Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Sonntag, 17. März 2019

Immer mit dabei

Es ist üblich, dass wir unser Smartphone immer und überall dabei haben. Auf der einen Seite ist es praktisch, denn wir sind immer erreichbar und können immer und sofort Informationen beschaffen. Auf der anderen Seite kann es aber auch lästig und störend sein, weil wir ständig meinen, auf das Display sehen zu müssen.

In der Bibel werden auch Menschen aufgefordert, etwas immer bei sich zu haben:

“Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königtums sitzt, so soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem, was vor den Priestern, den Levitenliegt. Und es soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lerne, um zu beobachten alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen, sie zu tun; damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und damit er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweiche.” 5. Mose 17 Verse 18 und 19

Und nicht nur Könige kamen dieser Aufforderung nach:

“Und sie lehrten in Juda, indem sie das Buch des Gesetzes des HERRN bei sich hatten, und zogen umher durch alle Städte Judas und lehrten unter dem Volk.” 2. Chroniken 17 Vers 9

Die Frage für uns ist, ob uns unsere Bibel genau so viel wert ist, wie unser Handy? Und die Ermunterung für uns liegt darin, unsere Zeit mehr damit zu verbringen, die Bibel zu lesen, als sich mit dem Handy zu beschäftigen.

Und wir können unser Handy UND die Bibel ständig dabei haben: Eine gute Bibel-App auf dem Handy erlaubt es uns, dann statt der neusten Informationen, einen Bibeltext zu lesen.

Klaus Brinkmann

Sonntag, 10. März 2019

Gott macht Mut

“Ich werde dich nicht versäumen und dich nicht verlassen. Sei stark und mutig!”

“Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst.” Josua 1 Verse 5, 6 und 9

Josua hatte eine große Aufgabe von Gott bekommen: Er sollte, als Nachfolger von Mose, das große Volk Israel in das Land Kanaan führen. Mose war sein Meister, bei dem er gelernt hatte. Auf der ganzen Wüstenreise hatte er Mose “über die Schulter geschaut”. Er hatte gesehen, wie anstrengend der Job war und wie viele Enttäuschungen Mose hinnehmen musste. Jetzt war er an der Reihe. Hatte sich das Volk durch den “Führungswechsel” geändert? Nein! Gott weiß das, und deshalb macht er seinem Diener Mut.

Steht eine Aufgabe wie ein großer Berg vor Dir? Dann macht Dir Gott durch die oben genannten Verse Mut.

Egal wie die Aufgabe ist: Gott wird Dich nicht versäumen!

Egal wohin Dich der Weg führt: Gott ist überall mit Dir!

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 8. März 2019

Eine einzigartige Frage

Christus rief am  Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? (Mt 27,46)

Warum also verließ Gott seinen Sohn?

Weißt DU warum?

Weißt du, welche Bedeutung es für dich persönlich hat, dass Gott seinen Sohn verließ?

Kannst du aus tiefstem Herzen sagen: „Ich weiß, warum Gott seinen Sohn verlassen hat. Gott hat seinen Sohn deshalb verlassen, weil Er meinen Platz einnahm, weil Er an meiner Stelle am Kreuz hing und all meine Sünden auf sich geladen hatte. Er wurde für mich zur Sünde gemacht. Alles, was ich war, alles, was ich getan hatte, alles, was mich als Sünder betraf, wurde auf Ihn gelegt. Gott handelte mit mir in der Person meines Stellvertreters. Die Sünde meiner Natur, meines Wesens, und alle Sünden meines Lebens - alles, was ich bin, und alles, was ich jemals getan habe, wurde Ihm zugerechnet. Er hat mich vertreten und wurde dementsprechend behandelt.“

Lieber Leser, hat der Heilige Geist dich dies gelehrt? Weißt du dies, weil du an die Autorität des Wortes Gottes glaubst? Wenn ja, dann wirst du einen festen Frieden haben, den keine Macht der Erde oder der Hölle, kein Mensch oder Teufel, jemals stören kann. Dieses Wissen ist die wahre und einzige Grundlage für den Frieden der Seele. Ein Mensch kann erst dann wahren Frieden mit Gott haben, wenn er weiß, dass Gott selbst die Frage der Sünde und der Sünden auf dem Kreuz seines Sohnes beantwortet hat. Gott wusste, was nötig war, und Er hat es bereitgestellt. Die ganze Schwere unserer Ungerechtigkeiten legte Er auf Christus. Gott und die Sünde begegneten sich am Kreuz. Dort wurde die ganze Frage göttlich geklärt und ein für alle Mal beantwortet. Die Sünde wurde verurteilt und beseitigt. Der Sündenträger ging unter die Wogen und Wellen des göttlichen Zorns. Gott legte Ihn in den Staub des Todes. Die Sünde wurde entsprechend den unendlichen Forderungen des Wesens Gottes, seines Charakters und seines Thrones behandelt; und nun ist der Eine, der für uns zur Sünde gemacht und an unserer Stelle verurteilt wurde, zur rechten Hand Gottes erhöht und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Und gerade diese Krone ist der Beweis dafür, dass die Sünde für immer weggetan ist. Wenn dem Gläubigen jemals eine einzige Sünde zur Last gelegt werden könnte, müsste zuvor diese Krone vom Haupt des Heilandes weggerissen werden.

Doch in der Antwort auf das geheimnisvolle „Warum?“ dessen, der verlassen wurde, sehen wir noch etwas anderes unbeschreiblich Kostbares: die überwältigende Liebe Gottes zu uns elenden Sündern. Diese Liebe trieb Gott nicht nur dazu, sich seinen Sohn vom Herzen zu reißen, sondern sie trieb Ihn auch dazu, seinen Sohn auf dem Kreuz zu verlassen. Warum tat Gott das? Weil es keinen anderen Weg gab, auf dem wir entfliehen könnten: entweder die ewige Hölle für uns oder der grenzenlose Zorn für den Sündenträger. Gott wählte Letzteres; und von nun an ist der Platz, den Christus jetzt einnimmt, auch der Platz all derer, die an Ihn glauben!

Charles Henry Mackintosh

Henning Brockhaus

Sonntag, 3. März 2019

Ich bin da

“Ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen.Hesekiel 34 Vers 11

Dieser ermunternde Zuspruch galt zuallererst den Juden damals und den Juden in der Zukunft. Aber wir dürfen den Vers auch für uns als Ermunterung nehmen.

Ich bin da – Menschen, von denen wir glaubten, dass sie zu uns stehen und uns helfen, sind in notvollen Situationen doch nicht zur Stelle. Ganz anders unser Herr und Heiland: Er ist immer da.

Ich will nach meinen Schafen fragen – Vielleicht hoffen wir manchmal, dass uns doch endlich mal einer fragt, wie es uns geht. Dann könnten wir von unseren Problemen sprechen. Der Hirte, der hier beschrieben wird und der Jesus Christus ist, fragt nach uns, denn ihm liegt an uns. Wir interessieren ihn, deshalb können wir uns sicher sein, dass er nach unserem Wohlergehen “fragt”. Wie? Indem er wirklich eine Person schickt, die uns fragt. Oder wir lesen (zufällig) einen Bibelvers, der genau in unsere Situation passt.

Ich nehmen mich ihrer an – “Keiner hilft mir!” sagen wir vielleicht manchmal. Keiner? Doch! Es gibt einen, der kümmert sich ganz gewiss. Er nimmt sich unserer Probleme an. Die Hilfe ist nicht immer so, wie wir es uns gewünscht oder vorgestellt haben. Aber ER hilft, das ist sicher!

In dem weiteren Verlauf des Abschnitts (Verse 11 bis 15) kommen weitere Tätigkeiten des Hirten vor, die uns auch zur Ermunterung, zum Trost, zur Hilfe dienen können:

  • erretten
  • herausführen
  • sammeln
  • in ihr Land bringen
  • weiden
  • lagern
  • Verlorene suchen
  • Versprengte zurückführen
  • Verwundetet verbinden
  • Kranke stärken

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 15. Februar 2019

Allein mit Gott

Jeder Gläubige, der im Öffentlichen einen geistlichen Dienst tut, hat allen Grund, für die Folgen zu zittern, die das Maß der verborgenen Übung seiner Seele vor Gott überschreitet; er wird dahinter zurückbleiben.

Wenn der Oberbau das Maß der Kraft des Fundaments übersteigt, so wird das Gebäude wanken oder fallen. Wenn die Ausbreitung der Zweige eines Baumes die Stärke und Tiefe der Wurzeln übertrifft, so wird er dem Sturm nicht zu widerstehen vermögen.

Ebenso ist es mit Gott allein sein; sein Geist muss besonders geübt werden; er muss durch die tiefen Wasser seiner eigenen Erfahrungen hindurchgehen; anders wird sein Zeugnis nur in Worten, und nicht in der Kraft bestehen.

nach Charles Henry Mackintosh

Henning Brockhaus

Sonntag, 9. Dezember 2018

Gebetserhörung

In 1. Samuel 7 lesen wir eine bemerkenswerte Begebenheit mit einem Wendepunkt in der Geschichte des Volkes Israel. Das Volk Israel war -wie so oft- durch eigene Schuld in großer Not. Es gab jedoch einen Unterschied: Sie waren sich ihrer Schuld und ihrer Hilflosigkeit bewusst. Und deshalb konnte Gott ihre Gebete erhören.

“Das Haus Israel wehklagte dem HERRN nach” (V 2) Das war der erste Schritt:  Sie waren sich ihrer Lage bewusst und sagten ihre Not dem HERRN.

“Richtet euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein;…Und die Kinder Israel taten…und dienten dem HERRN allein.” (V 3+4) Sie hörten von Samuel, was zu tun sei und sie taten es auch.

“Sie schöpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN; und sie fasteten…sie sprachen: Wir haben gegen den HERRN gesündigt” (V 5+6) Sie machten durch diese Handlung ihre absolute Kraftlosigkeit deutlich und demütigten sich wegen ihres Versagens. 

“Samuel nahm einem Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer dem HERRN.” (V 9) Ein Opfer war nötig, das war dem Volk deutlich.

Nachdem die Grundlage geschaffen war, konnte Gott das Gebet erhören und das Volk retten: ” Samuel schrie zu dem HERRN für Israel, und der HERR erhörte ihn.” (V 9)

“Bis hierher hat uns der HERR geholfen.” (V 12) Nach der Rettung wurde die Dankbarkeit für das, was Gott getan hat, ausgedrückt.

Der in dieser Begebenheit beschriebene “Weg” ist auch heute noch derselbe. Gott erhört gerne unsere Gebete. Aber er erwartet auch, dass wir die entsprechende “Grundlage” schaffen: Wir müssen bereit sein, Gott ganz nachzufolgen.

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 30. November 2018

Anbetung setzt die Kenntnis der Wahrheit voraus

Die Welt, ganz einfach weil es die Welt ist, ist zur Anbetung Gottes, des Vaters, nicht fähig.

Anbetung des Vaters setzt voraus, dass die Wahrheit gekannt wird; ja, es setzt voraus, dass Gott selbst gekannt wird.

Anbetung des Vaters setzt voraus, dass dem Anbeter eine neue Natur (das ewige Leben) geschenkt worden ist.

Anbetung des Vaters setzt das Bewusstsein voraus, das man von Gott völlig angenommen und für ewig errettet ist.

Anbetung des Vaters setzt die Gabe und die Kraft und das Wirken des Heiligen Geistes voraus.Anbetung des Vaters setzt die christliche Versammlung voraus, in welcher der Heilige Geist wirkt, durch wen Er will.

Nach William Kelly

Henning Brockhaus

Sonntag, 4. November 2018

Vergeblich?

Wenn wir die Berichte über den Anfang der Christenheit in den ersten Kapiteln der Apostelgeschichte lesen, staunen wir, dass sich an einem Tag 3000 Menschen bekehrten. Wir sind heute schon froh, wenn Menschen  einen angebotenen christlichen Kalender annehmen.

Eine Begebenheit von diesem Wochenende hat mir gezeigt, dass wir nicht auf die Anzahl sehen sollten: Ein Mann hatte den Gedanken, auf einem einmal im Jahr stattfindenden Bauernmarkt christliche Kalender zu verteilen. Sofort nachdem er mit seinem Bollerwagen voller Kalender den Platz betreten hatte, wurde er von dem Sicherheitsdienst des Platzes verwiesen. Er konnte genau EINEN Kalender abgeben, dann musste er wieder unverrichteter Dinge abziehen. 

Aber anstatt frustriert zu sein, hatte er den Gedanken, dass er vielleicht genau wegen dieser einen Person genau auf diesen Markt musste.

“Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden.” Prediger 11 Vers 1

Wir wollen deshalb die uns bietenden Gelegenheiten nutzen, die gute Botschaft weiterzugeben. Dann wollen wir für die Menschen beten, die die Botschaft gehört oder gelesen haben. Und wir wollen es unserem Heiland überlassen, an den Herzen der Menschen zu wirken.

Wie viele werden wir wohl von ihnen im Himmel “wiedersehen”, vielleicht auch den EINEN Menschen vom Bauernmarkt 2018?

Klaus Brinkmann

Freitag, 2. November 2018

Bescheiden bleiben

Einem Christen steht es gut, wenn er bescheiden ist. Im Allgemeinen beziehen wir Bescheidenheit auf äußere und materielle Dinge. Gottes Wort fordert uns auch in dieser Hinsicht dazu auf: “Die Gottseligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn”; und: “Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen” (1. Tim 6,6.8).

Doch es gibt auch im geistlichen Bereich die Gefahr, unbescheiden zu sein. Auch hier gibt uns Gottes Wort Hinweise: “Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter ist,  nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt” (Rö 12,3). Wenn wir z.B. für unsere Wege und Entscheidungen beanspruchen, dass wir nach intensivem Gebet Gottes Willen erkannt, Er uns geführt und angewiesen hat, Er uns das eine oder andere “aufs Herz gelegt” und deutlich gemacht hat, dann sollten wir überlegen, ob wir das nicht auch bescheidener ausdrücken könnten. Wir müssen nicht unbedingt immer dann den Herrn “auf der Zunge führen”. Denn wer weiß – vielleicht war es doch unser Eigenwille, der hinter unserer Entscheidung stand…? 

Bescheiden bleiben! Das gilt auch für unseren Dienst für denn Herrn Jesus. Wir müssen nicht unsere Nähe zu unserem Herrn, unser langes Gebet über eine Frage, wie Er uns was gezeigt und welchen Weg Er uns gewiesen hat,  etc. vor uns herposaunen. Es könnte sogar wie eine Rechtfertigung klingen…

Schön, wenn wir beständig seine Nähe aufsuchen und ein intensives Gebetsleben haben. Aber dies müssen wir nicht unseren Mitgläubigen erzählen und es muss nicht gesehen und gehört werden. Sondern es gilt:  “Geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten” (Mt 6,6).

Henning Brockhaus

Sonntag, 21. Oktober 2018

Und seid dankbar

“und seid dankbar!” Kolosser 3 Vers 15

In dem nachfolgenden Lied werden einige Punkte aufgeführt, für die wir dankbar sein können. Der größte Dank gilt dabei dem, dem wir das alles zu verdanken haben: Unserem Heiland Jesus Christus.

“Wir haben einen Felsen,
der unbeweglich steht.
Wir haben eine Wahrheit,
die niemals untergeht.
Wir haben Wehr und Waffen
in jedem Kampf und Streit.
Wir haben eine Wolke
von Gottes Herrlichkeit.

Wir haben eine Speise,
der Welt hier unbekannt.
Wir haben einen Schatten 
im heißen Sonnenbrand.
Wir haben eine Quelle,
die niemals je versiegt.
Wir haben Kraft zum Tragen,
die keiner Last erliegt.

Wir haben einen Tröster
voll heiliger Geduld,
wir haben einen Helfer
von liebevoller Huld.
Wir haben eine Freude,
die niemand von uns nimmt,
wir haben eine Harfe,
von Jesus selbst gestimmt

Wir haben eine Zuflucht
in Stürmen, Angst und Not.
Wir haben einen Reichtum,
der nie zu schwinden droht.
Wir haben eine Gnade,
die alle Morgen neu,
wir haben ein Erbarmen,
das mächtig ist und treu.

Wir haben hier die Fülle,
seitdem der Heiland kam.
Wir haben dort ein Erbe
so reich und wundersam.
Wir haben Glück, das leuchtend
und unbeschreiblich ist.
Wir haben alles, alles
in Dir, Herr Jesus Christ!”

Hedwig von Redern (*1866 †1935)

Klaus Brinkmann