Mit Christus gestorben - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Mit Christus gestorben


Mittwoch, 25. November 2009

Mit Christus gestorben

Vielfach liest und hört man, dass sich der Gläubige im steten Kampf befindet gegen sein Fleisch, den alten Menschen. Ein solcher Gläubiger wird nie wirklich Ruhe finden. Er ist stets in Unruhe und leidet unter dem Druck, dass er täglich im Kampf steht und versucht, den alten Menschen mit seinen Lüsten zu töten.* Kann es sein, dass dies der Wille des Herrn für das Leben eines Gläubigen ist? Werden wir nicht durch sein Wort eindeutig und mehrfach aufgefordert: Freut euch in dem Herrn allezeit”?

Dieser Aufforderung können wir kaum nachkommen, wenn wir ständig im Kampf gegen unser Fleisch stehen. Nein, eben dieser Kampf ist für einen Gläubigen völlig nutzlos und unnötig, denn das Töten des alten Menschen hat doch schon längst stattgefunden. Wo und wann? Vor 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha! Dort sind wir, d.h. unsere alte Natur/ unser alter Mensch, mit ihm, der sich für uns hingegeben hat, gekreuzigt und gestorben. “Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich BIN mit Christus gestorben, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch (d.h. im Körper), lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.” (Galater 2,19-20)

Einen Toten muss ich nicht mehr töten. Da ist kein Kampf mehr nötig, und jede Beschäftigung mit dem Toten ist unsinnig. Nötig ist, dass ich das neue Leben nähre mit guter, geistlicher Nahrung und im Geist wandle, dann werde ich die Lust des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5,16)

Nur wenn ich das begriffen habe, dass er diesen alten Menschen nicht mehr töten muss, weil er schon tot ist, kann ich wirklich den Frieden Gottes genießen und mich im Herrn freuen.

* Ein solcher Kampf hat nichts zu tun mit dem täglichen und notwendigen Selbstgericht.

Bernhard Brockhaus

1 Kommentar to “Mit Christus gestorben”

  1. Peter Vogel schreibt:

    Alter Mensch… neuer Mensch,

    Ich will, für mich sprechen:
    Mein alter Mensch starb vor vielen Jahren… aus der Taufe erhob sich der “neue Mensch”.
    Dieser neue Mensch empfindet nicht mehr die Verpflichtung zum Kampf um Erlösung, für eine Umkehr. Er weiß… den Kampf hat der Herr Jesus vollbracht… und zwar siegreich. Der „neue“ Mensch hat andere Aufgaben… für Gehorsam und zur Treue… er soll erzählen was ihm widerfuhr… er soll erzählen was ihm geschenkt wurde.

    Der Refrain eines alten Liedes (Seliges wissen, Jesus ist mein) lautet:
    Lasst mich’s erzählen, Jesus zur Ehr; wo ist ein Heiland, größer als er? Wer kann so segnen, wer so erfreun? Keiner als Jesus! Preis ihm allein!

    Vor Gott gerecht gemacht aus Gnade…

    Ich folge als der “neue” Mensch in Schwachheit dem Herrn Jesus nach… ich möchte den “alten” nicht mehr fühlen und/oder erleben. Ich darf den „alten Menschen“ mit seinen Niederlagen und Abhängigkeiten hinter mir wissen.

    Der “Neue” hat’s gut… er wird begleitet und umsorgt…
    Hebräer 4, V 15. denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde.

    IHM ähnlicher werden ist mein Ziel…
    Johannes 3, V 30. Er muß wachsen, ich aber abnehmen. So ist der “Neue” in einem fördernden Erziehungsprozess befindlich… längst nicht vollkommen… doch strebend nach Gehorsam.

    Lukas 9, 23 … Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach… der “Alte” hat es abgelehnt… der “Neue” trägt’s… manchmal fehlt das Verständnis… manchmal scheint’s zu schwer… doch der “Neue” tut’s in SEINER Kraft.

    Meine Sünden, in meiner stets zu schwachen Nachfolge, die trage ich zu IHM…
    zu IHM der alles für mich getan… „nichts hab’ ich zu bringen… alles Herr bist du“…

    1. Joh. 1 V 8. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller (jeder) Ungerechtigkeit. 10. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

    Stark ist meines Jesu Hand,
    Und Er wird mich ewig fassen,
    Hat zu viel an mich gewandt,
    Um mich wieder loszulassen.
    Mein Erbarmer läßt mich nicht,
    Das ist meine Zuversicht.

    Sieht mein Kleinmut auch Gefahr,
    Fürcht’ ich auch zu unterliegen,
    Christus beut die Hand mir dar,
    Christus hilft dem Schwachen siegen.
    Daß mich Gottes Huld verficht,
    Das ist meine Zuversicht.

    Wenn der Kläger mich verklagt,
    Christus hat mich schon vertreten,
    Wenn er gar zu sichten wagt,
    Christus hat für mich gebeten.
    Daß mein Mittler für mich spricht,
    Das ist meine Zuversicht.

    Seiner Hand entreißt mich nichts!
    Wer will diesen Trost mir rauben?
    Mein Erbarmer selbst verspricht’s,
    Sollt’ ich Seinem Wort nicht glauben?
    Jesus läßt mich ewig nicht,
    Das ist meine Zuversicht.

    (Carl Bernhard Garve 1763-1841)

    Gelobt sei der Name des Herrn.

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