Den Herrn verleugnen, wie Petrus es einst tat, das habe ich zum Glück noch nicht getan – habe ich lange Zeit gedacht.
Bis es mir klar wurde und heute erneut vor mich kam:
Wenn ich vor der Welt so rede und tue, als wäre ich wie sie, als hätte ich nichts anderes, verleugne ich meinen Herrn Jesus!
Wieviele Menschen dieser Welt kennen mich, doch wissen nicht, dass ich anders bin, einen anderen Herrn habe als sie? Vor allen diesen Menschen habe ich den Herrn verleugnet.
Solange ich das weiter tue, werde ich auch kaum Probleme haben, mit diesen Menschen Gemeinschaft zu machen. Petrus saß am Kohlenfeuer, bis offenbar wurde, dass er “mit Jesus gewesen” ist – dann wollten die Menschen ihn nicht mehr und er fühlte sich seltsam fehl am Platze.
Wenn ich den ungläubigen Menschen, mit denen ich tagein tagaus Gemeinschaft pflege (in welchem Maß auch immer), einmal deutlich sage, dass der Herr Jesus mein Herr ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie sind für oder gegen meinen Herrn. Wer nicht für Ihn ist, ist gegen Ihn, auch wenn wir das heute “tolerant” nennen. Wenn ich erkannt habe, dass der, mit dem ich Gemeinschaft pflege und in der Woche ausgehe und Spaß habe, gegen Christus ist, werde ich schnell merken, dass es mit dem Ausgehen und Spaß haben dann vorbei sein muss. Wer das dann noch machen kann, ruft leise mit “Kreuzige ihn”.
Wie schön aber, wenn ich erleben darf, dass Menschen für Ihn sind und Ihn annehmen als ihren Retter. Dann steht die Gemeinschaft mit ihnen auf dem einzigen Grund, auf dem Christen wahre Gemeinschaft haben können: dem Herrn Jesus. Das kann ich aber nur erleben, wenn ich ihnen auch vom Herrn erzähle.
Bernhard Brockhaus