Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Montag, 23. August 2010

Die Liebe glaubt alles

“Die grausigste Beleidigung, die man einem Menschen zufügen kann, ist die, ihm abzusprechen, daß er leide”, sagte einmal der italienische Schriftsteller Cesare Pavese (1908-50). Ist es nicht wahr, dass wir manchmal (zu schnell) meinen, jemand “tue nur so”, in Wirklichkeit aber gehe es ihm/ihr nicht so schlecht, wie sie redet?

Lasst uns vorsichtig sein zu meinen, die Empfindungen von anderen besser beurteilen zu können als sie selbst.
Bei meinen Kindern denke ich auch manchmal: Muss er sich so anstellen und jammern, zB, wenn er beim Fußballspielen gefoult wird? Aber habe ich das Recht, das für ihn entscheiden zu wollen? Dasselbst gilt unter Christen, unter Menschen überhaupt. Jemand mag eine Situation als für sich persönlich sehr hart empfinden, wenn ich selbst das viellicht nicht so täte. Aber seine Empfindungen, übrigens auch seine Erfahrungen, die mir vielleicht komisch vorkommen, sind real. Das sollten wir auch akzeptieren.
“Die Liebe glaubt alles” (1. Korinther 13,7).

Manuel Seibel

Freitag, 20. August 2010

Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes!

Der Liedermacher Reinhard Mey hat im Mai ein neues Album veröffentlicht. Darin befindet sich ein Lied, in dem er als Pilot von einem Flug mit dem Flugzeug durch die Nacht erzählt. Er singt davon, wie er weit oben unter den Sternen, die Wolken unter sich, das Firmament bestaunt:

Unendliche Schönheit, die der Blick umspannt.

Auch ein Zweifler fragt sich in so einer Nacht,

 gibt es einen Gott, der über all dem wacht,

der die Sterne führt und das Ruder in deiner Hand.

Diese Stelle hat mich berührt, weil man sonst in Reinhard Meys Liedern keinen Hinweis findet, dass er an Gott glaubt, geschweige denn an Christus. Ja, er bezeichnet sich als Zweifler. Doch hier erweist sich die Wahrheit des Wortes Gottes aus Römer 1, 20:  

„Das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden, wird geschaut.“

Die Wahrheit dieser Worte sehen wir darin, dass Reinhard Mey sich fragt, ob es nicht einen Gott geben muss! Die Schönheit der Schöpfung Gottes überwältigte ihn zu so einem Ausspruch. Wie weit dies bei ihm gegangen ist, können wir nicht sagen – Gott weiß es. 

Möge es noch viele Menschen geben, die – auch wenn sie vielleicht keine Bibel haben oder es ihnen gesagt wird – durch die Schöpfung dahin geführt werden, den alleinigen Gott anzubeten und Ihm Ehre zu erweisen. Gott wird sie dann sicher auch zu Christus führen.

“Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk.”   

Psalm 19 Vers 1

Henning Brockhaus

Donnerstag, 19. August 2010

Ich glaube einfach, dass ER’s tut

Wie ER mich durchbringt, weiß ich nicht;
doch dieses weiß ich wohl,
dass ER, wie mir sein Wort verspricht,
mich durchbringt wundervoll.

Wie ER die Nacht vor mir erhellt,
ja wie? das weiß ich nicht,
doch dies, dass es mir niemals fehlt
für einen Schritt an Licht.

Wie ER die Macht des Feindes bricht,
die mir das Herz macht schwer,
das weiß ich armes Kind noch nicht,
glaub nur: sie bricht der HERR!

Wie gibt ER Kraft und frischen Mut
zum treuen Tun der Pflicht?
Ich glaube einfach, dass ER’s tut,
doch wie, das weiß ich nicht.

In seine Hand hineingelegt,
bleib ich in stiller Ruh;
wie ER mich führt, wie ER mich trägt,
das stehet Ihm nur zu!

(Friedrich Traub)

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 18. August 2010

Ein Baumstumpf

Ein Baumstumpf ist nicht tot. Seine Wurzeln stecken noch in der Erde und aus dem Baumstumpf können Sprösslinge aufschießen, die, wenn sie nicht abgeschnitten werden, wieder zu einem Baum werden können.

Unsere alte Natur, unser Fleisch ist auch nicht tot. Zwar hat Gott neues Leben eingepfropft, aber aus dem alten Baumstumpf können noch immer Sprösslinge aufschießen, die dem neuen eingepfropften Leben die Kraft zum Wachsen nehmen und Früchte tragen, die eben aus der alten Natur sind und für Gott daher mindestens wertlos sind.

Passen wir auf, dass wir diese Sprösslinge abschneiden, d.h. vor Gott bekennen und verurteilen, damit unser geistliches Wachstum nicht erlahmt und aus dem einmal abgehauenen Baum, unserer alten Natur, wieder ein Baum wird!

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 18. August 2010

Als Christ bin ich vorbereitet

Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe, antwortete der ehemalige Bundesaußenminister Genscher jetzt: “Wer hat das nicht? Aber als Christ bin ich vorbereitet – und ich weiß, wovon ich dabei rede.” Auch wenn das Sterben für Christen ebenfalls nicht leicht ist, so haben wir eine lebendige Hoffnung: bei Christus zu sein. Das ist gewaltig und gibt Mut.

Manuel Seibel

Montag, 16. August 2010

Besser wissen …

Kritiker sind wie Menschen, die zwar wissen, wie etwas richtig zu tun ist, selbst dazu aber gar nicht in der Lage sind,  sagte sinngemäß  “der Alte”, Schauspieler Siegfried Lowitz. Tatsächlich wird von keinem Musik- und Schauspielkritiker, Sport- und Politikkritiker verlangt, dass er es besser macht als diejenigen, die er kritisch be- und verurteilt.
Das aber gilt nicht für uns Christen. Kritik ist ohnehin das falsche Mittel. Besser ist, was der Apostel Paulus seinem jüngeren Freund, Mitarbeiter und Diener schreibt: “Sei ein Vorbild der Gläubigen in Wort, in Wandel, in Liebe, in Glauben, in Keuschheit” (1. Timotheus 4,12). Damit verändert man zumeist mehr als mit 100 kritischen Worten.

Manuel Seibel

Samstag, 14. August 2010

Eine Stunde ist eine Stunde

“Eine Stunde ist im Berg länger, als im Tal.” Reinhold Messner, Bergsteiger Natürlich ist die Zeit nur “gefühlt” länger. Aber solche Erfahrungen können wir auch machen. Wenn wir geistlich “unten” sind, kommt uns die Zeit viel länger vor. Prüfungen können so lange dauern. Aber wir wissen:”Unsere Zeiten sind in deine Hand.” egal, wie lange es sich für uns anfühlt.

Klaus Brinkmann

Freitag, 13. August 2010

Zunahme von Katastrophen

Man hat den Eindruck, dass große Katastrophen mit vielen Opfern in den letzten Jahren zugenommen haben. Insbesondere bei Naturkatastrophen drängt sich dieser Eindruck auf. Tsunami, Erdbeben in fast allen Erdteilen, Erdrutsche, Flutkatastrophen, verheerende Feuer. Tatsächlich, 100.000de sind gestorben – einfach so. Sicher hat es immer schlimme Unglücke gegeben, früher andere als heute, aber spricht Gott nicht besonders in diesen Tagen eine deutliche Sprache? Noch ist die Zeit der Gnade, noch ruft Gott den Sünder, aber muss Er vielleicht „lauter“ rufen in unserer Zeit? Lauter, indem Er durch Unglücke auf sich aufmerksam machen muss?

Wir wollen nicht aufhören, die Menschen zu überreden, zu Christus Zuflucht zu nehmen, „…dass er seine Seele zurückhalte von der Grube, und sein Leben vom Rennen ins Geschoß.“ Hiob 33 Vers 18.

Henning Brockhaus

Mittwoch, 11. August 2010

Und Er nahm ihn doch mit

Petrus, der Jünger des Herrn, der seinen Herrn von Herzen liebte, überschätze sich selbst. “Wenn auch alle Anstoß nehmen werden, ich aber nicht. … Er aber beteuerte über die Maßen: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen” (Mk 14, 29.31)

Ich möchte gar nicht über Petrus reden, sondern über den Herrn Jesus. Was tat der Herr daraufhin? Er setzt Petrus nun nicht etwa beiseite, sondern nimmt ihn doch mit nach Gethsemane, im Garten gesondert mit Jakobus und Johannes, und teilt mit ihm die Empfindungen Seines Herzens (Mk 14,33.34).

Er nahm ihn doch mit, obwohl Er wusste, dass Petrus einschlafen würde! So handelt unser Herr! Wie oft handelt Er auch so mit mir, wenn ich unter Selbtüberschätzung leide oder andere Fehler habe – Er nimmt mich doch immer wieder mit und zeigt sich mir, öffnet mir den Blick für Seine Herrlichkeit, Seine Liebe, Seine Leiden. Es ist einfach wunderbar, einen solchen Herrn zu haben!

“Preist den Herrn! Denn er ist gut, denn seine Güte währt ewig. Der unser gedachte in unserer Niedrigkeit, denn seine Güte währt ewig” (Ps 136,1.23).

Bernhard Brockhaus

Montag, 9. August 2010

Wind mit Worten

“Was hat der Mann da gesprochen? Was hat er gesagt? Er hat Wind mit Worten gemacht…”, so einmal der deutsche Theaterkritiker Friedrich Luft (1911-1990). Ist das nicht oftmals wahr für uns Männer? Wir sagen zu unserer Frau: “Ich liebe Dich!” und meinen: “Ich liebe es, wenn Du mich liebst und meinen (Pascha-)-Wünschen nachkommst.” Dabei gilt uns bis heute die Aufforderung des Wortes Gottes: “Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung (Gemeinde) geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat” (Epheser 5,25).

Manuel Seibel