Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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R. K. Campbell über „christliche“ Feiertage

„Wir möchten hinzufügen, dass (beim Zusammenkommen zum Mahl des Herrn) auch die Tatsache seiner Geburt in diese Welt als Mensch in Verbindung mit den Zeichen des Mahles des Herrn vor uns kommen mag, denn zu dem Zeitpunkt, als er geboren wurde, nahm er einen Leib aus Fleisch und Blut an. So werden uns seine Geburt, sein Tod, seine Auferstehung, seine Verherrlichung und sein Wiederkommen notwendigerweise allesamt ins Gedächtnis gerufen, sooft wir wahrhaft das Brot essen und den Kelch des Mahles trinken. Daher benötigen wir nicht jedes Jahr einen bestimmten Gedenktag für seine Geburt, einen anderen für seinen Tod und einen anderen für seine Auferstehung. In der Schrift wird nichts über solche Tage gesagt, aber an jedem ersten Tag der Woche möchte der Herr von uns, dass wir seiner in seiner Geburt, seinem Tod, seiner Auferstehung, seiner Verherrlichung und seinem Wiederkommen gedenken.“

aus „Die Versammlung des lebendigen Gottes“ von R. K. Campbell

Ermunterung

Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin; aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Jesaja 40 Vers 30-31

Dieser Vers passt auch ein wenig zum Thema von Mittwoch und soll zur weiteren Ermunterung dienen.

Zu hoch für mich 

Gott lässt in unserem Leben manche Dinge geschehen, die wir nicht verstehen. Auf manche Frage nach dem Warum finden wir keine Antwort. „Der Herr führt mich gerade durch ein Tal“, sagen wir dann, wenn wir es wirklich aus der Hand des Herrn nehmen wollen. Es ist gut, mit dem Herrn durch das Tal zu gehen, lasst uns dabei aber auch sein Ziel mit uns nicht aus den Augen verlieren. 

Dieses Ziel beschreibt David in Psalm 61. Es ist ein Fels, der zu hoch für uns ist: 

„Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, wenn mein Herz verschmachtet; du wirst mich auf einen Felsen leiten, der mir zu hoch ist.“ (Ps 61,3)

Christi Herrlichkeit

In einem Abschnitt, der von der Verwaltung von Geldern spricht und die Diener beschreibt, die diesen Dienst taten (2.Korinther 8, 16-24), wird unvermittelt der Ausdruck “Christi Herrlichkeit” gebraucht und damit die örtlichen Versammlungen bezeichnet. Was für ein wunderschöner Titel!

Als ich diesen Abschnitt las, musste ich zwangsläufig darüber nachdenken, wie weit die Versammlungen heute in der Praxis von diesem Titel entfernt sind. Ist noch etwas von “Christi Herrlichkeit” darin zu sehen? An vielen Orten hat gerade die Corona-Zeit Verborgenes ans Tageslicht gebracht, das ganz und gar nicht “Christi Herrlichkeit” zeigt, sondern einen erschreckend schwachen Zustand. Das ist demütigend für uns! Der Herr, “der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt” (Offb 2,1), prüft den Zustand, deckt Misstände auf und will uns zu einer aufrichtigen Beugung und Buße führen. “Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der redet” (Heb 12,25).

Andererseits ist dieser Ausdruck sehr tröstlich! Gott sieht, trotz dieser Schwachheit in der Praxis, in seiner Versammlung noch immer “Christi Herrlichkeit”. Und ja, nicht nur in der Versammlung in ihrem weltweiten oder ewigen, sondern auch in dem örtlichen Aspekt, denn hier werden die Versammlungen als “Christi Herrlichkeit” bezeichnet. Das ermuntert uns, aber ist hoffentlich auch ein Ansporn, diesem Titel in den Versammlungen in der Praxis mehr zu entsprechen. Und das fängt bei einem persönlichen Leben zur Verherrlichung Gottes an…

Ein Lächeln gegen die Krankheit/Einsamkeit

Der bekannte Zwieback wird 100 Jahre alt. Aus der Historie der Werbung ist folgendes entnommen:

„Deutschen Zwieback für Kinder und Kranke”. (stand um 1923 auf der Packung)

"Es ist ein einfaches Lächeln, das zum Markenzeichen wurde: Fröhliche blaue Augen unter einem blonden Schopf." (das Bild ist noch heute auf den Packungen zu sehen)

Anscheinend ging man damals davon aus, dass ein freundliches Lächeln positive Auswikungen auf Kranke hat.

 

"Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten." Jakobus 1,27

Auch für Witwen kann ein Lächeln die Sonne ins einsame Wohnzimmer bringen. Gerade in der jetzt folgenden Jahreszeit, wenn es früh dunkel wird und die Abende lang und länger werden.

Ein Dienst für unseren Gott, der ihm Freude macht, kann also sein, so einen Sonnenstrahl zu den uns bekannten alten und einsamen Leuten zu bringen.

Kinder

„Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spendet, wird er selbst nicht mehr sein“, sagte einmal der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl.

Kinder sind eine Ermutigung und Prüfung, Freude und mahnen zur Zurückhaltung zugleich, ein Segen und nicht selten eine Mahnung, Ermunterung und Spiegel des eigenen Charakters. Gott hat sie uns geschenkt – so freuen wir uns auf und über jedes einzelne Kind.

„Der Segen des HERRN, er macht reich“ (Sprüche 10,22).

Christus in der Christenheit

„Wenn wir vom Christ in der Gesellschaft sprechen, müssen wir von Christus sprechen“  sagte einmal  Karl Barth, ein evangelischer Theologe (1886-1968).

Dieser Grundsatz gilt in der Christenheit heute nicht mehr. Wenn von Christ gesprochen wird, geht es um ihn selbst, um ein soziales und ethisch korrektes Verhalten, um Toleranz und allenfalls um christliche Werte, wie sie z.B. in der so genannten Bergpredigt im Matthäusevangelium, Kapitel 5 bis 7, zum Ausdruck kommen.

Karl Barth aber brachte es auf den Punkt: Der Mittelpunkt der Christseins und der Christenheit ist aber ein Person, nämlich Christus selbst. Was bringt es, über christliches Verhalten zu diskutieren, wenn es losgelöst ist von Christus selbst, wenn Er nicht das Motiv und das Ziel jedes Verhaltens ist? Dann ist es ein leeres Gebilde ohne wirklichen Inhalt.

„Das Leben ist für mich Christus“.

Philipperbrief, Kapitel 1 Vers 21

unser Heiland

"Der Herr Jesus begann sein Leben in einer Krippe, beendete es am Kreuz, und in der Zwischenheit hatte er nichts, wo ER sein Haupt hinlegen konnte." J. N. Darby

Jesus Christus, der Sohn Gottes, kommt nicht nur als Mensch auf diese Erde. Er kommt auch wie jeder andere Mensch. Er läßt sich von einer Frau gebären.

Dann läßt er sich als Baby in eine Futterkrippe legen, weil es keinen anderen Platz für Ihn gab.

Während seines Lebens hatte er keinen (eigenen) Platz, wo er sich ausruhen konnte.

Am Ende seines Lebens haben die Menschen nur einen Paltz für Ihn, das Kreuz.

Was für einen Heiland haben wir doch!

WhatsApp – Kommunikation

SMS war gestern, heute ist WhatsApp (oder Threema oder oder oder). Dieser Kommunikationsweg ist schnell und komfortabel. Die Frage nach der Sicherheit will ich hier mal lieber nicht stellen. :-)

Mir geht es heute aber nicht um das Kommunikationsmittel selbst, sondern um den Inhalt der Nachrichten, die über diesen Weg versandt werden. Man sollte bedenken, wie extrem wenig bei dieser Kommunikationsart tatsächlich beim Empfänger ankommt. Zu manchen Themen verbietet sich daher schlicht ein Austausch über diese Kurznachrichten-Dienste.

Ich mache ein Beispiel: Wenn ich einen Mitbruder oder eine Mitschwester auf diesem Weg auf Dinge in seinem Leben hinweise, die in meinen Augen nicht gut sind oder mir Sorgen bereiten, ist eine Kurznachricht NICHT der richtige Weg. „Geh hin“, lautet das Gebot des Herrn. Johannes schreibt in seinem zweiten Brief (und dieser war nicht mal eine „Kurznachricht“): „Obwohl ich euch vieles zu schreiben habe, wollte ich es nicht mit Papier und Tinte tun, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich mit euch zu reden, damit unsere Freude völlig sein.“

Wähle ich in einem solchen Fall doch diesen Weg, sind Missverständnisse und anschließende Missstimmungen vorprogrammiert, insbesondere dann, wenn ich mit der betreffenden Person bisher keinen „tiefergehenden“ Austausch hatte. Vermutlich sind viele Misstimmungen in den Versammlungen/Gemeinden durch unzureichende oder falsche Kommunikation verursacht.

Daher: WhatsApp etc. sind wertfreie Kommunikationsmittel, aber falsch oder im falschen Moment angewandt schaffen sie mehr Probleme als sie lösen. Lasst uns wieder lernen, „mündlich miteinander zu reden“ (3.Joh 14), „damit unsere Freude völlig sei“ (2.Joh 12). Das kostet vielleicht manchmal mehr Überwindung als das Schreiben einer Kurznachricht, aber es wird letztlich zum Segen sein.

Freund

„…Abrahams, meines Freundes.“ Jesaja 41 Vers 8

Meines Wissens ist Abraham der einzige Mensch, der in der Bibel diese Auszeichnung von Gott bekommt.

Was zeichnete Abraham aus, dass Gott ihn als seinen Freund bezeichnet?

  1. Vetrauen – Gott sagte ihm, er solle aus seinem Land wegziehen, ohne ihm genau zu sagen, wohin er gehen sollte. Und Abraham ging im Vertrauen auf Gott.
  2. Vertrautheit – Gott offenbart Abraham seine geheimen Pläne. Abraham verstand diese Gedanken und ging darauf ein.
  3. Offenheit – Abraham trug Gott seine Wünsche mit großer Freimütigkeit vor. Er betete für eine Sache sehr penetrant und wurde erhört.

Wir dürfen zu Gott in einem noch engeren Verhältnis stehen als Abraham. Wir sind Kinder Gottes. „Seht, welche Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es.“ 1. Johannesbrief Kapitel 3 Vers 1

Unser Verhältniss zu unserem himmlischen Vater darf auch durch die o.g. Punkte gekennzeichnet sein:

Wir vertrauen unserem himmlischen Vater, weil er nur das Beste für uns möchte.

Weil wir so eng mit unserem himmlischen Vater verbunden sind, hat Er uns in seinem Wort seine Gedanken mitgeteilt, die wir durch den heiligen Geist verstehen könen.

Jederzeit dürfen wir in absoluter Offenheit zu unserem himmlischen Vater beten in der Gewissheit, dass Er uns hört. Und Er hört unsere Gebete nicht nur, sondern Er erhört sie auch.

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