Donnerstag, 4. März 2010
Vertrauen im Großen – und im Kleinen?
Für uns Gläubige ist es häufig wahr, dass es uns viel leichter fällt, unserem Herrn in Dingen zu vertrauen, die nur Ihn und uns betreffen – Dinge bei denen Dritte und Umstände eine Rolle spielen, fallen uns da viel schwerer. Z.B. scheint es einfacher zu sein, dem Herrn in Bezug auf die Ewigkeit zu vertrauen, als den morgigen Tag in Seine Hand zu legen. Unserem Empfinden nach ist das Morgen nicht so völlig in Gottes Hand, da sind die Umstände und die täglichen Dinge, die wir irgendwie als unabhängig von Gott ansehen und fürchten.
Ein Beispiel in der Bibel ist z.B. Abraham – er verlässt sein Vaterland im Glauben an Gottes Ruf -zeigt sein Vertrauen auf Gottes Plan mit seinem Leben im Großen, aber als dann sehr bald eine Hungersnot kommt bringen die Umstände ihn zum zweifeln und er zieht eigenwillig nach Ägypten, sein Glaube zweifelt an Gottes täglicher Fürsorge, im Kleinen, obwohl er ihm doch im Großen glaubte.
Wenn wir als Kinder Gottes dem Herrn für unsere ewige Zukunft vertrauen können, sollten wir es dann nicht auch für unser tagtägliches Leben tun?
(nach J.G.B.)
Benjamin Dills
4. März 2010 um 21:27
Wie berechtigt ist doch diese Frage.
Golgatha… keine Frage, das hat ER auch für mich getan… weil es bitter nötig war.
Eine Gebundenheit… das ist zu viel des Guten… da ist die Notwendigkeit in meinem Alltag zu groß! Oder? Rauchen, (es mag anderes sein) wenn ich es als Abhängigkeit erkenne wollte ich mit eigener Willenskraft bekämpfen… mit sonstigen Hilfsmitteln.
Doch warum nicht gleich und konsequent IHN einbeziehen? IHN der wirklich freimacht!
Paul Gerhardt schrieb in düsterer Zeit und persönlich betroffener Situation:
Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
Dem Herren mußt du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn;
auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein
läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein.
Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht,
was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt;
und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held,
und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt.
Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir’s nicht;
dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht;
dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.
Paul Gerhardt
Herr schenke die Kraft den DEINEN auf Dich zu schaun… auf Dich zu traun.
Gelobt sei der Name des Herrn