Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Sonntag, 13. August 2017

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Klaus Brinkmann

Freitag, 21. Juli 2017

Ausrichtung im Dienst für Gott

Der wirklich ergebene Diener des Herrn Jesus sieht nicht auf den Dienst, wie wichtig er auch sein mag, sondern er sieht auf den Herrn.

Wenn ich meinen irdischen Vorgesetzten schätze, so wird es mich wenig kümmern, ob ich seine Schuhe putze oder seinen Wagen fahre. Aber wenn ich mehr an mich als an ihn denke, so werde ich lieber Fahrer als Schuhputzer sein. Genauso ist es in dem Dienst des himmlischen Herrn. Wenn ich nur an Ihn denke, wird es mir gleich sein, ob ich Gemeinden gründe oder Zelte mache.

Wir können dasselbe im Dienst der Engel bemerken. Es ist dem Engel gleich, ob er ausgesandt wird, ein Heer zu vernichten, oder irgendeinen Erben des Heils zu beschützen. Nur der Herr beschäftigt seine Gedanken. Wenn zwei Engel vom Himmel gesandt würden, der eine, um ein Reich zu regieren, und der andere, um die Straßen zu kehren, würden sie sich sicher nicht über die Arbeitsteilung streiten. Und wenn das von den Engeln gesagt werden kann, wie viel mehr sollte es auf uns zutreffen!

Wir sollten uns vor einem bloß mechanischen Dienst bewahren lassen, in den wir so leicht verfallen, wenn wir nur der Arbeit wegen arbeiten und mehr mit unserem Werk beschäftigt sind, als mit dem Herrn. Aller Dienst für Ihn muss dem einfachen Glauben an Gott und dem Gehorsam gegen sein Wort entspringen.

nach Charles Henry Mackintosh

Henning Brockhaus

Sonntag, 9. Juli 2017

“Ich bin da”

“Ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen.” Hesekiel 34 Vers 11

Dieser Vers aus dem Propheten Hesekiel gilt zuerst für das Volk Israel. Wir dürfen es aber sicherlich auch auf die Gläubigen erweitern. Der Herr Jesus Christus kümmert sich um die Seinen. Und zwar unabhängig davon, ob sie durch eigenes Verschulden in eine schlimme Lage gekommen sind oder in solch eine Situation gekommen sind, weil sie sich genau richtig verhalten haben.

Zwei Beispiele mögen das verdeutlichen:

Petrus fühlte sich stark und war davon überzeugt, dass nichts und niemand seine Liebe zu Jesus Christus erschüttern könnte. Als er sich dann bewusst an einen Ort begab, wo er diese Liebe unter Beweis stellen musste, versagte er. Er leugnete, ein Jünger Jesu zu sein und das sogar drei Mal.

Was tat der Herr Jesus?

ER blickte Petrus an (sicherlich mit einem Blick voller Liebe). Lukas 22 Vers 61

ER erschien Petrus nach Seiner Auferstehung (zu einem klärenden Gespräch unter 4 Augen). Lukas 24 Vers 34

ER stellte vor den anderen Jüngern klar, dass die Angelegenheit mit Petrus geklärt war. Johannes 21 Verse 15 bis 23

Joseph wurde von der Frau seines Dienstherrn verführt. Aber anstatt darauf einzugehen “wie sollte ich diese Bosheit tun und gegen Gott sündigen?” tat er das einzig richtige “Er ließ sein Gewand in ihrer Hand und floh und lief hinaus.” 1. Mose 39 Verse 9 und 12

Dafür musste er ins Gefängnis. Und als sich eine Chance ergab, aus dem Gefängnis frei zu kommen, enttäuschten ihn Menschen, so dass sich die Zeit im Gefängnis um zwei Jahre verlängerte.

Was tat Gott?

ER war mit Joseph.

Er wandte ihm Güte zu.

ER gab ihm Gnade in den Augen es Gefängniswärters. (1. Mose 39 Vers 21)

ER holte Joseph aus dem Gefängnis. (1. Mose 41 Vers 14)

 

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 30. Juni 2017

Niemand muss sich wundern

Heute hat der deutsche Bundestag für die Einführung der “Ehe für alle” gestimmt. Gemeint ist, dass jeder heiraten kann, wie er/sie will, auch gleichgeschlechtlich. Dass dies unbiblisch ist, dürfte klar sein; dies kann man z.B. im Römerbrief, Kapitel 1 nachlesen.

Aber wir müssen uns auch nicht darüber wundern, geschweige denn, ärgern. Diese Welt ist und bleibt diese Welt, die Gott entgegengesetzt ist. Für einen gläubigen Christen zeigt dies umso mehr, dass ihm das weltliche System, in dem wir leben, mehr denn je fremd ist.

Unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten” (Philipperbrief, Kapitel 3 Vers 20)

Henning Brockhaus

Montag, 26. Juni 2017

Einander ertragen

Im Brief an die Epheser, diese örtliche Versammlung, deren Zustand so gut war, dass er ihnen die tiefsten und weitgehendsten Gedanken über den Ratschluss Gottes mitteilen konnte, schreibt Paulus in Kapitel 4, dass sie einander ertragen sollten in Liebe. 

“Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn, dass ihr würdig wandelt der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe, euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens” (Epheser 4,1-3).

Dieser Ausdruck “einander ertragen” weist darauf hin, dass es in mir und dem anderen etwas gibt, was ertragen werden muss. Dass Paulus dies an die Epheser schreiben muss, zeigt auch, dass selbst ein allgemein guter geistlicher Zustand nicht die unterschiedlichen Charaktere der Geschwister ausschaltet. Es gibt Unterschiede in der Erkenntnis, in dem Verständnis und in der Aufnahmefähigkeit. Jeder von uns hat andere Schwächen und andere Stärken. Da gilt uns die Aufforderung umso mehr als den geistlich gut stehenden Ephesern, einander zu ertragen und zu tragen. (Allerdings gilt diese Aufforderung nie im Hinblick auf offenbare Sünde!)

Ein persönlich guter geistlicher Zustand offenbart sich aber auch gerade darin, dass man sich selbst seiner Schwachheiten und Mängel bewusst ist und den anderen mit seinen Eigenarten in Liebe ertragen kann. Im Umkehrschluss kann man sagen: Wenn man sich ständig an den Eigenarten der Mitgeschwister stößt, hat man sich selbst wohl noch nicht richtig im Licht Gottes erkannt. 

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 25. Juni 2017

Warnung nicht ernst nehmen

Vor einer Woche brannte der Grenfell Tower in London fast komplett aus. Dabei kamen 79 Menschen ums Leben.

Damit sich eine solche Katastrophe nicht noch einmal wiederholt, wurden in der letzen Nacht 5 Hochhäuser vorsorglich evakuiert. Die Fassaden der Hochhäuser sollen aus dem gleichen Material bestehen wie beim Gernfell Tower. Diese Maßnahme traf bei vielen Bewohner der Häuser trotz des Wissens um den gerade geschehenen Brand und die vielen Todesopfer auf großes Unverständnis. Manche widersetzten sich sogar der Räumung. Das Argument könnte sein, dass man nicht davon ausgeht, dass sich so eine Katastrophe noch einmal wiederholt.

Es gibt eine noch viel größere Gefahr: “Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.” (Hebräer 9 Vers 27) Trotzdem wollen die Menschen die einzige angebotene und mögliche Rettung nicht annehmen: “Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.” Apostelgeschichte 4 Vers 12

In Lukas 16 wird uns berichtet, wie es ist, wenn ein Mensch, ohne seine Sache mit Gott in Ordnung gebracht zu haben, in die Ewigkeit abgerufen wird: “Der Reiche starb und wurde begraben. Und in dem Hades seine Augen aufschlagend, als er in Qualen war….ich leide Pein in dieser Flamme.” Verse 22 bis 24

Wenn wir also von der großen Gefahr wissen, sollten wir um so mehr die Menschen daraufhin weisen: “So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!” 2. Korinther 5 Vers 20

Klaus Brinkmann

Mittwoch, 21. Juni 2017

Gottes unendliche Gnade mit seinem Volk

Oft musste Gott durch Propheten sein irdisches Volk  ermahnen, weil es nicht auf seine Stimme hörte und nicht in seinen Wegen wandelte. So auch durch den Propheten Jeremia. Dort lesen wir häufig die bemerkenswerten Worte, dass Gott an sein Volk appellierte, “früh sich aufmachend und sendend”. 

Jeremias Botschaft ist deutlich und schonungslos, aber – wie es immer ist bei unserem Gott – es leuchtet doch immer wieder die Gnade Gottes durch. Er muss sein Volk sehr tadeln und Gericht ankündigen, doch dann finden wir mitten in dieser Ankündigung die Worte:

“Aber auch in jenen Tagen, spricht der Herr, werde ich euch nicht den Garaus machen” (Jer 5,18). 

Gott züchtigt sein Volk, um es zu sich zurück zu bringen, aber er vernichtet es nicht. Er verlässt es auch nicht, was versteckt in dem nächsten Vers verborgen ist:

“Und es soll geschehen, wenn ihr sagen werdet: „Weshalb hat der Herr, unser Gott, uns dies alles getan?“, so sprich zu ihnen: Wie ihr mich verlassen und fremden Göttern gedient habt in eurem Land, so sollt ihr Fremden dienen in einem Land, das euch nicht gehört” (Jer 5,19). 

Man könnte nach dem ersten Satz der Botschaft Jeremias vermuten, dass Gott beide Verfehlungen des Volkes erwidert, doch auf seine Klage “wie ihr mich verlassen habt”, folgt kein “verlasse ich auch euch”. Nein, Gott verlässt sein Volk nicht!

Dieser “Gott aller Gnade” (1.Pet 5,10) verlässt auch dich und mich nicht, auch wenn wir versagen. 

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 18. Juni 2017

Was denn?

“Und sie blieben niedergeschlagen stehen.”

Was denn? Lukas 24 Verse 17 und 19

Wenn es Probleme gibt, dann kann es hilfreich sein, darüber zu reden. So war es bei den beiden Menschen, die nach Emmas unterwegs waren. Sie erlebten eine große Enttäuschung. Alle ihre Erwartungen waren von jetzt auf gleich wie eine Seifenblase zerplatzt. Da kam ein Wanderer und stellt diese einfache Fragen: “Was denn?” Schon sprudelt es förmlich aus ihnen heraus: “Das von Jesus…Wir aber hofften,…Aber auch einige Frauen haben uns außer uns gebracht…;ihn aber sahen sie nicht.” (Lukas 24 Verse 19 bis 24)

Nachdem der Herr Jesus ihnen einen wunderbare Erklärung geben hatte, sie dadurch neue Energie und neuen Mut bekommen hatten, konnten sie sagen: “Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns redete…?” Lukas 24 Vers 32

Wenn Du in Schwierigkeiten bist, fragt Dich Jesus Christus auch: “Was denn?” (Vielleicht durch eine Person, die Dich gerade heute auf Deine Probleme anspricht). Dann schütte Ihm doch Dein Herz aus. Und dann gibt Er Dir ganz sicher eine Antwort (Vielleicht gerade durch die Person, die Dich gefragt hat).

Klaus Brinkmann

Sonntag, 11. Juni 2017

Mut machen

“Jesus sprach: Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht!” Matthäus 14 Vers 27

Seid guten Mutes – Es gibt Situationen, da fehlt uns der Mut oder da sinkt der Mut. Dann können wir diesen mutmachenden Zuruf gut gebrauchen.

Ich bin es – In Notsituationen kann es sein, dass uns der Blick für den Herrn Jesus fehlt. Dann ruft uns der Heiland liebevoll zu, dass er da ist.

Fürchtet euch nicht – Manchmal gibt es wirklich Grund, sich zu fürchten. Dann erinnert uns unser Hirte daran, dass wir keine Furcht zu haben brauchen, weil er die Situation voll im Griff hat.

 

Klaus Brinkmann

Montag, 29. Mai 2017

Brauchbar zur Ehre des Herrn

Wenn ein Stück rohes Eisen, das noch ungebraucht in der Schmiede herumliegt, reden könnte, so würde es sagen: “Ich bin schwarz, ich bin kalt, ich bin hart!” Das alles ist vollkommen wahr. Aber nun lege dieses selbe Stück Eisen in das Feuer und warte nur ein wenig, bis das Feuer seine Macht an ihm bewiesen hat. Jetzt würde es verwundert sagen müssen: “Die Schwärze, die Kälte, die Härte ist weg! Ich bin völlig verändert Nun bin ich rot statt schwarz, nun bin ich glühend statt kalt, nun bin ich biegsam statt hart, nun bin ich brauchbar geworden für meine Bestimmung!”

Würde sich das Eisen selber rühmen? Nein, es würde sich des Feuers rühmen, durch das es so vollkommen umgewandelt wurde. – So ist auch der Mensch von Natur schwarz, kalt und hart. Aber wenn der Herr ihn mit seinen göttlichen Einwirkungen berührt, wenn Jesu Blut ihn reinigt, wenn er von Gottes Liebe erfüllt wird, so verschwindet das, was er von Natur war. Jedoch die Ehre der Verwandlung kommt nicht dem Menschen, sondern dem Herrn zu.

Stanley Jones (1884-1973, war lange als Missionar in Indien tätig)

Bernhard Brockhaus