Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Januar 2017 Seite 2 von 5

Ansporn

„Wen habe ich im Himmel? und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde.“

Psalm 73 Vers 25

Jeder Christ wird zugeben müssen, dass er hinter einer solchen Aussage mehr oder weniger weit zurücksteht. Aber wir dürfen uns diesen Satz als Ansporn nehmen – und als Mittel, das manchen unweisen Satz unausgesprochen bleiben lässt.

Träumen?

„Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, daraus zu erwachen“, sagte mal jemand. Nun werden wir heute überhaupt nicht aufgefordert zu träumen und unsere Träume zu deuten. Aber auch heute ist es wahr, dass Gott gerade zu einem ungläubigen Menschen durch einen Traum sprechen kann. Ist Gott nicht souverän? Und wenn sich ein Mensch nach einem Traum bekehrt, was wollten wir dagegen sagen?

Aber dieser Satz hat (noch) eine andere Botschaft. Rennen wir nicht manchmal Wünschen hinterher, statt uns mit der Realität zufrieden zu geben? Nicht von ungefähr ging es bei Jakob letztlich erst aufwärts, als Rahel nicht mehr da war. Das war die Frau, die Jakob besonders liebte und die für ihn „sein Traum“ war, dem er hinterherlief. Wir sollen Herzensentschlüsse fassen. Wir sollen mit unserem erbärmlichen Leben nicht zufrieden sein. Aber nicht, indem wir Träumen hinterherrennen, sondern indem wir uns dafür halten, dass wir der Sünde tot sind, Gott aber lebend in Christus Jesus (Römer 6,11).

Geistlicher Blick

Und er erhob seine Augen und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und beugte sich nieder zur Erde; und er sprach: Herr, wenn ich den Gnade gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und wascht eure Füße; und lagert euch unter dem Baum, und ich will einen Bissen Brot holen, und stärkt euer Herz; danach mögt ihr weiterziehen; da ihr nun einmal vorbeigekommen seid.“  1. Mose 18 Verse 2 bis 5

Es fällt auf, das Abraham (er ist es , der hier vor seinem Zelt sitzt und die Gegend beobachtet) drei Männer sieht, auf sie zugeht, einen als Herrn anspricht und sich dann doch um alle drei kümmert. Der EINE ist kein anderer, als der Herr Jesus selbst.

Wir können aus dieser Begebenheit lernen:

  • Abraham sah alle drei Männer – er hatte ein Blick für seine Umgebung.
  • Abraham erkannte den Herrn – er hatte geistliches Unterscheidungsvermögen.
  • Abraham kümmerte sich um die drei Männer – er wußte, was in dieser Situation zu tun war.

Die Fragen sind: 1. Woher hatte Abraham diese „Fähigkeit“? 2. Wie können wir ihm nacheifern?

  1. Nach einer Zeit des geistlichen Stillstands (Eigenmächtiges Handeln mit Hagar 1. Mose 16), war er wieder in Gemeinschaft mit seinem Gott (Gott erscheint Abram 1. Mose 17).
  2. Gemeinschaft mit Gott zu haben bedeutet für uns, IHN durch sein Wort -die Bibel-  zu uns reden zu lassen und im Gebet mit Ihm zu reden. Wenn wir diese beiden Dinge täglich praktizieren, können wir auch so handeln wie Abraham. Und das zu unserem eigenen Segen, aber auch zum Segen für unsere Umgebung.

Wenn etwas zwischen uns und dem Herrn steht

Petrus hatte seinen Herrn verleugnet. Als ihm diese Sünde durch den Blick des Herrn Jesus bewusst wurde, bereute er sie zutiefst „Und er ging hinaus und weinte bitterlich.“ (Lukas 22,62). Trotzdem waren seine Schritte noch gehemmt „und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus…“ (Johannes 20,4).

Nachdem er jedoch eine persönliche Begegnung mit dem Hern Jesus hatte – nur der Herr Jesus und Petrus allein (1. Korinther 15,5)- änderte sich das grundlegend. Bei der nächsten Begegnung war Petrus den anderen Juengern
voraus „Petrus warf sich in den See. (um schnell zu dem Herrn Jesus zu schwimmen) Die anderen Jünger kamen mit dem Boot (nach)“ (Johannes 21, 7+8).

Kennen wir das auch? Zwischen uns und dem Herrn steht eine ungeklärte Sache. Wir können nicht mehr richtig beten und uns fehlt die Freude beim Lesen der Bibel – unsere Schritte sind sozusagen gehemmt.

Dann hilft nur:

1) Unsere Sünden aufrichtig bereuen. Mit „aufrichtig“ meine ich, nicht evtl. Folgen bereuen, sondern bereuen, was wir dem Herrn Jesus angetan haben.

2) „Wenn wir unsere Sünden bekennen (Gott unserem Vater alles schonungslos sagen), so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1,9)

3) Wenn wir gegen einen unserer Mitmenschen gesündigt haben, gehört auch noch ein Bekenntnis ihnen gegenüber dazu.

Dann kommt wieder Freude in unser Herz und ein Verlangen, nahe bei unserem Herrn zu sein.

April, April!

Wer hat nicht schon einmal einen Aprilscherz gemacht oder ist einem solchen Scherz auf den Leim gegangen? Heute ist wieder der 1. April, ein Tag, an dem fast jede Tageszeitung einen Aprilscherz veröffentlicht, und zwar so raffiniert, dass der Leser kaum bemerkt, dass es unwahr ist.

Denn diese Art von Scherz ist im Grunde genommen eine Unwahrheit, eine Lüge. Ich möchte hier nicht die Ermahnung aussprechen, keine Aprilscherze zu machen, aber wir sollten dennoch bedenken, dass auch eine im Scherz gesagte Lüge eine Lüge ist. Doch die wenigsten Lügenreden sind scherzhaft gemeint. Wie gehen wir als Christen mit der Wahrheit um? Oder gehen wir eher mit der Unwahrheit um?

„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Die Zunge ist unter unseren Gliedern gesetzt, als die den ganzen Leib befleckt und den Lauf der Natur anzündet und von der Hölle angezündet wird.“ (Jak. 3,5.6)

Evangelisieren – reden und(!) im Verhalten zeigen

„Gehe hin nach deinem Hause zu den Deinigen und verkünde ihnen, wieviel der Herr an dir getan, und wie er sich deiner erbarmt hat.“ Markus 4,19

Diese Aufforderung gab der Herr Jesus einem Menschen gleich nach dessen Bekehrung.

„Evangelisieren“ fängt also in der eigenen Familie und in der engsten Umgebung (Nachbarschaft) an.

Aber warum fällt uns gerade das so schwer? Vielleicht deshalb, weil wir hier sofort auch an unseren Taten gemessen werden?
Einem Menschen zu sagen, dass er sich bekehren muß, ist die eine Sache. Sich als Christ richtig zu verhalten (so dass Menschen etwas von Jesus Christus an uns sehen können) eine ganz andere Sache.

Denn nur, wenn unsere Worte mit unserem Verhalten übereinstimmen, können wir Menschen erreichen. Und genau dieses fällt in unserer nächsten Umgebung zusammen.
Wenn ich meine Familienmitglieder für den Herrn Jesus gewinnen möchte, aber ständig im Streit mit ihnen bin, habe ich keine Chance.

Am Büchertisch kann ich vielleicht Menschen durch meine rethorischen Fähigkeiten „überzeugen“, in der Familie/Nachbarschaft muß mein Verhalten „mitzeugen“.

Mein eigener Anspruch = meine Erwartung an andere?

Wir alle sind verschieden. Jeder hat andere Fähigkeiten, ein verschiedenes Maß an Kraft, physisch und psychisch. Das wissen wir eigentlich alle. Dennoch ertappen wir uns immer wieder dabei, dass wir andere an unserm eigenen Anspruch messen - und vielleicht verurteilen, wenn sie unserem Anspruch nicht gerecht werden.

Das kann fatale Folgen haben, wenn es um den Dienst für den Herrn geht. Denn dann wird von anderen Brüdern und Schwestern - vielleicht unbewusst - gefordert, dass sie dieselben Leistungen erbringen wie vielleicht jemand, der eine schier nie endende Energie hat. Und sie setzen sich dann selbst unter Druck und versuchen, so zu sein und so zu wirken wie andere.

Wenn jemand es schafft, regelmäßig morgens um 5 Uhr aufzustehen, um Traktate zu verteilen, heißt das noch nicht, dass der andere dies auch bewältigen muss. Oder wenn eine Frau jeden Sonntag 10 Gäste bewirten kann, muss ihre Glaubensschwester noch lange nicht dieselbe Kraft haben. Auch geht nicht jeder Mann gleich „hart“ mit sich um, nicht jeder ist gesundheitlich gleich stark, einer ist „häuslicher“, einem anderen macht es nichts aus, dauernd unterwegs zu sein…

Sicher wollen wir uns alle bemühen, nach unseren Kräften dem Herrn zu dienen. Und wir wollen nicht unsere Faulheit hinter scheinbarem Kräftemangel verstecken. Aber wir sollten sehr, sehr vorsichtig sein, die Kräfte unserer Brüder und Schwestern zu beurteilen.

In diesem - umgekehrten - Sinn möchte ich einmal den Vers 3 aus Römer 12 anwenden:

Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern so zu denken, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.

„Ampelfrau“

Zitat aus der Tageszeitung: „Wie in Köln, Erfurt und Dresden zeigt jetzt auch in Hamm eine „Ampelfrau“ den Fussgängern rotes oder grünes Licht. Das übliche Ampel-Männchen sei abgelöst worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Austausch sei ein „schöner Gag“ und lediglich als solcher zu verstehen. Mit der Gleichstellung von Frau und Mann habe die Aktion nichts zu tun. Die weiblichen Formen werden auf dem Ampelzeichen durch Haarzopf und Rock markiert.“

Interessant, wie die „Ampelfrau“ dargestellt wird!

Frauen, die durch ihr Äusseres klar machen möchten, dass sie gerne FRAU sind (und die ihnen von ihrem Schöpfer zugedachte Rolle gerne einnehmen), werden manchmal belächelt. Wenn es aber darum geht, Frauen bildlich darzustellen, dann greift man doch auf diese Merkmale zurück.

Wie ich finde, eine Ermunterung für Frauen, die durch ihr Äusseres unterstreichen, dass sie Frauen sind.

Aber wenn auch das „Ampelmännchen“ ausgedient hat, bleibt die
Rolle der Männer nach Gottes Schöpferordnung doch die gleiche.

Wenn der Bibelvers auch nicht sehr populär ist, bleibt er trotzdem wahr: „Der Christus ist das Haupt eines jeden Mannes, das Haupt der Frau aber der Mann, das Haupt des Christus aber Gott.“ 1. Korinther 11 Vers 3

Die göttliche Wirklichkeit holt uns manchmal durch ganz kleine, alltäglich Dinge wieder ein!

Freude an Christus und ihre Folgen

„Nichts bildet so das Herz und bricht den Eigenwillen in uns wie die Freude, die wir an Christus in Gemeinschaft mit dem Vater haben“

John Nelson Darby

1. Mai

„Der Erste Mai wird als Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung, Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse oder auch als Maifeiertag bezeichnet. Er ist in Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Belgien, Teilen der Schweiz und vielen anderen Staaten ein gesetzlicher Feiertag.

Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf - in Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien, welche ebenfalls den Achtstundentag forderte.“

wikipedia

Dazu ein paar Gedanken:

Gott hat den Menschen die „Arbeit“ gegeben. Und zwar bereits vor dem Sündenfall. “ Und Gott der HEER nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.1. Mose 2 Vers 15

Allerdings hat sich die Arbeit durch den Sündenfall grundlegend geändert. „Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot esssen.1. Mose 3 Vers 19.  Seitdem ist das Arbeiten mit Mühen verbunden.

Aber Gott möchte, dass wir bei der Arbeit trotz der Mühe Gutes sehen und sogar Freude haben. „Ich habe erkannt, dass es nichts Besseres unter ihnen gibt, als sich zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu tun; und auch, dass er esse und trinke und Gutes sehe bei all seiner Mühe, ist für jeden Menschen eine Gabe Gottes.“ Prediger 3 Verse 12 und 13

Wir wollen natürlich nicht übersehen, dass das Arbeiten für manche Leute mit sehr großen Mühen verbunden ist. Dabei kann man leicht die Lust und Freude an der Arbeit verlieren. Außerdem gibt es für manche Arbeiter sehr schlechte Arbeitsbedingungen bei noch schlechterer Bezahlung. Wenn es bei uns anders ist, wollen wir dafür dankbar sein.

Wir wollen auch bedenken, dass wir durch unsere Arbeit ein Zeugnis für unseren Herrn sein können und sollen. „Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn.“ Kolosser 3 Vers 17

Wenn wir über die o.g. Punkte nachdenken, kann der 1. Mai kein Tag des Protestes, sondern im Gegenteil ein Tag der Dankbarkeit gegenüber unserem Herrn Jesus Christus sein, der uns die Arbeit gegeben hat.

Es gibt Menschen, die gerne arbeiten möchten, aber aus den verschiedensten Gründen (z.B. Arbeitslosigkeit, Krankheit) nicht arbeiten können. Wenn Gott das bei Dir zulässt, hat Er für Dich einen guten Plan – auch wenn Du es (noch) nicht sehen kannst.

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