Komm zu mir - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Komm zu mir


Dienstag, 20. Dezember 2016

Komm zu mir

“Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.” (Joh 5,39-40)

Der Herr Jesus sprach diese Worte zu den religiösen Führern seiner Zeit. Es ist tragisch, dass diese Männer Gott nicht kannten, obwohl sie viele Jahre damit zugebracht hatten, die Heiligen Schriften zu studieren. Sie wussten etwas über Ihn, aber nicht von Ihm.

In Matthäus 11,28 sagt der Herr: “Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.” “Komm zu mir” ist eine direkte Einladung Gottes. Diesen Ruf anzunehmen bedeutet, sich so mit dem Herrn zu treffen, wie man es mit einem Freund tun würde: eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen.

Wir können dabei unsererseits wenig einbringen. Schmeichelhafte Worte werden Ihn nicht beeindrucken. Und unsere Leistungen? Verglichen mit Seinen sind sie nichts. Mit unserem Besitz anzugeben wäre genauso, wie vor einem Milliardär mit Monopoly Spielgeld anzugeben. Unsere guten Taten? Sie können vor Seiner unendlichen Gerechtigkeit nicht bestehen. Unsere besten Bemühungen? Wir können nie gut genug sein, um an Seinen unerreichbaren Maßstab der Heiligkeit heranzukommen. Schließlich gibt es noch das Problem unserer Sünde, die wir vor Ihm nicht verstecken können, weil Er alles sieht.

Was möchte Er also?

„Komm zu mir“ ist eine Einladung, so zu Ihm zu kommen, wie wir sind: mitsamt Lust, Stolz, Ichbezogenheit, erbärmlichem Versagen, Scham, Depression, Zweifel und allem möglichen anderen. Weil wir nichts haben, was wir Ihm anbieten könnten, ist das, was Er sich offensichtlich wünscht – wir selbst. Aber weil Beziehungen zwischen Menschen nicht so funktionieren, denken wir, dass wir uns zuerst irgendwie reinigen oder den „guten Christen“ vorspielen müssen. Aber wir können uns selbst nicht reinigen, und Er sieht hinter jede Maske.

Das größte Gebot ist nicht, die Bibel kennenzulernen, gute Taten auszuführen oder ein „guter Christ“ zu sein, sondern „Gott mit unserem ganzen Herzen. unserem ganzen Verstand und unserer ganzen Seele zu lieben“ (Matthäus 22,37). Lies die Geschichte von Maria und Martha in Lukas 10,38. Martha rannte eifrig durchs Haus, um ein großes, beeindruckendes Essen zuzubereiten, während Maria zu den Füßen von Jesus saß und Ihm zuhörte. Und was war das Ende? Martha wurde für ihre Überaktivität sanft getadelt, aber Maria wurde darin bestätigt, dass sie „nichts getan“, aber dabei Zeit mit dem Herrn verbracht hatte.

„Komm zu mir“ ist der Schlüssel, um das Leben zu finden, sagt der Herr Jesus.

Gott sei Dank! Wäre die Antwort: „Du musst ein guter Christ sein“, gäbe es für keinen von uns Hoffnung.

(nach Mike Genung)

Bernhard Brockhaus

Schreibe einen Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.