Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 19. November 2017

Kurz, klar, bildhaft: im Gedächtnis

„Was immer du schreibst … schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten …“, sagte einmal Joseph Pulitzer (1847-1911), US-amerikanischer Journalist und Verleger.

Wenn es einen Inbegriff von Klarheit gibt – dann die Bibel. Von Verständlichkeit – dann das Wort Gottes. Von kurzer Prägnanz – dann die heiligen Schriften. Von Bildersprache – dann das Alte Testament.

„Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium“ (2. Timotheus 2,8). Ihn finden wir in der Bibel – auf Ihn wollen wir sehen, Ihn wollen wir im Gedächtnis behalten.

Mitfreude und Mitgefühl

Im Johannesevangelium werden uns insgesamt 8 Wunder des Herrn Jesus mitgeteilt. Zwei davon möchte ich herausgreifen. Eins zu einem sehr schönen und freudigen Ereignis – einer Hochzeit. Eins zu einem sehr traurigen Anlass – einer schweren Krankheit mit tödlichem Ausgang.

Johannes 2 Verse 1 bis 11: Bei der Hochzeit in Kana (der Herr Jesus war übrigens eingeladen – besser kann ein Eheleben gar nicht anfangen) ging der Wein zur Neige. Der Herr Jesus begegnet diesem Problem und macht aus Wasser Wein (besserer Wein, als der Bräutigam besorgt hatte). Wein ist in der Bibel ein Bild von Freude „Wein erheitert das Leben“ Prediger 10 Vers 19. Der Herr Jesus gibt Freude und nimmt teil an unserer Freude.

Johannes 11 Verse 1 bis 44: In Bethanien, in dem Haus der Freunde des Herrn Jesus, gab es großes Leid. Lazarus war schwer erkrankt und starb an den Folgen der Krankheit. Seine beiden Schwestern waren sehr traurig und weinten. Und was tut er Herr Jesus? „Jesus vergoss Tränen.“ Johannes 11 Vers 35. Was für ein Mitgefühl mit den beiden Schwestern.

Wie schön und tröstlich ist es für Gläubige, dass der Herr Jesus Anteil nimmt an unserem Leben – an unseren Freuden, aber auch an unserem Leid. Wir sind Ihm nicht egal, sondern Er hat echte Mitfreude aber auch echtes Mitgefühl für uns.

Wir werden auch aufgerufen, das Gleiche zu tun: „Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden.“ Römer 12 Vers 15

Tag der Deutschen Einheit

Morgen ist der Tag der Deutschen Einheit. Vor 23 Jahren wurde das getrennte Deutschland (BRD + DDR) wieder vereinigt, nachdem es jahrzehntelang getrennt war. Wer dieses Ereignis miterlebt hat, wird sich noch heute daran erinnern, dass eine feierliche Stimmung und Freude über die Wiedervereinigung das ganze Land durchzog.

Einheit – ein Begriff, der der Welt in seiner Tiefe eigentlich fremd ist. Doch selbst in der Christenheit ist dieser Begriff bereits ein Fremdwort geworden.

Die Zeit seit der Einsetzung der Versammlung/Kirche/Gemeinde durch Gott selbst war und ist leider geprägt durch Trennungen statt durch Vereinigungen, durch ein Zertrennt- und Zerstreutsein statt durch Einheit. Wie vollkommen ist die Versammlung aus der Hand Gottes hervorgegangen! Und wie sehr hat der Mensch in seiner Verantwortung versagt und dem Feind Tor und Tür geöffnet, sodass er großen Schaden in der Versammlung anrichten konnte. An die Stelle einer wunderbaren Einheit (Apg. 4,31.32) traten Trennungen, sodass der Apostel Paulus sogar sagen musste: "Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden."

Und doch dürfen wir, trotz der vielen Trennungen und der vielen verschiedenen Glaubensgemeinschaften, daran festhalten, dass der Herr nur diese EINE Versammlung kennt. Er gab alles was er hatte für diese EINE Perle. Wie sehr der Mensch auch versagt hat oder noch versagen wird, wir dürfen an dem festhalten, was der Herr Jesus gesagt hat:

"Auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen." (Matth. 16,18)

"Der Fels aber war der Christus." (1.Kor. 10,5)

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén