Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Bernhard Brockhaus Seite 1 von 44

Der Blick zu Christus in der Herrlichkeit

„Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Trübsal bewirkt uns ein über jedes Maß hinausgehendes, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig“ (2. Korinther 4,17-18). 

Diesen Blick brauchen wir heute, jetzt, heute Morgen! Wenn wir das, was ewig ist, anschauen und in die Waagschale werfen, wird die Trübsal leicht und klein, weil das, was wir sehen, so groß und herrlich ist.
Christus in der Herrlichkeit anzuschauen zieht uns nach oben, verändert unsere Perspektive und verwandelt uns in von Christus und seiner Herrlichkeit erfüllte Menschen. 

„Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit [des] Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch [den] Herrn, [den] Geist“ (2. Korinther 3,18).

Gott hat in unsere Herzen geleuchtet „zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi“. Und wir folgen jetzt einem gestorbenen, auferstandenen und verherrlichten Christus, „sitzend zur Rechten Gottes“, und „unser Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kol 3,1.3). 

Nach dem Aufstehen: Waschen und ankleiden!

Es ist ganz selbstverständlich, dass wir uns morgens waschen und ankleiden.

Wie sieht’s mit der „geistlichen Waschung“ aus?

„Und jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist.“ (1.Johannes 3,3)

Und mit der „geistlichen Kleidung“? Ziehen wir diese jeden morgen wie selbstverständlich an?

„Ziehet nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut, einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat wider den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Zu diesem allen aber ziehet die Liebe an, welche das Band der Vollkommenheit ist.“ (Kolosser 3,12-14)

Und dann ist da noch die Rüstung, die wir für den täglichen Kampf brauchen. Vergessen wir die bloß nicht, damit wir gegen die Listen des Teufels bestehen können!

„Deshalb nehmt die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tage zu widerstehen und, nachdem ihr alles ausgerichtet habt, zu stehen vermögt. Steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustharnisch der Gerechtigkeit, und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens, indem ihr über das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist; zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste. (Epheser 6,13-18)

Low at Thy feet

Low at Thy feet, Lord Jesus,
This is the place for me;
Here I have learned deep lessons:
Truth that has set me free.

Free from myself, Lord Jesus,
Free from the ways of men;
Chains of thought that have bound me
Never can bind again.

None but Thyself, Lord Jesus,
Conquered this wayward will,
But for Thy love constraining,
I had been wayward still.

Found in J.N. Darby’s Bible after his departure

Gottes Absicht in unserem Leben

Der große Meister, der die menschliche Seele formt und bildet, hat dafür viele Werkzeuge. Nur wenige von ihnen sind ohne scharfe Schneide. Aber die Absicht, die Er bei den Seinen verfolgt, ist stets die, ihre himmlische Schönheit her vor strahlen zu lassen. Alles dient diesem Ziel – jeder Schnitt, jeder Schlag mittels Seiner Werkzeuge.

Noch einmal sei es gesagt: Das Endziel all Seines Handelns mit uns ist das Glück und die Segnung der Seele. Wenn man das im Herzen festhält, wird allen Nöten, die doch direkt aus Seiner Hand kommen, die Bitterkeit genommen.

Wir sollten nie die Vorkommnisse in unserem Leben als etwas Zufälliges betrachten, sondern vielmehr stets die Lektion zu verstehen suchen, die Gott uns durch sie lehren will. Oder mit anderen Worten: Wir sollten jeden noch so prüfenden Umstand als Gelegenheit auffassen, dadurch in der Gnade zu wachsen. Sorgen, Betrübnisse, Kummer, Veränderungen, Verluste, Leiden – sie alle üben uns, verursachen Schmerz, werfen uns auf Gott. Aber sie werden uns, gehen wir mit Ihm durch sie hindurch, zu einem tieferen Erfassen der Gnade Gottes und dazu führen, geeigneter für Seinen Dienst zu werden.

(aus Grace & Truth)

Es ist Abend

Matthäus 14,15-16:

„Als es aber Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Zeit ist schon vergangen. Entlaß die Volksmengen, daß sie hingehen in die Dörfer und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!“

Die Zeit ist weit vorgerückt. Und immer mehr Menschen sind verführt von Satan und hungern in ihrer Seele. Was machen wir mit ihnen? Sie suchen in der Welt nach echter Nahrung für ihre Seelen und finden sie nicht.

Der Auftrag des Herrn ist klar: „Gebt

    ihr

ihnen zu essen!“

Jesus spricht:

„Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinet- und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben. Aber viele Erste werden Letzte, und Letzte Erste sein.“ (Markus 10,29-31)

Göttliche Liebe

Wenn wir über göttliche Liebe nachdenken, dann denken wir in erster Linie an die Liebe zwischen Gott, dem Vater, und dem Sohn. Diese Beziehung ist für uns das vollkommene Maß göttlicher Liebe – und das zu recht. Da gab es nichts, was diese Liebe trübte. Wenn wir in Sprüche 8 lesen, dass der Sohn Schoßkind bei ihm war, „Tag für Tag seine Wonne, vor ihm sich ergötzend allezeit“, dann ahnen wir etwas von dieser innigen und ungetrübten Liebe, die zwischen dem Vater und dem Sohn besteht.

Doch wenn wir dann die Worte des Herrn Jesus lesen:

„So wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt.“ (Johannes 15,9)

…dann sind wir überwältigt! Der Herr liebt uns absolut nicht liebenswürdigen Menschen mit eben genau dieser vollkommenen, göttlichen Liebe!

Sind wir uns dessen zu jeder Zeit bewusst?

Lieben wir ihn auch, weil Er uns zuerst geliebt hat?

Und lieben wir unsere Mitgeschwister, weil Er auch sie liebt?

Vertrauen erlangen

Wie erlange ich das Vertrauen einer Person? Der Herr Jesus ist uns darin das vollkommene Vorbild.

Er erlangte das Vertrauen nicht dadurch, dass er stets den Geschmack anderer zu erraten und befriedigen suchte. Er suchte sich nicht angenehm zu machen durch eine rein menschliche und natürliche Liebenswürdigkeit, sondern er zog die Herzen zu sich, indem er Milde walten ließ, wo Milde gut und richtig war, und Festigkeit zeigte, wo diese von Nöten war. Als die Jünger auf dem Schiff Unglauben zeigen, tadelt Er sie. Aber als Er sich mit Abschiedsworten an sie richtet (Johannes 14-16), da hört man keinen Tadel, kein „Kleingläubige“ oder „Seid auch ihr noch unverständig“? Jetzt ist Milde und Trost angebracht für die Herzen der verunsicherten und besorgten Jünger.

Er war das wahre Speisopfer, mit dem weder „Honig“ noch „Sauerteig“ vermengt werden durften (3.Mose 2,11). Wir wollen von Ihm lernen für den Umgang miteinander. Wirkliche Liebe zeigt sich darin, dass wir Milde und Festigkeit zeigen, beides zu seiner Zeit. Dann sieht der andere, dass mir an ihm liegt, dann erlange ich das Vertrauen meines Bruders und meiner Schwester.

Was können wir dir dafür bringen?

Am Tag des Herrn, dem ersten Tag der Woche, gehen unsere Gedanken ganz besonders zu Dem, der sich selbst als Opfer gab, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. Nur in Ihm können wir Gott nahen, und nur Ihn können wir Gott bringen. Wir wollen, wie der Liederdichter es ausdrückt, von Jesus singen, wenn wir zusammen sind, um an des Herrn Tag an seinen Tod zu denken.

„Was können wir dir dafür bringen?
Gott, welchen Weihrauch nimmst du an?
Oh, lass uns dir von Jesu singen,
Er allein dich erfreuen kann.“

– Französischer Text: Dr. Henri Rossier (1835-1928) –

Anbetung sei unserem Gott und Vater für diese unausprechliche Gabe!

Weltfrieden

Es werden heute viele Anstrengungen für den Frieden unternommen. Das Ergebnis ist im besten Fall eine gutgemeinte, aber törichte Einbildung – im schlimmsten Fall ein strafbares Vertrauen auf Menschen – und immer eine Folge der Unkenntnis des Wortes Gottes. Daher sind diese Anstrengungen schließlich zum Scheitern verurteilt.

Die Welt wird den Frieden erst genießen, wenn Gott ihn ihr gibt. Und wann wird Er das tun? Nicht bevor seine Rechte anerkannt werden. Aber dann, welch ein Wechsel! Alle Götzen werden beseitigt sein. Die Bewunderung der Werke des Menschen wird der Ehre, die Gott zukommt, Platz machen. Alle Völker werden miteinander Ihm Ehre geben, bei Ihm Weisheit und Erkenntnis suchen.

Christen, wir haben das Vorrecht, das jetzt schon zu tun. „Lasst uns hinaufziehen“, an diesen Ort, wo der Herr seine Gegenwart verheißen hat. „Er wird uns belehren aus seinen Wegen“ (Micha 4,2). Welch ein Verlust, wenn wir die Zusammenkünfte, wo das Wort Gottes erklärt und betrachtet wird, versäumen. Aber vergessen wir nicht, was die Folge vom Hören seines Wortes sein sollte: „Und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln“ (Micha 4,2Jakobus 1,22)

(Auszug aus „Ährenlese im Alten Testament“ von Jean Koechlin)

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