Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Sonntag, 14. Oktober 2018

Beten

HERR, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir doch heute begegnen, und erweise Güte an meinem Herrn Abraham. … Und der Mann sah ihr staunend zu und schwieg, um zu erkennen, ob der HERR zu seiner Reise Glück gegeben habe oder nicht.” 1. Mose 24 Verse 12 und 21

Beten und dann in Ruhe auf die Antwort Gottes warte, dass kann uns manchmal schwer fallen. 

Eine Antwort Gottes kann dann sein, dass ER uns genau das gibt, um was wir gebeten haben. Es kann aber auch sein, dass wir das Erbetene nicht bekommen. Wir wollen das Ergebnis Gott überlassen, weil er weiß, was das Beste für uns ist.

Wenn wir vor einer Entscheidung stehen und beten, kann es sein, dass Gott uns die Antwort ganz klar zeigt. Dafür wollen wir dann dankbar sein. Es kann aber auch sein, dass wir keine klare Antwort erhalten, aber in unserer Entscheidung, die wir dann treffen, ruhig sind. Kann nicht auch das gerade die Antwort Gottes sein?  

Der Knecht Abrahams hatte konkret gebetet. Und dann hatte er die Ruhe, Gottes Antwort abzuwarten. Gott hat seine Bitte erhört!

Klaus Brinkmann

Freitag, 21. September 2018

Der Sohn Gottes

Manche sagen, Jesus habe nie behauptet, der Sohn Gottes zu sein. Das ist nicht richtig.

In Johannes 9 Verse 35-38 steht:

Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?`Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: Ich glaube, Herr; und er warf sich vor ihm nieder.

Jesus Christus ist der Sohn Gottes, und das von Ewigkeit zu Ewigkeit. Glücklich, wer Ihn hat und an Ihn und sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha glaubt! Oder willst Du in der Hoffnungslosigkeit dieser Zeit und Welt bleiben?

Er hat  gesagt:

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. (Matthäus 11,28)

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.  (Johannes 6,27)

Henning Brockhaus

Sonntag, 16. September 2018

Geistlicher Blick

Und er erhob seine Augen und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und beugte sich nieder zur Erde; und er sprach: Herr, wenn ich den Gnade gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und wascht eure Füße; und lagert euch unter dem Baum, und ich will einen Bissen Brot holen, und stärkt euer Herz; danach mögt ihr weiterziehen; da ihr nun einmal vorbeigekommen seid.”  1. Mose 18 Verse 2 bis 5

Es fällt auf, das Abraham (er ist es , der hier vor seinem Zelt sitzt und die Gegend beobachtet) drei Männer sieht, auf sie zugeht, einen als Herrn anspricht und sich dann doch um alle drei kümmert. Der EINE ist kein anderer, als der Herr Jesus selbst.

Wir können aus dieser Begebenheit lernen:

  • Abraham sah alle drei Männer – er hatte ein Blick für seine Umgebung.
  • Abraham erkannte den Herrn – er hatte geistliches Unterscheidungsvermögen.
  • Abraham kümmerte sich um die drei Männer – er wußte, was in dieser Situation zu tun war.

Die Fragen sind: 1. Woher hatte Abraham diese “Fähigkeit”? 2. Wie können wir ihm nacheifern?

  1. Nach einer Zeit des geistlichen Stillstands (Eigenmächtiges Handeln mit Hagar 1. Mose 16), war er wieder in Gemeinschaft mit seinem Gott (Gott erscheint Abram 1. Mose 17).
  2. Gemeinschaft mit Gott zu haben bedeutet für uns, IHN durch sein Wort -die Bibel-  zu uns reden zu lassen und im Gebet mit Ihm zu reden. Wenn wir diese beiden Dinge täglich praktizieren, können wir auch so handeln wie Abraham. Und das zu unserem eigenen Segen, aber auch zum Segen für unsere Umgebung.
Klaus Brinkmann

Samstag, 8. September 2018

Alles eine Frage der Motivation

Wir alle möchten unserem Herrn dienen. Keine Frage! Aber was ist unsere Motivation?

In der heutigen Christenheit gibt es sehr viele “christliche” Aktivitäten, doch es wird darunter manche geben, die ganz und gar nicht der Wertschätzung und Liebe für Christus entspringen. Doch jeder Dienst für den Herrn hat in Seinen Augen nur in dem Maß einen Wert, in dem das Herz mit Ihm beschäftigt und Ihn als alleinigen Gegenstand hat.

Kann es sein, dass wir manches Mal den Dienst an die Stelle des Herrn setzen, so wie Martha es tat, als Jesus in ihrem Haus war und sie nur damit beschäftigt war, das Haus und das Essen für den Herrn herzurichten? Maria hatte das gute Teil erwählt. Sie saß zu den Füßen Jesu, um Ihm zuzuhören. Und deshalb wusste sie, zum genau richtigen Zeitpunkt den schönsten und wertvollsten Dienst für Ihren Herrn zu tun, den Er je auf der Erde von einem Menschen empfangen hat: mit einem Herz voller Liebe und Hingabe zerbrach sie das Alabasterfläschchen und salbte Ihren Herrn! Was wird das für den Herrn gewesen sein! Da war jemand, der Ihn ein wenig verstand, der zugehört hatte, als er von Seinen bevorstehenden Leiden und Seinem Tod geredet hatte. Da war Maria, die in Seine Gedanken einging, mitempfand und Ihm die ganze schweigende Anbetung ihrer Seele darbrachte.

Maria war mit Ihm beschäftigt. Er war ihr ganzer Lebensinhalt. Für sie galt auch, was der Apostel später sagen konnte: “Das Leben ist für mich Christus” (Phil 1,21) Er war ihre Motivation für den Dienst!

Ist der Grund für die mangelnde Energie und Motivation, den Menschen von unserem Herrn zu erzählen, nicht der, dass Christus nicht den ersten Platz in unserem Herzen hat? Jeder wahre Dienst für den Herrn kann allein aus der Gemeinschaft mit Ihm kommen. Weil Marias Herz ganz Ihm gehörte und sie Seine Gemeinschaft genoss, allein deswegen war ihr Dienst für Ihn so wertvoll.

Ist Er auch meine Motivation? Dann ist mein Dienst wertvoll für den Herrn.

Bernhard Brockhaus

Freitag, 7. September 2018

Zu Ende kommen

“Die Worte Hiobs sind zu Ende”

(Hiob 31,40)

Hiob war ein gerechter Mann, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und das wusste er. Genau das war sein Problem. Es machte ihn stolz.

Gotte wollte ihn davon befreien und prüfte ihn durch furchtbares Leid in seinem Leben. Doch zunächst erkannte Hiob nicht, dass er stolz auf seine Gottesfurcht war, ja selbstgerecht. In langen Reden klagte er Gott und seine Freunde an. Doch dann heißt es: Die Worte Hiobs sind zu Ende. Endlich, könnte man meinen.

Jetzt konnte Gott wirken. Er führte ihn zu der Erkenntnis, dass Hiob gar nichts war und Gott alles. Dass Hiob gar nichts ohne Gott tun konnte. Dass seine eigene vermeintliche Gerechtigkeit vor Gott nichts zählte. Dass er Gnade brauchte.

Als Hiob das alles erkannte, erkannte er Gott. Und das Ende der Geschichte: Gott kam mit Hiob zum Ziel und  überschüttete ihn mit Segen.

Lektionen für uns gibt es in dieser Geschichte zuhauf. Besonders die, dass wir auch einmal mit uns zu Ende kommen müssen und anerkennen, dass wir vor Gott ebenfalls nichts sind und keine Kraft aus uns selbst haben. Auch nicht, Ihm wohlgefällig zu leben. Er allein muss alles wirken.

Henning Brockhaus

Montag, 3. September 2018

Die Person Christi – die Kraft unseres Glaubens

Die Jünger kannten den Herrn in hervorragendem Sinn persönlich. Es war seine Person, seine Gegenwart, die sie anzog. Und dies ist es gerade, was auch wir in einem höheren Maße brauchen. Wir mögen bemüht sein, Wahrheiten bezüglich der Person des Herrn Jesu kennen zu lernen, und mögen auf diesem Wege bedeutende Fortschritte machen; dennoch können die Jünger, bei all unserer Erkenntnis und trotz all ihrer Unwissenheit, die Welt hinter sich zurücklassen, wenn es sich um die Kraft einer alles beherrschenden Liebe zu Ihm handelt.

Es ist gut, wenn die Zuneigungen unserer Herzen zu dem Herrn Jesus das Maß der Erkenntnis überschreiten, die wir uns bezüglich Seiner haben erwerben können; denn nur dann beweisen wir, dass wir Ihn wirklich verstanden haben. Glücklicherweise gibt es noch einfältige Gläubige, bei denen sich diese das Maß der Erkenntnis übersteigende Anhänglichkeit an die Person Christi offenbart; aber im allgemeinen ist es leider nicht so.

In unseren Tagen ist meist das Gegenteil der Fall, indem das Licht und die Erkenntnis der Wahrheit gewöhnlich das Maß dessen überschreiten, was unsere Herzen für den Herrn fühlen. Diese Entdeckung ist für einen jeden, der noch irgendwie ein wahres Gefühl besitzt, höchst schmerzlich und beschämend.

Das Vorrecht unseres christlichen Glaubens und das Geheimnis seiner Kraft besteht darin, dass alles, was er besitzt, und alles, was er darbietet, in einer Person enthalten ist. Während so vieles andere sich als schwach erwiesen hat, zeigt der Glaube gerade darin seine Kraft, dass er den Christus zum Mittelpunkt besitzt, und dass er keinen Kreis ohne diesen Mittelpunkt, keine Erlösung ohne diesen Erlöser, keine Seligkeit ohne diesen Seligmacher hat. Das gerade ist es, was den christlichen Glauben für Menschen, die durch diese Welt zur Herrlichkeit gehen, passend macht und was diesen Glauben zu einem Licht macht, das heller scheint als die Sonne. Alles andere erscheint, im Vergleich damit, nur wie das Licht des Mondes, das zwar auch glänzt, dabei aber kalt und unwirksam ist, während hier Licht und Leben eins sind.

Wie groß ist der Unterschied, ob man sich einer Sammlung von Vorschriften unterwirft oder sich an ein liebendes Herz flüchtet, ob man irgend ein System annimmt oder sich fest an eine Person klammert! Mögen wir es nie aus den Augen verlieren, dass unsere Schätze in einer Person aufbewahrt sind, die aber nicht nur für eine einzelne Generation ein lebender und gegenwärtiger Lehrer und Herr war und danach aufhörte dies zu sein, sondern die für alle Generationen zu allen Zeiten lebendig und gegenwärtig bleiben wird.

(Aus J. G. Bellet: „Die Herrlichkeit Jesu Christi in Seiner Menschheit“)

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 19. August 2018

Dauerauftrag

Wenn wir regelmäßig dieselben Geldbeträge überweisen müssen, z.B. die Miete, dann richten wir dafür einen Dauerauftrag ein. Bis zum Widerruf wird der Betrag dann z.B. monatlich automatisch überwiesen.

Auch Gott hat solche “Daueraufträge” für uns:

“Freut euch allezeit.”

“Betet unablässig

“Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.” 1. Thessalonicher 5 Verse 16 bis 18

Da die Bibel immer Bestand hat “Das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.“ Jesaja 40 Vers 8, sind die Aufträge noch nicht “widerrufen”. Den Aufträgen zu folgen ist nicht immer leicht. Besonders in schwierigen Situationen kann es sehr schwer sein. Die Worte wurden an Gläubige gerichtet, die in extremen Schwierigkeiten steckten. Trotzdem wurden sie aufgefordert, sich zu freuen, zu beten und Dank zu sagen. Deshalb wollen wir sie auch beherzigen – auch in schlechten Zeiten.

Klaus Brinkmann

Sonntag, 12. August 2018

Der Finger Gottes

“Und er gab dem Mose, als er auf dem Berg Sinai mit ihm ausgeredet hatte, die zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln von Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.” 2. Mose 31 Vers 18

“Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achthast?” Psalm 8 Verse 4 und 5

“In demselben Augenblick kamen Finger einer Menschenhand hervor und schrieben, dem Leuchter gegenüber, auf den Kalk der Wand des königlichen Palastes; und der König sah die Hand, die schrieb…aber den Gott, in dessen Hand dein Odem ist, und bei dem alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt. Da wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift gezeichnet.”  Daniel 5 Verse 5 und 25

Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.” Johannes 8 Vers 6

Klaus Brinkmann

Freitag, 10. August 2018

Der unbekannte Begleiter

Und er stellte sich, als wolle er weitergehen.

(Lukas 24, 28).

Der Herr Jesus war – bisher unerkannt – mit zwei seiner Jünger nach Emmaus gegangen. Ein längerer Fußmarsch von ca. 12 km.  Er hatte zu ihren Herzen geredet, sie getröstet und ihnen erklärt, dass der Christus (noch) nicht gekommen war, um zu herrschen, sondern um zu leiden und zu sterben. Nun kamen sie zuhause an und der eigenartige Fremde stellte sich, als wolle er weitergehen. Zum Glück für sie haben sie Ihn nicht weitergehen lassen, sondern Ihn in ihr Haus aufgenommen – denn dort erkannten sie Ihn dann als ihren Herrn!

Vielleicht erleben wir Ihn auch manchmal so, dass er unbemerkt bei uns ist und sich stellt, als wolle Er weitergehen. Dann wartet Er nur darauf, dass wir Ihn “zu uns hineinlassen”, in unsere Umstände, Sorgen und Freuden. Wer das tut, dem offenbart Er sich als derjenige, der hinter allem steht und der uns segnen will.

Henning Brockhaus

Montag, 6. August 2018

…doch sie tun sie nicht.

Hesekiel hat oft Worte des Herrn an das Volk Israel gerichtet, Worte, die der Herr ihm auftrug mit den Worten: “Menschensohn, rede zu den Kindern Israel.” Doch der Herr prophezeite seinem Knecht auch, dass das Volk die Worte nicht tun würde:

“Und siehe, du bist ihnen wie ein liebliches Lied, wie einer, der eine schöne Stimme hat und gut zu spielen versteht; und sie hören deine Worte, doch sie tun sie nicht.” (Hesekiel 33,32)

Das sollten wir uns als Ermahnung zu Herzen nehmen! Wie oft hören wir Worte des Herrn durch den Dienst eines Bruders und unser Urteil lautet: “Das war eine schöne und nützliche Predigt”. Doch dann tun wir nicht nach dem Wort des Herrn, wie das Volk Israel. Muss der Herr über dich und mich vielleicht das gleiche Urteil fällen?

Bernhard Brockhaus