Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen weiser sind bezüglich materieller Dinge als bezüglich geistlicher Dinge. Jeder weiß, wie er sich ernähren muss, um keine Mangelerscheinungen davonzutragen. Und wir Christen machen uns leider auch oft mehr Gedanken über unseren Körper und seine Gesundheit, als über unsere Seele.

Ich habe einen Bekannten, der ohne eigenes Verschulden längere Zeit obddachlos war und kaum Nahrung zu sich nahm. Sein Körper ist gezeichnet davon. Das gesamte Gefüge ist durcheinander geraten. Der Körper hat keine Abwehrkräfte mehr, die Blutgerinnung funktioniert nicht mehr richtig, die Blutzirkulation ist stark beinträchtigt, Haare fallen aus…

Was wäre, wenn unser geistlicher Zustand einmal äußerlich sichtbar würde und jede geistliche Mangelerscheinung zum Vorschein käme? Wären die Bänke der Gemeinden nicht gefüllt mit ausgemärgelten Krüppeln? Und wenn ich an mir herabsähe? Wieviel Gesundes wäre noch an mir?

Ein erschreckender Gedanke! Du denkst vielleicht, das ist starker Tobak. Aber ist der Gedanke so weit weg von der Realität? Denn haben wir wirklich die Worte des Herrn begriffen und befolgen wir sie mit aller Konsequenz: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden“ (Mt 6,33)?

Dieser Beitrag soll niemanden anklagen, aber überdenke einmal deine Prioritäten. Denn „du bist, was du isst“!

„Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens“ (Jer 15,16)