Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Dezember 2016 Seite 1 von 2

Johannes 17

Johannes 17 darf mit recht als eines der denkwürdigsten und tiefgründigsten Kapitel der Bibel bezeichnet werden. Der Herr Jesus spricht als der ewige, menschgewordene Sohn mit seinem Vater.

Es ist uns an vielen Stellen in den Evangelien erlaubt, seinen Worten zuzuhören, die Er an die Menschen gerichtet hat. Hier aber spricht er nicht zu Menschen, die in ihrem Verständnis Seiner Person immer zurückblieben, sondern bringt die Wünsche seines Herzens vor den Vater selbst. Was für eine Gnade, dass wir diese Wünsche hören und die Segnungen verstehen können, die der Tatsache entspringen, dass Er derart um uns besorgt ist. Wir dürfen hören, dass wir der Gegenstand der Unterredungen des Sohnes mit dem Vater und ihrer gemeinsamen Liebe zu uns sind.

Und doch geht es in dem Kapitel letztlich um Ihn, den Sohn und seine Herrlichkeit, die Ihm wesenseigen ist als der ewige Sohn und um diejenige Herrlichkeit, die Er sich durch das Werk am Kreuz von Golgatha als Mensch erworben hat.

Sein Gebet zum Vater endet mit den Worten: „Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast“ (V 24). Auch unsere ewige Zukunft bei Ihm, im Haus des Vaters, ist mit seiner Herrlichkeit verknüpft.

Der Jugend nachlaufen

„Wer seiner Jugend nachläuft, läuft dem Alter in die Arme“, sagte Willy Millowitsch (1909-1999), bekannter deutscher Schauspieler. Tatsächlich scheint es einen Hang zur Jugend zu geben. Von der Pensionszeit spricht man inzwischen als von der „late lunch time“ (späte Mittagessenszeit) – nicht vom Lebensabend. In dem Unternehmen, für das ich einige Jahre gearbeitet habe, sah man keine Mitarbeiterin mehr, die über graue Haare verfügte. Und immer mehr hat man den Eindruck, dass wir das Alter unterdrücken und wegschieben wollen. Dabei sind mit dem grauen Haar und dem Alter solch wertvolle Aussagen in der Schrift verbunden. Zum Beispiel: „Das graue Haar ist eine prächtige Krone: Auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden“ (Sprüche 16,31). Lasst uns mehr zu unserem Alter stehen und dankbar sein, dass es für jede Altersstufe Aufgaben, Herausforderungen und Gründe zur Dankbarkeit gibt. Wer versucht, sich künstlich jung zu gestalten, kann Gott wohl kaum dafür danken, dass Er auch in diesem Alter für uns sorgt.

Wohlstandsgesellschaft

Wir in unseren westlichen Ländern leben fast alle im Wohlstand und Reichtum. Vieles ist normal, was in anderen Erdteilen puren Luxus bedeuten würde. Sozusagen jeder kann sich hier Dinge leisten, die wovon woanders die Menschen nicht einmal träumen würden.

Wenn man diese Überlegungen einmal auf unser Glaubensleben überträgt – gibt es da nicht häufig Parallelen? Wir sind reich geworden, vielleicht meinen wir, dass wir alles hätten und wüssten, Erkenntnis haben über Bibelstellen etc.

Was Christus von einer solchen Haltung hält, zeigt das Sendschreiben an die Gemeinde in Laodicäa: Dort sagt der Herr:

„Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts, und weißt nicht, daß du der Elende und der Jämmerliche und arm und blind und bloß bist.  Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, geläutert im Feuer, auf daß du reich werdest; und weiße Kleider, auf daß du bekleidet werdest, und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, auf daß du sehen mögest. Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir.“ (Offenbarung 3, 17-20)

Der Herr Jesus möchte unser ganzes Herz. Gleichgültigkeit und Lauheit sind Ihm zuwider. Wie sieht es damit bei uns aus?

Vollkommener Mensch und Gott, offenbart im Menschen

Christus stellte den vollkommenen Menschen vor Gott dar und gleichzeitig Gott vor dem Menschen.

  1. Er verwirklichte vollkommen, was Gott eigentlich von dem Menschen erwartet hatte: Ein Leben in Heiligkeit, ein Leben, das ein beständiger Wohlgeruch für Gott war. Er stellte damit den Menschen vor Gott dar, wie Gott es gefiel. Dabei verherrlichte Er Gott noch mehr, als es Adam selbst im Zustand der Unschuld in Ewigkeit nicht hätte tun können, denn Christus war vollkommen in einer Welt der Sünde, der Anfechtung und einer Welt unter der Herrschaft Satans.
  2. Christus zeigte in Seinem Leben auch vollkommen, wer Gott ist. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Johannes 14,8). Nie zuvor war uns Menschen so deutlich vor Augen gemalt worden, wer Gott ist. Kein Prophet des Alten Testaments und kein Apostel hatte oder hätte dies so darstellen können. In Christus erblickt das Auge nur Vollkommenheit, nie gab es einen Schatten, nie zeigte Er einen Wesenszug Gottes auf Kosten eines anderen; alles war stets an seinem Platz.

Der Blick auf Christus darf uns immer wieder zur Bewunderung und Anbetung führen.

wahrnehmen – wahr sein

"Nicht der, den andere für zufrieden halten, ist es, sondern der, der sich selbst so fühlt", sagte mal ein Philosoph. Wir brauchen keine Philosophien, um zu erkennen, dass wir uns leicht nach dem richten, was wir sehen. Aber schon Samuel musste lernen, dass uns das Äußere leicht in die falsche Richtung führt (1. Samuel 16,7). Wie leicht meinen wir, dass jemand dies oder jenes über uns denkt, wenn wir sein Gesicht und seine Handlung sehen. In Wirklichkeit bilden wir uns das ein – aber wir meinen, das wäre die Wahrheit. Oder wir sehen Motive hinter einem Verhalten, die nichts als Spekulation sind. Damit werden wir selbst unglücklich, und wir unterstellen dem anderen etwas, was einfach verkehrt ist. Besser ist es, immer das Gute bei dem anderen anzunehmen: "Die Liebe glaubt alles" (1. Korinther 13,7) – nämlich das Gute als Motiv des anderen.

Floppenhagen

„Der Kopenhagener Klimagipfel hat am letzten Tag nicht den großen Durchbruch gebracht. Die Staatschefs legten sich zunächst nur auf Minimal-Ziele fest.“ RP vom 19.12.2009

Vor ein paar Tagen hatten wir schon einmal dieses Thema. Nein, wir wollen uns nicht negativ über die Politiker äußern (es steht uns auch gar nicht zu) und anerkennen, dass jede Regierung von Gott eingesetzt ist.

Heute liegen also die Ergebnisse vor: „Nur“ Minimal-Ziele. Man hat sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Wahrscheinlich wollte keiner so recht von seiner Position abweichen, da kann das Ergebnis nicht anders aussehen.

Wie sehen unsere Gespräche aus, wenn es eine Sache zu entscheiden gibt? Einigen wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner damit alle einigermaßen zufrieden sind? Naja, das Ergebnis läßt dann zu wünschen übrig, aber…

Vor allen Dingen aber habt untereinander eine inbrünstige Liebe.“ 1. Petrus 4 Vers 8  

 „Nichts aus Parteisucht oder eitlem Ruhm tuend, sondern in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst.“ Philipper 2 Vers 3

Wenn wir diese beiden Punkte beachten, wird die Atmosphäre unserer Gespräche gut sein. Außerdem werden unsere Gespräche kein „Flopp“ werden, sondern mit Ergebnissen enden, die zur Ehre unseres Herrn und zu unserem Segen sind.

 

 

 

 

Die Kopfbedeckung für die gläubige Frau – wann ist sie nötig?

Bezüglich dieser Frage gibt es die verschiedensten Meinungen. Gerne würde ich Eure Gedanken und Auslegungen dazu erfahren.

Ich denke, dass eine Frau beim Gebet und bei öffentlichem Lehren eine Kopfbedeckung tragen sollte. Ist in 1. Korinther 11 nur das öffentliche Gebet und Weissagen gemeint? Sollte die Frau nicht auch beim persönlichen Gebet eine Kopfbedeckung tragen? Ich selbst denke, ja.

Wenn aber ja, warum trägt die christliche Frau dann nicht ständig eine Kopfbedeckung? Sind sogenannte Stoßgebete während des Alltags etwa ausgenommen von diesem Gebot und dieses nur gültig für die regelmäßigen Gebetszeiten?

Was denkt Ihr darüber?

Werke des Glaubens

Jakobus sagt in seinem Brief: „Ohne die Werke ist der Glaube tot.“ (Jak 2,26). Einige Verse zuvor schreibt er: „Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir meinen Glauben aus meinen Werken zeigen.“ (Vers 18) Wir verstehen, dass ein Glaube ohne Werke nicht gezeigt werden kann. Es ist unmöglich. Die Thessalonicher zeigten diese Werke des Glaubens und sind darin vielen Gläubigen zum Vorbild geworden (1.Thes. 1,3).

Werke des Glaubens sind nötig, damit meine Mitmenschen (und insbesondere Mitgläubigen) etwas von meinem Glauben „haben“.

Was sind Werke des Glaubens? Allgemein gesprochen sind es alle Aktivitäten, die wir tun durch und im Glauben an den Herrn Jesus. Nicht unser Verstand oder unser Wunsch, sozial engagiert zu sein, sondern der Glaube an Ihn ist die Triebfeder für diese Werke. Wenn wir Werke ohne Glauben haben, sind diese zu nichts nutze: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Ihm wohlzugefallen.“ (Heb 11,6)

Was aber kann es konkret bedeuten? Ich möchte einfach mal ein paar Dinge aufzählen, in dem Wissen, dass diese Liste sehr unvollständig, aber vielleicht anregend ist:

– die Einheit des Geistes bewahren in dem Band des Friedens (Eph 4,3

– unablässiges Gebet ohne zu zweifeln (1. Thes 5,17; Jak, 1,6

– seinen Leib darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, welches unser vernünftiger Dienst (od. vernünftiger Gottesdienst) ist

– Ausdauer im Bibellesen – „Nehmt … das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist“ (Eph 6,17)

– die Gute Botschaft verkündigen

– das Brot den Hungrigen brechen und Verfolgte Elende ins Haus aufnehmen (Jes 58,7)

– „Wer aber der Welt Güter hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?“ (1. Joh 3,17)

– …

Was ist uns mehr wert – unser Ich oder Christus?

Diese Frage werden wohl alle Leser mit der gleichen Antwort beantworten: Christus! Dann kommt aber die nächste Frage, die man sich stellen sollte: Erkennt man das? Die Antwort auf diese Frage wird vielleicht in vielen Fällen nur zögernd oder gar nicht kommen.

Beschämend! Ist vielleicht meine Antwort auf Frage 1 falsch?

Das ist zu vermuten, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich Frage 2 mit Ja beantworten kann.

Wenn das der Fall ist, ist ein Kurswechsel dringend erforderlich! „Vergessend was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist“ (Phil 3,13). Mein Ich ist nicht nur unnütz, es ist „Verlust“ oder „Dreck“, wie der Apostel Paulus sich ausdrückt. Und wenn das für den Apostel Paulus galt, wie viel mehr dann für Dich und mich?

Nehmen wir eine neue Ausrichtung für unser Leben vor. Nicht unser Ich, Christus sollte unser Leben sein.

„In Wort und Werk, in allem Wesen sei Christus und sonst nichts zu lesen!“

Hausnotruf – Knopfdruck genügt!

Auf dem Weg nach Hause kam ich heute an einer Werbetafel des Deutschen Roten Kreuzes vorbei, auf der für den Hausnotruf-Dienst der Organisation geworben wurde. Darauf stand: Knopfdruck genügt! Ein Kopfdruck, und die Hilfe eilt herbei! Eine klasse Sache!

Dabei musste ich daran denken, dass wir noch nicht einmal auf einen Knopf drücken müssen, um den HERRN um Hilfe anzurufen. Unser „Hausnotruf“ braucht keine aufwendige Technik, ist immer und allezeit einsatzbereit. Und auf der anderen Seite der „Leitung“ geht immer jemand dran, und zwar nicht die Aushilfe für die Nachtschicht, sondern der beste Helfer, unser HERR! Wir können zu jeder Zeit und an jedem Ort unseren HERRN im Gebet anrufen und seine Hilfe erwarten, ohne „Verzögerung durch den Fahrtweg“.

Sind wir dankbar dafür?

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