre Liebe und Mühe.

Wenn wir solche Mütter (Großmütter) haben

"indem ich den ungeheuchelten Glauben in dir in Erinnerung habe, der zuerst in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin aber überzeugt, auch in dir." 2. Timotheus 1 Vers 5

und sie uns diesen Glauben weitergegeben haben, dann haben wir an so einem Tag wirklich Grund unseren Müttern (Großmüttern) von ganzem Herzen zu danken.

Und wir danken unserem Herrn Jesus Christus für solche Mütter.

Und, welche Freude ist es doch für Mütter, wenn sie Kinder haben, die sich zu Jesus Christus bekehrt haben und IHM nachfolgen.

Welcher Schmerz aber auch für Mütter, wenn ihre Kinder den Glauben ablehnen und ihre eigenen (bösen) Wege gehen.

Hat Deine Mutter Freude an Dir?

Klaus Brinkmann

Freitag, 11. Mai 2012

Genügt Dir Christus? (II)

Es ist eine kostbare Wahrheit, dass wir nicht in Umständen sein können, für welche Christus nicht genügend wäre. Ob es die Ekklesia (Versammlung, Gemeinde) ist, oder ob es die einzelnen Gläubigen sind, es ist unmöglich, in einer Lage zu sein, für welche Christus nicht genügend wäre.

Letzthin wurde meine Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie vollkommen die Worte sind: „Freuet euch in dem Herrn allezeit!" – Darin liegt das sichere Teil. Dann folgt: „Seid um nichts besorgt!", womit alles gemeint ist, was hienieden ist; und indem wir unsere Bürden an Seinem Thron und an Seinem Herzen niederlegen, ist alles Friede – denn Er wird nicht beunruhigt und kennt das Ende von Anfang an. – Der Friede Gottes bewahrt unsere Herzen. Welch ein Heiligtum für Pilger!

Vor allem, glauben Sie stets: – „Meine Gnade genügt dir." Wenn das Herz in Christus zur Ruhe kommt, so ist alles leicht; es ist allem entfernt, was ein Fallstrick für uns ist.

John Nelson Darby

Henning Brockhaus

Donnerstag, 10. Mai 2012

Redest Du nur, oder machst Du auch was?

In einem aktuellen Werbespot von e.on fragt ein Mann e.on: "Und e.on, redet ihr nur oder macht ihr auch was?"

Wir Christen reden auch viel miteinander und zueinander. Wir reden darüber, was wir Christen alles für Aufgaben haben, wie wir uns richtig verhalten, was unsere Herzenseinstellungen sein sollten usw. Aber oft bleibt es leider nur bei dem Reden.

Daher lasst uns doch vom Herrn die nötige Energie und Kraft erbitten, auch das Gesagte oder Gehörte in die Tat umzusetzen.

Daniel Mauden

Mittwoch, 9. Mai 2012

“Das Wort ist gewiss”

Das Wort Gottes ist die Grundlage unsere Glaubens an Ihn. Eine sichere, feststehende Grundlage, die in Ewigkeit bestehen wird. Alles andere wird vergehen, aber Gottes Wort wird nicht vergehen!

Der Apostel Paulus schreibt mehrmals in seinen Briefen an Thimotheus: “Das Wort ist gewiss.” Ich möchte diese Verse einfach einmal zitieren, ohne zu kommentieren.

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.” (1.Tim. 1,15)

Das Wort ist gewiss: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk.” (1.Tim. 3,1)

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert; denn für dieses arbeiten wir und werden geschmäht, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Erhalter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen.” (1.Tim. 4,9.10)

Das Wort ist gewiss; denn wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben.” (2.Tim. 2,11)

Das Wort ist gewiss! Lasst uns darauf bauen und nicht davon abweichen!

Bernhard Brockhaus

Dienstag, 8. Mai 2012

um was bitten wir?

Wir dürfen unseren Gott im Gebet um alles bitten. Dazu fordert uns der Brief an die Philipper Kapitel 4 Verse 4 bis 7 auf. Ob Gott unsere Bitte so erhört, wie wir es wünschen, ist eine andere Sache. Um was bitten wir denn? Der König Salomo gibt uns ein gutes Beispiel. Gott forderte ihn auf: “Bitte, was ich dir geben soll.” (1. Könige 3 Vers 5) Und um was bittet er? Nicht um Reichtum, ein langes Leben, Sieg gegen die Feinde, sondern: “Gib deinem Knecht ein verständiges Herz.” (Vers 9) Diese Bitte war Gott sehr wohlgefällig, so daß er sie gerne erfüllte. Nocheinmal die Frage: Um was bitten wir? Eine Bitte um Verständnis für die Dinge Gottes, sind Gott immer noch wohlgefällig. Diese Bitte wird er sicherlich immer noch gerne erhören.

Klaus Brinkmann

Montag, 7. Mai 2012

Erst wenn die Ebbe kommt (1)

"Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt", sagte der bekannte amerikanische US-Investor Warren Buffet. Er bezog sich natürlich auf Finanzanlagen und das materielle Getue von manchen Menschen. Mich erinnert es aber auch an das Glaubensleben. Solange es gut geht – im persönlichen Leben – wird nicht sichtbar, in welchem Maß wir wirklich Glauben und Glaubensvertrauen haben. Aber wenn es einmal nicht so gut läuft, wenn Prüfungen in unser Leben kommen, dann wird schon sichtbar, ob echtes Vertrauen vorhanden ist. Es geht nicht darum, dass es für jeden von uns eine gewisse Zeit braucht, um das zu verarbeiten, was auf uns zukommt. Paulus und Silas haben eben auch nicht schon am Nachmittag Loblieder gesungen, als sie gerade in den inneren, besonders gewalttätigen Gefängnisbau in Philippi befördert worden sind (Apg 16). Das Singen kam später. Aber es kam. So wollen wir uns gegenseitig ermutigen, das Vertrauen durch ein Leben mit dem Herrn zu lernen, zu verwirklichen, damit es in schwierigen Zeiten, wo wir es wirklich brauchen, dann auch vorhanden ist. Wenn wir in das Tal des Todesschattens kommen, dürfen wir trauern und weinen. Das ist es nicht, worum es geht. Aber es darf dann das Vertrauen von Hiob und vielen anderen Glaubensmännern und -frauen uns prägen, dass Gott es immer zu unserem Guten ausschlagen lässt.

Manuel Seibel