Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Henning Brockhaus Seite 1 von 42

Lebensregel

In dieser Woche musste ich an den Satz aus Sprüche 15,1 denken: "Eine gelinde (milde) Antwort wendet den Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt den Zorn".

Wie oft haben wir schon gegen diese Weisheit verstoßen! Ein Wort ergibt das nächste, ein böses Wort folgt aufs nächste und das schlimmste Streitgespräch ist im Gange.

Doch man kann es sicher auch auf unser Handeln anwenden. Werden wir z.B. im Straßenverkehr genötig, geärgert – wie ist die Reaktion? Zurückärgern? Auch hier gilt es, eine milde "Antwort" zu geben.

Ein Blick auf Christus hilft, Er konnte sagen: "Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Matthäus 11,29). 

 

 

Zu Ende kommen

„Die Worte Hiobs sind zu Ende“

(Hiob 31,40)

Hiob war ein gerechter Mann, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und das wusste er. Genau das war sein Problem. Es machte ihn stolz.

Gotte wollte ihn davon befreien und prüfte ihn durch furchtbares Leid in seinem Leben. Doch zunächst erkannte Hiob nicht, dass er stolz auf seine Gottesfurcht war, ja selbstgerecht. In langen Reden klagte er Gott und seine Freunde an. Doch dann heißt es: Die Worte Hiobs sind zu Ende. Endlich, könnte man meinen.

Jetzt konnte Gott wirken. Er führte ihn zu der Erkenntnis, dass Hiob gar nichts war und Gott alles. Dass Hiob gar nichts ohne Gott tun konnte. Dass seine eigene vermeintliche Gerechtigkeit vor Gott nichts zählte. Dass er Gnade brauchte.

Als Hiob das alles erkannte, erkannte er Gott. Und das Ende der Geschichte: Gott kam mit Hiob zum Ziel und  überschüttete ihn mit Segen.

Lektionen für uns gibt es in dieser Geschichte zuhauf. Besonders die, dass wir auch einmal mit uns zu Ende kommen müssen und anerkennen, dass wir vor Gott ebenfalls nichts sind und keine Kraft aus uns selbst haben. Auch nicht, Ihm wohlgefällig zu leben. Er allein muss alles wirken.

Licht in der Finsternis

„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“
(Johannesevangelium, Kapitel 1 Vers 5)

Traurige Wahrheit. Der Sohn Gottes, selbst ewiger Gott, kommt als das Licht in diese Welt. Er erleuchtete jeden Menschen mit dem göttlichen Licht (Vers 9), so dass jeder sich in das Licht Gottes gestellt sah. Das Licht, das durch Herz und Nieren drang, das jeden Gedanken und die hintersten Kammern des Herzen offen legte.

Und doch heißt es: „Die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Eigentlich ein Paradox, denn wo Licht erscheint, da ist keine Finsternis mehr. Doch der Mensch war nicht in der Lage, das Licht aufzunehmen. Hier kam das Licht, und die Finsternis hatte keine Empfindung davon; die Finsternis blieb, da sie das Licht weder begriff noch aufnahm.

Tragisch für alle Menschen, die in der Finsternis bleiben, auch heute noch. Doch es gab solche, die Ihn aufnahmen, die das Licht in ihre Herzen fallen ließen. Denen gab Er das Recht, Kinder Gottes zu werden:

„So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ (Vers 12 und 13)

Frieden

Der Mensch sehnt sich nach Frieden. In diesen Tagen, die von Terror und Gewalt gekennzeichnet sind, ist dieses Verlangen vielleicht besonders stark. Aber im Menschen ist etwas, was diesem Frieden entgegensteht: Die Sünde, die in ihm wohnt. Der Mensch ist von Natur aus ein Sünder, so sagt es Gott in Seinem Wort, der Bibel. Und unsere Erfahrung lehrt uns das auch.

Die Sünde in uns bringt unter anderem Gewalttat hervor. Also muss der Mensch von innen verändert werden. Das kann nur Gott schaffen. Wie tut Er das? Er verändert uns, wenn wir an Seinen Sohn Jesus Christus glauben und daran, dass Er persönlich für mich gestorben ist. Wir müssen zu Ihm kommen mit unseren Sünden, um sie Ihm zu bekennen und anzuerkennen, dass wir das Gericht Gottes dafür verdient hätten. Doch Christus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, um uns davon zu befreien. DAS gibt inneren Frieden und die Kraft, auch äußeren Frieden mit den Menschen zu haben.

In der Bibel, im Brief an die Galater, Kapitel 5 Vers 22 lesen wir von der so genannten Frucht des Geistes Gottes  (des Heiligen Geistes, der Gott ist), die dann in uns wirken kann:

„Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

„Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“  (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 20)

Das gibt wirklichen, inneren, dauernden Frieden!

Sein Leben an Jesus „verlieren“?

In einem Lied heißt es: "Nur der kann Ihn freudig erwarten, der sein Leben an Jesus verliert".

Ist es wirlich ein "Leben verlieren", wenn man sein Leben an Jesus Christus gibt und Ihm die Leitung im Leben übergibt? Wohl kaum. So meinte es der Dichter des Liedes aber sicher auch nicht. 

Nein, es ist ein Gewinn, wenn man Christus in sein Leben aufnimmt. Lies einmal das Buch des Predigers in der Bibel. Da wirst Du erkennen, wie ein Leben ohne Sinn aussieht, wie das Leben wirklich ist, wenn man es auf das hier und jetzt beschränkt. Komischerweise tun das aber die meisten Menschen und wollen gar nicht über den Sinn des Lebens nachdenken und über das, was danach kommt…

Paulus konnte sagen: "Das Leben ist für mich Christus". Philipperbrief, Kapitel 1 Vers 21. Das ist ein sinnerfülltes Leben! 

Sünde!

Jeder Mensch ist ein Sünder. Gottes Wort sagt: „Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“ (Römerbrief, Kap. 3 Vers 23).

 Sünde ist ein sehr unbeliebtes Wort. Die Menschen sprechen es am liebsten gar nicht an. Außerdem wird der biblische Sinn des Wortes völlig verdreht. So sagt man, wenn man mal zu viel gegessen hat „Ich habe gesündigt!“ und wenn man etwas gestohlen hat, hört man: „Ich habe mir da was organisiert“.

 Gottes Maßstäbe aber ändern sich nicht. Alles, was nicht der Heiligkeit Gottes entspricht ist in seinen Augen Sünde. Jeder böse, unreine Gedanke, jeder Neid, jede Habgier. Das macht die Bibel an vielen Stellen klar.

 Es gibt aber eine Lösung für unser Sündenproblem:

 „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn (Jesus Christus) gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3 Vers 16).

 „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1. Johannesbrief, Kapitel 1 Vers 9).

 Wer das tut, darf wissen:

 „Den (Jesus Christus), der Sünde nicht kannte, hat er (Gott) für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm (Jesus Christus)“ (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 21).

Wenn die Frage nach dem „Warum?“ unbeantwortet bleibt…

Wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesaja 55 Vers 9

Dezember 1943: Die junge Mutter ist völlig erschöpft. Nach mehrwöchigem Kampf hat ihr fünfjähriges Töchterlein für immer die Augen geschlossen. Heute hätte die Hirnhautentzündung mit Antibiotika bekämpft werden können, aber die standen damals nicht zur Verfügung. – „Ob mir nun wenigstens mein Mann erhalten bleibt?“, regt sich die Hoffnung im Herzen der Frau.

Silvester 1943: Zur Beerdigung seiner Tochter hat der Frontsoldat Urlaub bekommen. So entkommt er gerade noch einer vernichtenden Kesselschlacht. – Die Hoffnung wächst.

April 1944: Es klopft an der Tür; der Schwiegervater tritt ein. Sein Gesichtsausdruck verrät keine frohe Kunde. Bestürzt vernimmt die junge Frau die Hiobsbotschaft; ihr Mann ist gefallen. Und dann stürmen die bedrückenden Fragen und Gedanken auf sie ein: Warum dieser doppelte Schmerz? – O Gott, warum?

August 2003: Beinahe 90-jährig ist die Witwe ihrem Mann und ihrer Tochter in die Ewigkeit gefolgt. Den Glauben hatte sie trotz mancher Anfechtungen bewahrt. Darin hatte sie Halt gefunden, auch wenn sie Gottes Wege nicht verstehen konnte. Deshalb dürfen wir die Worte des Apostels Paulus als Überschrift auch über ihr Leben setzen: „Ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Timotheus 4,7).

Solche Beispiele können den Gläubigen trösten, wenn er in der Welt zum Leidenden wird. Das eingangs zitierte Bibelwort mahnt uns aber auch, keine voreiligen Worte zu verlieren angesichts von Leid, das andere trifft. Auschwitz, die Anschläge vom 11. September 2001, der Tsunami im Indischen Ozean im Dezember 2004, die Tumordiagnose bei einem guten Freund – all dies unermessliche Leid lässt uns still werden. Erst die Ewigkeit wird Antworten bereithalten. 

Aus: Die Gute Saat 2010

Ein Gott der Güte

Schaut man ins Alte Testament und dort insbesondere ins 2. Buch Mose (Exodus), so finden wir Gott als einen eifernden Gott, der Israel sein Gesetz vorlegt, der im Dunkeln wohnt, dem das Volk Israel am Berg Horeb nur unter Todesstrafe nahen konnte und der unerbittliche Forderungen seiner Heiligkeit an die Menschen richtete. 

Aber entsprach das wirklich seinem Wesen?

Nein, wir Christen wissen, dass Gott Liebe ist und nicht "Gesetz". Er hat sich in Seinem Sohn völlig offenbart und nicht im Gesetz. Dieses begegnete nur der Anmaßung Israels, alles tun zu wollen und zu können, was Gott ihm gebot. 

Und doch – selbst mitten in den 10 Geboten in 2. Mose 20 finden wir den Satz: "Ich bin der HERR,  dein Gott…, der Güte erweist auf Tausende hin, an denen, die mich lieben" (2. Mose 20 Vers 6). Ist das nicht bemerkenswert? Mitten in den Ausführungen, die Gottes absolute Heiligkeit betonen, erscheint plötzlich ein Strahl von Gnade. Mir scheint, dass Gott hier kurz den Vorhang beiseite zieht und einen Blick auf sein Wesen zulässt, das neben Licht eben auch Liebe ist…

Den gläubigen Bibelleser freut's! – darf er ja seinen Gott kennen als den Gott, der Liebe ist und der in großer Gnade und Güte zu verlorenen Sündern herabgekommen ist – nicht mit gesetzlichen Forderungen, die wir sowieso nicht hätten halten können, sondern mit und aus reiner Gnade. Aber so dürfen wir das Alte Testament lesen: Mit dem Licht des Neuen Testaments – das gibt echten Gewinn!

Was ich brauche

Mehr Glauben verleih’ mir,
mehr Licht und mehr Mut
mehr Trost der Vergebung,
zum Beten mehr Glut;
mehr Schmerz um die Sünde
mehr Scheu vor der Schuld,
mehr Stille im Herzen,
im Leid mehr Geduld.

Mehr Hoffnung entzünde,
mehr Sehnsucht in mir,
mehr Lust nach dem Himmel,
mehr Heimweh nach Dir!
Mehr Aufblick nach oben,
mehr Tröstung im Weh,
mehr Siegesgewissheit,
mehr Kraft aus der Höh’!

Mehr mildes Erbarmen,
mehr brünstige Lieb’,
mehr Sanftmut und Frieden,
mehr Opfersinn gib,
mehr Einfalt und Wahrheit,
mehr Demut dazu -
Ich wäre so gerne,
mein Heiland, wie Du.

August Hermann Francke

(Dieses Gedicht haben wir schon einmal im Mai 2008 hier veröffentlicht, ich fand es aber lohnenswert, es nochmals zu bringen).

Alles in Bewegung

Seit einigen Wochen habe ich ein neues Büro bezogen, das direkt an einer Autobahn, einer großen Bundesstraße, einer hochfrequentierten Eisenbahnstrecke und am Flughafen liegt. Auch wenn ich meine Arbeit mache und gar nicht aus dem Fenster sehe, nehme ich im Augenwinkel eine ständige Bewegung, das Gewusel des Autoverkehrs, Züge und auch Flugzeuge wahr. Immer bewegt sich etwas.

So geht es auch in dieser Welt, es ist gleichsam ihre Natur . Der Mensch ist ständig in Bewegung, immer treibt ihn etwas. Man hastet von einem Wochenende zum anderen, von Party zu Party, von Event zu Event. Und wenn man einmal zur Ruhe zu kommen „droht“, stellen Radioleute die besten Veranstaltungen des nächsten Wochenendes in der Region vor. Auch der Sport bietet immer etwas Neues - ist die Spielzeit der Fußball-Bundesliga vorbei, steigt das nächste große Event - die Fußballweltmeisterschaft der Frauen…

Wie schön, wenn Menschen noch Zeit haben, über wesentliche Dinge nachzudenken wie z.B. die Ewigkeit, wenn das Treiben dieser Zeit einmal für sie vorbei ist. Der Herr Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11 Vers 28)

Aber auch gläubige Christen brauchen immer wieder diesen Platz der Ruhe bei Ihm, um neue Kraft zu bekommen. Zu ihnen sagt der Herr Jesus: „Kommt ihr selbst her an einen öden Ort besonders und ruht ein wenig aus.“ (Markus 6 Vers 31)

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