Tränen - Bibel-Blog
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Tränen


Mittwoch, 14. September 2011

Tränen

“Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.” (Psalm 126,5)

Was sind das für Tränen, von denen der Psalmist in dem oben zitierten Vers spricht? Der Psalm spricht von den Empfindungen der gläubigen Juden, die am Ende der großen Drangsal beginnen werden zu jubeln und sich zu freuen über die Rettung des Herrn. Da sind solche, die nach Jahre der Verfolgung aus der Wüste zurückkehren nach Jerusalem. Diese haben in der Wüste Heimwehtränen geweint. Andere haben in Jerusalem ausgeharrt und haben dort Tränen des Trennungsschmerzes geweint, weil ihre Brüder in die Wüste fliehen musste. Wenn der Herr sie am Ende der Drangsal wieder zusammenführt und sie erkennen, dass sie ihren Messias damals verworfen und getötet haben (vgl. Sacharja 12,10), wird das in ihnen Tränen der Reue hervorrufen.

Tränen der Reue – hast du diese schon gehabt? Hast du erkannt und bekannt, dass du gegen Gott, der absoluten Anspruch an dich hat, gesündigt hast und in deinem Herzen – vielleicht unbewusst – aufgrund deines Unglaubens den Retter, den Gott gesandt hat, Jesus Christus, verworfen hast?

Tränen der Trennung – du bist ein Kind Gottes. In deiner Stadt gibt es viele Kinder Gottes. Und doch stehen sie nicht alle zusammen, wie die ersten Christen. Die Kinder Gottes sind zertrennt, in alle Lehrrichtungen. Einheit ist das, was Gott geschaffen hat. Zerrissenheit ist das, was der Mensch bewirkt hat. Dass du mit vielen Kindern Gottes nicht gemeinsam das Mahl des Herrn einnehmen kannst – und das geht leider tatsächlich nicht – schmerzt dich das noch, oder lässt es dich gleichgültig?

Heimwehtränen – kennst du Heimweh nach dem Himmel, oder hast du es Dir hier auf der Erde schon so gemütlich gemacht und dich mit der gottfeindlichen Welt so gut arrangiert, dass du gar nicht weg willst? Wenn der Himmel dich nicht anzieht, der Ort, wo Christus ist, dann stimmt vermutlich etwas nicht in deiner Beziehung zu Christus. Ist Christus Inhalt deines Lebens, ja, ist Er dein Leben? Sehnst du dich nach Ihm?

 

Wenn Du dieses Tränen kennst, so halte fest: Alle diese Tränen wird der Herr einmal in Jubel verwandeln! Er selbst ist einst hingegangen unter Weinen und hat den Samen zur Aussaat getragen. Doch “er kommt heim mit Jubel und trägt seine Garben” (Psalm 126,6).

 

Bernhard Brockhaus

2 Kommentare to “Tränen”

  1. anonym schreibt:

    Dem einen Christen fällt es schwer, Gefühle zu zeigen – selbst vor Gott. Dem anderen Christen ist es keine Schwierigkeit, zu Gefühlen im Glaubensleben zu stehen, so auch gerade vor unserem Herrn. Ein wieder ganz anderer Christ ist womöglich, wie Du es andeutest, ein wenig abgestumpft und sollte sich ernstlich fragen, wie’s eben auch um seine Gefühle steht und ob er überhaupt noch für Gott und seinen Willen und die Seinen empfindsam ist im Herzen …

    Tränen der Reue – ja! Tränen wegen Uneinigkeit oder Trennung unter den Christen weltweit – ja! Heimwehtränen und Sehnsucht nach Ihm fernab dieser sündigen Welt – ja!

    Bei all dem frage ich mich aber zunehmend, wozu es “gut” sein soll, wenn den Tränen so rein gar nichts folgen will? Gilt auch hier, und das meine ich vor dem Herrn nicht “grimmig fordernd”, daß man auf “später” vertröstet wird? Wenn das so ist, besteht doch auch die Gefahr, in einer “weinerlichen Haltung” zu verharren, einer Haltung, aus der nichts hervorgeht, oder?

    Ich finde das alles inzwischen ziemlich ernüchternd …

  2. Peter Vogel schreibt:

    Der Herr Jesus weinte über Jerusalem. ER hatte Gefühle bis hin zu Tränen über diese Stadt. Nur über diese Stadt? Nein, auch den Menschen galten die Tränen. Werden diese Tränen nicht allen Städten und allen Menschen gelten?

    Ich denke, diese SEINE Tränen gipfeln diese Tränen in dem Ruf:
    Lk 23,34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

    Ich wünsche mir mehr “Tränen” um SEINER zu gedenken… SEINES Werkes welches auch für mich geschah… SEINER Versammlung, SEINER Braut zu gedenken…

    Herr Jesus… DU hast es nicht bei Tränen belassen… DU hast alles was zu Tränen führt gut gemacht. DU hast gerufen “es ist vollbracht”!

    So schenke den DEINEN Weisheit und Eifer um DEIN Werk. Lass ihnen Erkenntnis werden wie den Jüngern…

    Joh 2,17 Seine Jünger [aber] gedachten daran, daß geschrieben steht: „Der Eifer um dein Haus verzehrt mich“

    Gelobt sei der Name des Herrn.

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