Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: März 2017 Seite 1 von 5

Verstand haben und Verstand anwenden

„Es ist zweierlei, Verstand empfangen haben, und den Verstand, den man empfangen hat, auch anzuwenden gelernt haben“, sagte die erste deutsche Ärztin, Dorothea Christiane Erxleben (1715-1762).

Für uns Christen gilt nicht nur die Verstandesfrage, sondern auch die Gnadenfrage: Es ist eine Sache, Gnade für einen Dienst vom Herrn erhalten zu haben. Es ist eine zweite Sache, ob wir gelernt haben, diesen Dienst in den Aufgaben anzuwenden, die der Herr Jesus uns vor die Füße legt.

Petrus schreibt: „Je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1. Petrus 4,10). Eine Gnadengabe haben wir alle erhalten. Arbeiten wir alle damit?

Komm und sieh!

„Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm.“ (Johannes 1:39)

Unser Wunsch ist es, den Herrn Jesus besser kennen zu lernen. Aber was muss man tun, damit man ihn besser kennen lernt?

Dorthin kommen, wo der Herr Jesus ist.

Du wirst den Herrn Jesus nur kennen lernen können, wenn du dort bist, wo er ist. Das bedeutet einerseits, dass du diesen Ort aufsuchen musst, andererseits heißt es aber auch, dass du nur dorthin gehen solltest, wohin der Herr Jesus mitgehen kann.

„Komm!“ bedeutet eine Kraftanstrengung, aber eine Kraftanstrengung, die es wert ist, gemacht zu werden. Denn auf das „Komm!“ folgt das „Sieh!“ Der Herr wird deine Mühe und deinen Wunsch, ihn kennen zu lernen, nicht unbeantwortet lassen. Er wird sich dir zeigen, immer ein Stück mehr, immer wieder in anderen Facetten. Der Lohn wird sein, dass er selbst dein Herz erfüllen wird.

Sich bei dem Herrn aufzuhalten und bei ihm zu bleiben, bedeutet, bei der Person zu sein, die dich mit einer Liebe liebt, die allen Verstand übersteigt. Es bedeutet, bei der Person zu sein, die dir wahre Freude und echten Frieden geben will. Es bedeutet aber auch, bei der der Person zu sein, die in dieser Welt verachtet ist, es bedeutet, bei ihm außerhalb des Lagers zu sein und seine Schmach zu tragen (Hebr. 13,13). Aber ist er es nicht wert?!

Komm und sieh! Sieh, wo er sich aufhält und bleibe bei ihm!

Von den verschmutzten Füßen bis zum Thron

Kürzlich las ich bei einem geschätzten Bibelausleger einen schönen Gedanken über Johannes 13 und 17.

In Johannes 13 sehen wir, wie der Herr Jesus als Sachwalter der Jünger ihnen die Füße wäscht. In Johannes 17 wendet Er sich für seine Jünger zum Vater.

Der Herr Jesus legt gleichsam die eine Hand auf die verschmutzten Füße der Jünger und die andere auf den Thron Gottes. Einerseits bückt Er sich nieder, um die verschmutzten Füße der Jünger zu waschen, andererseits erhebt Er seine Augen zum Vater (Joh 17), um im Gebet das Angesicht des Vaters zugunsten der Jünger zu suchen.

Er füllt den Abstand zwischen dem glänzenden Thron Gottes und unseren beschmutzten Füßen aus…

Wer bist Du? (2)

Wir könnten uns auch hin und wieder vorstellen, dass unser Herr uns selbst diese Frage stellt. Nicht, als ob Er es nicht wüsste, nein. Sondern um uns dazu anzuregen, darüber nachzudenken, es uns bewusst zu machen, was wir sind. Konkret: Zu was Er uns gemacht hat.

Wir sind in Gottes Augen Heilige und Geliebte, Seine Kinder, Miterben Christi … und so wertvoll, dass der Herr Jesus sich selbst für uns hingegeben hat.

Denken wir manchmal daran? Auch das wird unser Verhalten beeinflussen.

Eingeschlafen?

Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir lechten!

Epheserbrief, Kapitel 5 Vers 14

Als Gläubige stehen wir immer in der Gefahr, dass wir in unserem Glaubensleben einschlafen und den Blick auf Christus abwenden. Gottes Wort nennt das „einschlafen“. Ein Schläfer sieht aus wie ein Toter, er unterscheidet sich dann nicht (mehr) von den Ungläubigen, die wie Tote sind. Tot für Gott – so wie wir es auch einmal waren.

Ein Gläubiger ist aber nicht mehr tot für Gott, aber er kann einschlafen und so auch nicht für Gott brauchbar sein. Dann sieht er eben aus wie ein Toter… Für so jemand gilt der Ruf „Stehe auf aus den Toten!“ Sozusagen heißt dass, dass der Schläfer aus der Mitte der Toten weg aufstehen und zeigen soll, dass er kein Toter ist! Die anderen können nicht aufstehen – das ist der Unterschied!

Wie geht das? Wieder ein entschiedenes Leben für und mit Christus führen. Dann werden wir automatisch nicht als Schläfer gelten und wie Tote aussehen. Tun wir doch einmal unsere Gleichgültigkeit, unsere Lauheit gegenüber Christus weg und lassen uns von seiner großen und herrlichen Person anziehen und das Herz erwärmen!

Dann wirst Du so ‚was von aufwachen…!

Oster-Sonntag

„Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“ Markus 16 Vers 6

„Was sucht ihr den Lebendigen unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.Lukas 24 Verse 5 und 6

„dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften;“ 1. Korinther 15 Verse 3 und 4

 

Gesetz gegen Gotteslästerung

Soeben habe ich in den Nachrichen gehört, dass in Irland Gotteslästeren eine Strafe von bis zu 25.000 Euro droht. In den Nachrichten sprach man von einem ungläubigen Staunen und einem Rückfall ins Mittelalter. Jeder ist empört, wenn jemand – aus welchen Beweggründen auch immer – Stellung für Gott bezieht.

Was auch immer die Regierung in Irland bewogen haben muss – in der Sache hat sie Recht, einmal unabhängig davon, ob die Art und Weise der Durchsetzung und der Strafandrohung richtig ist.

Wie reagiere ich, wenn ich Gotteslästerung höre? Bin ich gleichgültig, oder beziehe ich Stellung für Gott und für den Herrn Jesus, meinen Retter?

Der Güter Höchstes …

"Das Leben ist der Güter höchstes nicht, der Übel größtes aber ist die Schuld", schrieb einmal der bekannte deutsche Dichter und Philosoph Friedrich Schiller. Was auch immer dieser Philosoph inhaltlich mit dieser Aussage verbunden haben mag, für uns sollte das irdische Leben wirklich nicht das höchste Gut sein. Denn Gott, unser Vater, hat uns nach Epheser 1,3 ff. mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern gesegnet. Er möchte, dass wir schon heute unsere Heimat auch ganz praktisch im Himmel sehen und uns danach ausstrecken. Das aber können wir nur, wenn unser größtes Übel – unsere Schuld vor Gott – bereinigt worden ist. Wenn wir wissen, dass Jesus Christus am Kreuz ganz persönlich für uns gestorben ist. Das ist dann der Fall, wenn wir Gott unsere Schuld bekannt und Jesus Christus als Retter angenommen haben.

Wachs oder Licht?

"Bei einer Kerze ist nicht das Wachs wichtig, sondern das Licht", sagte einmal Antoine de Saint-Exupéry (1900-44). Ist das wahr? Natürlich kommt es am Ende darauf an, dass die Kerze brennt. Aber ohne Wachs würde sie nicht brennen. So kommt es bei uns Christen auch nicht nur auf das Ergebnis an – sondern genauso auf den Weg. Es mag durch unser Tun (oder besser: nach unserem Tun) Segen hervorkommen, sogar viel Segen. Aber wenn der Weg (Wachs) nicht Gott gemäß war, hat dies für Gott keinen Wert, selbst wenn Er Segen schenkt. Mose schlug den Felsen, statt mit diesem zu reden. "Da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh" (4. Mose 20,11). War das Ergebnis gut? Ja! War der Weg gut? Nein, deshalb kamen sowohl Mose als auch Aaron nicht ins Land (Vers 12). Lasst uns daher nicht nur auf das Ergebnis sehen, sondern auch in allem biblische Mittel anwenden.

Staunen

König Salomo war ein sehr weiser Mann, der in der ganzen Welt bekannt war. Es wurde viel über ihn geredet, aber wer sein Reich mit eigenen Augen sah, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was sahen die Menschen?

  • – seine Weisheit
  • – das Haus, das er gebaut hatte
  • – die Speisen seines Tisches
  • – das Sitzen seiner Knechte
  • – das Aufwarten seiner Diener
  • – die Kleidung seiner Diener
  • – seine Mundschenken
  • – seinen Aufgang, auf dem er in das Haus des HERRN hinaufging.

Wir wollen uns nicht mit Salomo vergleichen, denn er war „weiser als alle Menschen“ (1. Könige 5 Vers 11). Aber trotzdem werden auch wir beobachtet. Was sehen die Menschen oder unsere Glaubensgeschwister bei uns?

  • – Sind wir weise in dem Sinn, dass wir bemüht sind, Gottes Wort zu kennen und in die Tat umzusetzen?
  • – Wie geht es in unseren Familien zu?
  • – Was „konsumieren“ wir?
  • – Wo finden wir Ruhe?
  • – Erledigen wir die Aufgaben, die Gott uns gegeben hat, mit Freude, mit Energie und gewissenhaft?
  • – Passt unser Äußeres (unser Benehmen) zu dem, was wir vorgeben zu sein?
  • – Können wir etwas von dem, was wir an dem Herrn Jesus Christus gefunden/geschmeckt haben, weitergeben?
  • – Wie ist unser Verhältnis zu unserem Herrn und Heiland?

Die Menschen, die Salomo besucht haben, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: „Da geriet sie außer sich und sprach zu dem König: Das Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Land über deine Sachen und über deine Weisheit gehört habe; und ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Hälfte ist mir berichtet worden; du übertriffst an Weisheit und Gut den Bericht, den ich gehört habe.“ 1. Könige 10 Verse 5 bis 7

Die Menschen, die uns sehen und beobachten, dürfen auch positiv überrascht sein. Überrascht sein, welche Veränderung Gott an Menschen bewirken kann. Überrascht sein, dass Menschen etwas haben, was ihnen Halt und Hilfe gibt, auch wenn es gar nicht rosig aussieht. Überrascht sein, dass Menschen einfach auf Gott vertrauen und für IHN leben möchten.

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