Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Sonntag, 17. Juni 2018

Blind

In der Bibel lesen wir in den Evangelien fünf Mal davon, dass der Herr Jesus blinde Menschen sehend macht. Wir können diese Begebenheiten auf unsere heutige Zeit übertragen. Dann sehen wir in den blinden Menschen solche, die den Heiland noch nicht gefunden haben. Aber der Herr Jesus möchten ihnen das (Augen)licht geben. Sie sollen Ihn als ihren Retter aus ihrem Sündenelend annehmen.

Bei der Begebenheit in Markus 8 Verse 22 bis 26 lesen wir etwas Einmaliges und Interessantes: Der Herr Jesus heilt den Blinden nicht direkt ganz, sondern in zwei Schritten. Im ersten Schritt kann er zwar sehen, aber nur undeutlich. Dann, im zweiten Schritt, kann er deutlich sehen. Vielleicht dürfen wir daraus die Ermunterung  ziehen: Manchmal sind mehrere Ansprachen nötig, bis ein Mensch dem Ruf des Heilands folgt.

Wir wollen den Auftrag

“So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!” 2. Korinther 5 Vers 20

ernst nehmen und uns nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort beim ersten Mal klappt. Vielleicht ist noch ein zweites, drittes oder sogar viertes Mal notwendig.

Wir wollen dabei bedenken, dass wir “nur” diejenigen sind, die die Botschaft weitersagen (und durch unser Verhalten unterstützen) dürfen. Die Veränderung im Herzen kann ganz alleine Gott bewirken.

Wenn sich aber dann ein Mensch zum Heiland wendet und Frieden in seiner Sündennot findet, dann “wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut.”  Lukas 15 Vers 7

Klaus Brinkmann

Freitag, 8. Juni 2018

Nun gehören unsre Herzen

Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bitt’ren Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah.
Das Geheimnis des Gerichtes über alle unsre Schuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ew‘ger Huld.

Nun in heil‘gem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha,
tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah,
als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering,
als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging.

Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,
ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah:
Dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor,
und die sonst des Todes Kinder, führt zum Lichte er empor.

Schweigen müssen nun die Feinde vor dem Sieg von Golgatha,
die begnadigte Gemeinde sagt zu Christi Wegen: Ja!
Ja, wir danken deinen Schmerzen, ja, wir preisen deine Treu,
ja, wir dienen dir von Herzen: Ja, du machst einst alles neu!

nach Friedrich von Bodelschwingh 1938

Henning Brockhaus

Mittwoch, 6. Juni 2018

Vom Zudecken und Vergeben

“Wer Liebe sucht, deckt die Übertretung zu; wer aber eine Sache immer wieder anregt, entzweit Vertraute” (Sprüche 17,9).

“Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken” (Hebräer 8,12).

Wenn du deine Sünden Gott bekannt hast, hat Gott sie in die Tiefe des Meeres geworfen, hinter seinen Rücken (Micha 7,19; Jeremia 38,17). Nie mehr wird er an sie denken oder sie wieder hervorholen.

So sollte auch unser Verhalten sein, unsere Vergebung! Leider handeln wir oft lieblos gegen unseren Nächsten, indem wir “alte Sünden” wieder aufwärmen. Der Vers aus Sprüche 17 warnt uns sehr davor! Mit diesem Verhalten zeigen wir nicht nur, dass wir nicht aufrichtig vergeben haben, sondern dass wir auch nicht die Liebe suchen, die Übertretung zudeckt.

Wie schnell handeln wir so gerade gegenüber denen, die wir am meisten lieben. “Alte Sünden” werden wieder aufgewärmt und aus einer Mücke wird ein Elefant gemacht, statt mit Liebe die Übertretung zuzudecken und ohne Forderung eines Bekenntnisses zu vergeben. Ein solches Verhalten treibt einen Keil zwischen Eheleute, Eltern und Kinder, Mitgeschwister, Freunde…

Der Heilige Geist fordert uns auf:

“Wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr.” (Kolosser 3,13)

Bernhard Brockhaus

Montag, 4. Juni 2018

Täglich

“Ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen; und das Volk soll hinausgehen und den täglichen Bedarf an jedem Tag sammeln.”
“Und sie sammelten es Morgen für Morgen.”

2. Mose 16 Verse  4 und 21

“Glückselig, die den Tag mit Deinem Wort beginnen
und die, vom Wort geleitet, mit Dir durchs Leben gehn!
Wer diese Welt verliert, um Christus zu gewinnen,
ja, der ist wirklich reich und darf Ihn hier schon sehn.”

Geistliche Lieder

Gott hat das Volk Israel in der Wüste mit Brot versorgt. Das Brot war jeden Morgen da. Die Israeliten hatten die Aufgabe, es zu sammeln. Dabei galt: Wer nichts sammelte, musste hungern.

Gott hat uns, die Christen, mit der Bibel versorgt. Hier in unserer Gegend hat jeder die Möglichkeit, eine Bibel zu besitzen. Wir haben nur die Aufgabe, die Bibel zu lesen. Und auch für uns gilt: Wer nicht liest, muss geistlich hungern.

Klaus Brinkmann

Sonntag, 3. Juni 2018

Gedanken über den Glauben

“Abraham zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend, und war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheißen hatte, auch zu tun vermag.” (Römer 4,20.21)

Der Glaube ist die durch Gottes Macht bewirkte Annahme des Zeugnisses Gottes in der Seele.

Der Glaube macht das Zukünftige gegenwärtig und das Unsichtbare sichtbar.

Der Glaube ist das große Prinzip des göttlichen Lebens vom Anfang bis zum Ende. Wir sind gerechtfertigt durch den Glauben, und wir leben durch den Glauben; wir stehen durch den Glauben, und wir wandeln durch den Glauben.

Der Glaube ehrt Gott, und Gott ehrt den Glauben.

Glauben heißt, gestützt auf Gottes Wort, Gott in Christus recht zu geben. Glauben rechnet immer ausschließlicher mit Ihm allein. Dabei wird das Denken immer mehr von Ihm beherrscht und erfüllt und wird so zu einem beständigen Beten.

Sich auf Gott selbst stützen ist etwas anderes als sich auf Gottes Segnungen stützen. Um Segnungen zu genießen, brauche ich keinen Glauben, aber um mit Gott zu rechnen, ist Glauben nötig. Gott nimmt uns zuweilen die eine oder andere seiner Gaben, damit unser Glaube angefacht wird und wir lernen, uns auf Ihn allein zu stützen.

Gott findet den Glauben nie zu kühn.

Glauben heißt, sich völlig auf die Unfehlbarkeit und Treue Gottes zu verlassen, und jedes Wort aus seinem Mund für wertvoller und wirklicher zu halten als alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können.

(aus dem Kalender “Der Herr ist nahe”)

Bernhard Brockhaus

Freitag, 1. Juni 2018

Er ist geschickt!

„Und er weidete sie nach der Lauterkeit seines Herzens, und mit der Geschicklichkeit seiner Hände leitete er sie.“ (Psalm 78,72)

Der wahre David, dein Herr Jesus, Er weidet dich vollkommen nach der Lauterkeit seines Herzens. Er steht zu seinen Zusagen, denn Er ist der „treue und wahrhaftige Zeuge“. „Treu ist, der euch ruft; der wird es auch tun“… Er hat nur „Gedanken des Friedens” für dich, um dir “Ausgang und Hoffnung zu gewähren“.

Er ist heute da und leitet dich mit der Geschicklichkeit Seiner Hände … ein schöner Ausdruck! Er lenkt dich so „geschickt“, dass dir “alle Dinge zum Guten mitwirken“. Gegenüber Seiner Geschicklichkeit sind wir alle arme Stümper. Lauf nicht ohne Ihn los … vertraue heute darauf, dass Er dich mit Geschicklichkeit leiten wird!

Bernhard Brockhaus

Mittwoch, 30. Mai 2018

Zurück zum Anfang

Und Abram zog herauf aus Ägypten,…
Und er ging auf seinen Zügen vom Süden bis Bethel, bis zu dem Ort, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai, zu der Stätte des Altars, den er dort zuvor gemacht hatte. Und Abram rief dort den Namen des Herrn an. (1. Mose 13,1-4)

Abraham war einen Weg gegangen in Unabhängigkeit von Gott, als er hinab zog nach Ägypten. Auf diese Sünde folgte eine weitere, indem er im Egoismus seine Frau verleugnete. Doch Gott griff in Gnade ein. Er verhinderte, dass Sarai tatsächlich zur Frau des Pharao wurde, und benutzte den Herrscher Ägyptens, um Abraham zur Umkehr zu bewegen.

Echte Umkehr bedeutet, wieder dorthin zurückzukehren, wo du abgewichen bist, “bis dorthin, wo im Anfang dein Zelt gewesen war”, wo du die Gemeinschaft mit Gott verlassen und deinen eigenwilligen Weg begonnen hast. Nur eine Umkehr bis zu diesem Punkt bringt dich wieder in die ungetrübte Gemeinschaft mit Gott.

Halbe Umkehr ist keine Umkehr! Kehre ganz um, mit aller Konsequenz! Kläre die Dinge ganz und mit allen Beteiligten. Mach keine halben Sachen. Nur dann wirst du wieder Kraft gewinnen wie Abraham für den Kampf in der Welt (1.Mo 14,13-16) und für das Widerstehen bei Versuchungen (1.Mo 14,21-24) und wirst gesegnet werden (1.Mo 14,17-20).

Bernhard Brockhaus

Freitag, 25. Mai 2018

Wahrheit und Liebe

“Es wird mit euch sein Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters in Wahrheit und Liebe.

2. Brief des Johannes, Vers 3

Wie kein anderer Schreiber des neuen Testaments schreibt Johannes von Wahrheit und Liebe Gottes. Den zweiten Brief schreibt er an eine Frau und ihre Kindern. Er beginnt den Brief mit diesem schönen Gruß, der mit “in Wahrheit und Liebe” endet.

Diese beiden gehen bei Gott immer zusammen. Göttliche oder gottgemäße Liebe ist niemals losgelöst von der Wahrheit Gottes. (Wahrheit in diesem Sinn ist alles, was Gott von sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart hat.) Das will sagen: Liebe kann nicht auf Kosten der Wahrheit gezeigt werden.

Aber Wahrheit auf Kosten der Liebe ist genauso falsch. Die Wahrheit muss durch Liebe flankiert und bewacht werden. Sonst wird sie zu einer harten, traditionellen, vielleicht unbarmherzigen Sache. Nein, Wahrheit gottgemäß beinhaltet die Liebe Gottes.

Henning Brockhaus

Sonntag, 13. Mai 2018

“Immer wieder Wunder gibt’s nicht.”

“Ich persönlich werde auch zur 2. Bundesliga gehen, wenn die Mannschaft spielt. Das ist davon unbenommen (…) Wir haben ja in den letzten Jahren immer wieder Wunder erlebt. Immer wieder Wunder gibt’s nicht.” HSV-Idol Uwe Seeler

Von Wundern in diesem Zusammenhang zu sprechen, ist natürlich übertrieben. Mit den Wundern hier sind Ergebnisse gemeint, die keiner mehr für möglich gehalten hat.

Wenn wir im biblischen Sinn von Wundern sprechen, dann sind echte Wunder gemeint. Übernatürliche Dinge, die nur Gott bewirken kann. Und Gott ließ und lässt Wunder geschehen, z.B. in der Anfangszeit der Christenheit, um die Menschen empfänglich zu machen für die gute Botschaft.

Gott ließ auch im Alten Testament Wunder geschehen. Z.B. finden wir das Wunder, dass ein Menschen übernatürlich stark war. Von Simson, einem Richter im Volk Israel, lesen wir in Richter 13 bis 16. Aber auch bei ihm könnten wir sagen: “Immer wieder Wunder gibt’s nicht.” Denn er hatte sich in eine Situation begeben und mit Leuten eingelassen, die nicht zu seiner Stellung als einer, der an Gott glaubte, passte. Er dachte, seine Stärke würde ihn retten. Das tat sie auch ein paar Mal, dann aber nicht mehr. Seine Stärke war weg und er wurde überwältigt.

“Da wachte er auf von seinem Schlaf und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und mich freischütteln…Und die Philister griffen ihn…und banden ihn mit ehernen Fesseln.” Richter 16 Verse 20 und 21

Beim HSV könnte man sagen: Wer so schlecht spielt, muss auch mit den Konsequenzen leben zu verlieren und in die 2. Bundesliga abzusteigen.

Bei Simson könnte man sagen: Wer sich bewusst in Gefahr begibt, kann nicht damit rechnen, dass Gott ihn befreit. Wer sich so verhält, verspottet Gott. Und Gott lässt in der Bibel sagen: “Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgendein Mensch sät, das wird er auch ernten.” Galater 6 Vers 7

Klaus Brinkmann

Dienstag, 24. April 2018

24 Stunden in Gottes Hand

Der Morgen

“Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.” (Matthäus 5,45)

“Ich erwache und bin noch bei dir.” (Psalm 139,18)

“Frühe wirst du, HERR, meine Stimme hören, frühe werde ich mein Anliegen dir vorstellen und harren.” (Psalm 5,3)

“Es ist gut, Jehova zu preisen, und Psalmen zu singen deinem Namen, o Höchster, am Morgen zu verkünden deine Güte.” (Psalm 92,1.2)

Der Mittag

“Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des HERRN!” (Psalm 113,3)

“Der HERR ist dein Hüter, der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand. Nicht wird die Sonne dich stechen des Tages” (Psalm 121,5)

“Die Wolkensäule wich nicht von ihnen des Tages, um sie auf dem Weg zu leiten” (Nehemia 9,19)

Der Abend

“In Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen; denn du, HERR, allein lässest mich in Sicherheit wohnen.” (Psalm 4,8)

“Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn” (Epheser 4,26)

Die Nacht

“Du wirst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht.” (Psalm 91,5)

“Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her: Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.” (Psalm 139, 11.12)

Bernhard Brockhaus