Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: April 2017 Seite 1 von 5

Wenn der Herr will und wir leben

„Wenn der Herr will und wir leben, so werden wir auch dieses oder jenes tun.“ Jakobus 4 Vers 15

Wir müssen und sollen in unserem Leben Pläne machen. Aber immer sollten wir dabei im Hinterkopf haben:
„wenn der Herr will“.

Außerdem steht unser Leben/unsere Zeit nicht in unserer Hand. Wissen wir, ob wir morgen noch leben?
und wir leben.

Der Mann aus Lukas 16 hatte auch große Pläne. „Diese will ich tun:….“ Lukas 12 Vers 18
Was sagt Gott dazu:“ Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir.“ Vers 20

Laß diesen Tag nicht verstreichen um zu dem Heiland zu kommen, morgen könnte es schon zu spät sein!
Wenn Du heute einen Plan machst, dann immer mit dem Wunsch im Herzen: Nicht wie ich will, sondern wie mein Herr und Heiland will!

Freunde

Echte Freunde zu haben ist etwas Schoenes. Freunde, die in guten und in schlechten Zeiten zu einem stehen. Erst dann kann man ja von „echten“ Freunden sprechen.
Merkmale echter Freunde kann man an Daniel und seinen drei Freunden sehen:
1) Guten Einfluss ausueben:
Daniel nahm sich in seinem Herzen etwas vor – seine Freunde folgten ihm in dem Entschluss.
2) Fuer einander und gemeinsam beten:
In einer sehr schwierigen Situation informiert Daniel seine Freunde, damit sie fuer die Sache beten konnten (was sie mit Sicherheit auch getan haben).
3) Nicht nur an sich denken:
Als Daniel vom Koenig gross gemacht wurde, bat er den Koenig auch fuer seine Freunde, so dass diese auch eine gute Stelle bekamen.

„Der Freund liebt zu aller Zeit, und als Bruder fuer die Bedraengnis wird er geboren.“ Sprueche 17,17

Hast Du auch solche Freunde?

Komm und sieh!

Sich bei dem Herrn aufzuhalten und bei ihm zu bleiben, bedeutet, bei der Person zu sein, die dich mit einer Liebe liebt, die allen Verstand übersteigt.

Es bedeutet, bei der Person zu sein, die dir wahre Freude und echten Frieden geben will.

Es bedeutet aber auch, bei der der Person zu sein, die in dieser Welt verachtet ist, es bedeutet, bei ihm außerhalb des Lagers zu sein und seine Schmach zu tragen (Heb 13,13).

Aber ist er es nicht wert?!

Komm und sieh! Sieh, wo er sich aufhält und bleibe bei ihm!

Immer wieder die Frage nach dem Sinn…

Jeder Mensch wird einmal über den Sinn des Lebens nachdenken. Wenn er es tut, kommen ihm, wenn er ehrlich ist, wahrscheinlich ähnliche Gedanken wie dem Prediger in der Bibel, Buch des Predigers, Kapitel 1 Vers 2-11:

Eitelkeit der Eitelkeiten!, spricht der Prediger; Eitelkeit der Eitelkeiten! Alles ist Eitelkeit. Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne? Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht ewiglich.  […]

Alle Dinge mühen sich ab: Niemand vermag es mit Worten völlig zu erschöpfen. Das Auge wird des Sehens nicht satt, und das Ohr nicht voll vom Hören. Das, was gewesen, ist das, was sein wird; und das, was geschehen, ist das, was geschehen wird. Und es ist gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem man sagt: Siehe, das ist neu, längst ist es gewesen in den Zeitaltern, die vor uns gewesen sind. Da ist kein Andenken an die Früheren; und für die Nachfolgenden, die sein werden, für sie wird es auch kein Andenken bei denen geben, die später sein werden.

Doch es gibt eine andere Sicht auf den Lauf der Dinge, wenn man Gott hineinbringt und erkennt, dass Er dem Leben einen Sinn geben will. Das hat Eleonore Fürstin von Reuß erkannt, die das Treiben der Menschen ebenso wie der Prediger bewertet, aber einen Standpunkt einnimmt, der dem Herzen wahre Ruhe gibt.  Sie dichtete folgendes Lied:

Ich bin durch die Welt gegangen, und die Welt ist schön und groß,
und doch ziehet mein Verlangen mich weit von der Erde los.

Ich habe die Menschen gesehen, und sie suchen spät und früh,
sie schaffen, sie kommen und gehen, und ihr Leben ist Arbeit und Müh.

Sie suchen, was sie nicht finden, in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden und unbefriedigt zurück.

Es ist eine Ruh vorhanden für das arme müde Herz;
sagt es laut in allen Landen: Hier ist gestillet der Schmerz.

Es ist eine Ruh gefunden für alle, fern und nah,
in des Gotteslammes Wunden, am Kreuze auf Golgatha!

Diese Ruhe will Gott auch heute noch den Menschen schenken – wenn sie nur wollen!

Die „Trauer“ Gottes

In manchen Versen im Alten Testament und auch in den Worten des Herrn Jesus kommt die Trauer Gottes über die Widerspenstigkeit seines Volkes hervor. Es sind Ausrufe des Schmerzes und der Traurigkeit, wie zum Beispiel in Psalm 81,14:

„O dass mein Volk auf mich gehört hätte, dass Israel in meinen Wegen gewandelt wäre!“

Die Empfindungen dessen, der dieses Volk mit starker und gnädiger Hand aus Ägypten geführt und in das verheißene Land geführt hat, offenbaren sich hier. An einer anderen Stelle lesen wir von der Klage Gottes: „Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, sie sind von mir abgefallen! Ein Ochse kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel hat keine Erkenntnis, mein Volk hat kein Verständnis“ (Jes 1,2.3). Der Herr Jesus, der verworfene König Israels, klagt in Matthäus 23,37: „Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“

Rührt uns das an? So muss unser Herr sprechen über sein Volk! Sieht Er heute sein Volk auf der Erde in einem besseren Zustand? Leider nein! Aber es geht auch um dich und mich persönlich. Sieht Er dich und mich in einem besseren Zustand? Wie oft muss Er ebenso über mich sprechen: „O dass er doch auf mich gehört hätte…“! Wie wenig Verständnis haben wir oft für diese seine Empfindungen, wie wenig Erkenntnis über seinen Schmerz unserer Wege wegen.

Der Herr schenke dir und mir die Gnade, dass Er heute nicht so über uns klagen muss, sondern dass wir heute ein Leben führen, das zu seiner Freude und Verherrlichung ist – und zu unserem Segen, denn Psalm 81 endet: „…mit dem Fett des Weizens hätte er es gespeist, und mit Honig aus dem Felsen hätte ich dich gesättigt“.

Bemühungen der Liebe

Die Thessalonicher hatten Liebe zu Gott und ihren Mitgeschwistern. Aber diese Liebe war nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern sie zeigte sich auch. Es waren Bemühungen der Liebe.

„Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euer erwähnen in unseren Gebeten, unablässig gedenkend eures Werkes des Glaubens und der Bemühung der Liebe…“ (1.Thes 1,2)

Bemühungen sind nicht einfach nur Taten, die einem so leicht von der Hand gehen. Es ist mit Mühe verbunden. „Die Liebe Gottes ist in unsere Herzen ausgegossen“ (Röm 5,5), aber nicht nur für unseren eigenen Genuss, sondern um sie zurück- und weiterzugeben. Gott und unserem Herrn Jesus dürfen wir sie „zurückgeben“, indem wir Ihn durch unseren Wandel ehren und Ihm Gehorsam sind.  Manchmal ist das mit großer Mühe verbunden, wenn wir Ihm unsere Liebe zeigen möchte, z.B. wenn wir viele Kilometer fahren, um dort zu sein, wo der Herr verheißen hat, in der Mitte zu sein, um Ihm dort mit unseren Mitgläubigen Anbetung zu bringen. Haben wir in dieser Hinsicht „Bemühungen der Liebe“?

Unseren Mitgeschwistern können und sollen wir diese Liebe ebenfalls zeigen. Und das können wir auf ganz praktische Weise tun, indem wir sie im alltäglichen Leben materiell oder tatkräftig unterstützen. Aber unsere Liebe zu ihnen sollte sich insbesondere auch dadurch äußern – und das ist sicher die „edlere“ Weise – , wenn wir ihnen geistliche Nahrung geben.

So können wir unseren Mitmenschen unsere Liebe zeigen, indem wir

  • sie in Liebe auferbauen durch Gottes Wort
  • auf sie in Liebe Acht haben bzgl. ihres Glaubenslebens
  • sie in Liebe ermuntern, dem Herrn Jesus treu nachzufolgen
  • mit ihnen beten und für sie beten
  • Alleinstehende einladen und besuchen
  • ihnen zuhören
  • ein offenes Ohr und Herz haben ihre geistlichen Nöte
  • ein offenes Herz und einen offenen Geldbeutel haben für ihre materiellen Nöte
  • sie an unserer Freude teilhaben lassen
  • mit Älteren unsere Mobilität teilen
  • die Gute Botschaft des Heils in Christus Ungläubigen nicht verschweigen

Diese Liste könnte sicher fast endlos weitergeführt werden. Jeder Leser kann sicher noch Allgemeines und Spezielles hinzufügen.

Entscheidend ist, ob die Liebe die Triebfeder ist. Oft haben wir „so unsere Mühe“ mit unseren Mitmenschen. Tauschen wir diese Art Mühe doch lieber in „Bemühungen der Liebe“! Die Liebe Gottes ist in unsere Herzen ausgegossen – lasst und sie nicht horten, sondern sie auströmen lassen!

Mit Autorität reden

„Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt“, sagte einmal Rosa Luxemburg. Diese Haltung ist falsch! Der Herr Jesus sagte über die Pharisäer: „Alles nun, ws irgend sie euch sagen, tut und haltet; aber tut nicht nach ihren Werken, denn sie sagen es und tun es nicht“ (Matthäus 23,3). Also auch dann, wenn jemand nicht nach seinen Worten handelt, sollen wir der Belehrung folgen, wenn sie denn biblisch ist.
Wir selbst aber sollten uns hinter die Ohren schreiben: Nur dann, wenn unser Leben das bestätigt, was wir sagen, werden wir mit Autorität sprechen können. Unser Herr konnte auf die Frage, wer er sei, antworten: „Durchaus das, was ich auch zu euch rede“ (Johannes 8,25). Das ist für uns vorbildlich

Schlicht

„Von zwei möglichen Wörtern ist immer das schlichtere zu wählen“, schrieb einmal Paul Valéry (1871-1945), französischer Lyriker und Essayist. Der Herr Jesus sprach so, dass Er von jedem Menschen verstanden werden konnte. Hinzu kam, dass sein Leben eine eindrückliche Sprache war (Ich bin „durchaus das, was ich auch zu euch rede“ (Johannes 8,25). Unser Herr hat keine anbiedernde, billige oder unflätige Sprache benutzt, wie sie in der Volxbibel zum Beispiel verwendet wird. So wird man nicht besser verstanden. Aber Er hat sich so einfach ausgedrückt, dass die Zöllner und Sünder wussten, woran sie waren. Und doch so tiefgründig, dass auch ein Theologe wie Nikodemus genug „Herausforderungen“ vor sich hatte. Dasselbe sehen wir beim Apostel Paulus. Wir sollten uns bemühen, einfach und verständlich zu sprechen und zu schreiben. Dann haben unsere Worte auch einen Nutzen.

Was ist unser Lebensinhalt?

Die meisten Leser werden Christen sein. Christ sein bedeutet aber leider nicht zwangsläufig, dass der Lebensinhalt auch Christus ist. Paulus dachte auch, dass er ein Diener Gottes ist. In Philipper 3, 4-6 nennt Paulus seine menschlichen Vorzüge, die er meinte im Dienst für Gott einsetzen zu können. Doch nach seiner Bekehrung musst er erkennen, dass dies alles Verlust war.

Sein Lebensinhalt vor seiner Bekehrung war er selbst, sein Fleisch und die Vorzüge seines Fleisches. Er gehörte wohl zu den intelligentesten und gebildetsten Juden und konnte sich wahrhaftig seiner menschlichen Fähigkeiten rühmen. Vielleicht sind hohe Erkenntnis und Eloquenz bei manchem Leser vorhanden. Rühmen wir uns dieser Fähigkeiten, die wir – nebenbei bemerkt – von Gott erhalten haben?

Paulus hatte bei dem angesehenen Gelehrten Gamaliel gelernt und hatte in der jüdischen Welt eine hervorragende Stellung. Ist es unsere Stellung in der „religiösen“ Welt, die unser Lebensinhalt ist? Inzwischen gibt es ja in der Christenheit die verschiedensten von Menschen eingerichteten „Ämter“. Vielleicht ist ein Leser mit einem solchen „Amt“ bekleidet. Vielleicht fühlt ein Leser auch, dass er in der Versammlung/Gemeinde am Ort eine große Verantwortung hat, die ihm sogar von Gott gegeben wurde. Wie dem auch sei – ist unsere Stellung unter den Menschen unser Lebensinhalt, oder ist es die Person unseres Herrn?

Nochmals: Paulus konnte sich seiner Fähigkeiten und seiner Stellung rühmen. Doch er achtete dies alles für Verlust „wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesus“, seines Herrn. (Phil 3,8)

Was ist uns mehr wert – unser Ich oder Christus?

Wer ist ein Lehrer wie ER?

Siehe, Gott handelt erhaben in seiner Macht; wer ist ein Lehrer wie er? Wer hat ihm seinen Weg vorgeschrieben, und wer dürfte sagen: Du hast Unrecht getan? Erinnere dich daran, dass du sein Tun erhebst, … (Hiob 36 Vers 22-24)

Jeder hat sicher die Erfahrung gemacht, dass es gute und schlechte Lehrer gibt. Es gibt Lehrer, die können gut erklären, es gibt andere, die es nicht können. Es gibt strenge und auch liebevolle Lehrer.

Wie kommt es dazu, dass wir Lehrer „sympathisch“ oder auch „unsympathisch“ finden?

Ein Grund, so denke ich, ist die Tatsache, dass ein Lehrer den Wissensstand jedes einzelnen Schülers nicht genau kennt und die Art und Weise der Stoffvermittlung daher für die Schüler oftmals nicht angemessen erscheint. Die Schüler werden ungeduldig, und kommen früher oder später nicht mehr mit dem Lehrer zurecht.

Ganz anders ist es bei Gott! Ein Elihu konnte, obwohl er die Wege Gottes, die ER mit Hiob ging, auch nicht verstand, sagen: Wer ist ein Lehrer wie ER?

Für Hiob schien diese harte Prüfung von Gott nicht verständlich. Für uns mag ein Weg auch manchmal nicht verständlich sein. Aber der Unterschied zwischen einem Schullehrer und Gott ist deutlich.

Gott kannte den Herzenszustand Hiobs. Er kennt unsere Herzen. Und er lehrt uns alle Dinge so, wie sie für unseren Zustand angemessen sind. Auch wenn wir Dinge nicht verstehen, dürfen wir keineswegs sagen: „Du hast Unrecht getan?“ Es liegt nicht an Gott, sondern an uns selber, weil Seine Wege höher als unsere Wege sind! (Jesaja 55 Vers 9)

Das sollte uns doch eher dazu führen Sein Tun zu erheben.

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