Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Hörer und Täter

„Man kann Dir den Weg zuweisen, gehen musst Du ihn dann selbst“. Dieses Zitat wird Bruce Lee zugeschrieben, einem ehemaligen amerikanischen Schauspieler und Kampfkünstler.

Den Satz könnte man auch auf unser Glaubensleben übertragen. Viele von uns lesen täglich in Gottes Wort (so hoffe ich!) und hören Gottes Wort in Bibelstunden – und oft gibt es Hinweise für unseren Weg als Christen. Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Geistliches Wachstum gibt es nur, wenn wir auch Gottes Wort Gehorsam sind.

"Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen." Jakobusbrief, Kapitel 1 Vers 22

Seine Nähe zeigt seinen Willen

„Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist.“

Kolosserbrief, Kapitel 3 Vers 1.

„Wir sind auferweckt und haben, was unsere Zuneigungen und unser Ziel anlangt, nicht mehr mit der Welt zu tun, weil wir solche sind, die gestorben sind. Es heißt nicht: „Ihr müsst sterben“, sondern „Ihr seid gestorben“  (Kol 3,3), denn das ist die christliche Stellung. Wir besitzen die Richtschnur für das Verhalten des Christen. Sie ist sehr einfach, umfassend und ungewöhnlich befriedigend für das Herz, das wirklich wünscht, den Willen Gottes zu tun.

Du kannst sicher sein, dass wir nicht in Verlegenheit kommen, den Willen Gottes zu erkennen, wenn wir nah genug bei Ihm sind.

Wo geistliche Unterscheidungskraft ist, werden die Dinge einfach und klar wie das Tageslicht. „Das Geheimnis des HERRN ist für die, die ihn fürchten.“ (Psalm 25, 14) Wo die Furcht des Herrn ist, wird auch Verständnis über Sein Wort und Seine Gedanken sein. Aber das Wort Gottes wird nicht einfach erscheinen, wenn keine Unterordnung Gott gegenüber vorhanden ist.“

John Nelson Darby

Wenige Worte

„Worte sind wie Laub – wo sie im Übermaß sind, findet man selten Früchte darunter“, sagte einmal Alexander Pope (1688-1744), ein englischer Schriftsteller. Kann es nicht auch bei uns manchmal so sein, dass einem Schwall von Worten eine Wüste von Gedanken gegenübersteht?

Mit Worten kann man ermuntern und auch verletzen. Mit Worten kann man anregen und auch langweilen. Was unsere Beziehung zu Gott betrifft, sagt uns der Prediger: „Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen; denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde: darum seien deiner Worte wenige“ (Prediger 5,2). Nicht, dass wir nicht zu Gott sprechen dürfen. Wir dürfen es sogar freimütig tun. Aber wir sollen uns doch bewusst sein, mit wem wir es zu tun haben. Er ist nicht unseres gleichen! Das müssen wir einfach bedenken.

Und wenn es um unsere Mitmenschen und Mitchristen geht, wollen wir bedenken, dass auch dann unsere Worte so sein sollten, dass sie vor Gott Bestand haben können.

Zum neuen Jahr

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.

Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät,
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Hedwig von Redern

Erforsche mich!

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!“ David konnte diese Bitte aussprechen (Psalm 139,23), weil er in diesem Moment ein freies, unbelastetes Gewissen hatte.
Ist das heute wirklich unser Wunsch, dass unser Gott und durch und durch erforscht? Wenn nicht, sollten wir das bekennen, was uns innerlich beklemmt. Wenn es unser Wunsch ist, dann dürfen wir Gott danken und in seinem Licht unser Leben weiterführen. Wir haben es mit einem guten Gott zu tun!

Keine Gegengabe erwarten

„Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird“, schrieb einmal Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), französischer Flieger und Schriftsteller. Ist das nicht das Wesen Gottes: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“ (Röm 5,8). Gott konnte von uns nichts als Gegenleistung erwarten – Er hat uns alles gegeben. So dürfen auch wir, die wir durch Gottes Gnade als Erlöste seine Natur geschenkt bekommen haben, lieben. Und zwar lieben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten oder zu erhoffen. Die Liebe liebt, weil sie Liebe ist. Das allerdings ist ein hoher Anspruch für unser Leben …

Brücken bauen

Brücken sind mitunter imposante Bauwerke. Manche sind besonders hoch wie die Siduhe-Brücke in China (472 Meter), andere besonders lang wie die Danyang-Kunshan-Brücke in China (165 Kilometer). Wieder andere sind besonders berühmt, wie zum Beispiel die Golden Gate Bridge bei San Francisco.

Brücken bauen - das kann der Mensch. Wir verstehen es aber auch gerne im übertragenden Sinn. Dass man „Brücken baut“, um ein Hindernis in der Beziehung zu einer anderen Person zu überwinden oder zu überbrücken.

Die in diesem Sinn längste, höchste, wunderbarste, teuerste Brücke, die je gebaut worden ist, steht nicht auf dieser Erde. Nein, es ist die, welche Gott zu uns Menschen gebaut hat, indem er seinen eigenen Sohn gegeben hat! Damit wir, die sonst nie zu Gott hätten kommen können, seine Kinder werden können. Nie hätten wir sogar unseren verlorenen Zustand erkannt, wenn nicht ER gekommen wäre.

Das ist die erstaunlichste Brücke, welche die Menschheit je gesehen hat.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16).

unser Blick – Gottes Blick

"Der HERR ist mit dir, du tapferer Held!" Richter 6 Vers 12

"Siehe, mein Tausend ist das ärmste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters." Richter 6 Vers 15

Gideon war sehr erstaunt über die o.a. Anrede. Er soll ein Held sein? Er, der Jüngste und dann noch aus einer unbedeutenden Familie? Ja, Gott sieht ihn so.

Wir lernen also, unser Blick ist oft anders, als der Blick Gottes. Grundsätzlich ist es ja gut, niedrig von sich zu denken. Wenn das aber dazu führt, uns an einer Aufgabe zu hindern, dann haben wir den falschen Blick. Außerdem spricht Gott uns Mut zu für Aufgaben, die für uns zu groß erscheinen.

Es lohnt sich also, auch einmal den Blickwinkel zu verändern.

dem Herrn Jesus nachgefolgt

"Maria, genannt Magdalene [d.i. von Magdala], von der sieben Dämonen ausgefahren waren." Lukas 8 Vers 2

"...die ihm mit ihrer Habe diente." Vers 3

"Es waren aber viele Frauen dort,…,die Jesus von Galiläa nachgefolgt waren und ihm gedient hatten." Matthäus 27 Vers 55

"Bei dem Kreuz Jeus standen aber…, und Maria Magdalene." Johannes 19 Vers25

"Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalene früh, als es noch dunkel war, zur Gruft." Johannes 19 Vers 1

Wer ein Eigentum des Herrn Jesus ist, der möchte ihm auch nachfolgen – normaler Weise zumindest.

Die Frau, die in der Bibel als Maria Magdalene bezeichnet wird, hat das getan und kann uns damit eine Vorbild sein. Sie wurde von dem Herrn Jesus aus ihrem äußerst bedauernswerten Zustand befreit. Das führte dazu, dass sie dem Herrn Jesus diente, mit dem was sie zur Verfügung hatte. Außerdem folgte sie von Galiläa bis Jerusalem (ca. 150 KM) nach und blieb bis zum Ende bei ihm. Und selbst als der Herr Jesus ins Grab gelegt wurde, blieb sie in der Nähe.

Wie sieht es da bei uns aus? Der Herr Jesus hat uns aus dem bedauernswerten Zustand der Sünde befreit. Dienen wir ihm mit dem, was uns zur Verfügung steht (unserer Zeit, unseren Fähigkeiten, unserem Besitz)? Folgen wir ihm nach, auch wenn es beschwerlich ist? Lassen wir uns auch durch Schwierigkeiten nicht abhalten?

Der Herr Jesus hat sich damals über diese Frau gefreut und er freut sich heute über jeden, der ihm nachfolgt.

 

 

Das Wort vom Kreuz

Gestern abend haben wir uns mit einigen Gläubigen über das erste Kapitel des Korintherbriefes ausgetauscht. Dort heißt es in 1. Kor 1,18:

„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“

Eigentlich ist es tragisch. Der Mensch ist unfähig in seiner eigenen Weisheit, die Kraft Gottes, wie sie sich im Kreuz von Golgatha offenbart hat, zu erkennen. Es ist für ihn wie eine Torheit – wie kann eine solche Schande wie ein gekreuzigter Mensch andere erretten? – so fragt der Mensch im Unglauben.

Der Glaubende spricht aber anders:

THE OLD RUGGED CROSS

On a hill far away stood an old rugged cross,
The emblem of suffering and shame;
And I love that old cross where the dearest and best
For a world of lost sinners was slain.

Refr.: So I’ll cherish the old rugged cross,
Till my trophies at last I lay down;
I will cling to the old rugged cross,
And exchange it some day for a crown.

O that old rugged cross, so despised by the world,
Has a wondrous attraction for me;
For the dear Lamb of God left His glory above
To bear it to dark Calvary.

In that old rugged cross, stained with blood so divine,
A wondrous beauty I see,
For ‚twas on that old cross Jesus suffered and died,
To pardon and sanctify me.

To the old rugged cross I will ever be true;
Its shame and reproach gladly bear;
Then He’ll call me some day to my home far away,
Where His glory forever I’ll share.

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