Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Januar 2017 Seite 1 von 5

Glauben wie Petrus

Wenn wir an Petrus denken, dann kommen uns schnell die Situationen in den Sinn, in denen Petrus nicht von großem Glauben gekennzeichnet war. Wir denken dann an die Verleugnung des Herrn und an seinen Vorschlag, drei Hütten zu machen, als Elia und Mose auf dem Berg der Verklärung erschienen. Aber haben wir einmal seinen Glauben bestaunt?

Petrus war mit den Jüngern im Sturm auf dem See, als der Herr Jesus auf dem Wasser wandelnd zu ihnen kam. Wenn wir an diese Situation denken, dann wird vermutlich auch das Sinken des Petrus vor unsere Gedanken kommen, und wie der Herr ihn dann retten musste und zu ihm sagte: „Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Mt 14,31)

Aber was war zuvor geschehen? Petrus hatte einen Glauben bewiesen, von dem wohl keiner heute behaupten würde, dass er ihn hätte. Petrus stieg auf Geheiss des Herrn Jesus aus dem Schiff auf das stürmende Wasser – und versank nicht; weil er glaubte! Da genügten die Worte des Herrn: „Komm.“ (V.29) Versetzen wir uns einmal in die Lage des Petrus. Einige Augenblicke vorher war er noch voller Furcht vor den Wellen und dem Wind, doch als den Herrn sah, da vergaß er diese Umstände und seine Angst, und wollte zu seinem Herrn.

Ach, wenn wir doch ein wenig dieses Glaubens hätten! Wie zögerlich sind unsere Schritte oft, wie wenig von Glauben und Vertrauen gekennzeichnet. Wenn der Herr sagt „Komm“, warum zögern wir dann noch?

Don Francisco: Voyage to Gennesaret (mp3)

Sein Wort bewahren

Der Herr Jesus spricht in Seinem Gebet zum Vater von Seinen Jüngern als von solchen, die Gottes Wort bewahrt haben (Joh. 17,6). Vielleicht haben wir nicht immer eine so hohe Meinung von den Jüngern, weil sie oft so wenig Verständnis für die Dinge und Belehrungen des Herr zeigten. Doch sie haben Sein Wort bewahrt. Könnte der Herr das auch von mir sagen?

Heilige und Sünder

"Der Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder ist, dass der Heilige eine Vergangenheit und der Sünder eine Zukunft hat", sagte einmal – vermutlich ein wenig ironisch – der irische Schriftsteller Oscar Wilde (1854-1900). Dabei ist klar, dass er unter Heiligen NICHT diejenigen verstand, die Gott in seinem Wort "Heilige (und Geliebte)" (Römer 1,7; Kol 3,12), sondern die sogenannten "Heiligen" der römisch-katholischen Kirche. Sie wurden "heilig" gesprochen, weil sie angeblich Wunder in der Vergangenheit vollbracht haben sollen. Damit ist ihr Lohn dahin (vgl. Matthäus 6,2). Sünder dagegen haben eine Zukunft. Warum? Weil sie sich als Sünder anerkennen und daher Jesus Christus als ihren Retter angenommen haben. Für sie – gerade und nur für sie – ist Christus auf die Erde gekommen (1. Tim 1,15). Er ist nicht für Gesunde gekommen, sondern für Kranke (Lk 5,31).

Mit der Muttermilch aufgesogen

etwas mit der Muttermilch aufgesogen / eingesogen haben = etwas schon als Kind von den Eltern gelernt haben

http://www.redensarten-index.de

Von zwei Männenr in der Bibel (Mose und Samuel) kann man das so sagen. Denn die Zeit, die sie in ihren Elternhäusern waren, war nur die Zeit, in der sie von ihren Müttern gestillt wurden. Was sie in dieser Zeit gelernt haben und welchen Einfluß das auf ihr Leben hatte, kann man in ihrer weiteren Geschichte sehen.

Die Gottesfurcht der Mütter, ihr gelebter Glaube an Gott sowie ihr Gebetsleben hatten einen prägenden Einfluß auf die beiden. Beide waren später gottefürchtige Männer, Glaubensmänner und Männer des Gebets.

Was sehen unsere Kinder an uns?

Welchen Einfluß hat unser Leben auf unsere Kinder?

Was prägt unsere Kinder?

Paulus Buchführung

Wie wir aus der Bibel wissen, war der Apostel Paulus ein Handwerker und kein Kaufmann. Trotzdem hat er eine Buchführung gemacht:

Auf der HABEN-Seite verbuchte er seine Vorzüge: “Beschnitten am achten Tag, vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer; was den Eifer betrifft, ein Verfolger der Versammlung; was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz ist, für untadelig befunden."

Dann buchte er aber die HABEN-Seite komplett auf die SOLL-Seite um: "Aber was irgend mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; ja wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte,"

Um zu folgendem positivem SALDO zu kommen: "damit ich Christus gewinne” Philipper 3 Verse 4-8

Zufall?

Unter der Überschrift "Feuerwehr sucht nach Absturzopfer im Rhein" ist in der RP vom 23.07.2013 ein Bericht über einen angeblich abgestürzten Gleitschirmflieger (der in Wirklichkeit ein Wetterballon war) zu lesen, bei deren Suche die Einsatzkräfte stattdessen einen lebensmüden Düsseldorfer aus dem Wasser zogen. Ein Zitat eines Feuerwehrmannes: "Was für ein Zufall, dass wir in der Nähe des Mannes den Wetter-Ballon gefunden haben."

Wirklich Zufall? Oder hat Gott diesem Mann noch eine Chance gegeben?

Wir wissen nicht, warum er gerettet wurde. Wovon wir aber überzeugt sind ist, dass es bei Gott keine Zufälle gibt.

Wir hoffen, dass der Mann die Chance nutzt und sich bekehrt und Hilfe bei dem sucht, der wirklich helfen kann.

Falsche Wahrnehmung

Um Menschen davon zu überzeugen, dass sie ein falsches Bild von sich oder anderen haben, nutzt die Bibel Geschichten, die das klar machen sollen.

Eine Geschichte steht im Alten Testament in 2. Samuel Kapitel 12. Da wird ein Prophet mit einer Geschichte zu dem König David gesandt: „Ein Mann hatte ein einziges Schaf, ein reicher Mann dagegen große Viehherden. Als Besuch zu dem reichen Mann kam, war es ihm zu schade um seine Tiere. Also nahm er das einzige Schaf des armen Mannes, schlachtete es und setzte es seinem Besuch zur Speise vor.“ Als David die Geschichte hörte, empörte er sich sehr über den reichen Mann. Da musste der Prophet ihm sagen: „Du bist der Mann!“ (Vers 7) David hätte -wie in der damaligen Zeit üblich- jede Frau zur Ehefrau haben können (und hatte auch einige Frauen), nahm sich aber die einzige Frau eines anderen Mannes und ließ diesen töten. Das Resultat dieser Begebenheit war ein eindeutiges Bekenntnis Davids: „Ich habe gegen den HERRN gesündigt!“ (Vers 13) Die Geschichte führte dazu, dass David seine Wahrnehmung korrigiert.

Die andere Geschichte steht im Neuen Testament in Lukas 7. Ein Pharisäer hatte den Herrn Jesus zum Essen eingeladen. Bei dem Essen war auch eine als Sünderin bekannte Frau anwesend. Das störte den Pharisäer, da er meinte, so eine Frau passe nicht in diese Gesellschaft. Da sagt der Herr Jesus dem Mann folgende Geschichte: „Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer schuldete 500 Währungseinheiten, der andere 50 Währungseinheiten. Beide konnten nicht bezahlen, deshalb schenkte der Gläubiger ihnen die jeweilige Summe. Wer würde den Gläubiger wohl mehr lieben?“ Zwar gab der Pharisäer die richtige Antwort: „Ich meine, der, dem er das meiste geschenkt hat.“ (Vers 43)  merkte aber nicht, dass der Herr Jesus auch ihn gemeint hatte. Nicht nur die Sünderin hatte Schuld auf sich geladen, auch er, der Pharisäer war ein Sünder. Die Frau wusste um ihre Schuld und bereute sie (so dass der Herr Jesus ihr sagen konnte: „Deine Sünden sind vergeben. Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“ (Verse 48 und 50)). Der Pharisäer war und blieb selbstgerecht. Die Geschichte hatte seine Wahrnehmung über sich selbst nicht geändert.

Auch wir können manchmal ein falsches Bild von uns haben. Wie gut, wenn wir dann die Bereitschaft haben, uns korrigieren zu lassen.

 

Ehe als Auslaufmodell

Die CSU-Politikerin Gabriele Pauli will die Ehen künftig auf sieben Jahre befristen. Wenn „Ehen nach sieben Jahren auslaufen“ würden, könnten sich die Partner ohne großen Scheidungsaufwand trennen, sagte die Kandidatin für den CSU-Vorsitz bei der Vorstellung ihres Programms in München. Die Partner könnten dann aber auch „aktiv Ja sagen zu einer Verlängerung“.

Das ist kein Witz. So weit ist unsere Gesellschaft inzwischen gekommen. Aber eigentlich wundert’s kaum. Wo zählen denn Gottes Werte und seine Schöpfungsordnung noch? Die Ehe ist das letzte, was dem Menschen aus dem Paradies Eden übrig geblieben ist. Und jetzt steht er im Begriff, auch dieses wunderbare Geschenk seines Schöpfers über Bord zu werfen – wenn er es nicht schon längst innerlich getan hat.

Wir Christen sind erschüttert. Aber nochmal: Eigentlich können wir uns nicht wundern, da die letzten Tage gerade von solchen Gedanken gekennzeichnet sind, wie wir in 2. Timotheus 3 lesen.

Was uns betrifft, so kann ein solches Vorhaben uns nur dazu bringen, erst recht „mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren“ (Apg 11, 23). WER, wenn nicht wir, die Seinen, können unter diesen armen, erbärmlichen Menschen ohne Gott noch ein wenig zeigen, was Gottes Maßstäbe und Werte sind?

Die Menschen dieser Welt lesen die Bibel nicht mehr. Umso wichtiger, wenn sie dann in uns lesen können, was Gottes Gedanken sind…

Brückenbauer

„Politiker sind überall gleich. Sie versprechen eine Brücke zu bauen – selbst dort, wo es gar keinen Fluß gibt“, sagte einmal Nikita S. Chruschtschow (1894-1971), sowjetischer Ministerpräsident und Parteichef. Es ist gut, Brücken zu bauen. Solche Brückenbauer wollen auch wir sein! Brücken zwischen Gläubigen, die nicht mehr miteinander reden (wollen). Brücken zu Geschwistern, die alleine und vielleicht vereinsamt sind. Brücken, wenn Streit aufgekommen ist. „In der Bruderliebe seid herzlich zueinander; in Ehrerbietung geht einer dem anderen voran; im Fleiß seid nicht säumig“ (Römer 12,10.11).

Aber: Leere und unsinnige Verprechungen, nur um etwas gesagt zu haben oder unser Image aufzubessern, können wir unterlassen. Sie sind nicht glaubwürdig und letztlich Heuchelei. „Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug udn Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden“ (1. Pet 2,1).

Die Affen Rasen durch den Wald…

Bei einem Besuch in einem Tierpark hatten wir ein interessantes und lehrreiches Erlebnis.

Ein Affe vermutete Lebensmittel in dem Rucksack unseres Freundes. Er sprang auf seine Schulter, öffnete den Rucksack und griff hinein. Als wir unserem Freund zur Hilfe kamen, schlossen sich die Affen zusammen und verteidigten sich gemeinsam.
Wenn ein Affe in Not kommt, sind die anderen zur Stelle um zu helfen.

Wir sind oft „Einzelkämpfer“ und wundern uns, dass wir wenig erfolgreich sind. Gott hat uns mit anderen Christen zusammengestellt, damit wir gemeinsam „kämpfen“ sollen.

Aber wie gut ist es doch, wenn wir

– gemeinsam am Evangelium arbeiten
– uns gegenseitig eine Hilfe sind
– gemeinsam beten
– gemeinsam die Bibel lesen und uns darüber austauschen
– …

Es gibt viele Beispiele in der Bibel, wo Menschen gemeinsam etwas erreicht haben:
– Daniel und seine Freunde (Daniel 2 Verse 17 + 18)
– Die Versammlung in Jerusalem (Apostelgeschichte 12 Vers 5)
– …

Die Affen waren uns ein gutes Beispiel dafür, wie man füreinander einsteht.

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