Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Montag, 27. Januar 2020

Hoffnung

"Was wäre das Leben ohne Hoffnung", sagte einmal Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770-1843), ein deutscher Lyriker. Was ist die Hoffnung des Christen? Das Wiederkommen, die Entrückung des Herrn Jesus. Es gibt KEIN EINZIGES Ereignis, das dieser Entrückung vorausgehen muss. Keine Drangsalszeit, kein Erscheinen des Antichristen oder des Römischen Reiches – nichts und niemand. Unser Herr Jesus Christus kann HEUTE wiederkommen. Warten wir auf Ihn? Wirklich? Dann denken wir in unseren Gesprächen und Gebeten immer wieder daran …

Manuel Seibel

Sonntag, 26. Januar 2020

Glücklich

"Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen", sagte einmal der deutsche Philosoph Immanuel Kant (1724-1804). Zeigt diese Aussage nicht die Sinnlosigkeit, die viele Menschen in ihrem Leben sehen, weil sie Gott nicht kennen? Die meisten Philosophen schließen Gott aus ihrem Denksystem, das sie sich selbst gemacht haben, aus. So können sie keine "Perspektive" von oben bekommen auf ihr Leben. Da haben wir Christen es einfacher (und das wird uns ja auch vorgeworfen). Wir können glücklich leben, auch schon in dieser Welt, auf dieser Erde. Wir brauchen nicht zu warten, bis wir im "Jenseits" sind, im Paradies, um Glück zu empfinden. Nicht von ungefährt hat der Herr Jesus Jünger "glückselig" gepriesen (Mt 5,1 ff.). Aber unser Glück hängt von Gott und seinem Christus ab, und von einer Erlösung, welche die Grundlage unseres Lebens ist. Gott sei Dank!

Manuel Seibel

Samstag, 25. Januar 2020

Echte Freundschaft

Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu trachten; und David war in der Wüste Siph, im Wald.

Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David in den Wald und stärkte seine Hand in Gott (1. Samuel 23,15-16). 

Jonathan war ein echter Freund! David sagte nach dessen Tod über ihn: „Mir ist wehe um dich, mein Bruder Jonathan! Holdselig warst du mir sehr; wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe!“
Solche Freundschaften sind ein großes Geschenk! Kennen wir das noch in unserer extrem vernetzten Welt, oder kennen wir nur noch digitale Freundschaften? Ein echter Freund macht sich auf und geht „zu David in den Wald“, in die Wüste, und stärkt dort in der Not die Hand des Freundes in Gott. Das geht nicht über Facebook oder WhatsApp, auch wenn eine ermunternde Kurznachricht durchaus Herzen aufrichten kann. 

Ein persönlicher und vertrauter Austausch, ein Händedruck, eine Umarmung, ein gemeinsames Gebet, ein echtes Zuhören, das Tragen der Not des anderen – das sind Elemente einer echten Freundschaft. Lasst uns das fördern und darin investieren – bei uns persönlich, bei der Jugend, bei unseren Kindern. Denn hunderte „Freunde“ bei Facebook oder in sonstigen sozialen Netzwerken können eine solche Freundschaft nicht ersetzen. 

Der Freund liebt zu aller Zeit, und als Bruder für die Bedrängnis wird er geboren (Sprüche 17,17). 

Bernhard Brockhaus

Freitag, 24. Januar 2020

Gebetsanliegen 

Wir haben eine Zuschrift erhalten mit der Bitte um Gebet. Gerne möchten wir Euch dieses Gebetsanliegen weitergeben:

„Meinem Mann ist die Achillessehne am rechten Bein gerissen und er wurde deshalb 4 Mal operiert, nun heilt die Wunde nicht, weil zu viel Haut weggeschnitten wurde und er auch noch Diabetiker ist. Jetzt soll eine Hauttransplantation gemacht werden. Ich habe Angst, dass ihm vielleicht der Fuß abgenommen werden muß.
Ich bitte Euch inständig um Euer Gebet!

Danke!!!“

Bernhard Brockhaus

Donnerstag, 23. Januar 2020

Wahre Demut oder Schein-Demut

Der Begriff Demut ist uns nicht fremd, und wir wissen, dass uns eine demütige Haltung geziemt. Doch kann unser demütiges Verhalten leicht eine Schein-Demut sein, die vorgeschoben wird, um Dienste für den Herrn lieber anderen zu überlassen.

„Ich bin ja so schwach und ein kleines Licht. Ich bin doch für diesen Dienst überhaupt nicht geeignet.“

Ist das wahre Demut? Wie schnell verstecken wir uns hinter einer solchen Schein-Demut.

„Die Arbeit am Büchertisch ist wahrlich nur etwas für gestandene Brüder und Schwestern, die gefestigt sind im Glauben und die Menschen überzeugen können. Da hab ich nichts verloren. Ich störe da nur.“

Wahre Demut redet anders und denkt gar nicht an sich. Wenn dir bewusst wird, dass ein Dienst von dir getan werden kann, dann frage nicht danach, wer DU bist. Frage danach, wer der Auftraggeber ist. Dieser ist nämlich zugleich auch der „Energiespender“ für den Dienst.

Und noch was: Die Sache ist ernster, als du denkst. Lies mal den letzten Vers aus Jakobus 5:

„Wer aber weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.“

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 22. Januar 2020

Nach dem Ende …

„Zu viele Musikstücke enden zu lange nach ihrem Ende“, sagte einmal der Komponist Igor Strawinski (1882-1917). Wenn wir an den Dienst der Erbauung in den Zusammenkünften der Gläubigen nach 1. Korinther 14 denken, dann heißt es für uns Brüder, dass wir zur Erbauung, zur Ermahnung und zur Tröstung der Geschwister reden sollen (1. Kor 14,3). Es geht darum, eine Botschaft, die uns Gott aufgegeben hat, weiterzugeben. Lieber fünf Worte (nicht Wörter …), die wirklich Botschaft Gottes sind, als 1000 Worte, die wir uns ausdenken! Es ist nicht unsere Aufgabe, eine Stunde voll zu machen. Wenn wir die unsere Botschaft gesagt haben, können wir uns wieder setzen. Nicht dass es heißt: Er redete auch noch nach dem Ende seiner Botschaft. Hat der Herr vielleicht auch noch einem anderen Bruder eine Botschaft aufgegeben? Diese Frage dürfen wir uns ruhig öfter stellen …

Manuel Seibel

Dienstag, 21. Januar 2020

Gott sorgt für alles

In der Wüste braucht man Wegweisung, Licht, Schutz, Nahrung und Wasser. Das alles hat Gott dem Volk Israel gegeben:

„Und der HERR zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu leiten.“ 2. Mose 13 Vers 21

„Und in der Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ 2. Mose 13 Vers 21

„Der HERR wird für euch kämpfen.“ 2. Mose 14 Vers 14

„Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel regnen lasse.“ 2. Mose16 Vers 4

„Und der HERR sprach zu Mose: …und du sollst auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser daraus hervorkommen, dass das Volk trinke.“ 2. Mose 17 Vers 6

Auch uns gibt Gott das, was wir für unser geistliches Leben brauchen:

Wegweisung: „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst.“ Psalm 32 Vers 8

Licht: „Dein Wort ist Leuchte meinem Fuss und Licht für meinen Pfad.“ Psalm 119 Vers 105

Schutz: „Mein Bergungsort und mein Schild bist du.“ Psalm 119, 114

Nahrung: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Johannes 6 Vers 48

Wasser: „Wer irgend aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit.“ Johannes 4 Vers 14

 

Klaus Brinkmann

Montag, 20. Januar 2020

Eure Heiligkeit

„Dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit.“

1. Thessalonicherbrief, Kapitel 4 Vers 3

Gott hat einen Willen für unser Leben. Ihm ist nicht egal, wie wir unser Leben führen, wenn wir Ihm angehören. Er hat uns errettet, alle diejenigen, die an den Herrn Jesus als ihren Retter glauben. Ihnen hat Er seinen Geist – als in ihnen wohnend – geschenkt.

Wer an Ihn glaubt, möchte Gott gehorsam sein und seinen Willen tun. Bedenken wir dann auch, dass Gott einen Willen in Bezug auf unsere Reinheit hat, auf unsere Heiligkeit (oder Heiligung, Geheiligtsein)? Es ist sein Wille, dass wir ein heiliges, reines Leben führen, das Ihm entspricht und seiner Heiligkeit.

Heiligung bedeutet, dass Gott uns für sich beiseite genommen hat, um Gemeinschaft mit uns zu haben, ja, um uns „bei sich“ zu haben. Das bedingt aber, dass wir Ihm entsprechen, also heilig sind in praktischer Hinsicht (der Stellung nach sind wir Heilige, weil wir seine Kinder sind und göttliches Leben haben). Leider gelingt uns dies in praktischer Hinsicht aber nicht immer, aber umso wichtiger, dass wir uns immer wieder vor Augen halten und ins Gedächtnis rufen:

„Dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit“.

 

Henning Brockhaus

Sonntag, 19. Januar 2020

Verlierer

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat es wieder einmal nicht geschafft, ein großes Turnier zu gewinnen. Die Fußballer mussten wieder als Verlierer vom Platz schleichen. „Es gibt Tage, da verliert man“ sagt der Volksmund. Damit möchte man Verlierern Mut machen und sagen, dass Verlieren zum Alltag unseres Lebens gehört.

Wie sieht es mit unserem Christenleben aus? Gibt es da auch Tage, an denen man verliert und als Verlierer „vom Platz schleicht“? Ja, wir alle werden aus Erfahrung sagen, dass es solche Tage gibt. Wir können zwar nicht unsere ewige Errettung in Christus verlieren, aber sehr wohl die Freude an Ihm und den Genuss der Gemeinschaft, der Nähe Gottes. Und das ist es, was unser Glück ausmacht, wir können also unser Glücklichsein verlieren.

Aber wir müssen nicht verlieren! Das ist der große Unterschied zum Verlieren im Alltag und auch zum Fußball. Dort hat man es nicht immer in der Hand. Der Gläubige aber weiß: Gott hat uns in Christus alles geschenkt, um nicht zu verlieren. Er gibt die Kraft dazu, uns selbst „in der Liebe Gottes zu erhalten“ (Judasbrief Vers 20) und unser Glücklichsein zu nicht verlieren. Seine Kraft ist immer da, wir können sie immer "abrufen". Und auf eins dürfen wir uns stützen: Unser Ziel, das Vaterhaus, werden wir erreichen. Dann werden wir ewig zu den Gewinnern zählen…

Henning Brockhaus

Samstag, 18. Januar 2020

Zusammenhalten – Zusammenfügen

„Naturwissenschaftler wissen genau, wie zwei Atome in einem Molekül zusammengehalten werden. Was aber hält unsere Gesellschaft zusammen?“, fragte einmal die bekannte deutsche Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann. Manchmal ist es leichter, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen als analysieren zu können, was Menschen zusammenhält.

Ist es denn nötig, dass wir wissenschaftlich erklären können, warum Mann und Frau heiraten? Warum Menschen sich nach Ruhe und Frieden sehnen? Warum Menschen Angst vor Gott haben? Es gibt auch für das alles Antworten. Aber die Bibel macht deutlich, dass diese „Zusammenhänge“ mit der unsichtbaren Welt, mit Glauben (oder Unglauben), „zusammenhängen“. Wohl uns, wenn wir zwar vielleicht nicht sachlich erklären können, was Grundlage dieser Beziehungen ist, wenn wir aber im Glauben auf Gott daran festhalten, dass Er nicht nur die Welt zusammenhält, sondern auch Menschen zusammenführt, Menschen zu Gott führt, damit aus einer Beziehung der Angst eine Beziehung des Vertrauens und der Liebe wird. Voraussetzung dafür ist, dass man Ihn als Retter annimmt.

„Aber Gott hat den Leib [die Versammlung, Gemeinde, Kirche, alle erlösten, gläubigen Menschen] zusammengefügt“ (1. Korinther 12,24).

Manuel Seibel