Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 5. Januar 2017

Unterstellen oder aufhängen

"Ich habe immer gesagt: Er ist wie ein Baum; man kann sich unterstellen oder sich daran aufhängen", so die Frage eines Politikers in einem autoritären Regime. Leider gibt es solche Zustände auch in christlichen Versammlungen (Gemeinden). Der Apostel Johannes scheibt von einem solchen Diotrephes, der gerne der Erste sein wollte (3. Johannes 9) und nicht einmal die Worte des Apostels Johannes annahm. Bei solchen "Brüdern" gibt es oft nur zwei Wege: Entweder unterstellt man sich ihrer (angemaßten, falsch ausgeübten) Autorität, oder man geht (geistlich, moralisch, inmitten der Christen) an ihnen zugrunde. So war es offenbar bei Diotrephes – und so kommt es leider auch heute noch vor. Das ist tragisch. Die Tatsache, dass Johannes davon spricht, dass er selbst kommen müsse, um dem Treiben dieses Mannes ein Ende zu bereiten, der sogar Brüder aus der Versammlung stieß, scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass man hier nur von außen (also von einem anderen Ort aus) helfen kann. Dass dazu Mut und Standvermögen gehört, auch die Bereitschaft, nicht auf den eigenen Ruf zu achten, muss wohl nicht weiter betont werden. Solcher Brüder und Diener bedarf es auch heute – sie vollbringen einen wertvollen Dienst!

Auf einmal!

Wie lange warten wir, bis wir vor einer Versuchung fliehen? Hoffentlich gar nicht! Doch wie oft ist es uns vielleicht ähnlich gegangen wie dem jungen Mann in Sprüche 7:

„Auf einmal ging er ihr nach, wie ein Ochs zur Schlachtbank geht, und wie Fußfesseln zur Züchtigung des Narren dienen, bis ein Pfeil seine Leber zerspaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und nicht weiß, daß es sein Leben gilt.“ (Sprüche 7, 22.23)

Auf einmal! Das geht ganz plötzlich, wenn wir zögern. Wir meinen vielleicht, wir könnten widerstehen. Aber bei der Versuchung gilt es nicht zu widerstehen. Sofortige Flucht ist die einzige Rettung!

Manchmal gleichen wir einem Menschen, der sich immer näher an den Abgrund herantastet, immer weiter, obwohl er weiss, dass er sich in Gefahr begibt. Und dann bröckelt plötzlich der Rand und der Absturz ist nicht mehr aufzuhalten. Lassen wir uns warnen durch das Beispiel des jungen Mannes in Sprüche 7!

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