Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Mai 2017 Seite 1 von 4

Kennzeichen wahren Glaubens

Ein paar Aussagen eines geschätzten Bibelauslegers zum Glauben:

  • Der Glaube lässt mich erkennen, dass Gott größer ist als meine Sünde, und nicht, dass meine Sünde größer ist als Gott.
  • Die Einfachheit eines Lebens des Glaubens hat Reize, die diejenigen nicht kennen, welche es nie erprobt haben.
  • Eine Schwierigkeit mag eine wirkliche sein; aber nur für den Unglauben der Herzen ist sie ein Hindernis, wenn sie auf dem Pfad des Willens Gottes liegt; denn der Glaube rechnet mit Gott … und Schwierigkeiten sind wie nichts vor Ihm.
  • Die Erfahrung sollte den Glauben stärken; aber es muss ein gegenwärtiger Glaube da sein, um von der Erfahrung Gebrauch zu machen.
  • Durch Glauben wird Gott geehrt.
  • Der Satan ist schon zufrieden, wenn es ihm nur gelingt, uns von dem reinen und einfachen Pfad des Glaubens wegzuscheuchen.
  • Der Glaube handelt Gottes wegen und offenbart Ihn inmitten der Umstände, anstatt sich durch sie beherrschen zu lassen. Seine Überlegenheit über das, was ihn umgibt, ist augenscheinlich. Welche Ruhe, dies inmitten des Kotes dieser armen Welt zu bezeugen.
  • Es kennzeichnet den Glauben, dass er auf Gott rechnet, nicht nur trotz der Schwierigkeiten, sondern sogar trotz Unmöglichkeiten.
  • Erprobter Glaube ist gestärkter Glaube. Es bedeutet, die eigene Schwachheit kennen gelernt zu haben, aber auch Gottes Treue, seine zarte Sorge selbst im Senden von Schwierigkeiten, damit wir mit Ihm in denselben sein möchten.
  • Droben ist Einer … allmächtig, seine Gedanken zur Ausführung zu bringen, und wer Glauben hat, wird finden, wie sicher seine Hand führt, wenn man sich wirklich Ihm überlässt.
  • Wir sind rasch bei der Hand, die Zügel zu ergreifen, wenn Gefahr im Anzug ist; aber der Herr weiß besser als wir, was zu tun ist; zur rechten Zeit wird Er alle die befreien, die auf Ihn blicken.

John Nelson Darby

Sturm

In der letzten Woche gab es einen  heftigen Sturm, der besonders im Ruhrgebiet für erhebliche Schäden gesorgt hat. Insgesamt sind 25% des Baumbestandes beschädigt oder vernichtet. Viele Straßen waren stunden- oder sogar tagelang durch umgestürzte Bäume versperrt.

Auch in unserem Leben kann es einmal einen Sturm geben. Auf einmal passiert etwas, was uns den bisherigen Weg versperrt:

– Wir hatten uns unsere berufliche Zukunft genau überlegt, da sieht der neue Chef alles ganz anders.

– Wir wollten das und das machen, da werden wir schwer krank.

– Wir wollten…., da….

Wie gehen wir damit um? Versuchen wir einen anderen Weg zu finden um trotzdem an das Ziel zu gelangen. Oder halten wir einen Moment inne, um darüber klar zu werden, was Gott uns wohl mit diesem „umgefallenen Baum“ sagen will?

 

Bewahren II

"Man kann einen Menschen nicht ein Leben lang beschützen, nicht einmal sich selbst", sagte kürzlich ein zeitgenössischer deutscher Sänger. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir dessen immer bewusst bin: Dass ich mich selbst gar nicht bewahren kann, sondern dass es unseres großen Gottes bedarf, der mich bewahrt."

So begann der letzte Beitrag auf dieser Seite. Am Tag danach, am Dienstag, geschah ein furchtbares Unglück in den Schweizer Alpen, bei dem 5 Menschen den Tod fanden. Es waren alles gläubige Christen, größtenteils junge Leute, sie sind jetzt alle in der Herrlichkeit bei Christus. Auch für uns gläubige Christen gilt, dass wir uns nicht selbst bewahren können, sondern dass dies allein Gottes Werk ist. Gott hat diese 5 Menschen aber aus ihren Familien weggenommen. Er hat sie in diesem Fall nicht "bewahrt" in dem Sinn, dass sie wieder unversehrt aus der Schweiz zurückkehrten. Er hätte es sicher tun können, aber er ließ diesen schrecklichen Unfall zu. Er hatte einen anderen Weg für sie und ihre Familien. Warum, wissen wir nicht, wahrscheinlich werden wir es nie auf dieser Erde erfahren. Doch wo gibt es einen wirksamen Trost wenn nicht in den ewigen Armen dessen, in dessen Hand alles steht und der uns liebt?

Das Unglück macht uns neu bewusst, dass zwischen dem Leben und dem Tod wirklich nur ein kurzer Schritt ist. Und deswegen möchten wir nochmals an dieser Stelle die Menschen überreden:

"Wir bitten an Christi statt: Lasst Euch versöhnen mit Gott!"  (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 20)

Gott hat nicht "bewahrt" in unserem Sinn. Dann wären die 5 Gläubigen noch hier bei uns. Vielleicht hat er höhere Wege der Bewahrung, sein Plan ein viel höherer dabei. Wir wissen es nicht. Was es auch sei – wir wollen festen Glauben an Ihn haben. Auch wenn wir uns nicht wirklich in die schreckliche Lage der betroffenen Familien versetzen können. Unser Gebet gilt den Angehörigen der Heimgegangenen.

"Gott ist Liebe."

1. Johannes 4 Vers 8

 

Ich will mich aufmachen…

„Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“ (Lukas 15, 18)

Der „verlorene Sohn“ hat erkannt, dass er ins Verderben lief und den Entschluss gefasst, umzukehren. Und er hat seinen Entschluss in die Tat umgesetzt, hat eine Kehrtwende gemacht – 180 Grad! – und hat Vergebung empfangen. Seine Trauer wandelte sich in Freude, seine Unruhe in Frieden, sein Hunger wurde gestillt.

Hast du dich auch schon aufgemacht? Gott wartet auf dich!

Wer nur den lieben Gott lässt walten

Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

Man halte nur ein wenig stille
und sei doch in sich selbst vergnügt,
wie unser’s Gottes Gnadenwille,
wie sein Allwissenheit es fügt;
Gott, der uns sich hat auserwählt,
der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

Er kennt die rechten Freudenstunden,
er weiß wohl, wann es nützlich sei;
wenn er uns nur hat treu erfunden
und merket keine Heuchelei,
so kommt Gott, eh wir’s uns versehn,
und lässet uns viel Guts geschehn.

Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
dass du von Gott verlassen seist
und dass ihm der im Schoße sitze,
der sich mit stetem Glücke speist.
Die Folgezeit verändert viel
und setzet jeglichem sein Ziel.

Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
und ist dem Höchsten alles gleich:
Den Reichen klein und arm zu machen,
den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
der bald erhöhn, bald stürzen kann.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu;
denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

(Georg Neumark, 1621-1681)

Herz ausschütten

Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme wurde nicht gehört; Hanna sprach: Eine Frau beschwerten Geistes bin ich; ich schüttete meine Seele vor dem HERRN aus. Aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich bisher geredet.“ 1. Samuel 1, Verse 13 bis 16

„Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme, und sie weinten, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen. Und David war in großer Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen; denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert, ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter. Und David befragte den HERRN.“ 1. Samuel 30 Verse 4 bis 8 

Sowohl Hanna als auch David waren in großer Not. Und sie wußten, wohin sie mit ihrer Not gehen konnten. Sie schütteten ihr Herz aus vor ihrem Gott. Das erleichterte sie:

„Die Frau ging ihres Weges und aß, und ihr Angesicht war nicht mehr dasselbe.“ 1. Samuel 1 Vers 17

David stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.“  1. Samuel 30 Vers 6

Ein kleiner Kerl – ein großes Herz!

„Ein kleiner Kerl – ein großes Herz.“ Das war das Thema einer Kinderevangeliumsveranstaltung. Gemeint war David. Ein kleiner Kerl: Er war der kleinste (unbedeutenste) seiner Brüder, trotzdem hatte Gott gerade ihn ausgesucht König zu sein. Er war um Einiges kleiner als Goliath, trotzdem schenkte ihm Gott den Sieg. Er war in seinen Augen unbedeutend wie ein Floh (1.Samuel 24 Vers 15), trotzdem jagte ihn Saul mit vielen Soldaten. Großes Herz: Er hatte mindestens zwei 100 %ige Chancen Saul zu töten, doch er tat es nicht. Er kümmerte sich um solche, die schwach waren. z.B. 1 Samuel 30 Er gab einem Krüppel einen Platz am Königshof (2. Samuel 9) Die Listen ließen sich bestimmt noch weiter fortfahren.

Wenn wir so über das Leben Davids nachdenken, freuen wir uns über das, was auf unseren Heiland hinweist. Aber wir können auch viel daraus für uns lernen. Ein großes Herz in so mancher Situation wäre eins davon.

Wie war das Wochenende?

So hörte ich gerade einen Kollegen einen anderen fragen. Die Standardfrage nach einem Wochenwechsel. Die Antwort darauf orientiert sich dann meist daran, was man erlebt hat, ob man viel „Spaß“ hatte, schön gegessen, viel erlebt, und einfach nur das Leben genossen hat.

Und wir Christen? Ich muss gestehen, dass ich auf diese Frage auch schon oft entsprechend gedacht und geantwortet habe. Aber eigentlich müsste sich die Antwort eher daran messen, was wir beim Wochenwechsel an Erlebnissen mit dem Herrn, im Kreis der Gläubigen, zu berichten haben. Daran, wie der Herr Jesus uns durch Seine Person und sein Wort berühren konnte. Daran, ob wir Ihm näher gekommen sind…

Auch auf die Gefahr hin, dass unsere Kollegen mit einer solchen Antwort nichts anfangen können, ist sie vielleicht ein Schritt dahin, dass sie Interesse daran bekommen, was uns so reich und glücklich macht. Wenn wir ihnen glücklich erzählen, dass wir des reichsten Vaters (nämlich Gottes) Kinder sind, werden sie sich sicher nach unserem „Vater“ erkundigen. Wäre das nicht schon mal etwas?

Du bist der Gott der Wunder tut

Du bist der Gott, der Wunder tut —
o welch ein herrlich Wissen —
auf dem der Glaube völlig ruht
in allen Finsternissen!
Wenn hier der Hoffnung letzter Stern
auch käme zum Erblassen —
wer dir vertraut, dem grossen Herrn,
wird nie von dir verlassen.

Du bist der Gott, der Wunder tut —
froh wollen wir es sagen
und in der Trübsal Feuerglut
nicht klagen noch verzagen.
Wo Grenzen der Unmöglichkeit
bedrängen ein Gemüte,
zeigst du in der Verlegenheit
die Allmacht deiner Güte!

Du bist der Gott, der Wunder tut —
das wollen fest wir halten,
das gibt uns immer neuen Mut,
zu trauen deinem Walten.
Du bleibst derselbe allezeit,
dein Wort ist Ja und Amen.
Wir preisen, Vater, dich voll Freud
in Jesu heilgem Namen.

Text: nach Charlotte Friede, bearbeitet: Ernest J. Findeisen (1901-1974)

Göttliche Vergebung

So sei es euch nun kund, Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird;  und von allem, wovon ihr im Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet,  wird in diesem jeder Glaubende gerechtfertigt. (Apostelgeschichte 13 Vers 38)

Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken. (Hebräer 8 Vers 12)

Manche meinen, dass bei der Bekehrung eine Linie gezogen wird und dass alle Sünden bis zu diesem Tag ausgetilgt sind. Aber sie sind nicht in Ruhe, wenn sie an die Sünden denken, die sie danach noch tun werden.

„… Vergebung der Sünden verkündigt; und von ALLEM … wird in diesem jeder Glaubende gerechtfertigt“.

Das vollkommene Werk Christi umfasst alle Sünden. Könnte es weniger sein? Es ist nicht gut, wenn wir in unserer Vorstellung unsere Sünden gegen das kostbare Blut Christi abwiegen. Wenn wir mit dem Maßstab Gottes messen, merken wir, dass unsere Sünden, wie schwer sie auch seien, überhaupt nichts sind gegenüber der Kostbarkeit des Blutes Christi. Was uns leider hindert, uns der göttlichen Vergebung zu erfreuen, ist Unglaube in Bezug auf das, was Christus getan hat, und in Bezug auf die Gnade Gottes, die ALLE Sünden vergibt. Alle, die glauben werden von allem gerechtfertigt. Glauben wir?

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