Ruheplatz des Herzens - Bibel-Blog
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Ruheplatz des Herzens


Freitag, 18. November 2011

Ruheplatz des Herzens

"Ich habe mich mit Wonne in seinen Schatten gesetzt." (Hohelied 2 Vers 3)

Es gibt keine Kraft, außer in Christus. Ich habe keine zu irgendwelcher Zeit, ausgenommen wenn und inwieweit meine Seele in verborgener Gemeinschaft mit Ihm ist … Deshalb ist die unmittelbare Macht Satans auf diesen einen Punkt gerichtet, unsere Seelen von dem Leben in Christus fernzuhalten.

Eine große Sache, nach der wir zu trachten haben, ist, dass die Gemeinschaft mit Christo so stark sei, wie alle Lehren, die wir festhalten oder vortragen. Ohne dieses wird die Lehre selbst keine Kraft haben; außerdem werden wir selbst nicht mit Gott darin tätig sein; und das ist bei alledem die Hauptsache.

Gott mag Männer so tätig wie möglich machen, gleich Paulus oder Boanerges, wenn er ihrer bedarf; aber Gemeinschaft ist Ihm das Köstlichste. Es ist ein Unterschied zwischen Petrus und Johannes. Jesu Herz ruhte mit Genugtuung auf dem, der sich an seine Brust lehnte.

Die Seele sollte in einer weit innigeren Weise ihre Zuflucht zu Gott nehmen als zu sonst jemand. Gemeinschaft mit Heiligen ist kostbar; aber ich muss vor allem innige Gemeinschaft mit Gott haben; und Gemeinschaft der Heiligen wird ein Ausfluss der Gemeinschaft mit Gott sein.

Die Gemeinschaft mit Gott ist der Ruhplatz des Herzens.

John Nelson Darby

Henning Brockhaus

6 Kommentare to “Ruheplatz des Herzens”

  1. Peter Vogel schreibt:

    Werden es nicht gerade die Werkzeuge des Herrn sein, welche nach treuer Auftragsdurchführung, die innige Gemeinschaft mit IHM, bei IHM erfahren? Sicher gehört die Ruhe, die Aufmerksamkeit dazu, welche der hörenden Maria und dem Johannes beim Mahl innewohnte.

  2. Henning Brockhaus schreibt:

    Ja, aber nur aus einer gelebten Gemeinschaft heraus können wir überhaupt ein Werkzeug für Ihn sein und Ihm dienen. Nach dem Auftrag ist vor dem Auftrag. Und immer benötigen wir diesen Ruheplatz.

  3. Bibelleser schreibt:

    @Henning
    "Ja, aber nur aus einer gelebten Gemeinschaft heraus können wir überhaupt ein Werkzeug für Ihn sein und Ihm dienen."
    Wie soll ein geistig behinderter Mensch Gemeinschaft leben und ein Werkzeug für IHN sein, geschweige denn IHM dienen?
    Oder anders gesagt, hat ein geistig behinderter Mensch kein Recht darauf ein Werkzeug für Gott zu sein?
    Dazu müsste dieser arme Mensch zunächst einmal seinen Dämon loswerden, sofern er nicht sogar mehrere hat und alleine wird er es sicher nicht fertig bringen, sich davon zu befreien. Also von wem wird versucht einen geistig Behinderten über seine Dämonen als sein Werkzeug zu benutzen, wenn nicht von Satan?
    Aber selbst die Dämonen sind arme Wesen, die nur von Satan benutzt werden, und sie beten darum, dass sie ihr schändliches Werk in den Körpern von Menschen nicht fortzusetzen brauchen.
    Matthäus 8:31 Und die Dämonen baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Schweineherde!
    Jesus ist einfach das Heilmittel für alles und Menschen können Werkzeuge für Gott als auch für den Satan als Einzelne sein, wie auch in einer Gemeinschaft.
    Und ein geistig behinderter Mensch wird wohl solange warten müssen, bis er seine Dämonen endlich los wird, bis er "stirbt" und er Gottes Gnade dann empfangen kann.
    Und vielleicht ist ein geistig behinderter Mensch gerade deswegen ein Werkzeug für Gott, weil andere Menschen sich um ihren Nächsten kümmern müssen, oder sollen? Bedeutet dieses sich von Gesunden kümmern müssen um von Dämonen befallene Nächsten, den Willen Gottes zu tun und so sein Werkzeug zu sein? Aber welche Rolle spielt in diesem Fall dann noch der Satan?

  4. Henning Brockhaus schreibt:

    Lieber Bibelleser,
    danke für Deinen Beitrag! Ich denke, zunächst einmal ist es wichtig zu erkennen, was Gemeinschaft im Sinne des Artikels von JND bedeutet. Mindestens ist dies die Übereinstimmung eines Menschen im Denken,  Handeln und Reden mit Gott, hervorgerufen durch den Heiligen Geist, durch den wir nämlich Gott verstehen können. Mit Gemeinschaft ist also die Gemeinschaft mit Gott gemeint, nicht eine Gemeinschaft von oder mit Menschen.
    Geistig behinderte Menschen können natürlich auch Gott dienen, soweit es ihr Verstand zulässt, dass sie Ihn erkennen und Ihm deswegen dienen wollen. Jeder kann Gott dienen nach dem Maß seines Glaubens (Römerbrief, Kapitel 12 Vers 4). Du scheinst aber "geistig behindert" gleichzusetzen mit "einen Dämon haben". Ich hoffe, dass Du nicht meinst, dass jeder geistig behidnerte Mensch einen Dämon hat und damit von Satan besessen ist.
    Die Evangelien berichten darüber, dass  zur Zeit des Herrn Jesus auf dieser Erde tatsächlich sehr viele von Dämonen besessen waren. Es scheint, dass Satan dem Sohn Gottes dadurch besonders widerstehen wollte. Doch diese Dämonen sind und waren nicht etwa arme Geister, sondern böse Diener des Teufels, des Satan. Sie beteten auch nicht zu dem Herrn, sie erkannten Ihn niemals als ihren Herrn an, allenfalls als Gott oder Höchster, nie aber haben Sie Ihn "HERRN" genannt. Die Stelle in Matthäus 8 gibt kein Gebet im eigentlichen Sinn wieder. Die Dämonen wussten, dass sie keine Gnade zu erwarten hatten. Der Herr erlaubt ihnen zwar, in die Schweine zu fahren, aber sie trieben ihr "schändliches Werk" auch in den SChweinen fort – denn die Schweine stürzten sich sofort in den See und ertranken.
    Ein geistig behinderter Mensch ist erst einmal einfach "nur" krank, geistig krank. Satan spielt darin grundsätzlich keine Rolle und wir sollten sehr vorsichtig sein mit der Beurteilung, dass der Satan von jemand Besitz ergriffen habe, nur weil dieser geistig behindert ist.
    Christus ist tatsächlich das Heilmittel für alle. Er kann sowohl körperliche oder geistige Heilung bewirken als auch Menschen aus den Ketten Satans befreien. Jeder Mensch, der den Herrn Jesus als seinen Retter annimmt und glaubt, dass Christus für ihn am Kreuz von Golgatha gerichtet worden und gestorben ist, wird letztlich aus dem Machtbereich Satans befreit.

  5. Bibelleser schreibt:

    Lieber Henning!
    "….wir sollten sehr vorsichtig sein mit der Beurteilung, dass der Satan von jemand Besitz ergriffen habe, nur weil dieser geistig behindert ist."
    Ist es nicht vielmehr so, dass in jedem von uns auch etwas von Satan steckt, evtl. in Form eines Dämons, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger?
    Lukas 11,13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisset, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel ist, den Heiligen Geist geben (O. wieviel mehr der Vater; welcher vom Himmel den Heiligen Geist geben wird) denen, die ihn bitten! (Elberfelder)
    Nach diesem Vers und der Aussage von Jesus, ist der Mensch grundsätzlich erst einmal böser Natur.
    Geht unser ganzes Leben im Grunde nicht nur darum, dass wir uns von unseren Dämonen befreien, bzw. uns vom HERRN von denen befreien lassen, so dass Satan keine Macht mehr über uns hat?
    Das Beispiel mit geistig behinderten Menschen war zugegebener Maßen etwas unglücklich von mir gewählt, man möge mir das bitte verzeihen.
    Noch etwas: Es gibt bestimmt viele Menschen, die Christus als ihren Retter angenommen haben und bereit sind an Ihn zu glauben, aber sind diese Menschen dann, wenn sie es gesagt haben, auch plötzlich alle ihre Dämonen gänzlich los, oder können nicht auch viele darunter sein, die nur glauben, dass sie es "geschafft" haben und die aber Zeit ihres Lebens dann nichts als sogenannte "Namenschristen" bleiben und es selbst noch nicht einmal wahrnehmen, dass sie gar keine richtigen Christen sind?

  6. Henning Brockhaus schreibt:

    Lieber Bibelleser,
    nein, die Bibel spricht nicht davon, dass "ein Stück Satan" in jedem von uns steckt. Aber Du hast eine gute Stelle aus Lukas 11 angeführt: sie zeigt nämlich, dass durchaus Böses in uns ist. Der Mensch ist von seiner Natur her ein Sünder, und damit "böse" im Sinne dieser Bibelstelle. Was der Herr Jesus hier sagen will ist, dass sogar wir Menschen, die ein böses Herz von Natur haben, die Sünde in uns, unseren Kindern gegenüber das Gute suchen.
    Wir sind uns einig, dass der Mensch als Mensch wie er geboren wird, böse ist, die Sünde in sich hat. So sagt es Gottes Wort an vielen Stellen, z.B. Psalm 14 und Römerbrief, Kap 3, 23.24. Aber von Dämonen in uns spricht Gott nicht, denn das würde bedeuten, dass Satan in uns ist und das finden wir in der Bibel nicht.
    Wenn ein Sünder sich bekehrt und damit errettet wird, ändert sich tatsächlich alles. Er steht vor Gott nicht mehr als Sünder sondern als Gottes Kind in Christus. Das ist eine völlig neue Stellung. Namenschristen haben niemals diese Errettung wirklich erfahren und sind noch in der Stellung von Sündern vor Gott. Wenn Du den Begriff "Dämon" einfach mit der "Sünde" in uns ersetzt, ist es richtig.
    Viele Grüße,
    Henning

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