Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Geduld ist so schwer

„sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme.“
Und er wartete sieben Tage,…aber Samuel kam nicht.
1. Samuel 10 Vers 8 und 13 Vers 8

Saul wartete die 7 Tage, aber eben nicht bis Samuel kam! Das hatte schwerwiegende Folgen. Letztendlich trug es dazu bei, dass er das Königtum verlor.

Auch uns faellt es oft sooo schwer, Geduld zu haben und zu warten.

Wir wollen uns ermuntern, doch geduldig zu sein und auf Gottes Antwort, auf Gottes Weisung zu warten.

Entweder – oder

 

"Wer den Sohn hat, hat das Leben;

wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht."

 

Die Bibel, 1. Brief des Johannes, Kapitel 5 Vers 12

 

 

Entrüstung

„Entrüstung = Ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird“, sagte einmal der Dichter, Zeichner und Maler, Wilhelm Busch (1832-1908).

Ist es nicht oft so, dass wir mehr entrüstet sind, wenn man uns entlarvt und unsere Schliche aufdeckt – vielleicht sogar ein rechtlich einwandfreies Verhalten, aber moralisch nicht in Ordnung -, obwohl wir statt Entrüstung eher Zerknirschung zeigen sollten? Natürlich sollten wir traurig und entrüstet sein, wenn der Herr verunehrt wird. Und das erst recht, wenn wir diese Unehre verursacht haben. Aber das sollte mit einem echten Bekenntnis verbunden sein. Nicht mit einer Entrüstung über jemand anderes, der vielleicht in detektivischer Weise etwas aufgedeckt hat.

„Die das Gesetz verlassen, rühmen die Gottlosen; die aber das Gesetz beobachten, entrüsten sich über sie“ (Sprüche 28,4). „Es ist gut für mich, daß ich gedemütigt wurde, damit ich deine Satzungen lernte“ (Psalm 119,71).

Wut oder Demut

Und alle gaben ihm Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen;

Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie dies hörten.
Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn hinabzustürzen. (Lukas 4,22.30)

Was für ein Gegensatz! In Vers 22 lesen wir, dass sie die Worte des Herrn als Worte der Gnade empfanden, dann in Vers 30 sind sie voller Wut und wollen den Herrn töten. 

Was war geschehen? Der Herr hat ihnen ihren eigenen Zustand vor Augen gestellt. Sie würden ihn als den „Arzt“ ablehnen, stattdessen würden andere in die göttlichen Segnungen kommen. Sie fühlten sich in ihrem Stolz verletzt und aus einer gewissen Anerkennung der Worte der Gnade wurde Wut und Hass. 

Ohne näher auf die Umstände und speziellen Belehrungen dieses Abschnittes einzugehen, möchte ich für uns eine Anwendung machen. Wir erfreuen uns zurecht an „Worten der Gnade“, ermunternde Gedanken über die Gütigkeiten und Hilfe des Herrn. Aber wie reagiere ich, wenn ich in das Licht Gottes gestellt werde und schonungslos aufgedeckt wird, was in meinem Herzen ist? Kommt dann Wut oder Trotz oder Ablehnung hoch? Oder beuge ich mich dann unter dieses Wort und erkenne in Demut meinen eigenen schwachen Zustand an, mit der Bitte im Herzen, dass der Herr mich ändert?

Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. … Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.(Jak. 4,6.10

Abhängig – und deswegen glücklich!

Abhängig – und doch glücklich? Nein, abhängig – und deswegen glücklich! sagt der Gläubige. 

„Es ist wohltuend, sich von jemand abhängig zu fühlen, dessen Freude es ist, zu segnen.“ (Charles Henry Mackintosh)

Mit dem "Jemand" ist natürlich niemand anders gemeint als Gott selbst. Von Ihm abhängig zu sein – das sind ja doch alle Menschen! –  aber sich auch dessen bewusst zu sein, ist gar nicht unangenehm, sondern ein Segen – wenn man Gott als Vater kennt. Gott liebt seine Kinder und handelt nur zu ihrem Segen. Das mag einschließen, dass es uns manchmal nicht als „Segen“ vorkommt, doch wir dürfen vertrauen und glauben, dass es so ist.

Abhängigkeit von Gott macht glücklich. Keiner, der nicht wiedergeboren ist, wird dies verstehen. Jedes Kind Gottes aber wird es bestätigen. 

Rückblick + Voraussicht = Lob und Dank

„Und du sollt dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, dich hat wandern lassen.“ 5.Mose 8 Vers 2

„Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land,…,ein Land, in dem es dir an nichts mangeln wird.“ 5.Mose 8 Verse 7 und 9

„Und hast du gegessen und bist satt geworden, so sollst du den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat.“  5.Mose 8 Vers 10

Jona, wie peinlich!

„Was ist mit dir, du Schläfer?“

Was hast du da getan!“ Jona 1 Verse 6 und 10

Jona war ein Mann, der Gott kannte und an Gott glaubte. Er hatte einen Auftrag von Gott bekommen, den er jedoch nicht ausführen wollte. Deshalb floh er mit einem Schiff. Gott griff ein und brachte das Schiff in große Seenot. Aus dieser Situation stammen die beiden oben aufgeführten Aussagen. Aussagen von Heiden, die Jonas Gott nicht kannten.

Wie peinlich ist es doch für Gläubige, wenn Menschen, die Gott nicht kennen, solche Fragen stellen oder solche Aussagen tätigen. Unsere Mitmenschen beobachten uns und wissen, was sich für einen Gläubigen „gehört“ oder eben nicht. Wenn sie dann etwas bemerken, was nicht zu einem Gläubigen passt, dann kann es auch zu „peinlichen“ Fragen oder Aussagen kommen.

Das Gegenteil zu solchem Verhalten können wir aus diesen beiden Versen lernen:

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Seid ohne Anstoß.“ 1. Korinther 10 Verse 31 und 32

Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten (sittlich guten oder edlen) Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ Matthäus 5 Vers 16

Werkzeug in Seiner Hand

Heute Abend habe ich geplant, im Zimmer meiner Tochter einen Schrank aufzubauen. Die Teile stehen schon bereit, aber leider baut sich der Schrank nicht von alleine auf.  Die Teile einfach mit einem voll ausgestatteten Werkzeugkoffer ins Zimmer zu stellen wird nicht helfen. Denn das Werkzeug an sich ist völlig ohne Wirkung. Ich muss schon Zeit investieren und selbst Hand anlegen.

Du willst ein Werkzeug in der Hand des Herrn Jesus sein, brauchbar und nützlich. In dir selbst hast du keine Kraft. Du brauchst die Hand deines Meisters, um das auszuführen, wozu du bestimmt bist und wozu Er dich gebrauchen will. Dann mag sich vor dir das Problem türmen wie ein riesiger Kleiderschrank – dem Werkzeug kann das ziemlich egal sein. Der Meister, der das Werkzeug führt, muss mit dem riesigen Kleiderschrank „kämpfen“ – nicht du. Ja, es kann sein, dass manche Schraube nicht so wirklich will, da muss das Werkzeug eine Menge aushalten. Aber der vollkommene Meister pflegt seine Werkzeuge und überansprucht diese auch nicht. Er weiß auch, wann welches Werkzeug zum Einsatz kommen muss.  Überlass dem Meister die Wahl des Werkzeuges. Sei bereit und sei dankbar, wenn Er in seiner Weisheit andere Werkzeuge benutzt, weil sie passender sind für das, was Er ausführen will.

„Denn wir sind sein Werk, geschafffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Eph 2,10).

„Jedem Einzelnen aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maß der Gabe des Christus“ (Eph 4,7).

Die Ergebnisse des Werkes Christi

Es ist unfassbar, wie reichhaltig die Ergebnisse des Werkes Christi sind! Jedes einzelne ist des Nachdenkens und einer detailierten Betrachtung wert.

Eine erschöpfende Betrachtung dieser Ergebnisse wird von unserer Seite wohl nie möglich sein, so umfangreich, facettenreich und großartig sind sie! Ich möchte hier daher schlicht eine Aufzählung einiger Ergebnisse ohne spezielle Sortierung geben als Gedankenanstoß für ein tiefergehendes, sich lohnendes Studium.

Durch das Werk des Herrn am Kreuz auf Golgatha…

…sind wir gerechtfertigt aus Glauben.
…haben wir Frieden mit Gott. Frieden statt Feindschaft!
…haben wir Zugang zu Gott und zu der Gnade Gottes.
…haben wir eine Hoffnung, einmal in der Herrlichkeit bei Ihm zu sein.
…ist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen.
…ist uns der Heilige Geist gegeben. Gott wohnt in uns!
…sind wir mit Gott versöhnt. Aus Feinden Gottes wurden Kinder Gottes!
…sind wir der Sünde gestorben und mit ihm begraben. Wir müssen nicht mehr sündigen und können und sollen in der Neuheit des Lebens wandeln.
…gibt es keine Verdammnis mehr für den Gläubigen. Die Hölle ist versperrt, wie zuvor der Himmel.
…ist die Rechtsforderung des Gesetzes in uns erfüllt.
…sind wir, da wir Kinder Gottes sind, auch Erben Gottes und Miterben Christi.
…hat Gott uns begnadigt in dem Geliebten. Gott sieht uns in Gnade in seinem Sohn.
…haben wir die Erlösung durch sein Blut.
…haben wir die Vergebung für unsere Vergehen.

Das sind nur ein paar wenige Ergebnisse des Werkes unseres HERRN. Wie groß ist Er! Wie groß und wie wunderbar sind die Ergebnisse des Werkes seiner Liebe!

Nach vorne statt nach hinten schauen

Zu einem umsichtigen Autofahren gehört ein ständiger Blick in den Rück- und die Seitenspiegel. Durch das Beobachten des Umfeldes können Gefahren frühzeitig erkannt und verhindert werden.

Doch die Hauptblickrichtung kann nur nach vorne sein.

Auch ein Christ blickt gerne zurück, um die Güte Gottes zu sehen und dadurch Mut für den vor ihm liegenden Weg zu gewinnen. Doch er kennt auch sein Versagen und wird in Zukunft Acht haben.

Ein ständiges Zurückblicken ist auch nicht richtig. Die Probleme vergangener Tage sollen uns nicht mehr beschäftigten.

Mich umfingen die Fesseln des Todes, und die Bedrängnisse des Scheols erreichten mich; ich fand Drangsal und Kummer. (Psalm 116 Vers 3)

Der Dichter des Psalms blickte auch zurück. Er denkt an eine Zeit, die ihm sehr viel Not bereitet hat. Doch er denkt auch daran, wie Gott ihn gerettet hat.

Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn der HERR hat wohlgetan an dir. Denn du hast meine Seele errettet vom Tod, meine Augen von Tränen, meinen Fuß vom Sturz. (Vers 7 und 8)

Als er merkte, dass ihn das Vergangene beunruhigte, schaute er wieder nach vorne. Er wollte sich nicht beunruhigen lassen.

Zu sehen, dass Gott einem wohlgetan hat ist eine große Ermunterung für die Seele. Nach vorne schauen und auf Gottes weitere Führung völlig vertrauen ist ein gutes Heilmittel.

Seite 1 von 176

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén