Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Autor: Johannes Berthin Seite 1 von 10

Gnade um Gnade

„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“ (Johannes 1 Vers 16).

Das Wort im Grundtext, das hier mit „um“ übersetzt wird, ist das Wort „anti“. Also: „Gnade anti Gnade.“ „Anti“ heißt „anstelle von“. Eine Gnade nimmt also in Folge den Platz der anderen ein.

Die Gnade Gottes wird nicht aufgehäuft, sodass wir uns mühsam die für unsere Situation passende Gnade heraussuchen müssen. Nein, wir bekommen die Gnade, die wir heute brauchen; und morgen kommt die nächste Gnade. Das Bild eines Flusses macht es deutlich.

Wenn wir auf einer Brücke stehen und einen Fluss beobachten, so ist das Wasser, das wir jetzt sehen, in wenigen Sekunden nicht mehr da. Neues Wasser ist an die Stelle geflossen. Wasser um Wasser. Es ist derselbe Fluss, aber es ist immer neues, frisches Wasser.

Es ist derselbe Gott, aber immer wieder schenkt er uns die Gnade, die wir brauchen. Wir müssen sie nur in Anspruch nehmen. Es ist auch Gnade genug da für dein Problem. Und wenn ein größeres Problem auftaucht, so wird Gott „größere Gnade“ geben.

Er gibt aber größere Gnade;…(Jakobusbrief 4 Vers 6)

Wir dürfen auch diese Ermunterung mit in das nun angefangene Jahr nehmen.

Ihm liegt an uns!

Und er war im hinteren Teil und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken IHN auf und sprechen zu IHM: Lehrer, liegt dir nichts daran, dass wir umkommen? (Markus 4 Vers 38)

Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Lukas 10 Vers 40

Haben wir nicht auch schon den Herrn gefragt, ob ihm wirklich an uns liegt, wenn wir keinen Ausweg sahen, eine Last zu groß für uns schien oder wenn die Arbeit nicht weniger wurde? Doch der Geist Gottes versichert uns, dass es wirklich so ist! Gott kümmert sich um uns, ihm liegt an uns und er sorgt für uns.

Gründe, sich Sorgen zu machen, gibt es viele. Aber hier finden wir den einen Grund, warum wir die Sorgen abgeben können und sollen: weil Gott an uns liegt!

 

Mit der Hilfe des Heiligen Geistes

Es ist für uns Gläubige doch schön zu wissen,  dass wir zu jeder Zeit zu Gott beten dürfen. Doch wie oft kommt es vor, dass wir mit unseren Worten gar nicht das ausdrücken können, was uns auf dem Herzen liegt. Wir versuchen es so gut wie möglich mit unseren menschlichen Worten auszudrücken und stellen doch fest, dass die Ausdrucksweise oft nicht “passend“ ist oder nicht das aussagt, was wir Gott eigentlich im Gebet sagen möchten. Kommt dann nicht in unserem Inneren die Frage auf, ob unsere Worte wirklich ausreichend waren und Gott unsere Not, die wir tief empfinden, “verstanden“ hat? Unsere Schwachheit und Begrenztheit bringt uns oft in Umstände, wo wir einfach nicht wissen, wie und wofür wir beten sollen.

Doch genau dann, wenn unsere Kraft nicht ausreicht, nimmt der Geist sich unserer Schwachheit an.

Ebenso aber nimmt der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. (Rö. 8, 26.27)

Wenn Gott weiß, was der Sinn und Wunsch des Geistes ist und der Geist als Fürsprecher für uns eintritt, dann dürfen wir sicher wissen, dass unser Gebet in der “rechten“ Weise vor Gott  kommt.  Dies ist aber nur möglich, weil das Sich-Verwenden des Geistes mit Gottes Absichten völlig übereinstimmt. (…denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß.)

Lasst uns dafür dankbar sein, dass es so ist.

Mit EINEM Opfer

Also nun, wie es durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis gereichte, so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. (Römer 5 Vers 18)

In diesem Vers wird die Reichweite der Tat Adams gezeigt. Sie bringt alle Menschen, wenn sie ihren Zustand nicht erkennen und Buße tun, in die Verdammnis.

Doch die gerechte Tat des EINEN am Kreuz, Jesus Christus, bringt alle die, die an IHN glauben, in eine Stellung vor Gott, die durch das Auferstehungsleben gekennzeichnet ist.

Welch unermessliche Größe und Reichweite des Werkes des HERRN Jesus am Kreuz! Eine ungerechte Tat eines ungehorsamen Menschen, erforderte eine gerechte Tat, die allein der HERR Jesus tun konnte. Hier steht eine eigenwillige Tat EINES Menschen, die die Menschheit folglich in die Sklaverei der Sünde brachte, einer freiwilligen Tat unendlicher Gnade gegenüber. Der Tod EINES Gerechten brachte uns, die wir an IHN glauben dürfen, das ewige Leben.

Durch diesen Willen sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. (Hebräer 10 Vers 10)

Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar die vollkommen gemacht, die geheiligt werden (Hebräer 10, Vers4)

Christus aber -…- ist ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte. (Hebräer 9 Vers 11 und 12)

Jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer. (Hebräer 9 Vers 26)

EIN vollkommenes Opfer reicht für alle Ewigkeit aus!

 

Wir rühmen Herr Jesus, die Kraft deines Blutes,

den Wert deines Opfers, Dein göttliches Tun;

Verdanken wir ihm doch unendlich viel Gutes:

Auf sicherem Grund darf der Glaubende ruhn!

 

Dies sühnende Opfer, am Kreuze geschlachtet,

bezeugt in den Schriften von alters her schon,

ist überaus wertvoll vom Vater erachtet,

weil Du Dich gegeben, Sein eigener Sohn!

 

Die Tilgung der Schuld, die Vergebung der Sünden,

der Friede mit Gott, dieses kostbare Gut,

sie alle, o Herr, auf Dein Opfer sich gründen,

auf Dein an dem Kreuze vergossenes Blut!

 

Wie groß auch die Sünde – Dein Opfer ist größer;

Der Sühnewert, Herr, liegt in Deiner Person.

Dich beten wir an, Dich, o Lamm und Erlöser,

der Du jetzt erhöht auf den göttlichen Thron!

(Aus Geistliche Lieder)

Entmutigt!

Es gibt oft Situationen in denen wir entmutigt sind und am liebsten „alles hinschmeißen“ würden. Wir haben uns an etwas festgeklammert und plötzlich bricht alles zusammen. Wir haben oft für eine Sache gebetet und immer trat keine Veränderung ein.
Das kann entmutigen!
Dem Propheten Elia erging es genauso. In 1. Könige 18 und 19 können wir aber viel lernen. Elia war auf dem Berg Karmel auf der Höhe des Glaubens und sitzt dann unterm Ginsterstrauch. Wie kam es bei Elia zu diesem Entmutigt sein?
Und er legte sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! Und als er hinblickte, siehe, da lag an seinem Kopfende ein Kuchen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und legte sich wieder hin. (1.Könige 19,5.6)

Überanstrengung erfordert Ruhe, besonders wenn viel Mühe nicht zum Ziel führt. Elia war offensichtlich erschöpft. Aber Gott schenkt ihm Ruhe unter dem Ginsterstrauch.
Elia hatte auch lange nichts gegessen. Ihm fehlte Nahrung. Fehlt sie uns in geistlicher Hinsicht auch?
Aber dafür hat Gott gesorgt. Elia bekommt Kuchen und Wasser zur Stärkung.
Auch Einsamkeit kann zu Entmutigung führen. Elia war alleine in der Wüste, aber Gott sendet einen Engel, der ihm sozusagen „auf die Schulter klopft“. Suchen wir bei Entmutigung die Gemeinschaft mit anderen?
Oder ist es Ratlosigkeit, die uns entmutigt. Gott gibt Elia durch den Engel Wegweisung (Kapitel 19,7). Wir wollen auch daraus lernen, nicht stehen zu bleiben und zu warten was passieren wird, sondern Gott aktiv nach dem Weg zu fragen.

Bei IHM ruhen

In dein Erbarmen hülle mein banges Herz
und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:
es will die Augen schließen und glauben blind.

„In dein Erbarmen hülle mein banges Herz“ – Der HERR Jesus nimmt sich unserer aller
Sorgen und Nöte an.
Könnten sie IHM unwichtig sein? Nein, ein ängstliches und sorgenvolles Herz braucht SEIN
Erbarmen, welches alle Sorgen und jede Not zu seiner eigenen macht.
Wir dürfen sie IHM ganz übergeben. Im Bild gesprochen gibt doch die Umhüllung unseres
Herzens mit seinem Erbarmen so viel Trost und Mut. Wir dürfen uns dieses Bewusstsein
ganz sicher im Glauben zu eigen machen.
„und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.“ – alle Sorgen und Nöte beunruhigen
das Herz. Ja, wir sind vielleicht innerlich „aufgewühlt“. Doch mit dem Bewusstsein SEINES Erbarmens darf es ganz still werden.
„Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:“ Ein Bild, dass völliges Vertrauen auf
IHN ausdrückt. Lass es unser Wunsch sein, zu seinen Füßen zu ruhn und glaubensvoll zu
IHM auf zu schauen. ER steht über uns! Könnte eine Sorge oder eine Not für IHN zu groß sein?
„es will die Augen schließen und glauben blind.“ – Wollen wir uns es auch „vornehmen“
IHM blind zu vertrauen.

Schnell aufräumen

So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde. (Matthäus 25,13)

Wie würden wir unser Haus in Ordnung bringen, wenn sich der Bundespräsident ankündigen würde?
Selbst wenn wir Familienbesuch erwarten, schaut die Hausfrau lieber zweimal hin, ob auch alles richtig sauber und aufgeräumt ist.

So sorgt die Erwartung des Herrn Jesus auch in unserem Leben dafür, dass wir ständig aufräumen, Dinge in Ordnung bringen und uns von Sachen oder Gewohnheiten trennen, die Ihm nicht gefallen.

Würden wir den genauen Zeitpunkt Seines Kommens kennen, würde auch die Erwartung in den Hintergrund geraten, und Dinge längere Zeit „unaufgräumt“ bleiben.

Wir denken oft: Wenn sich ein Besuch in fünf Tagen ankündigt, reicht ja der Tag vorher aus, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen und aufzuräumen.

Doch das ist gerade nicht die Haltung die wir als Christen haben sollen.

Der Herr Jesus sagt selbst: „Ich komme bald!“ (Offenbarung 22,20) Das kann noch heute sein!

Möge das Bewusstsein des baldigen Wiederkommens des Herrn einen heiligenden Einfluss auf unser Leben haben.

Jugendmesse mit Papst

Während und auch nach den sogenannten Pastoralreisen von  Papst Benedikt XIV in Deutschland sind die Medien voll von Berichten über seinen Aufenthalt.

Es ist erschütternd zu lesen, dass ein Papst seine Anhänger besucht, wie ein „Hirte“ seine „Herden“.

„Der 84-Jährige winkt, lächelt, segnet, genießt das Bad in der Menge“ (Aus Spiegel Online)

Zig Tausend Menschen rufen immer wieder seinen Namen, singen, klatschen und schwenken Fahnen, um ihre „Sympathie“ diesem einen Menschen gegenüber auszudrücken.

Wir wollen keineswegs den HERRN Jesus auf die Stufe des Papstes stellen, doch welche Gegensätze zeigen sich auf im Auftreten des HERRN, des großen Hirten der Schafe, während seines öffentlichen Dienstes hier auf der Erde.

„Als er aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingestreckt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäusevangelium Kapitel 14 Vers 14).

Der Papst kennt seine „Herden“ nicht und weiß auch nicht um die Not und Sorge seiner Anhänger. Vielmehr geht es ihm um seine Ehre und die Zurufe der Menge, die ihm verblendet nachlaufen und in die Irre geführt werden.

Der HERR war innerlich bewegt und wusste um jede einzelne Seele der Volksmenge. ER ging im Gehorsam und in Demut seinen Weg. ER suchte nicht seine Ehre, sondern die seines Gottes und Vaters.

Wir dürfen wissen, dass Ihm an uns liegt und Er uns durch und durch kennt. Wollen wir doch dankbar sein, zu dieser EINEN Herde gehören zu dürfen und den Rufen des HERRN, des großen Hirten, zu folgen.

 

IHM vertrauen

„Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern“  (Matthäusevangelium 14 Vers 28)

Während die Jünger auf Wunsch des HERRN Jesus an das andere Ufer fahren, kommen sie auf dem See in große Not. Der Wind war ihnen entgegen.

Gibt es einen größeren Helfer als den HERRN, der sich auch in dieser Situation seinen Jüngern widmet? ER selbst kommt zu ihnen wandelnd auf dem See.

Wie lehrreich und beeindruckend ist die Bitte doch dann des Apostels Petrus.

„Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern.“

Jedes einzelne Wort seiner Bitte ist mit einer Aussage verbunden, die wir auf unsere heutigen Tage übertragen dürfen und eine tiefgehende Belehrung enthalten.

„Herr, wenn du es bist…“ - Wir dürfen den HERRN um Hilfe bitten, IHN in allen unseren Lebensumständen zu erkennen, damit wir, auch wenn die Not groß ist, sagen können: „Wenn DU mich in diese Umstände gebracht hast, dann ist es mir nur zum Guten“.

„…so befiehl mir…“ - Wir wollen uns in den Umständen IHM unterwerfen. IHM wollen wir gehorsam sein, sodass wir sagen können: „Wenn DU eigene Wege in meinem Leben siehst, dann zeige mir, wie ich auch dann deinen Willen erkennen und DIR gehorsam sein kann.“

„…zu dir zu kommen auf den Wassern“ - Petrus wollte ein gemeinsames Teil mit dem HERRN haben. Er hat darauf vertraut dem HERRN auf dem Wasser näher kommen zu können. Wir wollen auch dann sagen: Ich möchte auch in diesen Umständen DIR vertrauen und näher zu DIR kommen, auch wenn die Not immer noch groß ist. Aber mit DIR wird die Not klein und ich kann sie ertragen.

 

ER in der Mitte

 

„Und sich selbst das Kreuz tragend, ging er hinaus zu der Stätte, genannt

Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt, wo sie ihn kreuzigten und zwei

andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte“ (Johannesevangelium 19 Vers 17 und 18).

Der HERR Jesus wurde auf Golgatha mit zwei Verbrechern gekreuzigt. Dabei behandelte man den IHN so, als sei ER der größte Verbrecher gewesen. Denn man nagelte IHN zuerst an das Holz und hängte IHN zwischen zwei Schwerverbrecher.

Die Menschen gaben dem HERRN den Platz in der Mitte, weil sie zum Ausdruck bringen wollten, dass ER die größte Strafe verdient hat. 

Doch nur weil der Herr diesen Platz am Kreuz erduldet hat, kann und möchte ER jetzt bei jedem Gläubigen den Platz in der Mitte, den Mittelpunkt des Lebens einnehmen.

Denn IHM, unserem HERRN, kommt alle Autorität und Ehre zu und ER soll unser Leben und der Gegenstand unserer Anbetung sein.

 

 

 

 

 

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