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An Seiner Hand


Donnerstag, 18. Februar 2016

An Seiner Hand

Vor einiger Zeit sah ich im Supermarkt einen Vater mit seinem Kind, das nicht an seiner Hand mit ihm gehen wollte. Es wollte sich schreiend losreissen von der Hand des Vaters, warf sich auf den Boden und machte es dem Vater sehr schwer.

Das Verhalten des Kindes war erschreckend. Dem Vater war es vermutlich und zurecht sehr peinlich, dass sein Kind sich so in der Öffentlichkeit verhielt.

Ich musste dabei daran denken, dass jeder Gläubige auch ein Kind ist, ein Kind Gottes. Haben wir uns nicht manches Mal ähnlich verhalten und es unserem Vater im Himmel ebenso schwer gemacht wie dieses Kind?

Das Kind war voller Eigenwille.
Dem Kind gefiel der Weg des Vaters nicht.
Es wollte nicht gehorsam sein.
Es meinte, der eigene Weg wäre der bessere, würde es glücklicher machen.
Es suchte Vergnügen ohne den Vater.

Ich habe den Kopf geschüttelt über dieses Kind und viele andere im Supermarkt auch. Aber die Aufzählung oben kommt mir nicht so unbekannt vor aus meinem eigenen Leben. Vielleicht geht es Dir auch so? Es soll nicht unehrerbietig klingen, aber wie “peinlich” muss das Verhalten der Christen oft sein für Gott, den Vater.

Doch der Vater ließ das Kind nicht einfach los und seinen eigenen Weg gehen. Und manches Mal muss unser Vater im Himmel uns mit schweren Mitteln dazu bringen, an seiner Hand zu bleiben. Er will uns wieder “in die Spur bringen”, damit wir wieder fröhlich mit Ihm gehen, wohin Er will.

“Denn also hat der HERR zu mir gesprochen, indem seine Hand stark auf mir war und er mich warnte, nicht auf dem Wege dieses Volkes zu wandeln” (Jesaja 8,3).

Bernhard Brockhaus

4 Kommentare to “An Seiner Hand”

  1. Nichtsnus schreibt:

    “Ich habe den Kopf geschüttelt über dieses Kind und viele andere im Supermarkt auch.”

    Lukas 18:2 nämlich: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute.

    Das Kind aus dem Supermarkt ist ein geistiges Kind des ungerechten Richters. So wie dieser Gott nicht fürchtet, wehrte sich das Kind gegen die Herrschaft seines leiblichen Vaters und es scheute sich nicht, seinen Trotz vor allen anderen Menschen im Supermarkt zu zeigen.

    “Doch der Vater ließ das Kind nicht einfach los und seinen eigenen Weg gehen.”

    Das ist sehr bedauerlich und es würde dem ungerechten Richter aus dem Gleichnis nicht gefallen. Denn es bedeutet, daß der leibliche Vater nicht über sein Kind und dessen freie Entwicklung wacht, sondern es gängelt, ja es sogar unterjocht und es damit in seiner freien Entfaltung bremst. So erzieht man sich Gojim, aber keine freien Menschen.
    Dabei sollte auch bedacht werden, wer der ungerechte Richter ist. Es ist des Menschen Sohn, der kommt, damit wieder Gerechtigkeit auf Erden waltet und die Menschen wieder frei werden und damit die Ungerechtigkeit und die Unterjochung aufhören.

    Lukas 18:8 Ich sage euch, er wird ihnen Recht schaffen in Kürze! Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

    Dazu ist des Menschen Sohn auch noch der Herr über den Sabbat.

    Matthäus 12:8 Denn des Menschen Sohn ist Herr über den Sabbat.

    Was bedeutet, daß des Menschen Sohn mehr Gewalt hat, als wie der Gott (siehe 2.Mose 16:23), der den Sabbat gestiftet hat. Und das will was heißen.

  2. Bernhard Brockhaus schreibt:

    Hallo Nichtsnus,

    Ein Vater sollte sein Kind führen und erziehen, dafür ist der Vater da. Allerdings ohne das Kind zum Zorn zu reizen oder derart zu gängeln, dass das Kind entmutigt wird (vgl. Epheser 6,4; Kolosses 3,21). Das Kind allerdings ist dazu aufgefordert durch Gottes Wort, den Eltern zu gehorchen (Epheser 6, 1.2). Das dies eine wechselseitige Beziehung ist, die viel Weisheit von Seiten der Eltern bedarf, ist klar. Zu meinen, der Vater im Supermarkt hätte sein Kind einfach machen lassen sollen, was es wollte, ist schlicht gegen Gottes Wort. Ich kann nicht beurteilen, ob der Vater sein Kind vielleicht vorher zum Zorn gereizt hat, aber ich kann beurteilen, dass auf jeden Fall das Kind nicht gehorcht hat.

    Ein paar Gedanken zum Gleichnis vom ungerechten Richter, allerdings nur zu der praktischen Seite. Dieser Richter ist kein Bild von Gott und auch nicht vom Sohn des Menschen. Vielmehr lebt dieses Gleichnis von dem krassen Gegensatz zwischen dem ungerechten Richter und Gott. Denn Gottes Handeln geschieht aus völlig anderen Beweggründen. Das Ziel des Herrn mit diesem Gleichnisses ist, dass sie “allezeit beten und nicht ermatten sollten”. Wenn nun sogar ein ungerechter Richter schließlich nach langem Ringen der Frau ihrer Bitte entsprach, wieviel mehr dann Gott. Und so sagt er in der Erklärung des Gleichnisses: “Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen…”? So ist dieses Gleichnis eine Ermunterung an die Jünger, dass sie mit allen Bitte ausdauernd zu Gott kommen können. Wenn auch die Antwort Gottes manchmal auf sich warten lässt, wird er doch zu seiner Zeit das Recht seiner Auserwählten ausführen.
    Und der letzte Vers der Erklärung des Gleichnisses (V. 8) hat ausschließlich prophetische Bedeutung. Wenn der Sohn des Menschen, der Herr Jesus, wiederkommen wird, wird er nur selten Glauben antreffen (vgl. Lk 17,26ff), wie in den Tagen Noahs, als nur Noah glaubte und gerettet wurde.

    Die letzte Schlussfolgerung ist meines Erachtens unlogisch. Der, der den Sabbat gestiftet hat, ist Herr des Sabbats, so wie der Schöpfer Macht über seine Geschöpfe hat. Die Aussage in Mt 12,8 belegt vielmehr, dass der Sohn des Menschen Gott ist.

  3. Nichtsnus schreibt:

    Hallo Bernhard

    “so wie der Schöpfer Macht über seine Geschöpfe hat”

    Hat der Schöpfer wirklich Macht über seine Geschöpfe? Dann müßten alle Menschen ohne Ausnahme auch gut sein, weil der Schöpfer gut ist. Aber wie viele böse Menschen gibt es auf der Welt? Und Jesus sagt dazu, daß nur Gott alleine gut ist (Lukas 18:19). Sogar sich selbst bezeichnet Jesus nicht als gut und das, obwohl er ohne Schuld ist. Was zudem bedeutet, daß sich Jesus selbst nicht mit dem Schöpfer identisch wähnt. Wenn man in Jesus des Menschen Sohn sieht, dieser also nicht derselbe sein kann, von dem der Sabbat gestiftet wurde. Denn das tat der Schöpfer (1.Mose 2:3 und 2.Mose 16:23).

    Lukas 18:6 Und der Herr sprach: Höret, was der ungerechte Richter sagt!

    Wenn der Herr das so sagt und Jesus ist der Herr, dann sehe ich es so, daß er, wie er hier vom ungerechten Richter spricht, sich selbst damit meint.

    “Wenn der Sohn des Menschen, der Herr Jesus, wiederkommen wird, wird er nur selten Glauben antreffen”

    Ja, das wird leider so der Fall sein. Mensch auf Hebräisch bedeutet Adam. Ersetze oben im Zitat das Wort “Mensch” mit dem Wort “Adam”, dann lesen wir: “Wenn der Sohn Adams …usw.”.
    Genau darin liegt unsere unterschiedliche beider Sichtweise begründet. Denn Adam, der Mensch, ist nicht der Schöpfer. Und im Gleichnis vom ungerechten Richter geht es ja um des Menschen Sohn, der auch der Herr des Sabbats und welcher auch der Erlöser ist, wenn er kommt.

  4. P. Vogel schreibt:

    Ach Herr Jesus, lass mich an DEINER Hand gehen in Gehorsam, DIR und dem Himmlischen Vater zur Ehre. Schaffe in mir ein reines Herz, damit DEIN Geist recht in mir wirken kann.

    Nimm alles von mir, aus mir, was DIR zur Unehre ist:

    Das Kind war voller Eigenwille.
    Dem Kind gefiel der Weg des Vaters nicht.
    Es wollte nicht gehorsam sein.
    Es meinte, der eigene Weg wäre der bessere, würde es glücklicher machen.
    Es suchte Vergnügen ohne den Vater.

    Eph 5,8 Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichts,

    bis zur Vollendung dereinst bei DIR:

    Off 22,5 Und Nacht wird nicht mehr sein und kein Bedürfnis nach einer Lampe und dem Licht der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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