Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 25. Januar 2017

Paulus Buchführung

Wie wir aus der Bibel wissen, war der Apostel Paulus ein Handwerker und kein Kaufmann. Trotzdem hat er eine Buchführung gemacht:

Auf der HABEN-Seite verbuchte er seine Vorzüge: “Beschnitten am achten Tag, vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer; was den Eifer betrifft, ein Verfolger der Versammlung; was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz ist, für untadelig befunden."

Dann buchte er aber die HABEN-Seite komplett auf die SOLL-Seite um: "Aber was irgend mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; ja wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte,"

Um zu folgendem positivem SALDO zu kommen: "damit ich Christus gewinne” Philipper 3 Verse 4-8

Zufall?

Unter der Überschrift "Feuerwehr sucht nach Absturzopfer im Rhein" ist in der RP vom 23.07.2013 ein Bericht über einen angeblich abgestürzten Gleitschirmflieger (der in Wirklichkeit ein Wetterballon war) zu lesen, bei deren Suche die Einsatzkräfte stattdessen einen lebensmüden Düsseldorfer aus dem Wasser zogen. Ein Zitat eines Feuerwehrmannes: "Was für ein Zufall, dass wir in der Nähe des Mannes den Wetter-Ballon gefunden haben."

Wirklich Zufall? Oder hat Gott diesem Mann noch eine Chance gegeben?

Wir wissen nicht, warum er gerettet wurde. Wovon wir aber überzeugt sind ist, dass es bei Gott keine Zufälle gibt.

Wir hoffen, dass der Mann die Chance nutzt und sich bekehrt und Hilfe bei dem sucht, der wirklich helfen kann.

Falsche Wahrnehmung

Um Menschen davon zu überzeugen, dass sie ein falsches Bild von sich oder anderen haben, nutzt die Bibel Geschichten, die das klar machen sollen.

Eine Geschichte steht im Alten Testament in 2. Samuel Kapitel 12. Da wird ein Prophet mit einer Geschichte zu dem König David gesandt: „Ein Mann hatte ein einziges Schaf, ein reicher Mann dagegen große Viehherden. Als Besuch zu dem reichen Mann kam, war es ihm zu schade um seine Tiere. Also nahm er das einzige Schaf des armen Mannes, schlachtete es und setzte es seinem Besuch zur Speise vor.“ Als David die Geschichte hörte, empörte er sich sehr über den reichen Mann. Da musste der Prophet ihm sagen: „Du bist der Mann!“ (Vers 7) David hätte -wie in der damaligen Zeit üblich- jede Frau zur Ehefrau haben können (und hatte auch einige Frauen), nahm sich aber die einzige Frau eines anderen Mannes und ließ diesen töten. Das Resultat dieser Begebenheit war ein eindeutiges Bekenntnis Davids: „Ich habe gegen den HERRN gesündigt!“ (Vers 13) Die Geschichte führte dazu, dass David seine Wahrnehmung korrigiert.

Die andere Geschichte steht im Neuen Testament in Lukas 7. Ein Pharisäer hatte den Herrn Jesus zum Essen eingeladen. Bei dem Essen war auch eine als Sünderin bekannte Frau anwesend. Das störte den Pharisäer, da er meinte, so eine Frau passe nicht in diese Gesellschaft. Da sagt der Herr Jesus dem Mann folgende Geschichte: „Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer schuldete 500 Währungseinheiten, der andere 50 Währungseinheiten. Beide konnten nicht bezahlen, deshalb schenkte der Gläubiger ihnen die jeweilige Summe. Wer würde den Gläubiger wohl mehr lieben?“ Zwar gab der Pharisäer die richtige Antwort: „Ich meine, der, dem er das meiste geschenkt hat.“ (Vers 43)  merkte aber nicht, dass der Herr Jesus auch ihn gemeint hatte. Nicht nur die Sünderin hatte Schuld auf sich geladen, auch er, der Pharisäer war ein Sünder. Die Frau wusste um ihre Schuld und bereute sie (so dass der Herr Jesus ihr sagen konnte: „Deine Sünden sind vergeben. Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“ (Verse 48 und 50)). Der Pharisäer war und blieb selbstgerecht. Die Geschichte hatte seine Wahrnehmung über sich selbst nicht geändert.

Auch wir können manchmal ein falsches Bild von uns haben. Wie gut, wenn wir dann die Bereitschaft haben, uns korrigieren zu lassen.

 

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