Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Sonntag, 9. Dezember 2018

Gebetserhörung

In 1. Samuel 7 lesen wir eine bemerkenswerte Begebenheit mit einem Wendepunkt in der Geschichte des Volkes Israel. Das Volk Israel war -wie so oft- durch eigene Schuld in großer Not. Es gab jedoch einen Unterschied: Sie waren sich ihrer Schuld und ihrer Hilflosigkeit bewusst. Und deshalb konnte Gott ihre Gebete erhören.

“Das Haus Israel wehklagte dem HERRN nach” (V 2) Das war der erste Schritt:  Sie waren sich ihrer Lage bewusst und sagten ihre Not dem HERRN.

“Richtet euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein;…Und die Kinder Israel taten…und dienten dem HERRN allein.” (V 3+4) Sie hörten von Samuel, was zu tun sei und sie taten es auch.

“Sie schöpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN; und sie fasteten…sie sprachen: Wir haben gegen den HERRN gesündigt” (V 5+6) Sie machten durch diese Handlung ihre absolute Kraftlosigkeit deutlich und demütigten sich wegen ihres Versagens. 

“Samuel nahm einem Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer dem HERRN.” (V 9) Ein Opfer war nötig, das war dem Volk deutlich.

Nachdem die Grundlage geschaffen war, konnte Gott das Gebet erhören und das Volk retten: ” Samuel schrie zu dem HERRN für Israel, und der HERR erhörte ihn.” (V 9)

“Bis hierher hat uns der HERR geholfen.” (V 12) Nach der Rettung wurde die Dankbarkeit für das, was Gott getan hat, ausgedrückt.

Der in dieser Begebenheit beschriebene “Weg” ist auch heute noch derselbe. Gott erhört gerne unsere Gebete. Aber er erwartet auch, dass wir die entsprechende “Grundlage” schaffen: Wir müssen bereit sein, Gott ganz nachzufolgen.

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 30. November 2018

Anbetung setzt die Kenntnis der Wahrheit voraus

Die Welt, ganz einfach weil es die Welt ist, ist zur Anbetung Gottes, des Vaters, nicht fähig.

Anbetung des Vaters setzt voraus, dass die Wahrheit gekannt wird; ja, es setzt voraus, dass Gott selbst gekannt wird.

Anbetung des Vaters setzt voraus, dass dem Anbeter eine neue Natur (das ewige Leben) geschenkt worden ist.

Anbetung des Vaters setzt das Bewusstsein voraus, das man von Gott völlig angenommen und für ewig errettet ist.

Anbetung des Vaters setzt die Gabe und die Kraft und das Wirken des Heiligen Geistes voraus.Anbetung des Vaters setzt die christliche Versammlung voraus, in welcher der Heilige Geist wirkt, durch wen Er will.

Nach William Kelly

Henning Brockhaus

Sonntag, 4. November 2018

Vergeblich?

Wenn wir die Berichte über den Anfang der Christenheit in den ersten Kapiteln der Apostelgeschichte lesen, staunen wir, dass sich an einem Tag 3000 Menschen bekehrten. Wir sind heute schon froh, wenn Menschen  einen angebotenen christlichen Kalender annehmen.

Eine Begebenheit von diesem Wochenende hat mir gezeigt, dass wir nicht auf die Anzahl sehen sollten: Ein Mann hatte den Gedanken, auf einem einmal im Jahr stattfindenden Bauernmarkt christliche Kalender zu verteilen. Sofort nachdem er mit seinem Bollerwagen voller Kalender den Platz betreten hatte, wurde er von dem Sicherheitsdienst des Platzes verwiesen. Er konnte genau EINEN Kalender abgeben, dann musste er wieder unverrichteter Dinge abziehen. 

Aber anstatt frustriert zu sein, hatte er den Gedanken, dass er vielleicht genau wegen dieser einen Person genau auf diesen Markt musste.

“Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden.” Prediger 11 Vers 1

Wir wollen deshalb die uns bietenden Gelegenheiten nutzen, die gute Botschaft weiterzugeben. Dann wollen wir für die Menschen beten, die die Botschaft gehört oder gelesen haben. Und wir wollen es unserem Heiland überlassen, an den Herzen der Menschen zu wirken.

Wie viele werden wir wohl von ihnen im Himmel “wiedersehen”, vielleicht auch den EINEN Menschen vom Bauernmarkt 2018?

Klaus Brinkmann

Freitag, 2. November 2018

Bescheiden bleiben

Einem Christen steht es gut, wenn er bescheiden ist. Im Allgemeinen beziehen wir Bescheidenheit auf äußere und materielle Dinge. Gottes Wort fordert uns auch in dieser Hinsicht dazu auf: “Die Gottseligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn”; und: “Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen” (1. Tim 6,6.8).

Doch es gibt auch im geistlichen Bereich die Gefahr, unbescheiden zu sein. Auch hier gibt uns Gottes Wort Hinweise: “Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter ist,  nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt” (Rö 12,3). Wenn wir z.B. für unsere Wege und Entscheidungen beanspruchen, dass wir nach intensivem Gebet Gottes Willen erkannt, Er uns geführt und angewiesen hat, Er uns das eine oder andere “aufs Herz gelegt” und deutlich gemacht hat, dann sollten wir überlegen, ob wir das nicht auch bescheidener ausdrücken könnten. Wir müssen nicht unbedingt immer dann den Herrn “auf der Zunge führen”. Denn wer weiß – vielleicht war es doch unser Eigenwille, der hinter unserer Entscheidung stand…? 

Bescheiden bleiben! Das gilt auch für unseren Dienst für denn Herrn Jesus. Wir müssen nicht unsere Nähe zu unserem Herrn, unser langes Gebet über eine Frage, wie Er uns was gezeigt und welchen Weg Er uns gewiesen hat,  etc. vor uns herposaunen. Es könnte sogar wie eine Rechtfertigung klingen…

Schön, wenn wir beständig seine Nähe aufsuchen und ein intensives Gebetsleben haben. Aber dies müssen wir nicht unseren Mitgläubigen erzählen und es muss nicht gesehen und gehört werden. Sondern es gilt:  “Geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten” (Mt 6,6).

Henning Brockhaus

Sonntag, 21. Oktober 2018

Und seid dankbar

“und seid dankbar!” Kolosser 3 Vers 15

In dem nachfolgenden Lied werden einige Punkte aufgeführt, für die wir dankbar sein können. Der größte Dank gilt dabei dem, dem wir das alles zu verdanken haben: Unserem Heiland Jesus Christus.

“Wir haben einen Felsen,
der unbeweglich steht.
Wir haben eine Wahrheit,
die niemals untergeht.
Wir haben Wehr und Waffen
in jedem Kampf und Streit.
Wir haben eine Wolke
von Gottes Herrlichkeit.

Wir haben eine Speise,
der Welt hier unbekannt.
Wir haben einen Schatten 
im heißen Sonnenbrand.
Wir haben eine Quelle,
die niemals je versiegt.
Wir haben Kraft zum Tragen,
die keiner Last erliegt.

Wir haben einen Tröster
voll heiliger Geduld,
wir haben einen Helfer
von liebevoller Huld.
Wir haben eine Freude,
die niemand von uns nimmt,
wir haben eine Harfe,
von Jesus selbst gestimmt

Wir haben eine Zuflucht
in Stürmen, Angst und Not.
Wir haben einen Reichtum,
der nie zu schwinden droht.
Wir haben eine Gnade,
die alle Morgen neu,
wir haben ein Erbarmen,
das mächtig ist und treu.

Wir haben hier die Fülle,
seitdem der Heiland kam.
Wir haben dort ein Erbe
so reich und wundersam.
Wir haben Glück, das leuchtend
und unbeschreiblich ist.
Wir haben alles, alles
in Dir, Herr Jesus Christ!”

Hedwig von Redern (*1866 †1935)

Klaus Brinkmann

Sonntag, 14. Oktober 2018

Beten

HERR, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir doch heute begegnen, und erweise Güte an meinem Herrn Abraham. … Und der Mann sah ihr staunend zu und schwieg, um zu erkennen, ob der HERR zu seiner Reise Glück gegeben habe oder nicht.” 1. Mose 24 Verse 12 und 21

Beten und dann in Ruhe auf die Antwort Gottes warte, dass kann uns manchmal schwer fallen. 

Eine Antwort Gottes kann dann sein, dass ER uns genau das gibt, um was wir gebeten haben. Es kann aber auch sein, dass wir das Erbetene nicht bekommen. Wir wollen das Ergebnis Gott überlassen, weil er weiß, was das Beste für uns ist.

Wenn wir vor einer Entscheidung stehen und beten, kann es sein, dass Gott uns die Antwort ganz klar zeigt. Dafür wollen wir dann dankbar sein. Es kann aber auch sein, dass wir keine klare Antwort erhalten, aber in unserer Entscheidung, die wir dann treffen, ruhig sind. Kann nicht auch das gerade die Antwort Gottes sein?  

Der Knecht Abrahams hatte konkret gebetet. Und dann hatte er die Ruhe, Gottes Antwort abzuwarten. Gott hat seine Bitte erhört!

Klaus Brinkmann

Freitag, 21. September 2018

Der Sohn Gottes

Manche sagen, Jesus habe nie behauptet, der Sohn Gottes zu sein. Das ist nicht richtig.

In Johannes 9 Verse 35-38 steht:

Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?`Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: Ich glaube, Herr; und er warf sich vor ihm nieder.

Jesus Christus ist der Sohn Gottes, und das von Ewigkeit zu Ewigkeit. Glücklich, wer Ihn hat und an Ihn und sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha glaubt! Oder willst Du in der Hoffnungslosigkeit dieser Zeit und Welt bleiben?

Er hat  gesagt:

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. (Matthäus 11,28)

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.  (Johannes 6,27)

Henning Brockhaus

Sonntag, 16. September 2018

Geistlicher Blick

Und er erhob seine Augen und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und beugte sich nieder zur Erde; und er sprach: Herr, wenn ich den Gnade gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und wascht eure Füße; und lagert euch unter dem Baum, und ich will einen Bissen Brot holen, und stärkt euer Herz; danach mögt ihr weiterziehen; da ihr nun einmal vorbeigekommen seid.”  1. Mose 18 Verse 2 bis 5

Es fällt auf, das Abraham (er ist es , der hier vor seinem Zelt sitzt und die Gegend beobachtet) drei Männer sieht, auf sie zugeht, einen als Herrn anspricht und sich dann doch um alle drei kümmert. Der EINE ist kein anderer, als der Herr Jesus selbst.

Wir können aus dieser Begebenheit lernen:

  • Abraham sah alle drei Männer – er hatte ein Blick für seine Umgebung.
  • Abraham erkannte den Herrn – er hatte geistliches Unterscheidungsvermögen.
  • Abraham kümmerte sich um die drei Männer – er wußte, was in dieser Situation zu tun war.

Die Fragen sind: 1. Woher hatte Abraham diese “Fähigkeit”? 2. Wie können wir ihm nacheifern?

  1. Nach einer Zeit des geistlichen Stillstands (Eigenmächtiges Handeln mit Hagar 1. Mose 16), war er wieder in Gemeinschaft mit seinem Gott (Gott erscheint Abram 1. Mose 17).
  2. Gemeinschaft mit Gott zu haben bedeutet für uns, IHN durch sein Wort -die Bibel-  zu uns reden zu lassen und im Gebet mit Ihm zu reden. Wenn wir diese beiden Dinge täglich praktizieren, können wir auch so handeln wie Abraham. Und das zu unserem eigenen Segen, aber auch zum Segen für unsere Umgebung.
Klaus Brinkmann

Samstag, 8. September 2018

Alles eine Frage der Motivation

Wir alle möchten unserem Herrn dienen. Keine Frage! Aber was ist unsere Motivation?

In der heutigen Christenheit gibt es sehr viele “christliche” Aktivitäten, doch es wird darunter manche geben, die ganz und gar nicht der Wertschätzung und Liebe für Christus entspringen. Doch jeder Dienst für den Herrn hat in Seinen Augen nur in dem Maß einen Wert, in dem das Herz mit Ihm beschäftigt und Ihn als alleinigen Gegenstand hat.

Kann es sein, dass wir manches Mal den Dienst an die Stelle des Herrn setzen, so wie Martha es tat, als Jesus in ihrem Haus war und sie nur damit beschäftigt war, das Haus und das Essen für den Herrn herzurichten? Maria hatte das gute Teil erwählt. Sie saß zu den Füßen Jesu, um Ihm zuzuhören. Und deshalb wusste sie, zum genau richtigen Zeitpunkt den schönsten und wertvollsten Dienst für Ihren Herrn zu tun, den Er je auf der Erde von einem Menschen empfangen hat: mit einem Herz voller Liebe und Hingabe zerbrach sie das Alabasterfläschchen und salbte Ihren Herrn! Was wird das für den Herrn gewesen sein! Da war jemand, der Ihn ein wenig verstand, der zugehört hatte, als er von Seinen bevorstehenden Leiden und Seinem Tod geredet hatte. Da war Maria, die in Seine Gedanken einging, mitempfand und Ihm die ganze schweigende Anbetung ihrer Seele darbrachte.

Maria war mit Ihm beschäftigt. Er war ihr ganzer Lebensinhalt. Für sie galt auch, was der Apostel später sagen konnte: “Das Leben ist für mich Christus” (Phil 1,21) Er war ihre Motivation für den Dienst!

Ist der Grund für die mangelnde Energie und Motivation, den Menschen von unserem Herrn zu erzählen, nicht der, dass Christus nicht den ersten Platz in unserem Herzen hat? Jeder wahre Dienst für den Herrn kann allein aus der Gemeinschaft mit Ihm kommen. Weil Marias Herz ganz Ihm gehörte und sie Seine Gemeinschaft genoss, allein deswegen war ihr Dienst für Ihn so wertvoll.

Ist Er auch meine Motivation? Dann ist mein Dienst wertvoll für den Herrn.

Bernhard Brockhaus

Freitag, 7. September 2018

Zu Ende kommen

“Die Worte Hiobs sind zu Ende”

(Hiob 31,40)

Hiob war ein gerechter Mann, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und das wusste er. Genau das war sein Problem. Es machte ihn stolz.

Gotte wollte ihn davon befreien und prüfte ihn durch furchtbares Leid in seinem Leben. Doch zunächst erkannte Hiob nicht, dass er stolz auf seine Gottesfurcht war, ja selbstgerecht. In langen Reden klagte er Gott und seine Freunde an. Doch dann heißt es: Die Worte Hiobs sind zu Ende. Endlich, könnte man meinen.

Jetzt konnte Gott wirken. Er führte ihn zu der Erkenntnis, dass Hiob gar nichts war und Gott alles. Dass Hiob gar nichts ohne Gott tun konnte. Dass seine eigene vermeintliche Gerechtigkeit vor Gott nichts zählte. Dass er Gnade brauchte.

Als Hiob das alles erkannte, erkannte er Gott. Und das Ende der Geschichte: Gott kam mit Hiob zum Ziel und  überschüttete ihn mit Segen.

Lektionen für uns gibt es in dieser Geschichte zuhauf. Besonders die, dass wir auch einmal mit uns zu Ende kommen müssen und anerkennen, dass wir vor Gott ebenfalls nichts sind und keine Kraft aus uns selbst haben. Auch nicht, Ihm wohlgefällig zu leben. Er allein muss alles wirken.

Henning Brockhaus