Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Manuel Seibel Seite 1 von 36

Vergangenheit – Zukunft

"Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft." So die Gedanken eines Schweizer Schrifstellers des 20. Jahrhunderts. Im natürlichen Bereich ist das sicher so – und als etwas Jüngerer kann man darüber sogar schmunzeln. Aber für Christen sollte in diesem Sinn IMMER gelten, dass wir mehr Freude im Blick auf die Zukunft als an der Vergangenheit haben. Denn das Größte liegt noch vor uns allen: dass wir den Herrn Jesus sehen werden, wie Er ist. Was wird das für ein Augenblick sein, wenn wir Ihn das erste Mal mit unseren Augen sehen werden. Aber freuen kann sich auf diesen Moment nur derjenige, der seine Beziehung zu Gott in Ordnung gebracht hat und der als Christ nichts hat, was zwischen ihm und Gott, dem Vater, steht.

Der Tod ist total demokratisch

"Von 100 Menschen sterben 100. Der Tod ist total demokratisch. Er packt den Josef Ackermann genauso wie den Arbeiter von der Müllabfuhr", sagte kürzlich Heiner Geißler (*1930), ehemaliger CDU-Generalsekretär und Bundesminister. Ja, das ist tatsächlich. Der Tod kommt – und dann? "Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht …" (Hebräer 9,27). Was dann? Wo wirst Du dann sein?

Wissen

„Ein Wissen, das nicht in die Zukunft reicht, ist kein Wissen“, sagte einmal der deutsche Physiker Hans-Peter Dürr (*1929). Menschen können viel Wissen über die Natur und andere Zusammenhänge erwerben. Aber was nützt es ihnen, wenn es sie nicht in die Zukunft weist?
Das erinnert mich an ein Wort des Herrn, was im direkten Zusammenhang auf etwas anderes weist, hier aber anwendbar erscheint: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt [alles weiß über diese Welt und die Wissenschaft], sich selbst aber verliert oder einbüßt?“ (Lukas 9,25). Nur wenn unser Wissen die Zukunft einbezieht – Himmel und Hölle – ist es wirkliches Wissen! Wissen, das Wert besitzt.

Eigenartig

Eigenartig, dass heute solche Zusammenkommen Hochkonjunktur hatten, die Abendmahl und Wortverkündgung hintereinander am Vormittag hatten. Und dass die Orte, wo die Wortverkündigung „rechtzeitig“ stattfindet, auch in besonderem Maß Zuspruch erhalten. Eigenartig, wenn nicht …

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit …“ (Matthäus 6,33).

Kinder durchs Leben tragen

"Eltern sind nicht dazu da, Kinder durchs Leben zu tragen", sagt ein deutscher Schriftsteller. Und er hat recht. Gott hat uns Eltern nicht die Aufgabe gegeben, unsere Kinder von jeder Verantwortung zu befreien. Im Gegenteil. Wir sollen unsere Kinder an die Übernahme von Verantwortung heranführen. Natürlich muss kein zweijähriges Kind große Verantwortung tragen. Aber Schulkinder können vertragen, ja haben es nötig, nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen. Das ist ein Aspekt einer Erziehung in Weisheit. "Ihr Väter" (und hier sind die Mütter zweifellos eingeschlossen), "zieht sie [eure Kinder] auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn" (Epheser 6,3). Aufziehen beinhaltet, sie zu einem Leben mit dem Herrn Jesus zu erziehen und ihnen Aufgaben zu übertragen, die sie fähig machen, nach und nach zu einem eigenständigen Leben (in Abhängigkeit von Gott) zu kommen.

Die Wahrheit kommt irgendwann ans Licht

Jetzt hat erneut ein ehemaliger Radsport-Profi ausgepackt. Bert Dietz berichtete gestern, wie das EPO-Doping im Team Deutsche Telekom eingeführt worden ist. Mal sehen, wie lange die anderen damligen Profis noch schweigen oder leugnen werden. Denn aus vielfacher Erfahrung wissen wir: Die Wahrheit kommt doch irgendwann ans Licht. Spätestens am Richterstuhl des Christus (2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 10). Aber auch schon heute kommen viele Lügen und Heucheleien früher oder später ans Tageslicht. Unaufrichtigkeit mag sich kurzfristig scheinbar lohnen. Auf Dauer ist es mindestens ein Eigentor. Für einen Christen kann es sogar sehr peinlich werden, wenn er betroffen ist! Das wissen wir zum Beispiel aus dem Leben Abrahams.
„Die Bahn der Aufrichtigen ist: vom Bösen weichen; wer seinen Weg bewahrt, behütet seine Seele“ (Sprüche 16, Vers 17).

Glück und Dank

"Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind", sagte einmal ein Philosoph. Wie viel Anlass haben wir Christen, glücklich zu sein über das, was Gott uns in dem Herrn Jesus geschenkt hat: Er hat uns neues Leben geschenkt, Er hat uns den Heiligen Geist gesandt, Er liebt uns, Er hat uns sogar vor Grundlegung der Welt auserwählt. Er hat uns nicht nur die Sünden vergeben, sondern gerechtfertigt, einen Platz im Himmel gegeben, als Söhne adoptiert, usw. Was für glückliche Menschen sind wir. Sind wir dadurch dankbar geworden? Ist es nicht so, dass ein kleines Problem im irdischen Bereich uns aus der Bahn wirft und undankbar macht? Dankbare Menschen sind glücklich, wobei wir nicht vergessen wollen, dass nur der wirklich dankbar sein kann, der Jesus Christus als Retter und Herrn angenommen hat.

Fall und Glück

"Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück", schrieb William Shakespeare (1564-1616) einmal, der bekannte englische Dramatiker, Lyriker & Schauspieler. Nun weiß ich nicht, was er genau damit meinte. Aber ist daran nicht ein Stück Wahrheit? Wir sollen und dürfen keinen "Fall" suchen, ihn sozusagen freudestrahlend eingehen, um unser Fleisch zu befriedigen. Das wird Gott niemals segnen: "Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? Das sei ferne!" (Römer 6,1). Aber WENN wir gefallen sind, wie Petrus das eindrucksvoll erleben musste, ist das Ergebnis nicht nur eine (traurige) Erfahrung, sondern eine Erfahrung, die dazu führt, dass der Herr uns in einer Weise benutzen kann, wie Er es zuvor nicht tun konnte. "Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überrreichlicher geworden" (Römer 5,20). Gott sei Dank – Gott benutzt unser Fallen dazu, neuen, ja mehr Segen zu schenken. Noch einmal – nicht, wenn wir leichtfertig sündigen. Sondern dann, wenn wir gefallen sind und zu echter Umkehr und Einsicht geführt wurden. Gott sei Dank – Gott gibt uns nicht auf!

Wünsche bekommen Junge …

"Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge", sagte einmal der bekannte Dichter und Humorist Wilhelm Busch. Nun dürfen wir als Christen auch Wünsche haben. Und wir dürfen sie uns und anderen auch erfüllen. Aber oft haben wir es ja in unserem eigenen Leben schon gemerkt: Kaum hat man etwas, will man noch mehr. Man ist nie zufrieden mit dem, was man hat. So führt es dazu, dass man trotz erfüllter Wünsche oft unzufrieden ist. Das erleben wir auch bei unseren Kindern: Wenn wir ihnen sofort jeden Wunsch erfüllen, führt das nicht zu einem glücklichen Leben.
So wollen wir uns Paulus zum Vorbild nehmen: "Ich habe gelernt, worin ich bin, mich zubegnügen. Ich weiß sowohl erniedrigt zu sein, als ich weiß, Überfluss zu haben; in jedem und in allem bin ich unterwiesen, sowohl satt zu sein als zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als Mangel zu leiden. Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt" (Phil 4,11-13).

Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge

"Aufmerksamkeit auf einfache kleine Sachen zu verschwenden, die die meisten vernachlässigen, macht ein paar Menschen reich", sagte einmal Henry Ford (1863 – 1947), der bekannte Gründer und Chef der Automarke Ford. Wie macht es uns reich, einmal nachts den herrlichen Nachthimmel zu beobachten. Wie macht es uns glücklich, das kleine Lächeln des kleinen Kindes zu sehen und dafür zu danken. Wie macht es uns reich, wenn wir einfach mal das Frühstück für die ganze Familie machen, statt zu erwarten, dass andere es tun. Wie macht es reich, mal eine Handreichung für den Nachbarn zu tun – vielleicht nimmer er dadurch das Evangelium leichter an. Wir wären reichere Menschen, wenn wir uns nicht auf die großen sondern auf die kleinen Dinge konzentrierten. Es ist der Tag kleiner Dinge, kleiner Kraft (Sacharja 4,10; Offenbarung 3,8). Aber auch da kann man das Wunder großer Dinge erleben, wenn man sich glücklich weiß, ein Auge für die kleinen Dinge zu bewahren.

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