Mittwoch, 14. Juli 2010
Starthilfe
Du bist jung und möchtest beginnen, die Bibel intensiv zu lesen? Oder Du hast Dich erst vor kurzer Zeit bekehrt und willst nun Gottes Wort studieren? Oder Dein Bibellesen ist eingeschlafen und Du willst einen neuen Anfang machen? Da fragst Du Dich vielleicht: Wie macht man das?
Es gibt sicher mehrere und auch viele gute Methoden, aber ich möchte Dir heute eine zeigen, die ich für sehr nützlich und gewinnbringend halte. Im Englischen nennt sich diese Methode MAP-Method: Memorize the passage – Analyse the passage – Personalize the passage. Auf Deutsch: “ESP-Methode”: Einprägen – Studieren – Personalisieren.
Vorangehend noch drei Gedanken:
- Beginne und beende die Stille Zeit stets mit Gebet. Bitte Gott, dass Er Dir Verständnis gibt über Seine Gedanken und Dir das zeigt, was Du gerade jetzt brauchst.
- Nutze einen Bibelleseplan, damit Du nicht aufs Geratewohl liest. Einen Bibelleseplan findest Du bei vielen christlichen Verlagen.
- Lies immer mit gezückten Stift und Block. „Die Weisen bewahren Erkenntnis auf“ (Sprüche 10,14). Schreibe alles auf, worauf Gott Dich durch den Abschnitt hinweist.
Nun zu der “ESP-Methode”:
Einprägen: Versuche, Dir den Abschnitt durch wiederholtes Lesen sehr gut einzuprägen. Wenn eine Versuchung oder eine Prüfung kommt, hast Du selten eine Bibel zur Hand. Dann musst Du aus dem Gedächtnis wissen, was Gott sagt – Wort für Wort.
Studieren: Studiere den Abschnitt und bitte Gott, Dir ein tiefes Verständnis zu geben von Seinen Gedanken in diesem Abschnitt. Wenn Worte unklar sind, benutze ein Lexikon, ggf. ein Griechisch- bzw. Hebräisch-Wörterbuch. Nutze gute Bibelauslegungen.
Personalisieren: Wenn Gott Dir etwas zeigt durch sein Wort, was Du in Deinem Leben ändern musst, so schreibe Dir konkrete Punkte auf. „Wann habe in der Vergangenheit dieser Wahrheit/diesem Gebot nicht gehorcht? Könnte es passieren – und wann? – dass ich noch einmal in eine ähnliche Situation komme? Was sollte dann die gottgemäße Reaktion bei mir sein?“ Teile Deinen Wunsch und Dein Vorhaben Gott im Gebet mit und bitte Ihn konkret um Hilfe. Wenn Er einen speziellen Vers aus Seinem Wort auf Dein Gewissen gelegt hat, bitte Ihn konkret, dieser Wahrheit oder diesem Gebot zu folgen.
Nichts wird Dir mehr helfen, geistlich zu wachsen und eine tiefere Beziehung zu Deinem Gott und Vater zu finden, als eine tägliche Stille Zeit mit Deinem Gott. Sie ist unersetzlich!
Bernhard Brockhaus
14. Juli 2010 um 14:12
Ich stimme der Startseite voll zu, auch da ich seit Jahren ein bekennender Christ bin, sehe ich eine große Gefahr, das man zuwenig sich dem Wort Gottes ausseinandersetzt, in dem das Wort auf einen wirken kann. Und da ist schnell eine hungerzeit, wo die Kraftnahrung ausbleibt, und so der mangel an Kraft die Sünde zu wiederstehen, man wird anfällig.
Ich wäre sehr daran die Bibel das Wort Gottes näher zu studieren, da könnte ich eure Hilfe die anbieten könnt sehr froh
Herzliche Grüsse, ein Bruder im Herrn, Andreas
14. Juli 2010 um 17:13
@ Andreas
Suchst du denn jemand mit dem du die Bibel zu Hause bei Dir lesen möchtest oder suchst du eine Adresse wo Du zur Bibelstunde kommen kannst?
Schreibe doch einfach mal an die Kontaktadresse bei:
http://www.gottsuchtdich.de
Dort bekommst du bestimmt eine Adresse von Christen (die es ernst meinen) in deiner Nähe mit denen du gemeinsam die Bibel lesen kannst und so auch wachsen im Glauben und der Erkenntnis. Gemeinsam geht es sich besser auf dem Weg des Glaubens!
der HERR ist nahe
Marco
30. Juli 2010 um 07:18
Ich finde den Artikel sehr nützlich – danke dafür. Bis auf Bibellesepläne. Die mag ich nicht so gern. Ich fühle mich durch sie eingeengt. Ich nehme mir beim Bibellesen immer Abschnitte vor, beispielsweise die Evangelien durcharbeiten, die 5 Bücher Mose, die Apostelgeschichte, die Paulusbriefe usw. Hieraus versuche ich dann mit Gottes Hilfe die wichtigen Dinge für mich zu ziehen.
Das funktioniert für mich besser als ein Bibelleseplan, weil ich die Dinge so auf meine Situation anpassen kann.
Gut finde ich den Hinweis auf “Personalisieren” – das habe ich bislang noch nicht soo gemacht! Werde ich versuchen mit einzubauen.
Und ihr habt recht: nichts geht über eine tägliche stille Zeit mit Gott