Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 9. Januar 2017

Demut vor Gottes Wort

"Gott offenbart seine Dinge nicht "den Weisen und Verständigen", sondern den "Unmündigen". Nicht die Kraft des Menschengeistes, welcher über "die Dinge Gottes" urteilt, ist es, die Segen von Ihm erlangt; es ist der Geist des Unmündigen, der nach der "lauteren Milch des Wortes" begierig ist. … Der stärkste Geist muß an das Wort Gottes herantreten wie das neugeborne Kind." (John Nelson Darby)

Wie oft gehen wir mit vorgefasster Meinung, mit unseren Vorstellungen und Überzeugungen oder sogar mit Unglaube an die Bibel, das Wort Gottes heran. Damit verschließen wir uns selbst vor Gottes Gedanken. Wir müssen anerkennen, dass sein Buch höher ist als unsere erbärmlichen Vorstellungen und Überlegungen. Wer das anerkennt, dem wir Gott Tiefen entdecken lassen, zu denen wir mit unserem menschlichen Verstand – und sei er noch so hervorragend – nicht imstande sind.  

Die Stimmung schlägt um

Lukas 16 Verse 16-30 Der Herr Jesus las den Menschen aus dem alten Testament vor und erklärte den Text. Die Zuhörer waren erstaunt über „die Worte der Gnade“. Doch kurze Zeit später wollten sie den Herrn Jesus einen Berg hinunterstürzen.

Woher kam diese Sinnesänderung?

Der Herr Jesus sah in die Herzen und wusste, wie es da aussah. Worte der Gnade wollten sie gerne hören, aber wenn es um den Kern der Sache ging (wenn es ans „Eingemachte “ ging), dann kochte die Wut hoch.

Sind wir bereit, uns auch unangenehme Dinge zu Herzen zu nehmen? Oder wollen wir auch nur Worte hören, die uns guttun?

Der Herr Jesus hat je nach Situation ermunternde Worte oder ermahnende Worte für uns. Beide haben wir nötig, auf beide sollen wir hören.

Feigenblätter

In der letzten Woche wurde bekannt, dass junge Leute deutlich konsequenter beim sexuellen Verkehr an das Verhüten denken als in früheren Jahren. Das wurde in den Medien groß herausgestellt und gelobt. Mich erinnert das an den Versuch von Adam und Eva, die Folgen ihrer Sünde mit Feigenblättern zu überkleiden. Sie waren Gott ungehorsam gewesen, indem sie vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegessen hatten. Dadurch erkannten sie zum ersten Mal, dass sie nackt waren. Der Versuch scheiterte – Gott offenbarte Adam und Eva ihre Sünde – und vor Gott hatten sie auch mit Feigenblättern Angst.
Auch heute wird der Versuch, die gesundheitlichen Folgen der Sünde außerehelichen Geschlechtsverkehrs – nämlich Nachwuchs und Krankheiten wie Aids – zu verhindern, scheitern. Zuweilen verhinderte man weder ein Kind noch eine Krankheit. Und die Schuldgefühle kann man mit Verhütungsmethoden ohnehin nicht entsorgen. „Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27).

Wenn`s am schönsten ist, sollte man gehen

Vielleicht hat sich das auch Philipp Lahm gedacht: „Philipp Lahm überrascht alle Fußballfans und auch seine Mitspieler mit seinem plötzlichen Abschied. Die Nationalmannschaft hätte ihn noch gebraucht, aber der Kapitän geht auf dem Gipfel der Karriere von Bord.“ FAZ vom 19.07.2014

Kann man das auch auf den christlichen Bereich übertragen? Wer bestimmt bei uns, wann wir „gehen“ (eine Aufgabe beenden) sollen?

Es gibt Beispiele in der Apostelgeschichte, wo das nur Einer tut, unser Herr und Meister Jesus Christus. Ein Beispiel ist Philippus in Apg. 8: Nicht er ging, sondern der Herr nahm ihn dort weg.

Auch unsere Gefühle oder die Meinung von außen sollte nicht unsere Triebfeder sein. Lahm hätte man noch weiterhin gebrauchen können.

Es ist gut, wenn wir ein Empfinden und die Bereitschaft dafür haben, auf unseren Meister zu hören und das zu tun, was er möchte. Wenn Er uns klar macht, dass wir bleiben sollen, dann bleiben wir – auch wenn wir die Meinung aus der Überschrift haben „wenn`s am schönsten ist, sollte man gehen“.  Wenn Er uns sagt, wir sollen gehen , dann gehen wir – auch wenn wir noch so viele Aufgaben sehen.

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