Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Montag, 6. April 2020

Gnade um Gnade

„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“ (Johannes 1 Vers 16).

Das Wort im Grundtext, das hier mit „um“ übersetzt wird, ist das Wort „anti“. Also: „Gnade anti Gnade.“ „Anti“ heißt „anstelle von“. Eine Gnade nimmt also in Folge den Platz der anderen ein.

Die Gnade Gottes wird nicht aufgehäuft, sodass wir uns mühsam die für unsere Situation passende Gnade heraussuchen müssen. Nein, wir bekommen die Gnade, die wir heute brauchen; und morgen kommt die nächste Gnade. Das Bild eines Flusses macht es deutlich.

Wenn wir auf einer Brücke stehen und einen Fluss beobachten, so ist das Wasser, das wir jetzt sehen, in wenigen Sekunden nicht mehr da. Neues Wasser ist an die Stelle geflossen. Wasser um Wasser. Es ist derselbe Fluss, aber es ist immer neues, frisches Wasser.

Es ist derselbe Gott, aber immer wieder schenkt er uns die Gnade, die wir brauchen. Wir müssen sie nur in Anspruch nehmen. Es ist auch Gnade genug da für dein Problem. Und wenn ein größeres Problem auftaucht, so wird Gott „größere Gnade“ geben.

Er gibt aber größere Gnade;…(Jakobusbrief 4 Vers 6)

Wir dürfen auch diese Ermunterung mit in das nun angefangene Jahr nehmen.

Johannes Berthin

Sonntag, 5. April 2020

Wünsche bekommen Junge …

"Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge", sagte einmal der bekannte Dichter und Humorist Wilhelm Busch. Nun dürfen wir als Christen auch Wünsche haben. Und wir dürfen sie uns und anderen auch erfüllen. Aber oft haben wir es ja in unserem eigenen Leben schon gemerkt: Kaum hat man etwas, will man noch mehr. Man ist nie zufrieden mit dem, was man hat. So führt es dazu, dass man trotz erfüllter Wünsche oft unzufrieden ist. Das erleben wir auch bei unseren Kindern: Wenn wir ihnen sofort jeden Wunsch erfüllen, führt das nicht zu einem glücklichen Leben.
So wollen wir uns Paulus zum Vorbild nehmen: "Ich habe gelernt, worin ich bin, mich zubegnügen. Ich weiß sowohl erniedrigt zu sein, als ich weiß, Überfluss zu haben; in jedem und in allem bin ich unterwiesen, sowohl satt zu sein als zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als Mangel zu leiden. Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt" (Phil 4,11-13).

Manuel Seibel

Samstag, 4. April 2020

Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge

"Aufmerksamkeit auf einfache kleine Sachen zu verschwenden, die die meisten vernachlässigen, macht ein paar Menschen reich", sagte einmal Henry Ford (1863 – 1947), der bekannte Gründer und Chef der Automarke Ford. Wie macht es uns reich, einmal nachts den herrlichen Nachthimmel zu beobachten. Wie macht es uns glücklich, das kleine Lächeln des kleinen Kindes zu sehen und dafür zu danken. Wie macht es uns reich, wenn wir einfach mal das Frühstück für die ganze Familie machen, statt zu erwarten, dass andere es tun. Wie macht es reich, mal eine Handreichung für den Nachbarn zu tun – vielleicht nimmer er dadurch das Evangelium leichter an. Wir wären reichere Menschen, wenn wir uns nicht auf die großen sondern auf die kleinen Dinge konzentrierten. Es ist der Tag kleiner Dinge, kleiner Kraft (Sacharja 4,10; Offenbarung 3,8). Aber auch da kann man das Wunder großer Dinge erleben, wenn man sich glücklich weiß, ein Auge für die kleinen Dinge zu bewahren.

Manuel Seibel

Freitag, 3. April 2020

Leben in Gott

"Leben in Gott ist frei sein in ihm", schrieb einmal ein Pädagoge und Philosoph des 19. Jahrhunderts. Was auch immer er darunter verstanden haben mag: Das Leben in Gott ist für einen Christen wirklich Freiheit. Denn es setzt voraus, dass er Leben aus Gott hat, ewiges Leben. Und wer dieses Leben durch die neue Geburt besitzt, der kann Gemeinschaft pflegen mit dem ewigen Gott. Der hat Freude an denselben Dingen wie Gott – besonders ans dessen Sohn – Jesus Christus. Das ist wahre Freiheit – Freude an göttlichen Personen und Dingen zu haben, die Gott wichtig sind. Diese christliche Freiheit muss allerdings verwirklicht werden …
"Und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude völlig sei" (1. Johannes 1,3.4).

Manuel Seibel

Mittwoch, 1. April 2020

Der Kutscher sieht klar

„Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht“, sagte einmal ein österreichischer Schauspieler des 19. Jahrhunderts. Ist das nicht auch für uns wahr? Wir wissen nicht, was im neuen Jahr auf uns zukommen wird. Es ist manchmal wie in einem Nebel. Und kommen wir uns nicht auch zuweilen wie blinde Pferde vor, die nicht klar sehen? Wie gut, dass unser „Kutscher“, unser Herr Jesus, oder auch unser Führer, der Heilige Geist, einen vollkommenen Blick für alles haben, was auf uns zukommen wird. Ihnen dürfen wir in allem vertrauen.

„Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung“ (2. Mose 15,13).

Manuel Seibel

Dienstag, 31. März 2020

Zu wichtig für kleinere Arbeiten

Heute las ich das folgende Zitat eines französichen Schauspielers und Regisseurs: „Wer sich zu wichtig für kleinere Arbeiten hält, ist meistens zu klein für wichtige Arbeiten.“ Ich glaube, das gilt auch für unser Glaubensleben. Wer sich als Ehemann für zu wichtig hält, die Spülmaschine ein- oder auszuräumen (so er denn gelassen wird :-) ), der ist zu klein für größere Arbeiten im Reich Gottes. Wer sich zu schade ist für den örtlichen Büchertisch, für die Bibelandacht in der Familie, für das persönliche Gespräch mit einem Einzelnen, für den Besuch eines „kleinen“ Zusammenkommens, der ist für andere Dinge ebenfalls zu klein.

Es ist nicht nur so, dass alles klein anfängt. Das Kleine bleibt aber auch immer erhalten! Sonst geht das Größere, nach dem wir gar nicht streben sollten, auch ganz schnell verloren.

„Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst“ (Galater 6,3).

Manuel Seibel

Montag, 30. März 2020

Mitfreuen

"Freude lässt sich nur voll auskosten, wenn sich ein anderer mitfreut", sagte Mark Twain einmal. Ob man das "nur" stehenlassen muss, ist sicher zweifelhaft. Aber Freude ist schöner, wenn man sie teilen kann! "Wenn ein Glied verherrlich twird, so freuen sich alle Glieder mit" (1. Korinther 12,26). Das gilt aber nicht nur für uns untereinander. Gott wollte seine Freude am Sohn, am Herrn Jesus, nicht ewig allein besitzen. Daher hat Er aus uns, die wir Sünder waren, Kinder Gottes gemacht. Das muss man sich einmal vorstellen: Wir dürfen an Gottes Freude Anteil haben, uns mit Ihm mitfreuen. Gewaltige Würde, die Gott uns schenkt.

Manuel Seibel

Sonntag, 29. März 2020

Erst denken, dann beten?

Wir Christen haben eine mächtige „Waffe“ zur Hand: Das Gebet. Oft aber nutzen wir sie erst, nachdem wir unnütze Waffen vergeblich eingesetzt haben. Wie dumm eigentlich, das wird jeder einsehen.

Wir gleichen darin Jakob in 1. Mose 32, der in Begriff stand, seinem Bruder Esau nach vielen Jahren wieder zu  begegnen. Als Jakob Esau das letzte Mal gesehen hatte, hatte dieser ihn umbringen wollen, weil Jakob ihn betrogen hatte. Nun soll Jakob also seinen Bruder wiedersehen - und was tut er? Er trifft zahlreiche geschickte Vorkehrungen, um Esau zu besänftigen und möglichst dessen Zorn zu entgehen. Und dann, dann endlich, betet er doch noch…

Am Ende der Geschichte muss Jakob lernen, dass er aus eigener Kraft gar nichts vermag. Ist das nicht auch die Lektion, die wir schon hundertfach lernen mussten und immer wieder neu erfahren müssen?

Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet still sein. 2. Mose 14,14

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn! Und ER wird handeln. Psalm 37,5

Henning Brockhaus

Sonntag, 29. März 2020

Gott hat jeden Tag gemacht

Am Tag der Wohlfahrt sei guter Dinge; aber am Tag des Unglücks bedenke: Auch diesen wie jenen hat Gott gemacht. „ Prediger 7 Vers 14

An Tagen, an denen es uns gutgeht, wollen wir dankbar sein. Aber auch an Tagen, an denen es schwierig ist, wollen wir immer daran denken, dass unser Gott auch hinter diesen Dingen steht. IHM gleitet nichts aus der Hand. Und er möchte immer das Beste für uns.

Deshalb wollen wir sowohl an guten Tagen wie auch an schwierigen Tagen unserem Gott vertrauen.

Klaus Brinkmann

Samstag, 28. März 2020

Vorsorge treffen

Vorsorge treffen, das ist – hört man – immer wichtiger. Sicher sollen wir nicht planlos durch die Gegend laufen. Doch diesem ständigen Werben: „Triff Vorsorge für dein Alter“ – „Triff Vorsorge für deine Kinder und deren Bildung“ – „Triff Vorsorge für die Arbeitsunfähigkeit“ – „Triff Vorsorge für dein Grab“ und, und, und… – geben wir immer mehr Gehör und verlieren dadurch immer mehr das schlichte Vertrauen auf unseren Herrn. Nochmal: Wir sollen als gute Verwalter der Dinge, die der Herr uns anvertraut hat, unseren Verstand gebrauchen und vorausschauend planen – aber bitte nicht ohne den Herrn und das nötige Vertrauen auf ihn. Triff Vorsorge im Gebet, denn:

„Deine Wohnung ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme; und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vertilge! Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem Land von Korn und Most; und sein Himmel träufelt Tau. Glückselig bist du, Israel! wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch den HERRN, den Schild deiner Hilfe, und der das Schwert deiner Hoheit ist?“ (Psalm 33,27-29)

Bernhard Brockhaus