Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Sonntag, 13. Mai 2018

“Immer wieder Wunder gibt’s nicht.”

“Ich persönlich werde auch zur 2. Bundesliga gehen, wenn die Mannschaft spielt. Das ist davon unbenommen (…) Wir haben ja in den letzten Jahren immer wieder Wunder erlebt. Immer wieder Wunder gibt’s nicht.” HSV-Idol Uwe Seeler

Von Wundern in diesem Zusammenhang zu sprechen, ist natürlich übertrieben. Mit den Wundern hier sind Ergebnisse gemeint, die keiner mehr für möglich gehalten hat.

Wenn wir im biblischen Sinn von Wundern sprechen, dann sind echte Wunder gemeint. Übernatürliche Dinge, die nur Gott bewirken kann. Und Gott ließ und lässt Wunder geschehen, z.B. in der Anfangszeit der Christenheit, um die Menschen empfänglich zu machen für die gute Botschaft.

Gott ließ auch im Alten Testament Wunder geschehen. Z.B. finden wir das Wunder, dass ein Menschen übernatürlich stark war. Von Simson, einem Richter im Volk Israel, lesen wir in Richter 13 bis 16. Aber auch bei ihm könnten wir sagen: “Immer wieder Wunder gibt’s nicht.” Denn er hatte sich in eine Situation begeben und mit Leuten eingelassen, die nicht zu seiner Stellung als einer, der an Gott glaubte, passte. Er dachte, seine Stärke würde ihn retten. Das tat sie auch ein paar Mal, dann aber nicht mehr. Seine Stärke war weg und er wurde überwältigt.

“Da wachte er auf von seinem Schlaf und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und mich freischütteln…Und die Philister griffen ihn…und banden ihn mit ehernen Fesseln.” Richter 16 Verse 20 und 21

Beim HSV könnte man sagen: Wer so schlecht spielt, muss auch mit den Konsequenzen leben zu verlieren und in die 2. Bundesliga abzusteigen.

Bei Simson könnte man sagen: Wer sich bewusst in Gefahr begibt, kann nicht damit rechnen, dass Gott ihn befreit. Wer sich so verhält, verspottet Gott. Und Gott lässt in der Bibel sagen: “Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgendein Mensch sät, das wird er auch ernten.” Galater 6 Vers 7

Klaus Brinkmann

Dienstag, 24. April 2018

24 Stunden in Gottes Hand

Der Morgen

“Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.” (Matthäus 5,45)

“Ich erwache und bin noch bei dir.” (Psalm 139,18)

“Frühe wirst du, HERR, meine Stimme hören, frühe werde ich mein Anliegen dir vorstellen und harren.” (Psalm 5,3)

“Es ist gut, Jehova zu preisen, und Psalmen zu singen deinem Namen, o Höchster, am Morgen zu verkünden deine Güte.” (Psalm 92,1.2)

Der Mittag

“Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des HERRN!” (Psalm 113,3)

“Der HERR ist dein Hüter, der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand. Nicht wird die Sonne dich stechen des Tages” (Psalm 121,5)

“Die Wolkensäule wich nicht von ihnen des Tages, um sie auf dem Weg zu leiten” (Nehemia 9,19)

Der Abend

“In Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen; denn du, HERR, allein lässest mich in Sicherheit wohnen.” (Psalm 4,8)

“Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn” (Epheser 4,26)

Die Nacht

“Du wirst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht.” (Psalm 91,5)

“Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her: Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.” (Psalm 139, 11.12)

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 22. April 2018

Teilen

Wir wohnen in einem Land, in dem alle Menschen in der Regel ausreichend zu essen haben. Aber neben den Bedürfnissen für unseren Körper gibt es auch Bedürfnisse für unseren inneren Menschen. Und da sieht die Sache allerdings ganz anders aus. “Nahrung” für den inneren Menschen bekommt ein Christ durch das Lesen in der Bibel. Da der überwiegende Teil der Menschen in unserem Land lesen kann und sich eine Bibel besorgen könnte, müsste es eigentlich keine “Mangelerscheinungen” geben. Aber trotzdem gibt es sie. Das kann viele Gründe haben. Vielleicht gibt es solche, die aufgrund ihrer aktuellen schwierigen Situation nicht in der Lage sind, “für sich selbst zu sorgen”. Und da sind diejenigen gefragt, die dazu in der Lage sind und bereit sind zu teilen.

“Und er reichte ihr geröstete Körner, und sie aß und wurde satt und ließ übrig.”

“Und sie zog hervor und gab ihr, was sie übrig gelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte.” Ruth 2 Verse 14 und 18

Die Verse sind aus der Geschichte von Ruth. Sie war eine Frau, die für ihre Schwiegermutter und sich sorgte. Von ihrer Mittagsmahlzeit, die sie bei ihrem Arbeitgeber bekam, ließ sie übrig und brachte es ihrer Schwiegermutter mit. So wurden beide gesättigt und hatten noch den “Lohn”, den Ruth an diesem Tag “verdient” hatte, als Nahrung für die nächsten Tage.

Ein schönes Beispiel, das wir auf den geistlichen Bereich übertragen können. Vielleicht haben wir heute etwas in der Bibel gelesen, was uns Nahrung für unseren inneren Menschen gegeben hat. Und das Gelesene dürfen wir dann mit solchen “teilen”, die keine Möglichkeit hatten, selber die Bibel zu lesen.

Klaus Brinkmann

Freitag, 20. April 2018

Wie einen Siegelring

Der Prophet Haggai im Alten Testament endet mit einer Schau auf Christus.

Im ersten Sinn ist zwar von Serubbabel die Rede, doch dieser ist ein Vorausbild auf Christus. Gott wird durch Christus seinen Ratschluss mit dieser Erde zu einem herrlichen Abschluss bringen und Ihn damit „wie einen Siegelring machen“. Dies wird in Erfüllung gehen, wenn Christus in großer Herrlichkeit erscheint. Dann wir die ganze Erde „voll seiner Herrlichkeit“ sein (Jes 6,3).

Doch Gott nennt ihn hier auch seinen „Knecht“ und das ist bemerkenswert angesichts des Wiederkommens Christi in großer Macht und Herrlichkeit! Auch wenn Er in äußerer Pracht erscheinen wird, wird nie seine moralische Herrlichkeit vergessen sein, die in seiner Erniedrigung offenbar wurde. Für Gott ist sein Gehorsam sehr wertvoll. Wir lesen von diesem Titel „Knecht“ an vielen Stellen in der Bibel, im Alten und im Neuen Testament (besonders 2. Mo 21,2-6, dann z.B. auch Jes 42,1; 52,13; Apg 3,13; 4,27).

Mit dem Blick auf Christus endet der Prophet Haggai. Mit Ihm, den wir als unseren Heiland und Herrn anbeten. Er wird für diese Welt eines Tages wie ein Siegelring sein, der allem sein Gepräge gibt. Kann Er es heute schon in deinem und meinem Leben tun? Haben wir den Abdruck des Christus auf uns, sichtbar für alle?

Henning Brockhaus

Sonntag, 15. April 2018

Helden

Wenn wir die Bibel untersuchen, werden wir nicht viele Menschen finden, die als “Helden” bezeichnet werden. Vor allem werden solche Menschen als Helden bezeichnet, die in unseren Augen gar keine Helden sind.

Einer dieser Männer ist Gideon. “Und der Engel des HERRN erschien ihm und sprach zu ihm: Der HERR ist mit dir, du tapferer Held!”  Richter 6 Vers 12

Gideon war scheinbar alles andere als ein Held. Er schlug heimlich Weizen in einer Kelter aus, er war aus einem kleinen Stamm, er war der jüngste Sohn seines Vaters, er nahm für einen Auftrag Verstärkung mit und tat es -aus Furcht, gesehen zu werden- bei Nacht. Was war heldenhaft an seinem Verhalten? Seine Energie, den Feinden zu trotzen und Weizen vor dem Vernichten zu bewahren. Warum? Weil er das, was Gott als Segen für sein Volk versprochen hatte, für sehr wichtig hielt. Dafür kämpfte er – zwar heimlich, aber immerhin.

Gott wünscht sich auch heute solche “Helden”. Menschen, denen das wichtig ist, was Gott denen, die an ihn glauben, gegeben hat. Menschen, die bereit sind, dafür zu kämpfen. Nicht als öffentliche Rebellen, sondern in einer angemessenen Weise.

Paulus gibt Timotheus dazu einen guten Hinweis: “Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.” 1. Timotheus 6 Vers 12

 

Klaus Brinkmann

Sonntag, 8. April 2018

Mitgefühl und Trost

“Fürchte dich nicht;glaube nur.” Markus 5 Vers 36

“Als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sprach: Weine nicht!” Lukas 7 Vers 13

“Jesus vergoss Tränen.” Johannes 11 Vers 35

Diese drei Verse sind aus Begebenheiten entnommen, bei denen der Herr Jesus trauernden Menschen begegnet. Dabei stechen das Mitgefühl, der Trost und das Mut machen heraus.

Auch wenn der Herr Jesus heute nicht mehr auf der Erde ist, hat er trotzdem die gleichen Empfindungen für die, die in Not und Trauer sind.

Und genau wie Er damals den Menschen Mut zugesprochen hat, Trost gespendet hat und Mitgefühl gezeigt hat, macht Er es heute für Menschen in ähnlichen Situationen. Dabei benutzt Er Menschen oder seine Wort, die Bibel: Vielleicht liest Du gerade genau den Bibelvers, der Dich tröstet. Vielleicht begegnet Dir gerade jetzt ein Mensch, der ein offenes Ohr für Dich hat. Vielleicht weint Jemand mit Dir in Deiner Trauer.

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 30. März 2018

Der Mann von Sichar

Der Herr Jesus als vollkommener Mensch und Gottes Sohn in einer Person – so sehen wir Ihn in Johannes 4. Er setzt sich ermüdet von der Reise an den Brunnen und erbittet einen Schluck Wasser – vollkommener Mensch. Und erkennt die Gedanken und das ganze Leben dieser Frau und stellt sie ins Licht – der Sohn Gottes.

Die Frau sieht zunächst nur den Menschen Jesus, den Juden. Doch nach nur 6 kurzen Ansprachen an sie, die – wie es scheint – teilweise ausweichend antwortet, kommt Er zum Ziel seiner Botschaft: “Ich bin es, der mit dir redet”. Er führt sie von dem ungläubigen Erstaunen, dass ein Jude sie anspricht, zu der Erkenntnis, dass Christus selbst vor ihr steht. Er lässt sich nicht abbringen von den ausweichenden Antworten und hat nur ein Ziel: Die Frau zu der Erkenntnis zu bringen, “wer es ist, der zu (ihr) spricht” (V.10).

Wie viele Herrlichkeiten der Herrn Jesus können wir in diesem Kapitel erkennen! Wir sehen seine Erniedrigung als vollkommener Mensch, wie Er sich ermüdet von der Reise niedersetzt. Wir sehen seine Barmherzigkeit, wie Er sich dieser sündigen Frau in ihrem Elend zuwendet. Wir sehen seine vollkommene Weisheit, mit der Er dieses Gespräch führt und zum Ziel bringt. Wir sehen Ihn als den großen Geber, der lebendiges Wasser gibt, “das ins ewige Leben quillt”. Wir sehen seine Allwissenheit und Gnade, in der Er diese Frau in das Licht Gottes stellt, aber nicht um anzuklagen, sondern um sie in Gnade zu sich zu ziehen. Wir sehen Ihn als vollkommenen Lehrer, der ausgerechnet dieser Frau Belehrungen über geistliche Anbetung gibt. Wir könnten diese Aufzählung sicher noch weiter fortführen… eine Fülle von Herrlichkeiten sehen wir in Ihm, dem anbetungswürdigen Mann von Sichar.

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 25. März 2018

Ruhe

Unsere Zeit ist sehr hektisch und unruhig. Man findet kaum Gelegenheit, einmal zur Ruhe zu kommen. Doch der Körper benötigt Regenerierungsphasen, um nicht krank zu werden. Auch im geistlichen Bereich brauchen wir Ruhe.

“Sogar der Sperling hat ein Haus gefunden, und die Schwalbe ein Nest für sich, wohin sie ihre Jungen legt.” Psalm 84 Vers 4

Den beiden oben genannten Vögel hat Gott der Schöpfer die Möglichkeit zur Ruhe gegeben. Der Sperling, dieser unbedeutende und fast wertlose Vogel (“Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Pfennig verkauft? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen.” Lukas 12 Vers 6) hat ein Haus zum Ausruhen. Und die Schwalbe, dieser unruhige Vogel, der ständig in Bewegung ist, hat ein Nest, um den Nachwuchs in Ruhe aufzuziehen.

Wenn Gott um die Ruhe der Vögel besorgt ist, wieviel mehr um uns und Phasen der Ruhe für uns?

Und welchen “Platz” haben wir, um geistlich zur Ruhe zu kommen?

Für die Gläubigen im Alten Testament war es der Tempel: “Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!” Psalm 84 Vers 2

Für uns sind es Zeiten, wo wir etwas aus der Bibel hören (z.B. in Gemeindestunde), um dadurch zur Ruhe zu kommen. “Mein Bergungsort und mein Schild bis du; auf dein Wort harre ich.” Psalm 119 Vers 114

 

 

Klaus Brinkmann

Montag, 19. März 2018

Ehrfurcht vor Gottes Wort

Im Mittelpunkt des 8. Kapitels des Buches Nehemia steht das Buch des Gesetzes – angewandt für uns: das Wort Gottes. Das ganze Volk versammelte sich, um aus dem Buch des Gesetzes zu hören. Schön dabei ist es, zu sehen, mit welcher Haltung sie das Wort hörten:

“Und Esra öffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn er ragte über dem ganzen Volke empor; und als er es öffnete, stand das ganze Volk auf” (Nehemia 8,5).

Das ist eine Haltung, die sich auch für uns geziemt. Als Kind habe ich häufig und zu recht die Ermahnung meines Vaters gehört, ich möge still sein, wenn er das Wort Gottes aufschlug. Wenn wir die Bibel öffnen, redet Gott direkt zu uns. Das sollte Grund genug sein für uns, “Haltung anzunehmen” – nicht aus Angst vor Gott, sondern aus Ehrfurcht vor Ihm und Seinem Wort. Bringen wir das auch unseren Kindern bei, durch Vorbild und – wenn nötig – durch Worte.

Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor meinem Wort.”

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 14. März 2018

Stephen Hawking ist tot

Im Alter von 76 Jahren ist der Physiker Stephen Hawkings gestorben. Sein Körper ist tot, doch seine Seele und sein Geist – sie sind an dem Ort, den er Zeit seines Lebens leugnete. Er meinte, es gäbe keinen Gott – jetzt, in der ewigen Gottesferne, muss er erkennen, dass er sich geirrt hat, geirrt um dem Preis seiner Seele.

Wie erschreckend, wenn ein Mann, der so ein erstklassiger Wissenschaftler war und zu dem alles um ihn herum in einer so deutlichen Sprache von dem Schöpfer des Universums sprach, seinen Schöpfer leugnet und lästert. Gott selbst hat ihn mit Fähigkeiten ausgestattet, seine Schöpfung zu erforschen. Er hätte mehr als jeder von uns Erkenntnisse über die wunderbare Schöpfung gewinnen und über den Schöpfer in Staunen geraten können. Aber – wie tragisch – er wollte nicht!

Selten hört man von einer Einsicht kurz vor dem Sterben, einer Umkehr von einem Leben im Unglauben. Wie schön wäre es, wenn dieser Mann noch vor seinem Tod diese Einsicht und Umkehr erlebt hätte. Wir wissen es nicht, aber wie hoffen es. Wenn ja, wird er trotz oder besser wegen seines Lebens ewig die Gnade Gottes rühmen. Wenn nein, wird er ewig erleben müssen, dass Gott doch existiert, aber für ihn jetzt nicht mehr nah, sondern für ewig fern ist. Wie schrecklich!

“Gott war in Christus, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend, und er hat in uns das Wort der Versöhnung gelegt. Si sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

Bernhard Brockhaus