Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Johannes Berthin Seite 1 von 10

Mein Heiland

Wenn ich an meinen Heiland denk,
füllt sich mein Herz mit Freud.
Wie wird’s erst sein, wenn ich ihn seh
dort in der Ewigkeit!

Nie wird mein Lob vollkommen hier.
Wer, Herr, erfasst dich ganz?
Herrlicher Name Jesus Christ,
göttlicher Himmelsglanz!

Hoffnung bist du für meine Seel,
in allem Leid mein Glück;
bringst mich aus aller Traurigkeit
ins Vaterhaus zurück.

Heiland, Du Licht der ganzen Welt,
Tröster in jedem Leid.
Dir will ich dienen allezeit,
hier und in Ewigkeit.

Text: Johannes Haas

Nach vorne statt nach hinten schauen

Zu einem umsichtigen Autofahren gehört ein ständiger Blick in den Rück- und die Seitenspiegel. Durch das Beobachten des Umfeldes können Gefahren frühzeitig erkannt und verhindert werden.

Doch die Hauptblickrichtung kann nur nach vorne sein.

Auch ein Christ blickt gerne zurück, um die Güte Gottes zu sehen und dadurch Mut für den vor ihm liegenden Weg zu gewinnen. Doch er kennt auch sein Versagen und wird in Zukunft Acht haben.

Ein ständiges Zurückblicken ist auch nicht richtig. Die Probleme vergangener Tage sollen uns nicht mehr beschäftigten.

Mich umfingen die Fesseln des Todes, und die Bedrängnisse des Scheols erreichten mich; ich fand Drangsal und Kummer. (Psalm 116 Vers 3)

Der Dichter des Psalms blickte auch zurück. Er denkt an eine Zeit, die ihm sehr viel Not bereitet hat. Doch er denkt auch daran, wie Gott ihn gerettet hat.

Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn der HERR hat wohlgetan an dir. Denn du hast meine Seele errettet vom Tod, meine Augen von Tränen, meinen Fuß vom Sturz. (Vers 7 und 8)

Als er merkte, dass ihn das Vergangene beunruhigte, schaute er wieder nach vorne. Er wollte sich nicht beunruhigen lassen.

Zu sehen, dass Gott einem wohlgetan hat ist eine große Ermunterung für die Seele. Nach vorne schauen und auf Gottes weitere Führung völlig vertrauen ist ein gutes Heilmittel.

Wahrer Trost

Wenn uns Angehörige genommen werden, wenn wir einsam sind oder Freunde uns verlassen, fehlt uns oft das Mitempfinden anderer und deren Trost. Wie gehen wir damit um, wenn niemand da ist, der die Not mitträgt und das mitempfindet, was einen niederdrückt?
Als der HERR Jesus seinen Jüngern sagte, dass er überliefert würde, um für sie zu sterben, und einer von ihnen IHN verraten würde, musste er feststellen, dass sie kaum darauf eingingen. Sie stritten sich vielmehr darum, wer von ihnen der Größte sei.
…,und ich habe auf Mitleid gewartet, und da war keins, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden. (Ps. 69,21)
Und es kam noch viel schlimmer.
Es verließen IHN alle und flohen. (Mk.14,50)
Die letzten Schritte bis zum Kreuz musste ER ganz alleine gehen. Wer kann uns dann besser verstehen als ER, der so einsam war wie sonst keiner? Wer kann tiefer mitempfinden als der HERR Jesus?
Sein Leiden ist jetzt vorbei. Und darum kann er jetzt im Himmel für uns als Hoherpriester tätig sein und sich für uns verwenden. ER kann sich jetzt ganz unseren Nöten und Schwierigkeiten zuwenden, weil ER selbst die Erfahrung hier auf der Erde gemacht hat.
Wir haben den HERRN, der uns hilft, und uns den Trost gibt, den wir brauchen. Ja noch mehr, er bittet Gott für uns für unsere Not.
Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch IHN Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden. (Heb. 7,25)

Die unangenehme Wahrheit

Mit einem Mitschüler oder Arbeitskollegen über Glauben oder Religion zu sprechen fällt uns vielleicht gar nicht so schwer. Wenn jeder seinen eigenen Glauben haben darf, damit glücklich wird und regelmäßig in einen Gottesdienst geht, ist die „Welt in Ordnung“.

Aber reicht es wirklich mit anderen über ihren Glauben oder wo möglich auch Probleme zu sprechen? Man ist erstaunt wie viele offen über sich selbst reden, und schließlich das Fazit gezogen wird „das Leben geht weiter“ oder „jeder muss aus seinem Leben das Beste machen“. „Wenn der Glaube glücklich macht, dann soll man ihn nicht aufgeben“. Wie oft hört man solche Aussagen?

Sind wir bereit Ungläubigen das zu sagen, was sie nicht hören wollen, aber hören müssen? Es mag sein, dass wir eine negative Reaktion erleben müssen, aber hält uns das davon ab den ungläubigen Menschen das für sie „Unangenehme“ zu sagen,  dass sie Sünder sind und einen Heiland brauchen, der für sie am Kreuz auf Golgatha gestorben ist?

In Markus 10, 17-22 legt der HERR Jesus seinen Finger direkt in die Wunde eines Mannes, der mit seinem ganzen Herzen am Reichtum hing. Der HERR sagte ihm das, was er als letztes hören wollte, nämlich seinen Besitz aufzugeben. Lasst uns hier von dem HERRN lernen, der immer in Liebe die Wahrheit gesprochen hat.

Dem HERRN lagen die ungläubigen Menschen am Herzen?  Uns auch?

Sicherer Glaube

Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. (Hebräer 11 Vers 1)

Jeder glaubt irgendetwas. Der eine glaubt, dass morgen schönes Wetter ist, der andere glaubt, dass das Horoskop recht hat. Ist das ,,glauben"?

Das sind sicher ganz unterschiedliche ,,Qualitäten" von ,,glauben". In unserem Sprachgebrauch verwenden wir den Begriff einfach in dem Sinn, dass wir etwas zwar nicht genau wissen, aber es eben doch für möglich halten. Dieses ,,glauben" ist häufig eine ganz unsichere Sache. Wir sagen ja sogar manchmal: „Ich weiß zwar nicht genau, aber ich glaube doch …“. Aber auch wenn jemand ,,fest“ an etwas glaubt, ist dieses noch nicht wirklich sicher. Das hängt nämlich davon ab, was man glaubt, oder vielmehr, wem man glaubt.

Denn alle Aussagen im weitesten Sinn haben einen Urheber, eine Quelle.

Sind wir dankbar, dass wir dem absolut glaubwürdigen ,,Gott der Wahrheit" glauben dürfen, dass wir Seine Aussagen in seinem Wort besitzen dürfen? Denn nur dieser Glaube bringt absolute Sicherheit.

Wertloses Fasten

Wenn ihr aber fastet, so seht nicht aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. (Matthäus 6,16)

„Heuchler“ muss der HERR Jesus die Pharisäer nennen, denn es fehlte ihnen an gottgewollte, heilige Absonderung. Das Äußere mochte noch so gut von den Menschen gesehen werden, doch blieb ihr Inneres völlig kalt und ihr Herz war weit von dem HERRN entfernt.

Wenn ihr im fünften und siebten Monat gefastet und gewehklagt habt, und zwar schon siebzig Jahre, habt ihr irgendwie mir gefastet? (Sacharja 7,5)

Ein Fasten kann für uns nicht nur der Verzicht auf Essen und Trinken bedeuten, sondern ist auch auf Unterhaltungsmedien oder Freizeitaktivitäten auszuweiten.

Wenn wir uns besonders Zeit für den HERRN nehmen wollen und dafür auf viele Dinge verzichten, dann sollte das doch eine persönliche Sache zwischen uns und dem HERRN sein. Nicht so wie bei den Pharisäern, bei denen die Beziehung zum HERRN völlig fehlte und nach außen nur eine scheinbare Frömmigkeit zu sehen war.

Der HERR stellt uns immer die zu Herzen gehende Frage: Habt ihr das für mich getan?

 

Bete!

Das Gebet zu Gott ist ein Vorrecht für uns Christen, welches wir genießen sollten und auch dringend nötig haben.

Es gibt viele Gebete in der Bibel, die uns deutlich zeigen, wie inhaltlich ein Gebet aussehen kann.

Das heißt nicht, dass es eine Regel gibt, wie unsere Gebete inhaltlich auszusehen haben, aber doch neigen wir oft dazu unsere Anliegen, die wir sicher auch haben, zu einem großen Anteil unseres Gebets zu machen. Dabei gibt es viele Dinge, die uns zur Dankbarkeit und Anbetung führen sollten.

Auch fehlt uns oft das regelmäßige Gebet. Dabei sollte doch das Gebet für einen Christen ein echtes Bedürfnis sein.

Eine kleine Gedankenstütze bzgl. des Inhaltes und des regelmäßigen Gebets können die Anfangsbuchstaben des Wortes "Bete!" geben:

B – Bete Gott an!

E – Erkenne deine Sündhaftigkeit

T – Teile Gott deine Gebetsanliegen mit!

E – Ergib dich Gott!

 

Jugendmesse mit Papst

Während und auch nach den sogenannten Pastoralreisen von  Papst Benedikt XIV in Deutschland sind die Medien voll von Berichten über seinen Aufenthalt.

Es ist erschütternd zu lesen, dass ein Papst seine Anhänger besucht, wie ein „Hirte“ seine „Herden“.

„Der 84-Jährige winkt, lächelt, segnet, genießt das Bad in der Menge“ (Aus Spiegel Online)

Zig Tausend Menschen rufen immer wieder seinen Namen, singen, klatschen und schwenken Fahnen, um ihre „Sympathie“ diesem einen Menschen gegenüber auszudrücken.

Wir wollen keineswegs den HERRN Jesus auf die Stufe des Papstes stellen, doch welche Gegensätze zeigen sich auf im Auftreten des HERRN, des großen Hirten der Schafe, während seines öffentlichen Dienstes hier auf der Erde.

„Als er aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingestreckt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäusevangelium Kapitel 14 Vers 14).

Der Papst kennt seine „Herden“ nicht und weiß auch nicht um die Not und Sorge seiner Anhänger. Vielmehr geht es ihm um seine Ehre und die Zurufe der Menge, die ihm verblendet nachlaufen und in die Irre geführt werden.

Der HERR war innerlich bewegt und wusste um jede einzelne Seele der Volksmenge. ER ging im Gehorsam und in Demut seinen Weg. ER suchte nicht seine Ehre, sondern die seines Gottes und Vaters.

Wir dürfen wissen, dass Ihm an uns liegt und Er uns durch und durch kennt. Wollen wir doch dankbar sein, zu dieser EINEN Herde gehören zu dürfen und den Rufen des HERRN, des großen Hirten, zu folgen.

 

Gnade um Gnade

„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“ (Johannes 1 Vers 16).

Das Wort im Grundtext, das hier mit „um“ übersetzt wird, ist das Wort „anti“. Also: „Gnade anti Gnade.“ „Anti“ heißt „anstelle von“. Eine Gnade nimmt also in Folge den Platz der anderen ein.

Die Gnade Gottes wird nicht aufgehäuft, sodass wir uns mühsam die für unsere Situation passende Gnade heraussuchen müssen. Nein, wir bekommen die Gnade, die wir heute brauchen; und morgen kommt die nächste Gnade. Das Bild eines Flusses macht es deutlich.

Wenn wir auf einer Brücke stehen und einen Fluss beobachten, so ist das Wasser, das wir jetzt sehen, in wenigen Sekunden nicht mehr da. Neues Wasser ist an die Stelle geflossen. Wasser um Wasser. Es ist derselbe Fluss, aber es ist immer neues, frisches Wasser.

Es ist derselbe Gott, aber immer wieder schenkt er uns die Gnade, die wir brauchen. Wir müssen sie nur in Anspruch nehmen. Es ist auch Gnade genug da für dein Problem. Und wenn ein größeres Problem auftaucht, so wird Gott „größere Gnade“ geben.

Er gibt aber größere Gnade;…(Jakobusbrief 4 Vers 6)

Wir dürfen auch diese Ermunterung mit in das nun angefangene Jahr nehmen.

Ihm liegt an uns!

Und er war im hinteren Teil und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken IHN auf und sprechen zu IHM: Lehrer, liegt dir nichts daran, dass wir umkommen? (Markus 4 Vers 38)

Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Lukas 10 Vers 40

Haben wir nicht auch schon den Herrn gefragt, ob ihm wirklich an uns liegt, wenn wir keinen Ausweg sahen, eine Last zu groß für uns schien oder wenn die Arbeit nicht weniger wurde? Doch der Geist Gottes versichert uns, dass es wirklich so ist! Gott kümmert sich um uns, ihm liegt an uns und er sorgt für uns.

Gründe, sich Sorgen zu machen, gibt es viele. Aber hier finden wir den einen Grund, warum wir die Sorgen abgeben können und sollen: weil Gott an uns liegt!

 

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