Der Jugend nachlaufen - Bibel-Blog
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Der Jugend nachlaufen


Montag, 19. September 2011

Der Jugend nachlaufen

“Wer seiner Jugend nachläuft, läuft dem Alter in die Arme”, sagte Willy Millowitsch (1909-1999), bekannter deutscher Schauspieler. Tatsächlich scheint es einen Hang zur Jugend zu geben. Von der Pensionszeit spricht man inzwischen als von der “late lunch time” (späte Mittagessenszeit) – nicht vom Lebensabend. In dem Unternehmen, für das ich einige Jahre gearbeitet habe, sah man keine Mitarbeiterin mehr, die über graue Haare verfügte. Und immer mehr hat man den Eindruck, dass wir das Alter unterdrücken und wegschieben wollen. Dabei sind mit dem grauen Haar und dem Alter solch wertvolle Aussagen in der Schrift verbunden. Zum Beispiel: “Das graue Haar ist eine prächtige Krone: Auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden” (Sprüche 16,31). Lasst uns mehr zu unserem Alter stehen und dankbar sein, dass es für jede Altersstufe Aufgaben, Herausforderungen und Gründe zur Dankbarkeit gibt. Wer versucht, sich künstlich jung zu gestalten, kann Gott wohl kaum dafür danken, dass Er auch in diesem Alter für uns sorgt.

Manuel Seibel

2 Kommentare to “Der Jugend nachlaufen”

  1. Nathanael schreibt:

    In Zeiten der Schönheitschirurgie sind Falten beinah schon unentschuldbar, die Flatrate für Botox wird zum Geschenktipp und die Haarfarbe gehört zur Standardausstattung.

    Ist es dann aber nicht positiv für einen Christen, wenn er sich in einem Punkt mehr von der Welt unterscheiden kann?

    Ich frage mich, ob es so sein kann … je extremer und grotesker die Welt, desto einfacher ist es für einen Christen sich ihr zu entziehen?

  2. Peter Vogel schreibt:

    @ Nathanael

    +++
    Ich frage mich, ob es so sein kann … je extremer und grotesker die Welt, desto einfacher ist es für einen Christen sich ihr zu entziehen?
    +++

    Ich denke wenn wir die Gleichförmigkeit mit dieser grotesken, schrillen und betrügerischen Welt verweigern… wenn wir das ungleiche Joch in seiner möglichen Vielfalt bedenken… und davon abstehen…

    dann wird der Herr uns stärken und stets feinfühliger gestalten.

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