Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Bibel-Blog


Samstag, 21. Juli 2018

Komm zu mir

“Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.” (Joh 5,39-40)

Der Herr Jesus sprach diese Worte zu den religiösen Führern seiner Zeit. Es ist tragisch, dass diese Männer Gott nicht kannten, obwohl sie viele Jahre damit zugebracht hatten, die Heiligen Schriften zu studieren. Sie wussten etwas über Ihn, aber nicht von Ihm.

In Matthäus 11,28 sagt der Herr: “Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.” “Komm zu mir” ist eine direkte Einladung Gottes. Diesen Ruf anzunehmen bedeutet, sich so mit dem Herrn zu treffen, wie man es mit einem Freund tun würde: eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen.

Wir können dabei unsererseits wenig einbringen. Schmeichelhafte Worte werden Ihn nicht beeindrucken. Und unsere Leistungen? Verglichen mit Seinen sind sie nichts. Mit unserem Besitz anzugeben wäre genauso, wie vor einem Milliardär mit Monopoly Spielgeld anzugeben. Unsere guten Taten? Sie können vor Seiner unendlichen Gerechtigkeit nicht bestehen. Unsere besten Bemühungen? Wir können nie gut genug sein, um an Seinen unerreichbaren Maßstab der Heiligkeit heranzukommen. Schließlich gibt es noch das Problem unserer Sünde, die wir vor Ihm nicht verstecken können, weil Er alles sieht.

Was möchte Er also?

„Komm zu mir“ ist eine Einladung, so zu Ihm zu kommen, wie wir sind: mitsamt Lust, Stolz, Ichbezogenheit, erbärmlichem Versagen, Scham, Depression, Zweifel und allem möglichen anderen. Weil wir nichts haben, was wir Ihm anbieten könnten, ist das, was Er sich offensichtlich wünscht – wir selbst. Aber weil Beziehungen zwischen Menschen nicht so funktionieren, denken wir, dass wir uns zuerst irgendwie reinigen oder den „guten Christen“ vorspielen müssen. Aber wir können uns selbst nicht reinigen, und Er sieht hinter jede Maske.

Das größte Gebot ist nicht, die Bibel kennenzulernen, gute Taten auszuführen oder ein „guter Christ“ zu sein, sondern „Gott mit unserem ganzen Herzen. unserem ganzen Verstand und unserer ganzen Seele zu lieben“ (Matthäus 22,37). Lies die Geschichte von Maria und Martha in Lukas 10,38. Martha rannte eifrig durchs Haus, um ein großes, beeindruckendes Essen zuzubereiten, während Maria zu den Füßen von Jesus saß und Ihm zuhörte. Und was war das Ende? Martha wurde für ihre Überaktivität sanft getadelt, aber Maria wurde darin bestätigt, dass sie „nichts getan“, aber dabei Zeit mit dem Herrn verbracht hatte.

„Komm zu mir“ ist der Schlüssel, um das Leben zu finden, sagt der Herr Jesus.

Gott sei Dank! Wäre die Antwort: „Du musst ein guter Christ sein“, gäbe es für keinen von uns Hoffnung.

(nach Mike Genung)

Bernhard Brockhaus

Donnerstag, 19. Juli 2018

Der Wert der Ehe

Der Wert der Ehe liegt darin, dass Gott sie gestiftet hat. Die Ehe wurde nicht nur von Gott erfunden, sie gehört ihm auch. Er hat einen einzigartigen Anspruch auf ihr Urheberrecht, Ihre Idee und ihre Zielsetzung. Sie existiert faktisch sogar mehr für ihn als für die Ehepaare selbst. Gott ist die wichtigste Person in einer Ehe! Die Ehe ist Ehrfurcht gebietend, weil Gott sie entworfen hat, um dadurch seine Herrlichkeit zu zeigen.

Die Ehe sollte ein wunderschönes, irdisches Bild von der Beziehung darstellen, die eines Tages zwischen Christus und seiner Versammlung sichtbar würde. Das war den Menschen über viele Generationen unbekannt. Paulus hat dieses Geheimnis gelüftet. Als Paulus den Ephesern von der Ehe erzählen wollte (Eph 5), hat er nicht nur nach einem passenden Vergleich gesucht und plötzlich gedacht, dass Christus und die Versammlung eine gute Lehre und Illustration sein könnte. Nein, es war viel fundamentaler als das: Paulus erkannte, dass Gott, als Er ursprünglich die Ehe entwarf, bereits Christus und die Versammlung im Sinn hatte. Dies ist eine der großartigen Begründungen Gottes für die Ehe: Sie soll die innige Beziehung zwischen Christus und seinem erlösten Volk darstellen.

Bernhard Brockhaus

Montag, 16. Juli 2018

Gnade in der Ehe

Wenn das anfängliche Feuer in der Ehe verloren gegangen ist, wenn es in der Ehe so kühl geworden ist, dann liegt die Ursache nicht in fehlenden Gemeinsamkeiten, zu geringer Kommunikation oder zu vielen negativen Umständen, sondern schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass wir immer noch mit der Sünde zu kämpfen haben. Und wir brauchen die Gnade Gottes, um dennoch eine glückliche Ehe führen zu können. Sie verwandelt aber unser Verlangen, einen Streit zu gewinnen, in den Wunsch, Christus ähnlich zu werden. Sie nimmt mich aus dem Zentrum heraus und stellt Christus hinein. Das ist, was die Gnade bewirkt – zum Segen für die Ehe und zu seiner Ehre!

Bernhard Brockhaus

Freitag, 13. Juli 2018

Güte in der Ehe

Güte sagt zu seinem Ehepartner: “Ich weiß, dass du ein Sünder bist und gegen mich sündigen wirst, aber ich weigere mich, deshalb in einer Verteidigungs- oder gar Angriffshaltung zu leben. Ich werde mein Leben dir gegenüber in einer Haltung der Gnade führen, die sich von deiner Sünde nicht beirren lässt”.Wie kannst du aber gütig sein und gleichzeitig wissen, dass hinter der nächsten Ecke schon die nächste Sünde lauert? Weil die Güte ihren Ursprung nicht in dir selbst, sondern in Gott hat. Sie ist kein Kennzeichen deiner Persönlichkeit, sie ist die Frucht des Geistes und ein Ausdruck göttlicher Liebe.Gnade und Güte sind sehr eng miteinander verwoben. Güte ist ein Handeln in Gnade; Gnade ist Nachsicht, die Vergebung vorwegnimmt.

“Vor allem Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.” (1.Petrus 4,8)

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 11. Juli 2018

Grundlage und Fokus in der Ehe

Die Grundlage in der Ehe sollte die Bibel sein, die wir unter Gebet lesen.Durch die Bibel erhalten wir das richtige Bild von Gott. Er hat sich darin offenbart, in der Person seines Sohnes Jesus Christus. Die Bibel sollte die absolute Autorität in unserem Leben sein, auch in unserer Ehe. Sie ist auch der Schlüssel für eine erfüllte Ehe. Gott ist „der Erfinder“ der Ehe. Wenn wir also wissen möchten, wie die Ehe funktioniert, müssen wir zu Ihm gehen. Als Herr hat er alles gegeben, was wir zum Leben, zur Gottesfurcht - und auch zur Ehe - benötigen, und zwar in seinem Wort.Der Fokus der Ehe sollte die Ehre Gottes sein, nicht unsere Ehre oder Befriedigung.Die Ehe wurde nicht nur von Gott erfunden, sie gehört ihm auch. Er hat einen einzigartigen Anspruch auf ihr Urheberrecht, Ihre Idee und ihre Zielsetzung. Sie existiert faktisch sogar mehr für ihn als für die Ehepaare selbst. Gott ist die wichtigste Person in einer Ehe! In deiner auch?

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 1. Juli 2018

DAX 30

Der Deutsche Aktienindex feiert seinen 30. Geburtstag. Damals wie heute umfasst der Börsenindex die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Ein Blick auf die Entwicklung des Dax gibt zumindest eine Orientierung, wie es um die Wirtschaft steht.

Man könnte sich die Frage stellen, ob sich bei einem Blick auf Gläubige, die ein Verständnis von der Bibel haben und Vorbilder sein sollten, eine Entwicklung im Volk Gottes ablesen lässt?

“Sei ein Vorbild der Gläubigen in Wort und in Wandel, in Liebe, in Glauben, in Keuschheit.” 1. Timotheus 4 Vers 12

Timotheus war noch ein junger Mann. Er wurde dazu aufgefordert, ein Vorbild zu sein. Er ist dieser Aufforderung nachgekommen. Und an denjenigen, die dem Beispiel gefolgt sind, konnte man mit Sicherheit geistliches Wachstum feststellen.

“So dass ihr allen Gläubigen in Macedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid.” 1. Thessalonicher 1, 7

Die Gläubigen in Thessalonich waren noch jung im Glauben und hatten wenig Kenntnis von der Bibel. Aber durch ihr Verhalten waren sie ein Vorbild. An ihrem vorbildlichen Verhalten konnten die Menschen in der Gegend ihre gute geistliche Entwicklung ablesen.

 

Klaus Brinkmann

Freitag, 29. Juni 2018

Die Sünde lagert vor der Tür

Kennen wir nicht alle mehr oder weniger einen Zustand, der sich gut durch die Lage Kains beschreiben lässt? Gott sagt zu ihm:

Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein Angesicht gesenkt? Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust?Hiob 11,15)" data-original-title=""> Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür.  (1. Mo 4,6-7).

Es gibt leider Zeiten im Leben des gläubigen Christen, bei denen er spürt und weiß, dass er nicht nah genug bei Gott ist. Trotz dieser Kenntnis und diesem Bewusstsein fehlt oft die Bereitschaft oder die Kraft, etwas an diesem Zustand zu ändern. Dann wissen wir sogar: Jetzt lagert die Sünde vor der Tür. Jetzt ist Vorsicht angebracht! Vielleicht ist noch nicht viel “passiert”, aber wenn wir jetzt nicht wachsam sind…

Hierbei hilft nur ein schonungsloses Aufdecken und Verurteilen dieses Zustandes und seiner Hintergründe und Vorgeschichte vor Gott. Wir müssen Gott nahe sein, sonst kommt die Sünde früher oder später durch die Tür, auch wenn wir das eigentlich nicht wollen. Am besten lassen wir es nicht zu einem solchen Zustand kommen, sondern lassen uns rechtzeitig zurück in die glückliche Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohn, Jesus Christus, zurückbringen.

Bei Kain kam die Sünde wirklich durch die Tür: Er brachte seinen Bruder Abel um. Der erste Mord der Menschheitsgeschichte. Hätte Kain doch auf die prüfende Frage Gottes hin schon den Rückweg angetreten!

Henning Brockhaus

Sonntag, 17. Juni 2018

Blind

In der Bibel lesen wir in den Evangelien fünf Mal davon, dass der Herr Jesus blinde Menschen sehend macht. Wir können diese Begebenheiten auf unsere heutige Zeit übertragen. Dann sehen wir in den blinden Menschen solche, die den Heiland noch nicht gefunden haben. Aber der Herr Jesus möchten ihnen das (Augen)licht geben. Sie sollen Ihn als ihren Retter aus ihrem Sündenelend annehmen.

Bei der Begebenheit in Markus 8 Verse 22 bis 26 lesen wir etwas Einmaliges und Interessantes: Der Herr Jesus heilt den Blinden nicht direkt ganz, sondern in zwei Schritten. Im ersten Schritt kann er zwar sehen, aber nur undeutlich. Dann, im zweiten Schritt, kann er deutlich sehen. Vielleicht dürfen wir daraus die Ermunterung  ziehen: Manchmal sind mehrere Ansprachen nötig, bis ein Mensch dem Ruf des Heilands folgt.

Wir wollen den Auftrag

“So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!” 2. Korinther 5 Vers 20

ernst nehmen und uns nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort beim ersten Mal klappt. Vielleicht ist noch ein zweites, drittes oder sogar viertes Mal notwendig.

Wir wollen dabei bedenken, dass wir “nur” diejenigen sind, die die Botschaft weitersagen (und durch unser Verhalten unterstützen) dürfen. Die Veränderung im Herzen kann ganz alleine Gott bewirken.

Wenn sich aber dann ein Mensch zum Heiland wendet und Frieden in seiner Sündennot findet, dann “wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut.”  Lukas 15 Vers 7

Klaus Brinkmann

Freitag, 8. Juni 2018

Nun gehören unsre Herzen

Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bitt’ren Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah.
Das Geheimnis des Gerichtes über alle unsre Schuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ew‘ger Huld.

Nun in heil‘gem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha,
tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah,
als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering,
als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging.

Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,
ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah:
Dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor,
und die sonst des Todes Kinder, führt zum Lichte er empor.

Schweigen müssen nun die Feinde vor dem Sieg von Golgatha,
die begnadigte Gemeinde sagt zu Christi Wegen: Ja!
Ja, wir danken deinen Schmerzen, ja, wir preisen deine Treu,
ja, wir dienen dir von Herzen: Ja, du machst einst alles neu!

nach Friedrich von Bodelschwingh 1938

Henning Brockhaus

Mittwoch, 6. Juni 2018

Vom Zudecken und Vergeben

“Wer Liebe sucht, deckt die Übertretung zu; wer aber eine Sache immer wieder anregt, entzweit Vertraute” (Sprüche 17,9).

“Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken” (Hebräer 8,12).

Wenn du deine Sünden Gott bekannt hast, hat Gott sie in die Tiefe des Meeres geworfen, hinter seinen Rücken (Micha 7,19; Jeremia 38,17). Nie mehr wird er an sie denken oder sie wieder hervorholen.

So sollte auch unser Verhalten sein, unsere Vergebung! Leider handeln wir oft lieblos gegen unseren Nächsten, indem wir “alte Sünden” wieder aufwärmen. Der Vers aus Sprüche 17 warnt uns sehr davor! Mit diesem Verhalten zeigen wir nicht nur, dass wir nicht aufrichtig vergeben haben, sondern dass wir auch nicht die Liebe suchen, die Übertretung zudeckt.

Wie schnell handeln wir so gerade gegenüber denen, die wir am meisten lieben. “Alte Sünden” werden wieder aufgewärmt und aus einer Mücke wird ein Elefant gemacht, statt mit Liebe die Übertretung zuzudecken und ohne Forderung eines Bekenntnisses zu vergeben. Ein solches Verhalten treibt einen Keil zwischen Eheleute, Eltern und Kinder, Mitgeschwister, Freunde…

Der Heilige Geist fordert uns auf:

“Wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr.” (Kolosser 3,13)

Bernhard Brockhaus