Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 7. Januar 2017

Das Vorzüglichere

„…damit ihr prüfen mögt, was das Vorzüglichere sei.“ (Philipper 1,10)

Prüfen, ob etwas nach der Bibel „in Ordnung geht“ – das ist häufig die Art von Prüfen, die wir vornehmen. Man hat dieses oder jenes vor und prüft dann, ob es „noch“ im Rahmen dessen ist, was man als Christ tun darf.

Gott gibt uns mit seinem Wort eine Richtschnur, doch das Ziel Gottes mit dieser Richtschnur ist, dass wir das Verzüglichere finden. Und alles Vorzügliche, das wir finden werden, hat seine Quelle und sein Ziel in der herrlichen Person unseren Herrn Jesus. Sein Ziel mit uns ist, dass wir wie die Braut im Hohenlied erkennen, was unser „Geliebter vor einem anderen Geliebten“ ist (Hohelied 5,9), dass Er „ausgezeichnet“ ist (V.10), dass Seine Liebe „besser“ ist als Wein (Hohelied 1,2).

Und so müsste die Überschrift dieses Beitrags eigentlich lauten: Der Vorzüglichere!

Eine Frage der Selbstgefälligkeit?

„Es gäbe einen Weg, sämtliche Wirtschaftsprobleme zu lösen: Man müßte die Selbstgefälligkeit steuerpflichtig machen“, sagte einmal ein französischer Filmschauspieler.

Lassen sich nicht viele Probleme unter Gläubigen dadurch lösen, dass wir von unserem hohen Ross und unserer Selbstgefälligkeit, in der wir uns persönlich manchmal sonnen können, heruntersteigen, um den jeweils anderen in Demut höher zu achten als uns selbst?

„Einander untergeordnet in der Furcht Christi“ (Epheser 5,21) – das darf unser Antrieb sein.

Das Werk des Herrn – wer, wie, wann, wo?

„Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn“ (1.Korinther 15,58)

Ist das Werk des Herrn nur etwas für Brüder, die der Herr besonders begabt hat? Nein, das Ziel des Herrn mit jedem von uns ist, uns in seinem Werk einzusetzen, sei es Bruder oder Schwester, alt oder jung. Der obige Vers macht das ganz deutlich, sagt aber auch, dass dieses Werk mit Mühe verbunden ist. Die Arbeit für den Herrn können wir nicht aus dem Ärmel schütteln oder „mal so nebenbei“ machen. Kein Bereich unseres Lebens ist davon ausgenommen.  „Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn“ (Kolosser 3,17).

Der Ausdruck „Werk des Herrn“ macht deutlich, dass es SEIN Werk ist, nicht das unsre. Wenn es SEIN Werk ist, dann ist Er der Bestimmende. Es steht im frei, zu gebrauchen, wen Er gebrauchen will. Er bestimmt auch Zeitpunkt und Ort für unsere Aufgaben.

Unter „Ort“ verstehen wir zu allererst einen geografischen Ort. Und es ist richtig, dass der Herr uns gerade dort gebrauchen will, wo Er uns geografisch hingestellt hat. Damit meine ich nicht nur die örtliche Versammlung, sondern auch speziell den Ort, an dem du wohnst. Es mag sein, dass du zu den Zusammenkünften in einen anderen Ort fährst, vielleicht nimmst du sogar viele Kilometer auf dich. Doch hast du dich einmal gefragt, warum du gerade an dem Ort wohnst, an dem du wohnst? Der Herr will dich gerade dort gebrauchen.

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