Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Bernhard Brockhaus Seite 2 von 44

Der Gegenstand des Lebens

Gefunden in der Synopsis von John Nelson Darby, Betrachtung über den Brief an die Galater

Kommentar zu Galater 2, 20 + 21:

Das Geschöpf muss einen Gegenstand haben, für den es lebt; das war auch mit der Seele des Paulus der Fall, und zwar durch den Glauben an Jesus Christus. Er lebte wirklich durch den Glauben an Jesus Christus. Der Christus, der die Quelle seines Lebens, der sein Leben war, war auch der Gegenstand desselben. Das ist es, was stets das Leben Christi in uns kennzeichnet. Er selbst ist der Gegenstand desselben, er allein.

Wenn die Tatsache stets vor unserer Seele steht, dass er durch sein Sterben für uns in Liebe (er, der allein dazu fähig war, der Sohn Gottes) uns, die also freigemacht sind von der Sünde, dieses Leben als unser eigenes gegeben hat, dann ist er in unseren Augen bekleidet mit der Liebe, die er uns also erwiesen hat. Wir leben „durch den Glauben an den Sohn Gottes, der uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat“. Und hier ist es das persönliche Leben, der persönliche Glaube, der uns mit Christus verbindet und ihn uns köstlich macht als den Gegenstand des innigsten Glaubens der Seele.

Früh

„Früh wirst du, Herr, meine Stimme hören, früh werde ich dir mein Anliegen vorstellen und harren.“ (Psalm 5,4)

Früh morgens, als die anderen im Haus noch schlafen, stehe ich auf, mache mir einen Kaffee, nehme mir meine Bibel und setze mich draußen an die frische Luft. Die Zeit nutze ich, um Gemeinschaft mit meinem Herrn zu haben, um zu Ihm zu reden und Ihn durch sein Wort zu mir reden zu lassen. Das stärkt mich für den Tag, lässt mich mit der richtigen Ausrichtung und Ausrüstung den Tag durchleben, damit Er durch mein Leben verherrlicht wird. 

Wie schön wäre es, wenn das immer gelingen würde! Wir wissen, wie nötig wir das haben, und doch sind wir darin oft so nachlässig – zumindest stelle ich das leider bei mir fest. Nehmen wir den Vers aus Psalm 5 als Impuls, wieder mit mehr Energie früh am Tag die Gemeinschaft mit dem Herrn zu suchen.

Hinschauend auf Jesus (2)

Hinschauend auf Jesus,…

…den Gekreuzigten, um in Seinem Blut Erlösung, Vergebung und Frieden zu finden.

…den Auferstandenen, um in Ihm die Gerechtigkeit zu finden, die uns allein gerecht macht, sodass wir trotz unserer vollkommenen Unwürdigkeit mit Kühnheit und in Seinem Namen vor Dem nahen können, der Sein Vater und unser Vater ist, Sein Gott und unser Gott.

(aus dem Französischen – nach Théodore Monod, 1874 / Helen Willis)

Die „Kirche“, Jesus Christus und die Bibel

Ich las vor kurzer Zeit ein Interview der F.A.Z. mit Karl Kardinal Lehmann, dem Bischof in Mainz.

Zum Inhalt hatte dieses Gespräch Themen wie Kirchenpolitik, Theologie und Ökumene, aber erschreckenderweise wurde in keinem Satz Gott oder Sein Sohn Jesus Christus erwähnt.

Es wurde über Theologie und Philosophie unter Nennung der Namen Ratzinger, Heidegger, Kant, Marx und Hegel gesprochen, aber kein Wort vom Wort Gottes, der Bibel und ihrem Autor.

Wie sieht’s bei Dir und mir aus? Ist der Herr Jesus und Sein Wort „das Thema“ unseres Lebens?

Der maßgeschneiderte Anzug zählt vor Gott nicht

Heute war ich mit einigen Kollegen in der Vorstandsetage meines Arbeitgebers und hörte mir die Rede eines Vorstandsmitglieds an. Anschließend sagte mein Kollege zu mir: „Einmal dort oben bringt denen ihr maßgeschneiderte Anzug nichts mehr. Den müssen sie hier lassen. Dort stehen sie vor Gott wie jeder andere Mitarbeiter auch.“

Wie recht er damit hatte. Denken wir auch immer daran, dass alle die Reichtümer und Ehren, die wir hier auf der Erde zu sammeln suchen, für die Ewigkeit völlig wertlos sind? Paulus konnte sagen: „Ja, wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Jesu Christi, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und für Dreck achte, damit ich Christus gewinne.“

Ach, wie weit bleiben wir hinter diesem Beispiel zurück!

Fand die Lüge Rahabs die Zustimmung Gottes?

In Epheser 4,25 lesen wir: „Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“

Das ist das Gebot Gottes. Und doch könnte man meinen, dass Gott seine Zustimmung gab zu der Lüge Rahabs in Josua 2,4-5). Durch diese Lüge brachte sie sich selbst in Lebesgefahr und rettete den Spionen aus dem Volk Israel das Leben.

War das eine Glaubenstat? Wenn ja, wieso mit Hilfe einer Lüge? Fand dies Gottes Zustimmung?

Was meint Ihr dazu?

Mit Christus gestorben

Vielfach liest und hört man, dass sich der Gläubige im steten Kampf befindet gegen sein Fleisch, den alten Menschen. Ein solcher Gläubiger wird nie wirklich Ruhe finden. Er ist stets in Unruhe und leidet unter dem Druck, dass er täglich im Kampf steht und versucht, den alten Menschen mit seinen Lüsten zu töten.* Kann es sein, dass dies der Wille des Herrn für das Leben eines Gläubigen ist? Werden wir nicht durch sein Wort eindeutig und mehrfach aufgefordert: Freut euch in dem Herrn allezeit“?

Dieser Aufforderung können wir kaum nachkommen, wenn wir ständig im Kampf gegen unser Fleisch stehen. Nein, eben dieser Kampf ist für einen Gläubigen völlig nutzlos und unnötig, denn das Töten des alten Menschen hat doch schon längst stattgefunden. Wo und wann? Vor 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha! Dort sind wir, d.h. unsere alte Natur/ unser alter Mensch, mit ihm, der sich für uns hingegeben hat, gekreuzigt und gestorben. „Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich BIN mit Christus gestorben, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch (d.h. im Körper), lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Galater 2,19-20)

Einen Toten muss ich nicht mehr töten. Da ist kein Kampf mehr nötig, und jede Beschäftigung mit dem Toten ist unsinnig. Nötig ist, dass ich das neue Leben nähre mit guter, geistlicher Nahrung und im Geist wandle, dann werde ich die Lust des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5,16)

Nur wenn ich das begriffen habe, dass er diesen alten Menschen nicht mehr töten muss, weil er schon tot ist, kann ich wirklich den Frieden Gottes genießen und mich im Herrn freuen.

* Ein solcher Kampf hat nichts zu tun mit dem täglichen und notwendigen Selbstgericht.

Ein Bund mit den Augen

Mark sitzt morgens in der Cafeteria seiner Firma und trinkt seinen wohlverdienten Kaffee, als eine bildhübsche Dame im Minirock und einem figurbetonenden Oberteil hereinkommt. „Wow, ist das eine Frau!“, denkt er, und noch manches andere …

Seien wir Männer ehrlich: Sind uns diese Sätze wirklich so fremd? Zugeben wollen wir es möglicherweise nicht. Auch wenn wir vielleicht nicht so denken - hinschauen und uns an dem verführerischen Anblick ergötzen, das tun wir schon manchmal. Da ist doch wirklich nichts dabei, oder?

So denken wir, aber Gott denkt da ganz anders. In Matthäus 5,28 sagt der Herr Jesus: „Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, schon Ehebruch begangen hat in seinem Herzen.“ Das sind deutliche Worte. In diesem Licht wird uns schnell klar, dass am Hinschauen und sich Erfreuen durchaus leicht „was dran“ sein kann.

Hiobs Verteidigungswall für seine Augen war: „Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich auf eine Jungfrau geblickt!“ (Hiob 31,1)

Machen auch wir einen Bund mit unseren Augen! Sobald die Versuchung an uns herantritt, sollten wir uns sagen: „Nein du hast kein Recht diese Person zu begehren. Du hast einen Bund mit deinen Augen gemacht. Schau weg!“

Sicher, einfach ist das nicht, weil es oft eine Angewohnheit ist, die Blicke schweifen zu lassen, ein innerer Drang. Es ist aber keineswegs so, dass wir nicht anders könnten. Wegschauen und durchhalten, das ist die Devise. Gott wird es belohnen und Er wird die Kraft und Energie dazu schenken, ohne die wir es nicht schaffen können.

R. K. Campbell über „christliche“ Feiertage

„Wir möchten hinzufügen, dass (beim Zusammenkommen zum Mahl des Herrn) auch die Tatsache seiner Geburt in diese Welt als Mensch in Verbindung mit den Zeichen des Mahles des Herrn vor uns kommen mag, denn zu dem Zeitpunkt, als er geboren wurde, nahm er einen Leib aus Fleisch und Blut an. So werden uns seine Geburt, sein Tod, seine Auferstehung, seine Verherrlichung und sein Wiederkommen notwendigerweise allesamt ins Gedächtnis gerufen, sooft wir wahrhaft das Brot essen und den Kelch des Mahles trinken. Daher benötigen wir nicht jedes Jahr einen bestimmten Gedenktag für seine Geburt, einen anderen für seinen Tod und einen anderen für seine Auferstehung. In der Schrift wird nichts über solche Tage gesagt, aber an jedem ersten Tag der Woche möchte der Herr von uns, dass wir seiner in seiner Geburt, seinem Tod, seiner Auferstehung, seiner Verherrlichung und seinem Wiederkommen gedenken.“

aus „Die Versammlung des lebendigen Gottes“ von R. K. Campbell

Zu hoch für mich 

Gott lässt in unserem Leben manche Dinge geschehen, die wir nicht verstehen. Auf manche Frage nach dem Warum finden wir keine Antwort. „Der Herr führt mich gerade durch ein Tal“, sagen wir dann, wenn wir es wirklich aus der Hand des Herrn nehmen wollen. Es ist gut, mit dem Herrn durch das Tal zu gehen, lasst uns dabei aber auch sein Ziel mit uns nicht aus den Augen verlieren. 

Dieses Ziel beschreibt David in Psalm 61. Es ist ein Fels, der zu hoch für uns ist: 

„Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, wenn mein Herz verschmachtet; du wirst mich auf einen Felsen leiten, der mir zu hoch ist.“ (Ps 61,3)

Seite 2 von 44

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén