Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Henning Brockhaus Seite 1 von 42

Der verlorene Sohn

„Der verlorene Sohn kehrt heim“. Ein häufig verwendeter Ausdruck in der Presse für den Fall, dass jemand, der sich lange woanders aufgehalten hat, wieder an seinen alten Platz zurückkehrt. So beschrieb jüngst eine Online-Sportzeitung die Gerüchte um die Rückkehr von Fußballspieler Miroslav Klose zum Bundesligisten Werder Bremen.

Ob sich jemand auch daran erinnert, woher dieser Ausdruck „der verlorene Sohn“ eigentlich kommt?

Er ist einem Gleichnis, einer beispielhaften Geschichte, entnommen, die Jesus Christus einmal erzählte. Nachzulesen in der Bibel, im Neuen Testament, im Evangelisten Lukas, Kapitel 15 ab Vers 11. Christus erzählt die Geschichte eines Sohnes, der sein Vaterhaus verlässt um sich mit seinem Erbe in der Welt zu vergnügen. Als er alles verprasst hat und in der Gosse liegt, erkennt er seinen Zustand, denkt er zurück an seinen Vater, bereut seinen bösen, falschen Weg und kehrt um zu seinem Vater und bekennt ihm seine Schuld. Und was tut der Vater? Jagt er ihn wieder weg? Nein, der Vater hatte jeden Tag vor seinem Haus gestanden und den Blick in die Ferne schweifen lassen, um zu sehen, ob der Sohn heute zurückkehrt!  Jetzt nimmt der Vater ihn mit offenen Armen wieder auf, vergibt ihm alles und veranstaltet ein Fest deswegen.

Christus erzählt diese Geschichte, um zu zeigen, dass der Mensch verloren ist, dies auch erkennen muss und zu Gott kommen muss mit einem Bekenntnis seiner Schuld. Dies gilt auch heute noch. Gott liebt den Menschen (ja, auch Dich!) und wartet darauf, dass wir Menschen umkehren und Ihm unsere Lebensschuld bekennen. Dann wird Er vergeben, weil sein Sohn Jesus Christus am Kreuz von Golgatha für alle Sünder, die an Ihn und sein Erlösungswerk glauben, die Schuld bezahlt hat.

Bist Du noch ein verlorener Sohn oder schon einer, der zum Vater zurückgekehrt ist! Das ist ein glücklicher Platz!

So hat Gott die Welt (die Menschen) geliebt, dass Er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an IHN glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. 

Johannesevangelium, Kapitel 3 Vers 16

Das Herz ist wie es ist

Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verdorben ist es; wer mag es zu kennen?

Jeremia 17 Vers 9

Ja – unser Herz und seine Gedanken. Wer würde nicht der Aussage Gottes in Jeremia 17 zustimmen, wenn er/sie ehrlich ist? Immer wieder erkennen wir – meist zu spät – zu was unser Herz fähig ist und dass es wirklich böse ist.

Trotzdem – als gläubige und wiedergeborene Christen, die an den Herrn Jesus glauben, dürfen wir „in Neuheit des Lebens“ unseren Weg gehen, was auch beinhaltet, dass der Heilige Geist auch unsere Gedanken und unser Herz lenkt.

Überlassen wir aber Ihm täglich diese Führung?

Blog der Ermunterung!

„Deshalb ermuntert einander und erbauet einer den anderen, wie ihr auch tut.“ (1. Thessalonicher 5,11)

Wir wollen uns alle bemühen, durch diesen Blog uns gegenseitig zu ermuntern und eine Hilfe zu sein. Dieser Vers steht auch als „Motto“ auf der Startseite.

Die Sünde lagert vor der Tür

Kennen wir nicht alle mehr oder weniger einen Zustand, der sich gut durch die Lage Kains beschreiben lässt? Gott sagt zu ihm:

Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein Angesicht gesenkt? Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust?Hiob 11,15)" data-original-title=""> Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür.  (1. Mo 4,6-7).

Es gibt leider Zeiten im Leben des gläubigen Christen, bei denen er spürt und weiß, dass er nicht nah genug bei Gott ist. Trotz dieser Kenntnis und diesem Bewusstsein fehlt oft die Bereitschaft oder die Kraft, etwas an diesem Zustand zu ändern. Dann wissen wir sogar: Jetzt lagert die Sünde vor der Tür. Jetzt ist Vorsicht angebracht! Vielleicht ist noch nicht viel „passiert“, aber wenn wir jetzt nicht wachsam sind…

Hierbei hilft nur ein schonungsloses Aufdecken und Verurteilen dieses Zustandes und seiner Hintergründe und Vorgeschichte vor Gott. Wir müssen Gott nahe sein, sonst kommt die Sünde früher oder später durch die Tür, auch wenn wir das eigentlich nicht wollen. Am besten lassen wir es nicht zu einem solchen Zustand kommen, sondern lassen uns rechtzeitig zurück in die glückliche Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohn, Jesus Christus, zurückbringen.

Bei Kain kam die Sünde wirklich durch die Tür: Er brachte seinen Bruder Abel um. Der erste Mord der Menschheitsgeschichte. Hätte Kain doch auf die prüfende Frage Gottes hin schon den Rückweg angetreten!

Entweder – oder

 

"Wer den Sohn hat, hat das Leben;

wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht."

 

Die Bibel, 1. Brief des Johannes, Kapitel 5 Vers 12

 

 

Abhängig – und deswegen glücklich!

Abhängig – und doch glücklich? Nein, abhängig – und deswegen glücklich! sagt der Gläubige. 

„Es ist wohltuend, sich von jemand abhängig zu fühlen, dessen Freude es ist, zu segnen.“ (Charles Henry Mackintosh)

Mit dem "Jemand" ist natürlich niemand anders gemeint als Gott selbst. Von Ihm abhängig zu sein – das sind ja doch alle Menschen! –  aber sich auch dessen bewusst zu sein, ist gar nicht unangenehm, sondern ein Segen – wenn man Gott als Vater kennt. Gott liebt seine Kinder und handelt nur zu ihrem Segen. Das mag einschließen, dass es uns manchmal nicht als „Segen“ vorkommt, doch wir dürfen vertrauen und glauben, dass es so ist.

Abhängigkeit von Gott macht glücklich. Keiner, der nicht wiedergeboren ist, wird dies verstehen. Jedes Kind Gottes aber wird es bestätigen. 

Neulich im Fitness-Studio

Ein gläubiger Christ berichtet:

„Neulich war ich im Fitness-Studio beim Training, als mir ein anderer Besucher des Fitness-Studios auffiel, der mit einem dicken Buch unterm Arm hereinkam. Er legte es geöffnet auf die Fensterbank und begab sich an die diversen Krafttrainer. Nach jedem einzelnen Trainings-Satz kam er zum Muskel-Entspannen zurück zu seinem Buch und las weiter darin.

Neugierig geworden ging ich zur Fensterbank und schaute ebenfalls in das Buch. Es war eine Bibel, aufgeschlagen bei 2. Samuel 3. Ich war sehr überrascht und erfreut und sprach ihn an: Sie haben eine Bibel hier – kennen Sie Jesus Christus? Er strahlte und bejahte und wir freuten uns gemeinsam, einen Glaubensbruder getroffen zu haben. Dann erklärte er: Ich möchte gerne die freie Zeit zwischen den Trainings-Sätzen zum Lesen nutzen. Dann gehe ich immer zu meiner Bibel und lese 2-3 Verse weiter. So schaffe ich bis zu vier Kapiteln pro Besuch im Fitness-Studio!

Diese Begegnung machte mich nachdenklich. Wie vorbildlich, dachte ich, dass dieser Mann sogar diese „freie“ Zeit zum Lesen von Gottes Wort nutzt. Kaum einer hätte auch nur annähernd daran gedacht, seine Bibel mit ins Fitness-Studio zu nehmen, um zwischen den Trainingseinheiten die Bibel zu lesen!“

Vollkommener Mensch und Gott, offenbart im Menschen

Christus stellte den vollkommenen Menschen vor Gott dar und gleichzeitig Gott vor dem Menschen.

  1. Er verwirklichte vollkommen, was Gott eigentlich von dem Menschen erwartet hatte: Ein Leben in Heiligkeit, ein Leben, das ein beständiger Wohlgeruch für Gott war. Er stellte damit den Menschen vor Gott dar, wie Gott es gefiel. Dabei verherrlichte Er Gott noch mehr, als es Adam selbst im Zustand der Unschuld in Ewigkeit nicht hätte tun können, denn Christus war vollkommen in einer Welt der Sünde, der Anfechtung und einer Welt unter der Herrschaft Satans.
  2. Christus zeigte in Seinem Leben auch vollkommen, wer Gott ist. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Johannes 14,8). Nie zuvor war uns Menschen so deutlich vor Augen gemalt worden, wer Gott ist. Kein Prophet des Alten Testaments und kein Apostel hatte oder hätte dies so darstellen können. In Christus erblickt das Auge nur Vollkommenheit, nie gab es einen Schatten, nie zeigte Er einen Wesenszug Gottes auf Kosten eines anderen; alles war stets an seinem Platz.

Der Blick auf Christus darf uns immer wieder zur Bewunderung und Anbetung führen.

Hier hast Du meine beiden Hände (2)

„Hier hast Du meine beiden Hände, ich kann ja nichts aus eigner Kraft.“

 So das Gedicht von Hedwig von Redern, das wir hier gestern veröffentlich haben. Ich glaube, wenn wir morgens diese Gedanken im Gebet vor Gott, unseren Vater bringen oder diese Haltung haben (denn sonst könnten entsprechende Worte irgendwann leicht eine bloße Form werden) und behalten, dann wird es ein guter Tag. Denn wenn wir schwach sind, dann sind wir eigentlich stark (2. Korinther 12 Vers 10), weil wir dann nicht auf uns selbst vertrauen, sondern auf Gott allein: Hier hast Du meine beiden Hände, ich kann ja nichts aus eigner Kraft.

Empfinden wir dies wirklich, kann Er uns gebrauchen!

Auch jetzt sei Dir mein Leben
Und alles hingegeben,
Was ich hier hab‘ und bin.
Du hast mich ganz erworben,
Da Du für mich gestorben,
Drum nimm mich ganz zum Opfer hin.

Ich will an nichts mehr denken,
Ich will mich auch nicht kränken
Um das, was künftig ist:
Ich will von Deinen Händen
Mich lassen dreh‘n und wenden.
Genug, dass Du mein Alles bist.

Anna Nitschmann

So teuer bezahlt!

In einem französischen Lied heißt es:

Nous célébrons ensemble à cette table
Ton grand amour, saint Agneau mis à mort!
Par toi nos cœurs, abrités dans le port,
Goûtent en paix le bonheur ineffable
Que tu payas — si chèrement, ô Christ!

Freie Übersetzung:

Wir preisen zusammen an diesem Tisch
Deine große Liebe, heiliges Lamm, das zu Tode gebracht wurde!
Durch Dich genießen unsere Herzen, in den sicheren Hafen gebracht,
im Frieden das unaussprechliche Glück,
das Du, bezahlt hast – so teuer, o Christus!

Mir geht es um die letzte Zeile: Ist uns bewusst, wie teuer Christus unser Glück bezahlt hat? Er hat alles gegeben, hat den Himmel mit der sündigen Erde getauscht, die Atmosphäre der Liebe mit der Szene des Hasses, der Verachtung. Er hat sich ganz hingeben bis in den Tod – um damit unser Glück so teuer zu bezahlen!

So viel wert, so teuer, war Ihm unser Glück! Wieviel wert ist Er uns?

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