Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: September 2017 Seite 1 von 5

keine Rettungsaktion mehr sondern nur noch eine Suchaktion

Am Donnerstagabend ist eine Soldatin auf dem bekannten Marine-Segelschulschiff Gorch-Fock über Bord gegangen und seither in der Nordsee verschwunden. Verzweifelt wurde nach ihr gesucht, um sie zu retten. Da aber nach dieser langen Zeit keine Hoffnung auf eine Rettung mehr besteht, spricht man nur noch von einer Suchaktion. Man will die Soldatin auf jeden Fall finden.

Auch uns kann es mal passieren, dass wir „über Bord gehen“, also uns von Gott entfernen und Rettung nötig haben.
Wie gut, dass es bei Gott kein Aufgeben gibt. Er geht jedem nach und gibt keinen auf.

Die Soldatin soll keine Rettungsweste getragen haben. Auch mit Weste wäre sie ins Wasser gefallen, aber die Überlebenschancen wären wesentlich höher. Auch für uns gibt es „Rettungswesten“. Die bewahren uns schon vor einem möglichen Abirren: Das Gebet, das regelmäßige Lesen in der Bibel, Gottes Geist in uns.
Wir müssen sie natürlich gebrauchen:
-Eine Bibel im Regal sieht gut aus, nützt aber nicht viel.
-Wenn Gott uns durch seinen Geist auf etwas hinweist, müssen wir es auch befolgen.

Es ist gut, wenn wir keine „Rettungsaktion“ nötig haben. Wenn aber doch, können wir uns auf unseren Gott verlassen.

Langsam vorwärts

„Ich gehe langsam, aber ich gehe nie zurück. (I’m a slow walker, but I never walk back.)“, sagte der bekannte US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln (1809-1865). Wir müssen wohl alle bekennen, dass es für uns oft auch Rückschritte gibt im Glaubensleben – alles andere wäre Heuchelei oder Blindheit. Selbst die größten Glaubensmänner und -frauen haben solche Rückschritte gemacht, denken wir nur an Abraham, David, Salomo und viele andere. Dennoch gilt: Lieber langsam vorwärts, als ein ständiges vor und zurück. Dazu müssen wir das richtige Ziel vor Augen haben, wie uns der Apostel Paulus zeigt: „Eins aber tue ich: Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus“ (Philipper 3,13.14). Zugegen, in unserer Gesinnung müssen wir „jagen“; aber in der Verwirklichung alles dessen ist es doch eher ein schreiten. Bleiben wir ehrlich …

Wintereinbruch

„Denn zum Schnee spricht er: Falle zur Erde! Und zum Regenguss und den Güssen seines gewaltigen Regens.“ Hiob 37 Vers 6

In NRW war das Wetter heute sehr winterlich mit viel Schneefall.

Für die Kinder ist das eine Freude: Schlitten fahren, Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen.

Für die Autofahrer ist das eine Herausforderung: Glatte Fahrbahn, schlechte Sicht, querstehende Fahrzeuge.

Ob wir uns darüber freuen oder lieber darauf verzichten würden: Wir wollen immer daran denken, dass auch das Wetter von Gott bestimmt wird. Sogar der Schnee muss IHM „gehorchen“.

Nimm nicht wenige

Die Witwe in Israel hatte große Schulden (2. Könige 4). Aber sie kannte den Propheten Elisa, der ihr einen Ausweg aus den Schulden eröffnete: Nimm das Öl, was Du besitzt, und hole die leere Gefäße. „Nimm nicht wenige!“

Was würdest Du tun, wenn der Herr Jesus Dir sagt: „Das, was Du hast, ist wenig. Aber hol Dir so viele Gefäße, wie Du auftreiben kannst!“ Dazu gehört Glaube. Diese Frau hatte ihn und glaubte, dass sich das wenige Öl vervielfältigen würde.

Haben wir den Glauben, dass der Herr das Wenige, was wir haben, vervielfältigt? Er würde es tun – wenn wir mehr Glauben hätten.

Liebesbeweis

"Liebe ist unbeweisbar. Wenn mir mein Mann eine rote Rose schenkt, ist das kein Beweis seiner Liebe zu mir. Es beweist lediglich, dass er sich ein paar Minuten Zeit genommen hat, die Rose zu besorgen." Diesen Satz habe ich vor ein paar Tagen in einer Radiopredigt gehört.

Ist Liebe wirklich nicht beweisbar?

Zum Glück doch!

"Gott aber erweist Seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist." Römer 5 Vers 8

Es gibt keine gößeren Beweis von Liebe, als den, den Gott erbracht hat. Er hat Seinen Sohn zur Rettung seiner Feinde in den Tod gegeben.

Allein mit Ihm auf dem Berg

Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. (Matthäus 17,1)

Drei Jünger nahm der Herr Jesus mit auf diesen Berg, um ihnen dort seine Herrlichkeit zu zeigen.

Er nahm Petrus mit, den Jünger, der anpackte, der voranging, der für die anderen sicher in seinem Eifer ein Vorbild war, der aber auch manches Mal zuviel Selbstvertrauen hatte.

Er nahm Johannes mit, den temperamentvollen Jünger, den der Herr – wie seinen Bruder Jakobus – einen „Sohn des Donners“ nannte. Er war sicher ein emotionaler Mann, der aber auch die Liebe des Herrn genoss und wie kaum ein anderer Jünger vertraut war mit dem Herrn.

Er nahm Jakobus mit, der wohl einen ähnlichen Charakter hatte wie Johannes, aber selten in Wort oder Tat in Erscheinung trat. Er war nicht der Redner und Macher wie Petrus und seine Liebe zum Herrn bewies er vielleicht eher im Stillen, doch besonders, als er als der erste christliche Märtyrer für seinen Herrn starb.

Drei unterschiedliche Menschen, jeder mit einer eigenen persönlichen Beziehung zum Herrn. Der Herr schätze sie alle drei. Er zeigte seine Herrlichkeit nicht nur dem Macher Petrus oder nur Johannes, der seine Nähe am meisten suchte und genoss, oder nur Jakobus, von dem Er schon damals wusste, dass er der Erste der Jünger sein würde, der Ihn als treuer Märtyrer verherrlichen würde.

So gibt es auch heute unter uns Christen die Macher, die Temperamentvollen, die Emotionalen und die Stillen. Jeder ist in seiner Art wertvoll für den Herrn, jedem will der Herr seine Herrlichkeit zeigen, mit jedem allein sein auf dem Berg. Der Herr bewertet uns nicht nach unserem Charakter. Der Mensch sieht auf das Äußere, doch der Herr sieht auf das Herz. Er liebt ohne Ansehen der Person und freut sich über jede Art der Liebesbezeugung seiner Jünger.

Er sucht die Gemeinschaft mit dir allein auf dem Berg!

Unser Herr hält schuetzend seine Hand über uns

Manchmal merken wir es sofort, vieles werden wir erst im Himmel erfahren.

Wie dankbar können wir sein, dass unser Heiland uns schuetzt.
Wie oft hat er uns schon vor einem Unfall bewahrt, wenn wir mit dem Auto unterwegs waren?
Wie oft lagen wir schon abends gesund im Bett, obwohl wir an dem Tag so aktiv waren und Gefahren ausgesetzt waren?

Sind wir noch jeden Tag dankbar für Seinen Schutz? Oft nehmen wir es als selbstverstaendlich hin, aber das ist es nicht. Erst wenn wir merken, in welcher Gefahr wir waren, gehen uns wieder die Augen auf.

Unter anderem spricht der Psalm 121 davon. Es lohnt sich, ihn zu lesen und dem Herrn zu danken, für den Schutz, den wir heute erfahren haben.

Der gute Hirte!

Jakob war ein sehr fleißiger Arbeiter und ein guter Hirte. Zwanzig Jahre hatte er hart für Laban gearbeitet. Trotz seiner Bemühungen konnte er nicht verhindern, dass Tiere der Herde zerrissen wurden und einige verloren gingen (siehe 1. Mose 31,38,41)

Ganz anders ist es bei dem Herrn Jesus, dem guten Hirten!

…, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben (Johannes 10,28)

Kein einziges seiner Schafe wird verloren gehen oder ein Opfer des Teufels werden. Das gibt uns doch freudige Gewissheit!

 

Zwei sind besser dran als einer

Zwei sind besser dran als einer“
„Eine dreifache Schnur zerreißt nicht so schnell.“
Prediger 4 Verse 9 und 12

Gut, dass wir einander haben,
gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen,
und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt
und dass Gott von dem wir reden,
hier in unserer Mitte ist.

Manfred Siebald

Entrüstung

„Entrüstung = Ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird“, sagte einmal der Dichter, Zeichner und Maler, Wilhelm Busch (1832-1908).

Ist es nicht oft so, dass wir mehr entrüstet sind, wenn man uns entlarvt und unsere Schliche aufdeckt – vielleicht sogar ein rechtlich einwandfreies Verhalten, aber moralisch nicht in Ordnung -, obwohl wir statt Entrüstung eher Zerknirschung zeigen sollten? Natürlich sollten wir traurig und entrüstet sein, wenn der Herr verunehrt wird. Und das erst recht, wenn wir diese Unehre verursacht haben. Aber das sollte mit einem echten Bekenntnis verbunden sein. Nicht mit einer Entrüstung über jemand anderes, der vielleicht in detektivischer Weise etwas aufgedeckt hat.

„Die das Gesetz verlassen, rühmen die Gottlosen; die aber das Gesetz beobachten, entrüsten sich über sie“ (Sprüche 28,4). „Es ist gut für mich, daß ich gedemütigt wurde, damit ich deine Satzungen lernte“ (Psalm 119,71).

Seite 1 von 5

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén