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Heilig


Freitag, 18. Juli 2008

Heilig

Er (Gott) erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel.

4. Mose 23 Vers 21

Es ist schon erstaunlich. Da hatte das Volk Israel in den vorangegangenen Jahren der Wüstenwanderung von Ägypten nach Kanaan Gott so oft versucht, Ihn verachtet, seine dem Volk gegebenen Nahrung (das Manna) als ekelig bezeichnet, Götzendienst betrieben, ständig gemurrt und war gegen Gott und Mose aufgetreten.

Und dann lässt Gott durch Bileam seinem Volk dieses ergreifende Zeugnis ausstellen.

Gott konnte im Voraus auf Golgatha, wo das Kreuz seines Sohnes stehen würde, vergeben. Das Volk Israel war ein erlöstes Volk, denn es hatte Ägypten (die Welt) hinter sich gelassen und war durch das Rote Meer (im Vorbild der Tod) gezogen. Dadurch war dieses Volk für Ihn geheiligt, für Ihn abgesondert, getrennt von der Welt. Er wohnte in seiner Mitte.

Aber auch für uns Christen heute gilt dieser Satz: Gott sieht uns in dem Herrn Jesus als Vollkommene, Heilige, geliebte Kinder, solche die eine neue Stellung vor Ihm haben, eine Stellung der Heiligkeit – und das alles auf der Grundlage des Sühnungswerkes am Kreuz von Golgatha.

Das bedeutet gleichzeitig, dass wir durch kein Untreue diese Sichtweise Gottes und unserer Stellung vor Ihm abändern können. Natürlich ist das auch kein Freibrief dafür, Gottes Heiligkeit gegenüber gleichgültig zu leben. Aber Gott sei Dank! Wir stehen in Seiner Gunst und Liebe – nicht aus eigener Gerechtigkeit (was wäre das auch!!), sondern weil Gott “den, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht hat, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm”! (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 21)

Henning Brockhaus

2 Kommentare to “Heilig”

  1. Nichtsnus schreibt:

    “… seine dem Volk gegebenen Nahrung (das Manna) als ekelig bezeichnet …”

    Das Manna soll angeblich süß wie Honigkuchen gewesen sein. Gewiß, wenn es jeden Tag nur süßes Zeug zu essen geben würde, dann hätte man es bestimmt bald über. Aber niemand käme auf den Gedanken, echten Honigkuchen oder süßes Brot als ekelig zu bezeichnen. Ekelig ist eigentlich nur dann etwas, wenn es einem Menschen als Nahrung wirklich widerlich erscheint und nicht nur der Eintönigkeit des Essens wegen. Das Volk fand aber diese Speise sogar schon nach einer kurzen Weile ekelig und bevor sie mit Würmern durchsetzt war. Ist das nicht sehr seltsam?

    Es ist zudem verwunderlich, daß Gott seinem Volk etwas an Nahrung geben hat, was alsbald zu stinken anfing und worin sich schon nach kürzester Zeit Würmer befanden. In himmlischer Nahrung ist schnell der Wurm drin? Warum ist gottgegebene Nahrung so schnell verderblich? In echten Honig kommen so schnell keine Würmer und in trockenes Gebäck auch nicht.

    2.Mose 16:24 Aber sie gehorchten Mose nicht; denn etliche ließen davon übrigbleiben bis zum Morgen. Da wuchsen Würmer darin, und es ward stinkend. Und Mose ward zornig über sie.

    Um was für eine Speise mag es sich wirklich gehandelt haben, die das Volk pünktlich jeden Morgen am Lager vorfand?

  2. Nichtsnus schreibt:

    “… seine dem Volk gegebenen Nahrung (das Manna) als ekelig bezeichnet …”

    Die Angelegenheit mit dem Manna läßt mich einfach nicht mehr los und sie ist zu einem Lieblingsthema von mir geworden. Ich fand zum Thema diese Geschichte, eher ist es ein Witz, der es wirklich in sich hat, weil er zum Nachdenken anregt.

    Ich zitiere: “Zapichit

    Bekanntlich ernährten sich die Juden in der Wüste von Manna, die, wie die Schrift erwähnt, nach Honig und “Zapichit” – einer unbekannten Köstlichkeit – schmeckte.
    Als die Schüler eines Cheders beim Studium des Buches Exodus auf diesen dunklen Begriff stoßen, fragt der vorwitzige Berek den Lehrer:
    “Rebbe, was bedeutet das Wort “Zapichit” ?”
    Der Lehrer weiß nicht, daß selbst die größten Gelehrten diese Frage nicht beant-worten können, und versucht deshalb auszuweichen.
    “Paß auf, Berek” erklärt er ihn. “Als die Juden in der Wüste waren, gingen ihnen die Vorräte auf. Da bescherte ihnen der Herr das Manna, und das Schmeckte wie “Zapichit” und Honig.”
    “Das verstehe ich ja!” ruft Berek. “Ich weiß nur nicht, was “Zapichit” ist…”
    “Wieso weißt du das nicht? Das ist doch ganz einfach! Hör zu. Die Söhne unseres Urvaters Jakob waren nach Ägypten gezogen, wo ihr Bruder Josef der Statthalter des Pharaos war. Zunächst ging es ihnen gut, doch dann kam ein neuer Pharao, und der unterdrückte die Juden sehr. Deshalb führte Moses sie hinaus in die Wüste, wo ihnen die Vorräte ausgingen. Also ließ der Herr das Manna herabregnen, und das schmeckte wie “Zapichit” und Honig…”
    “Das verstehe ich ja”, beharrt der Schüler, “aber was ist “Zapichit” ??”
    Der Lehrer wischt sich den Schweiß von der Stirn.
    “Uff”, sagt er, ?wie kann man nur so vernagelt sein! Also, paß auf! Nach dem Turn-bau von Babel zerstreuten sich die Menschen in alle Welt. Abraham kam dabei nach Ur, und von dort aus zog er mit seiner Sippe nach Kanaan. Doch dort brach eine Hungersnot aus, und so gingen die Söhne unseres Urvaters Jakob, des Enkels un-seres Urvaters Abraham, nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Dort erkannte sie ihr Bruder Josef, der wunderbarerweise zu großer Macht gelangt war, und ließ die ganze Familie nach Ägypten kommen. Doch später herrschte in Ägypten ein böser Pharao, der die Juden unterdrückte, und so führte Moses sie hinaus aus Ägypten. Aber in der Wüste litten sie Hunger, und so bescherte der Herr ihnen Manna, und dieses Manna schmeckte wie “Zapichit” und Honig…”
    “Das hab’ ich ja verstanden! ruft Berek weinerlich. “Nur was “Zapichit” ist, weiß ich nicht..”
    “Berek” sagt der Lehrer völlig erschöpft, “ich will es dir noch einmal erklären. Aber merk dir das jetzt ein für allemal: Der Herr schuf in sechs Tagen Himmel und Erde. Und Adam und Eva waren die ersten Menschen und leben im Paradies, bis sie sün-digten. Da wurden sie aus dem Paradies vertrieben. Aber ihre Nachkommen sün-digten weite, deshalb schickte der Herr die Sintflut, und nur Noah konnte sich retten. Trotzdem sündigten die Menschen weiter und wollten einen Turm bauen bis hinauf zum Himmel. Da verwirrte sich ihnen die Sprache, und sie zerstreuten sich über die ganze Welt. Abraham zog nach Ur und von dort nach Kanaan. Und als eine Hun-gersnot ausbrach, zogen die Söhne unseres Erzvaters Jakob ins Ägyptenland, wo ihr Bruder Josef der Statthalter war. Anfangs ging es ihnen gut, doch in späteren Jahren quälte sie ein neuer, böser Pharao sehr. Da führte Moses sie in die Wüste, und dort hatten sie nichts mehr zu essen, also schickte der Herr ihnen das Manna, und das schmeckte wie “Zapichit” und Honig…”
    Berek kann nun die Tränen nicht mir zurückhalten.
    “Ja, Rebbe”, ruft er schluchzend, “aber was ist denn dieses “Zapichit?!”
    Der Lehrer läuft rot an vor Zorn.
    “Ach, du Nichtsnutz, du verwünschter”, ruft er. “Was willst du denn noch” Soll ich dir vielleicht erzählen, was vor der Erschaffung der Welt gewesen ist?!”” Zitat Ende, Quelle: http://svs.bjsd.de/reliwitze.html

    Zuletzt bleibt die Frage offen: Wollte oder konnte der Lehrer seinem Schüler nicht erklären, was das “Zapichit” (also das Manna) in Wirklichkeit gewesen ist?

    Wenn es sich beim Manna nur um das Wort Gottes handeln würde, dann wäre es rein geistiger Natur. Jesus aber erklärt sich mit dem Manna als identisch und er sagt dazu, daß dieses Manna sich von dem Manna unterscheidet, was es damals als die sogenannte Wüstenspeise zu essen gab.

    Jesus ist das Wort Gottes. In diesem Sinne sieht er sich als die geistige Nahrung an, die vom Himmel herabgestiegen ist. Geistige Nahrung wird aber nicht über den Mund aufgenommen, sondern über den Verstand. In der Kirche werden dem Volk hingegen Hostien als Ersatz für das Manna gegeben. Dabei kann es sich aber nur um einen Ersatz für das Manna handeln, welches damals die Wüstenspeise gewesen ist, denn Hostien werden mit dem Mund aufgenommen und landen im Magen. Dieses Manna landet also nicht dort, wohin es Jesus haben will und was der Kopf ist und in dem sich der Geist des Menschen befindet. Das ist der große Unterschied, den Jesus damals schon dem Volk beizubringen versuchte. Und weil er das tat, dafür haßten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten so sehr, daß sie ihn tot sehen wollten.

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