Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Freitag, 1. Juli 2016

Ein mächtiges Wort

Und Elia, der Tisbiter, von den Beisassen Gileads, sprach zu Ahab: So wahr der HERR lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort! (1. Könige 17 Vers 1)

Ein mutiger Auftritt, ein starkes Wort! Elia tritt im Fortgang der Geschichte Israels unvermittelt in Erscheinung, geht zum mächtigen König Ahab und kündigt ihm so eine Sache an! Woher hatte er diesen Mut?

  1. Er stand vor dem Angesicht Gottes. Er hielt sich in der Gegenwart Gottes auf, kannte deswegen Gottes Gedanken und konnte so in Vollmacht als sein Bote, sein Prophet sprechen.
  2. Er war ein intensiver, ernster Beter. Im Jakobusbrief, Kapitel 5 Vers 17 sagt der Heilige Geist: “Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde 3 Jahre und 6 Monate.” Dies war das Geheimnis seiner Kraft: Kraft aus der Nähe Gottes, fortlaufendes, ernstliches Gebet.

Ich fürchte, wir haben heute auch deswegen so wenig Kraft, weil wir so wenig in Gottes Gegenwart stehen und zu wenig beten. Elia ist uns ein Vorbild darin. Möge sein Beispiel uns anspornen…

Henning Brockhaus

Donnerstag, 30. Juni 2016

Unser Lebenslauf

Sein Herr sprach zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht!
Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. (Matthäus 25 Vers 21)

Jeder hat sicher schon die ein oder andere Bewerbung geschrieben. Sei es für einen Ausbildungsplatz, eine Arbeitsstelle oder eine sonstige Tätigkeit.
Und in einer Bewerbung darf ein sog. Lebenslauf nicht fehlen, denn er gibt dem Leser wichtige Informationen über die Person, seinen sog. Werdegang und auch seine bisher erlernten Fähigkeiten und seine Erfahrungen.

Dabei geben wir uns sicher Mühe keinen einzigen Punkt im Lebenslauf zu vergessen, denn es zeichnet ja, so denken wir oft, unsere Person aus und erhöht die Wahrscheinlichkeit die Stelle zu bekommen. Für uns gibt es immer gute Gründe, warum die jeweilige Stelle gerade für uns gut geeignet ist.

Doch bedenken wir – es gibt auch die Meinung des Leser bzw. des Arbeitgebers. Hat er nach dem Lesen das gleiche Bild von uns, wie wir es von uns haben?

In der Welt gelten oft “große” Dinge, die einen Lebenslauf “schmücken“.
Es müssen oft “große Errungenschaften” sein, die den Leser “beeindrucken“.

Doch was würde Gott zu unserem Lebenslauf sagen? Vor Gott gelten andere “Kriterien“.

Wie sieht es bei uns aus mit: Ehrlichkeit, Vertrauen, Hilfsbereitschaft … – das sind nur mal einige Bespiele.

Für uns sind dies vielleicht keine nennenswerten Eigenschaften und mag nur “Weniges” sein, doch bedenken wir – bei Gott haben diese Eigenschaften einen hohen Stellenwert.

Diese Eigenschaften zeichnen, wie es der Vers aus Matthäus sagt, einen guten und treuen Knecht aus.

Dem Knecht konnte Gott diese “Auszeichnung” geben – uns auch?

Johannes Berthin

Mittwoch, 29. Juni 2016

dress code

In manchen Einladungen zu den unterschiedlichsten Anlässen wird auch auf die gewünschte oder vorgeschriebene Kleiderordnung für die Veranstaltung hingewiesen. Bei Nichtbeachtung wird man im besten Fall schief angesehen, im ungünstigsten Fall wird die Teilnahme an der Veranstaltung untersagt.

Auch Gott hat uns eine Kleiderordnung hinterlassen. Dabei geht es aber weniger um unser Aussehen als um unser Verhalten.

Folgende Dinge sollen wir “ausziehen”:

“Jetzt aber legt auch ihr das alles ab:

-Zorn

-Wut

-Bosheit

-Lästerung

-schändliches Reden aus eurem Mund.” Kolosser 3 Vers 8

 

Das Nachfolgenden sollen wir dafür “anziehen”:

“Zieht nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte:

-herzliches Erbarmen

-Güte

-Demut

-Milde

-Langmut

-einander ertragend

-euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat gegen den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr.

-Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.” Kolosses 3 Verse 12 bis 14

Klaus Brinkmann

Montag, 27. Juni 2016

Was soll ich noch weiter reden?

2 Samuel 7,20: “Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, HERR!”

Geht es Dir auch manchmal so wie David? Da schüttest Du Dein Herz aus vor Gott, Deinen Dank und Deine Bitten, und plötzlich merkst Du, wie Dir die Worte fehlen und Du auch gar nichts sagen musst, weil Du vor Dem stehst, der Dich durch und durch kennt.

Wir dürfen zu unserem Vater ausdauernd flehen, aber es kann sein, dass es nur noch ein Stammeln ist. Es kann sein, dass uns wirklich die Worte fehlen. Das mag geschehen, wenn wir große Sorgen haben, doch wir müssen Gott unsere Sorgen nicht erklären, müssen Ihm keinen Vortrag halten. Manchmal gleichen unsere Gebete eher einem Vortrag als einem Gebet. Natürlich dürfen wir Gott alles sagen, aber bedenken wir mehr, dass Er doch schon alles weiß.

Und das uns doch mehr die Worte fehlen würden, wenn wir vor unserem Vater über Seinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, nachdenken. Auch hier können wir im Gebet gut belehrt viele Schriftstellen anführen, aber wer wirklich ergriffen ist von der Person des Herrn Jesus, dem fehlen schnell die Worte. Dann zählen keine geschliffenen Worte, sondern dann dürfen wir anbetend schweigen, denn – um mit David zu sprechen – was sollen wir noch weiter zu Ihm reden? Er kennt ja unsere Gedanken und weiß, was in unseren Herzen ist. Sind es unsere Worte oder nicht doch die schweigende Anbetung aus einem ergriffenen Herz das, was wertvoll ist für Gott?

Bernhard Brockhaus

Samstag, 25. Juni 2016

Überwinden, aber wie?

“Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und alles Überfließen von Schlechtigkeit, und empfangt mit Sanftmut das eingepflanzte Wort, das eure Seelen zu erretten vermag” (Jakobus 1,21).

Manches Mal haben wir mit den Reizen dieser Welt unsere Probleme, besonders wir Männer. Oft habe ich mich schon gefragt, wie ich den Reizen widerstehen kann.

Der zitierte Vers aus Jakobus 1 ist mir da immer wieder eine Hilfe. Er sagt zwei Dinge: 1. Das Böse ablegen, 2. Das Wort empfangen. Beide Dinge sind absolut erforderlich, um ein Überwinder zu sein, und zwar genau in dieser Reihenfolge. Überwinden werden wir nur, wenn wir beides beherzigen.

Übrigens: Empfangen ist mehr als nur Lesen. Beim Empfangen liegt der aktive Part nicht nur bei uns, und so ist es deutlich, dass wir zu einer Person gehen müssen, um zu empfangen, nämlich zu unserem Herrn, der allen willig gibt.

Bernhard Brockhaus

Freitag, 24. Juni 2016

Näher, noch näher

In einer weiteren Strophe des Liedes “Näher, noch näher” (Beitrag vom 03.Juni) heißt es:

Näher, noch näher, fest an Dein Herz

ziehe mich, Jesu, durch Freuden und Schmerz!

Birg mich aus Gnaden in Deinem Zelt,

schirme und schütze mich, Heiland der Welt.

Es ist SEIN Wunsch uns auch durch Leiden näher zu sich zu ziehen.

“Wenn Christus zwischen unseren Herzen und dem Leiden ist,
statt dass das Leiden sich zwischen unsere Herzen und Christus schiebt,
werden wir herausfinden, dass der Ort des Leidens der beste Platz auf dem Erdboden für uns ist,
da alles Leiden uns dann Christus näher bringen wird.” (John Nelson Darby)

Johannes Berthin

Freitag, 17. Juni 2016

Johannes 17

Johannes 17 darf mit recht als eines der denkwürdigsten und tiefgründigsten Kapitel der Bibel bezeichnet werden. Der Herr Jesus spricht als der ewige, menschgewordene Sohn mit seinem Vater.

Es ist uns an vielen Stellen in den Evangelien erlaubt, seinen Worten zuzuhören, die Er an die Menschen gerichtet hat. Hier aber spricht er nicht zu Menschen, die in ihrem Verständnis Seiner Person immer zurückblieben, sondern bringt die Wünsche seines Herzens vor den Vater selbst. Was für eine Gnade, dass wir diese Wünsche hören und die Segnungen verstehen können, die der Tatsache entspringen, dass Er derart um uns besorgt ist. Wir dürfen hören, dass wir der Gegenstand der Unterredungen des Sohnes mit dem Vater und ihrer gemeinsamen Liebe zu uns sind.

Und doch geht es in dem Kapitel letztlich um Ihn, den Sohn und seine Herrlichkeit, die Ihm wesenseigen ist als der ewige Sohn und um diejenige Herrlichkeit, die Er sich durch das Werk am Kreuz von Golgatha als Mensch erworben hat.

Sein Gebet zum Vater endet mit den Worten: „Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast“ (V 24). Auch unsere ewige Zukunft bei Ihm, im Haus des Vaters, ist mit seiner Herrlichkeit verknüpft.

Henning Brockhaus

Dienstag, 14. Juni 2016

Gethsemane

Und sie kommen an ein Ort, mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern:
Setzt euch hier, bis ich gebetet habe. Und er nimmt Petrus und Jakobus und Johannes
mit sich und fing an, sehr bestürzt und geängstigt zu werden.
Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod; bleibt hier und wacht. (Markus 14,32-34)

Der Herr Jesus nahm die drei Jünger Petrus, Johannes und Jakobus noch ein Stück weiter mit
als die übrigen Jünger. Sie durften ihren Herrn noch ein Stück weiter begleiten.

Der Herr Jesus suchte solche, die noch mehr teilhaben an seiner tiefen, inneren Not, die ER
angesichts des vor IHM stehenden Gerichtes Gottes auf dem Kreuz von Golgatha empfand.

Doch um mit seinem Gott und Vater zu beten, ging er noch alleine weiter – einen Steinwurf.

Dort betete ER aus tiefer Not heraus, so wie es uns ein Vers aus dem Hebräerbrief sagt:

Der in den Tagen seines Fleisches, da er sowohl Bitten als Flehen dem, der ihn aus dem Tod zu erretten vermochte, mit starkem Schreien und Tränen dargebracht hat. (Hebräer 5,7)

Verstehen können wir die Not des Herrn Jesus in ihrer Tiefe nicht, denn:

Niemand erkennt den Sohn als nur der Vater. (Matthäus 11,27)

Aber wir wollen doch zu denen gehören, die der HERR selbst ein Stück weiter mitnehmen kann,
und die ein wenig mehr an seinen Empfindungen teil haben möchten.

Johannes Berthin

Samstag, 4. Juni 2016

Nearer, still nearer

Bernhard Brockhaus

Freitag, 3. Juni 2016

Näher, noch näher

Näher, noch näher, völliger frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesu, mein Alles mir bist!

Viele kennen das Lied “Näher, noch näher” (engl. Original “Nearer, still nearer von Lelia Naylor Morris, 1862-1929, übersetzt von Hedwig von Redern), in dem die Autorin ihren Wunsch ausdrückt, mit sich selbst ganz zu Ende zu kommen und in Ihm ihr alles zu haben.

Ist das auch unser Wunsch? Wie oft haben wir das schon gewünscht? Und wie viel ist in unserem Leben, was uns daran hindert! Wer könnte von sich sagen, dass sein Leben ein Abglanz Jesu ist und Er sein Alles ist? Gebe der Herr uns die Kraft, das Glück dieses aufrichtigen Wunsches zu erfahren… 

Henning Brockhaus