Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Henning Brockhaus Seite 2 von 42

Zum neuen Jahr

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.

Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät,
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Hedwig von Redern

Brücken bauen

Brücken sind mitunter imposante Bauwerke. Manche sind besonders hoch wie die Siduhe-Brücke in China (472 Meter), andere besonders lang wie die Danyang-Kunshan-Brücke in China (165 Kilometer). Wieder andere sind besonders berühmt, wie zum Beispiel die Golden Gate Bridge bei San Francisco.

Brücken bauen - das kann der Mensch. Wir verstehen es aber auch gerne im übertragenden Sinn. Dass man „Brücken baut“, um ein Hindernis in der Beziehung zu einer anderen Person zu überwinden oder zu überbrücken.

Die in diesem Sinn längste, höchste, wunderbarste, teuerste Brücke, die je gebaut worden ist, steht nicht auf dieser Erde. Nein, es ist die, welche Gott zu uns Menschen gebaut hat, indem er seinen eigenen Sohn gegeben hat! Damit wir, die sonst nie zu Gott hätten kommen können, seine Kinder werden können. Nie hätten wir sogar unseren verlorenen Zustand erkannt, wenn nicht ER gekommen wäre.

Das ist die erstaunlichste Brücke, welche die Menschheit je gesehen hat.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16).

Das Wort vom Kreuz

Gestern abend haben wir uns mit einigen Gläubigen über das erste Kapitel des Korintherbriefes ausgetauscht. Dort heißt es in 1. Kor 1,18:

„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“

Eigentlich ist es tragisch. Der Mensch ist unfähig in seiner eigenen Weisheit, die Kraft Gottes, wie sie sich im Kreuz von Golgatha offenbart hat, zu erkennen. Es ist für ihn wie eine Torheit – wie kann eine solche Schande wie ein gekreuzigter Mensch andere erretten? – so fragt der Mensch im Unglauben.

Der Glaubende spricht aber anders:

THE OLD RUGGED CROSS

On a hill far away stood an old rugged cross,
The emblem of suffering and shame;
And I love that old cross where the dearest and best
For a world of lost sinners was slain.

Refr.: So I’ll cherish the old rugged cross,
Till my trophies at last I lay down;
I will cling to the old rugged cross,
And exchange it some day for a crown.

O that old rugged cross, so despised by the world,
Has a wondrous attraction for me;
For the dear Lamb of God left His glory above
To bear it to dark Calvary.

In that old rugged cross, stained with blood so divine,
A wondrous beauty I see,
For ‚twas on that old cross Jesus suffered and died,
To pardon and sanctify me.

To the old rugged cross I will ever be true;
Its shame and reproach gladly bear;
Then He’ll call me some day to my home far away,
Where His glory forever I’ll share.

Verschwendung?

Als Maria von Bethanien das sehr wertvolle Salböl auf das Haupt des Herrn Jesus ausgoß, kam von den Jüngern der Einwand: „Wozu diese Verschwendung?“ (Matthäus 26 Vers 8).

Haben wir auch schon einmal so gedacht, wenn jemand allein zu Gottes Ehre  und Anbetung Aufwand betrieben hat?  Vielleicht haben wir es gut gemeint und auch gedacht, man solle doch lieber Menschen zu Christus führen und vielleicht Werke der Wohltätigkeit für die Menschen tun.

„Wahres Christentum hat gleichfalls die Ehre Gottes wie das Glück der Menschen im Auge; und in demselben Maß, wie wir dies aus den Augen verlieren, werden wir versucht sein, viele Dinge, die wirklich der Ausdruck eines heiligen, geweihten und verständigen Dienst für Christus sind, als Trägheit und Verschwendung zu betrachten.“ (J.G. Bellett).

So sagt der Herr auch zu den Jüngern: „Was macht ihr der Frau Mühe? denn sie hat ein gutes Werk an mir getan.“ (Vers 10).

Vertrauen

 

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl; 
das macht die Seele still und friedevoll. 
Ist's doch umsonst, dass ich mich sorgend müh, 
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei's spät, sei's früh.

Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit, 
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. 
Ich preise dich für deiner Liebe Macht, 
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, 
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät, 
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, 
du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Hedwig von Redern

Verschiedene Stärken

Wenn man längere Zeit schon immer mit einem PS-starken Auto unterwegs war, fällt es zunehmend schwer, sich in Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen, die mit einem 60-PS Kleinwagen unterwegs sind. Dann steht man in Gefahr, Unverständnis zu zeigen, vielleicht Ungeduld oder ein ähnliches.

So kann es auch im geistlichen Bereich sein. Es gibt auch dort „PS-Unterschiede“. Nicht alle können gleich „schnell fahren“ oder gleich schnell „beschleunigen“. Nicht jeder hat die Kraft, über mehrere Tage hinweg oder sogar Wochen einen Dienst zu tun.

Gott hat viele Diener und Er benutzt sie nach ihrem Vermögen. Wer mit mehr Kraft ausgestattet ist, sollte den Schwächeren achten, und der Schwächere auch den Stärkeren akzeptieren. Wir brauchen einander alle. Und vonseiten Gottes ist es nur Gnade, wenn Er uns benutzt – seien wir physisch und mental stärker oder schwächer.

Wichtig ist: „Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen.“ Kolosser 3,23

Wachstum

Das große Geheimnis des Wachstums ist, zu dem Herrn als dem Gnädigen aufzuschauen.

Es ist erstaunlich, welche Fortschritte eine Seele manchmal in einer Zeit des Leides macht. Sie ist viel mehr in Gottes Gegenwart gewesen; denn tatsächlich kann nur dies die Ursache zu Fortschritten sein. Es ist viel mehr Vertrauen da, Ruhe, Unterdrückung des eigenen Willens; viel mehr Abhängigkeit von Ihm, mehr Vertrautheit mit Ihm und Unabhängigkeit von den Umständen.

Wenn das, was zwischen uns und Ihm steht, weggeräumt wird, dann kann die ganze Glückseligkeit, die in Ihm ist, auf die Seele einwirken und sich in ihr widerspiegeln. Wie großartig ist das! Was für eine Veränderung bewirkt das in dem Leben des Christen, wenn er auch vorher vielleicht im Allgemeinen einen tadellosen Wandel führte.

John Nelson Darby

Etwas von der Liebe

In dem so genannten "Hohelied der Liebe" in 1. Korinther 13 findet sich der Satz: 

"Die Liebe rechnet das Böse nicht zu". (1. Korinther 13,5)

Die Liebe führt kein Konto, auf dem sie das Böse, das ihr angetan wurde, verbuchen würde. Sie legt keine Liste von Vergehungen oder Verletzungen an, die der eigenen Person zugefügt wurden. Sie ist nicht nachtragend. Die Liebe will das Böse auch nicht her zur Kenntnis nehmen und es nicht eher für wahr halten, bis ein klarer, positiver Beweis dafür vorliegt, dass es wirklich geschehen ist.

Die Liebe hat auch keine Freude daran, dem Bösen nachzuspüren. Ihre Aufgabe ist es, Sünden zuzudecken, nicht aber,sie ans Licht zu zerren – es sei denn, die Ehre und Gerechtigkeit Gottes machten das in eine konkreten Fall unbedingt erforderlich. Wo immer eine Wahl möglich ist, wählt die Liebe die für den anderen günstigere Seite. Sie will dsa Böse mit dem Guten überwinden.

Dabei verschließt die Liebe ihre Augen nicht vor der Sünde, sondern tadelt sie als Gottes Zeugin – wenn nötig sogar öffentlich. Doch in dem zitierten Vers steht im Vordergrund, dass sie bereitwillig alles Böse vergibt, was gegen uns selbst getan wurde.

In dem Maß, wie wir die Gnade Gottes wertschätzen, die wir selbst erfahren haben, wird sich auch unsere Liebe zeigen. Und es wird kaum ein Tag vergehen, an dem sie keine Gelegenheit hätte, auf diese Weise tätig zu werden.

aus: Der Herr ist nahe.

Lebensaufgabe für einen Christen

Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das was droben ist, nicht auf das was auf der Erde ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.  Wenn der Christus , unser Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.

Die Bibel, Kolosserbrief, Kapitel 3 Verse 1-3

Ihr seid gestorben…

So steht es im Kolosserbrief, Kapitel 3 Vers 2 und es bezieht sich auf Menschen, die an den Herr Jesus glauben. Ihr seid gestorben - wirklich? Damit meint Paulus natürlich nicht den leiblichen Tod, denn einen Toten kann man keinen Brief mehr schreiben.

Nein, er meint, dass die Kolosser für diese Welt gestorben waren. Und damit gilt das auch uns, die wir heute in dieser Welt leben. Wir sind für diese Welt gestorben. Für alles in dieser Welt. Ob wir uns nicht noch viel zu oft für diese Welt „regen“ und damit nicht unbedingt wie Tote für sie erscheinen?

Deshalb sagt uns Gottes Wort: Denkt daran, ihr seid gestorben…

Aber es gibt ja nicht nur den Tod für diese Welt für uns, sondern eine Auferstehung in einer neuen Welt, einer Auferstehungswelt. Und genauso, wie wir jetzt schon für diese Welt hier gestorben sind, dürfen wir jetzt schon uns gedanklich in der Auferstehungswelt aufhalten. Deshalb sagt Vers 1 des Kapitels: Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so suchet was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

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