Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Henning Brockhaus Seite 1 von 42

Es sieht mich keiner?

Heute musste ich an einen kleinen Gedichtvers denken, den ich in meiner Kindheit einmal gelernt habe:

Denke nicht: „Es sieht mich keiner,
bin ja ganz allein.“
Denn vom Himmel schaut dir einer
tief ins Herz hinein.

Obwohl als Kind für die Kindheit gelernt, spricht dieser Vers uns alle an. Ja, wir wissen vielleicht, dass Gott uns jederzeit sieht und sogar uns tief ins Herz hineinschaut, aber verhalten wir uns immer entsprechend?

„Siehe du hast Lust an der Wahrheit im Innern.“ Psalm 51 Vers 6

Licht und Liebe

Liebe und Wahrheit (oder Licht) - beides sind Attribute Gottes. Für uns Menschen ist es manchmal schwierig, das eine mit dem anderen zu vereinbaren. Gott ist beides absolut, Er ist Liebe (1. Johannes 4,8.16) und Er ist die Wahrheit (z.B. Johannes 14,6) und Licht (1. Johannes 1,5).

Im Charakter von Licht und Liebe ist der Herr Jesus hier zu jedem Augenblick seines Lebens seinen Weg gegangen. Nie hat Er das eine auf Kosten des anderen betont; immer war alles völlig an seinem Platz bei Ihm.

Als Petrus Ihn verleugnete, drehte der Herr sich zu Petrus um und blickte ihn an (Lukas 22,61). In diesem Blick erkannte der Jünger die völlige Wahrheit, das göttliche Licht, das seine Sünde bloßstellte. Aber gleichzeitig war es ein Blick der Liebe zu dem gefallenen Jünger, der ihm zusicherte, dass sein Meister ihn immer noch, trotzdem, und gerade jetzt liebte…

Ist das nicht ein großer Trost, wenn wir gesündigt haben? So schaut Er auch uns an: In Licht und Liebe. Er bleibt seinem Wesen des Lichtes treu, „denn Er kann sich selbst nicht verleugnen“ (2. Timotheus 2,13), aber Er offenbart gleichzeitig sein Herz voller Liebe für uns. Zu jeder Zeit. Das  – finde ich - ist ein Gedanke, der uns mit Vertrauen und Ruhe erfüllt.

Zurück zu IHM!

Egal,

– wie tief ein Gläubiger gefallen ist,
– wie sehr er den Herrn Jesus durch seine Sünde verunehrt hat,
– wie weit weg er vielleicht in der Welt war,
– wie zerbrochen er sich vor seinem Heiland führt,
– wie sehr er vielleicht andere verletzt hat,
– wie kaputt sein Leben auch sein mag,
– wie wenig Perspektiven er im Moment für sein weiteres Leben sieht,
– wie …
– wie … :

es gibt immer einen Weg zurück zum Vaterherzen Gottes und Gottes Gnade ist größer als jeder sündige Zustand. Wenn der Leser dieser Zeilen vielleicht jemand ist, auf den die obigen Zeilen zutreffen – warte nicht länger und komm zurück zu IHM! Er wird Dich mit offenen Armen empfangen! Denn Er wartet auf Dich.

Lukas 15 Vers 20:

Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals…

Ausblick der Herrlichkeit

Die Menschen leben im Allgemeinen für das Hier und Jetzt. Darauf ist alles im Leben ausgerichtet. Daran wird fast nur gedacht. Wer denkt schon an die Ewigkeit, die Zeit nach unserem Sterben? Bestenfalls wird es zwar irgendwie gefühlt, aber gedanklich unterdrückt oder einfach ausgeblendet.

In Psalm 17 beschreibt David in einem Gebet die Menschen mit den Worten:

„Ihr Teil ist in diesem Leben, und ihren Bauch füllst du mit deinem Schatz; sie haben Söhne die Fülle, und ihren Überfluss lassen sie ihren Kindern.“  Psalm 17,14

Tatsächlich – alles, was die Menschen genießen, kommt letztlich von Gott ("ihren Bauch füllst du mit deinem Schatz"). Ohne Rohstoffe, deren Wachstum Gott schenkt, funktioniert hier nichts. Die Menschen sorgen für ihre Kinder, für ihre Zukunft, aber alles immer nur im Hinblick auf ein Leben auf dieser Erde, in dieser Welt.

Doch David betet weiter im nächsten Vers:

„Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild.“   Psalm 17,15

Eine völlig andere Perspektive eröffnet sich unseren Augen. David spricht hier von dem Leben nach seinem irdischen Leben – und das, obwohl er noch wenig verstehen konnte von der Auferstehung in Christus! Er wusste dennoch, dass er eines Tages Gottes Angesicht sehen würde in einer Szene, wo Gerechtigkeit wohnt. Gott hatte ihm offenbart, dass er eines Tages Ihn, seinen Gott sehen wird und dann „gesättigt“ sein wird allein durch das Anschauen seiner, Gottes, Herrlichkeit "im Angesicht Christi" (2. Korinther 4,6.)

Wie viel mehr gilt das für einen Gläubigen der Christenheit, der Christus, die Offenbarung Gottes, kennt!

Das ist ein Ausblick, den kein ungläubiger Mensch kennt – und versteht. Es stellt sich die Frage, wie wertvoll uns, die wir Christus kennen, diese herrliche Zukunft dort ist, wo alles Licht und Liebe ist. 

Bereit, Gott zu begegnen?

"Schicke dich an, deinem Gott zu begegnen! " 

Die Bibel, der Prophet Amos, Kapitel 4 Vers 12

Glauben Sie bitte nicht, Sie kämen darum herum, sich mit Gott zu beschäftigen! Sie werden es eines Tages tun, ob Sie wollen oder nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Sie nehmen da Heil Gottes in Christus an, das Er dem Sünder immer noch anbietet: Wer an Christus und sein stellvertretendes Sterben am Kreuz von Golgatha glaubt und es für sich in Anspruch nimmt, ist für ewig gerettet und hat Gott zum liebenden Vater. Ein solcher darf Gott in Christus begegnen in Frieden!
  2. Sie nehmen das Heil Gottes in Christus zeit Ihres Lebens nicht an. Dann werden Sie Gott als Ihrem Richter eines Tages begegnen. Ausführen wird der Herr Jesus dieses Gericht (nachzulesen in Offenbarung 20 Vers 11 bis 15).

Vor einigen Wochen sind sechs junge Menschen auf der A 5 in Süddeutschland bei einem schrecklichen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ganz plötzlich war dieser Geisterfahrer da und Sekundenbruchteile später waren sie alle tot – und damit in der Ewigkeit! Ob wohl diese Menschen bereit waren, Gott zu begegnen? 

Bist DU bereit dazu? Was ist, wenn es heute noch passiert?

Glaube – Errettung – Anbetung

"Und das Volk glaubte; und als sie hörten, dass der Herr die Kinder Israel heimgesucht, und dass er ihr Elend gesehen habe, da neigten sie sich und beteten an." (2. Mose 4 Vers 31)

Wir freuen uns, wenn wir dies lesen.

Erstens glaubte das Volk dem, was Gott durch Mose und Aaron geredet hatte. Dann stellten sie fest, dass der Herr ihre Notlage in Ägypten gesehen hatte und dies führte sie dazu, anzubeten.

Für einen gläubigen Christen ist bzw. war es ähnlich. Wir durften daran glauben, dass Gott uns erretten wollte, wir freuen uns, dass Ihm unser Sündenelend nicht egal war und Er uns erlösen wollte. Und dies führt uns dann zur Anbetung. Dies ist das Endziel jeder Offenbarung Gottes, und besonders der Offenbarung in seinem Sohn.

 

Tödliche Gleichgültigkeit

Gott sagt in der Bibel deutlich und an vielen Stellen, dass Er einmal die Welt richten wird. Dabei geht es jedoch nicht nur um Verbrecher und ihre bösen Taten, um Mörder und Terroristen. In der Bibel, im Propheten Zephanja, Kapitel 1 Vers 6 heißt es, dass Gott diejenigen richten wird, „die den HERRN nicht suchen noch nach ihm fragen“.

Wer fragt heute noch nach Gott? Wer sucht Ihn? Was Zephanja hier beschreibt, ist Gleichgültigkeit gegenüber Gott. Ist auch Dir Gott einfach egal? Ist Dir egal, was Er in der Bibel, seinem Wort sagt? Egal, dass Er seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde gesandt hat, um Ihn für Sünder zu richten? Egal, dass Gott als Dein Schöpfer einen Anspruch an Dich hat? Dann gilt für Dich auch das Zitat aus Zephanja 1. Diese Gleichgültigkeit wird eines Tages zum ewigen Tod führen.

Doch Gott will den Menschen retten, darum hat Er seinen Sohn gegeben! Für alle, welche die Gleichgültigkeit ablegen wollen und von Herzen nach Gott fragen, gilt das Wort aus der Bibel, Apostelgeschichte 16 Vers 23:

„Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden!“

Und im ersten Johannesbrief, Kapitel 1 Vers 9 liest man:

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Jesus allein

Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein
ich in die goldenen Gassen zieh ein,
wird nur das Schaun meines Heilands allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Das wird allein Herrlichkeit sein,
wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!

Wenn dann die Gnade, mit der ich geliebt,
dort eine Wohnung im Himmel mir gibt,
wird doch nur Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Dort vor dem Throne im himmlischen Land
treff ich die Freunde, die hier ich gekannt;
dennoch wird Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Hedwig von Redern

Beten ist nicht nur etwas für erfahrene Gläubige

Ja, aber wenn Jungbekehrte noch nicht wissen, wie sie beten sollen und ob ihr Bitten richtig ist, sollten sie dann nicht lieber warten?

Die Thessalonicher waren erst seit einigen Monaten bekehrt, als Paulus seinen ersten Brief an sie schrieb; und doch sagt er darin: „Betet unablässig“ (5,17). Ja, noch mehr! Er, der große Apostel, durch dessen Predigt sie bekehrt wurden und der sie nun in den Gedanken Gottes unterwies, kannte den Wert ihrer Fürbitte: „Brüder, betet für uns“ (5,25).

Das lässt uns den Wert des Gebets erkennen und macht uns deutlich, wie hoch Gott es einschätzt.

Könnte es Eltern geben, die gern hätten, dass ihre Kinder nie etwas zu ihnen sagen und sie um nichts bitten würden, nur weil sie noch nicht richtig sprechen können und außerdem manchmal um Dinge bitten, die die Eltern ihnen nicht geben können, weil sie für die Kinder schädlich sind? So freut Gott Sich, wenn Seine neugeborenen Kinder Ihm mit Vertrauen nahen, um alle Schwierigkeiten Ihm hinzulegen. Es ist Seine Freude, die Gebete zu erhören, und, wenn Seine Liebe sie nicht in jedem Fall erhören kann, weil das für den Bittenden schädlich wäre, so gibt Er doch Seinen Frieden in das Herz des Beters. „Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus“ (Phil 4,6.7).

aus: H.L. Heijkoop, Briefe an junge Menschen

Ermunterung

Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin; aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Jesaja 40 Vers 30-31

Dieser Vers passt auch ein wenig zum Thema von Mittwoch und soll zur weiteren Ermunterung dienen.

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