Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Februar 2018 Seite 1 von 6

Was sieht die Welt?

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit hörte ich ein christliches Lied, bei dem es darum ging, dass die Welt, wenn sie auf uns schaut, Christus sehen sollte. Ich stellte mir die Frage: Kann sie das bei mir? Oder sieht sie einen, der ihr zu entsprechen scheint, der zu ihr passt? Was hat sie bisher an uns/an mir gesehen?

Wir, die wir Christus angehören, sind Himmlische, sozusagen Exoten auf dieser Erde. Merkt das die Welt?

„Deshalb sagt er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten!“
Epheser 5 Vers 14.

Wir sind keine Toten, aber wenn wir zwischen Toten schlafen, sehen wir genauso aus wie Tote…

Der Herr wartet darauf, dass wir uns Ihm entsprechend hier verhalten. Das wird der Welt dann nicht verborgen bleiben. Lasst es uns jeden Tag mit seiner Hilfe neu versuchen…

„Niemand kommt böse zur Welt“

In einem Interview sprach der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell über die Konsequenzen aus Utøya und Oslo und lies dabei diesen Satz fallen: „Niemand kommt böse zur Welt.“

Was Tatsünden des Menschen betrifft, trifft das zu. Ein Kind kommt zur Welt und hat noch nichts Böses getan. Aber einer der größten Irrtümer der Menschheit ist, dass geglaubt wird, es sei etwas Gutes im Menschen. Gott spricht da ganz anders. Sein Wort macht unmissverständlich klar, dass durch den Sündenfall von Adam und Eva jeder Mensch von Natur aus ein Sünder ist, der Versöhnung mit Gott nötig hat:

Die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams; unter welchen auch wir einst alle unseren Verkehr hatten in den Lüsten unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren, wie auch die übrigen.

(Epheser 2, 1-3)

„Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer.“ [Ps 14,1-3] „Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trüglich.“ [Ps 5,10] „Otterngift ist unter ihren Lippen.“ [Ps 140,4] „Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.“ [Ps 10,7] „Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.“ [Jes 59,7-8] „Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen“ [Ps 36,2] .

(Römer 3,10-18)

Wir sollten uns öfter mal vor Augen halten, woher wir gekommen sind, dann wird uns noch viel größer, wohin Gott uns aus Gnade gebracht hat und wozu Er uns gemacht hat:

Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit dem Christus lebendig gemacht, – durch Gnade seid ihr errettet.

(Epheser 2, 4-5)

Schneckentempo

Heute abend habe ich in meinem Garten einige Schnecken entfernt, die sich meinen Blumen näherten.

Ich musste daran denken, wie wir Christen oft diesen Schnecken gleichen. Wir schleichen auf unserem Glaubensweg voran und haben womöglich gar keine Energie, schneller zu laufen. Der Apostel Paulus schreibt, dass er, „das Ziel anschauend“ jagte „zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“ Kein Schleichen und Trödeln, sondern ein Jagen und sich Ausstrecken! Kein Müßiggang und keine Faulheit, sondern Eifer und Ausdauer!

Dann bemerkte ich, als ich die Schnecken mit dem Finger anstupste, dass sie sich sofort in ihr Häuschen verkrochen. Wie oft tun wir es ähnlich. Kaum regt sich Widerstand oder die Umstände ändern sich, da verkriechen wir uns in unser Häuschen, anstatt Standhaftigkeit und Ausdauer im Glaubensleben und im Dienst für den Herrn zu zeigen. Mut- und kraftlos schieben wir alle möglichen vermeintlichen Gründe vor, die uns von einem Dienst abhalten.

Langsam und schreckhaft, das sollten nicht die Kennzeichen eines Christen sein. Es geht mir nicht um Aktionismus, sondern um gesunden Eifer im Dienst für den Herrn. Gleichen wir nicht den Schnecken, sondern vielmehr den Ameisen, die ein fleißiges Volk sind, zielstrebig in ihrer Arbeit.

Wasche mich mit Deinem lebendigen Wasser

Ist das unsere tägliche Bitte? Wie nötig haben wir es, dass wir täglich gereinigt werden von all dem Schmutz, der uns allein durch das Hindurchgehen durch diese Welt beschmutzt. Und der Herr gibt uns das nötige „Reinigungsmittel“ – sein Wort. Wir sollten dieses Mittel täglich auf uns anwenden.

Heute hörte ich wieder dieses Lied von Don Francisco, einem amerikanischen, christlichen Liedermacher. Der Titel dieses Liedes lautet „Wash me with your living water“. Schon oft hat es mich berührt, gerade wenn ich es morgens hörte, auf dem Weg zur Arbeit.

 

As I sit down before You this morning
With the Bible in front of me here
I prayed that You’ll help me to listen
And to understand all that I hear
To remember that You are my Father
And the love Jesus gave when He died
Let the power that you showed when you raised Him
Remove any doubt that’s inside

Wash me with Your living water
Feed me with Your living word
Fill me with Your Holy Spirit
And help me to do what I’ve heard

Protect me from words of the liar
Deceptions that seem they’re from you
Meanings You never intended
Give me wisdom to see what is true
And equip me today for the battle
With strength from the armor of light
With the joy of the Victor inside me
To shine through the day and the night

Wash me with Your living water
Feed me with Your living word
Fill me with Your Holy Spirit
And help me to do what I’ve heard 

 

Als ich heute morgen vor Dir saß,
Mit der Bibel vor mir,
Bat ich Dich, dass Du mir hilfst zu hören
Und alles zu verstehen, was ich hörte,
daran zu denken, dass Du mein Vater bist,
zu denken an die Liebe, die Jesus gab, als er starb.
Lass die Macht, die Du zeigtest, als Du Ihn auferwecktest
Allen Zweifel wegnehmen, der im Inneren ist

Wasche mich mit Deinem lebendigen Wasser,
Ernähre mich mit Deinem lebendigen Wort,
Erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist,
Und hilf mir zu tun was ich gehört habe.

Schütze mich vor den Worten eines Lügners,
vor Täuschungen, die von Dir zu sein scheinen,
vor Deutungen, die Du nie beabsichtigt hast,
gib mir die Weisheit, zu erkennen, was wahr ist.
Und rüste mich heute für den Kampf aus,
mit Kraft der Waffenrüstung des Lichts,
mit der Freude des Siegers in mir,
um zu leuchten durch den Tag und die Nacht.

Wasche mich mit Deinem lebendiges Wasser,
Ernähre mich mit Deinem lebendigen Wort,
Erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist,
Und hilf mir zu tun was ich gehört habe.

 

 

Sklave

„Frei sein, heißt wählen können, wessen Sklave man sein will“, hat eine französische Schauspielerin einnmal gesagt. Ich weiß nicht, ob sie praktizierende Christin ist. Ich weiß aber, dass sie recht hat.
Denn Sklave ist jeder Mensch. Entweder Sklave der Sünde und von Satan, oder Sklave Jesu Christi. Das sagen Bibelverse wie: „Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch darstellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?“ (Römer 6,16) sehr deutlich.
Wer Gott seine Sünden nicht bekennt, ist und bleibt Sklave der Sünde. Wer sich bekehrt hat, ist Sklave des Gehorsams. Ob man das an meinem Leben auch sehen kann?

Alles geschenkt

„Was aber hast du, das du nicht empfangen hast?“ (1. Korinther, Kapitel 4, Vers 7).

Heute war zu lesen, dass es ein Schüler aus Brandenburg tatsächlich geschafft hat, 840 von 840 Punkten im Abi zu erreichen. Das ist zwar im Endergebnis „nur“ eine 1,0 – rechnerisch jedoch besser als eine 0,6 … Zu einem solchen Erfolg gehört
a) Lerneifer und/oder Konzentration,
b) ein einigermaßen gesundes familiäres Umfeld, und
c) eine große Begabung.

Für Begabung kann kein Schüler etwas – kein Kind und auch kein Erwachsener. Ob wir uns dessen immer bewusst sind? Unser Schöpfer-Gott hat in seiner Souveränität den einen mit großen menschlichen Fähigkeiten begabt, den anderen hat er mit anderen Begabungen ausgestattet. Alles jedoch ist empfangen – keiner braucht sich darauf irgendetwas einzubilden. Jeder von uns darf Gott immer wieder dafür danken, dass Er uns eine bestimmte Fähigkeit geschenkt hat.

Am besten ist es, wenn wir diese auch für unseren Herrn Jesus Christus verwenden, im Dienst für Ihn, an gläubigen und ungläubigen Menschen.

herausragende Persönlichkeiten

In der Bibel stellt Gott einigen Menschen ein hervorragendes Zeugnis aus:

Mose: „Der Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.4.Mose 12 Vers 3

Salomo: „Und die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des Ostens […] er war weiser als alle Menschen.1.Könige 5 Verse 10 und 11

Hiob: „Es war ein Mann im Land Uz, sein Name war Hiob; und dieser Mann war vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend. Und dieser Mann war größer als alle Söhne des Ostens.Hiob 1 Verse1 und 3

Sanftmütiger als alle, weiser als alle, größer als alle: Gott stellt diesen Männern dieses Zeugnis aus. Und es waren auch herausragende Persönlichkeiten bei den Menschen damaliger Zeit.

Solche herausragenden Persönlichkeiten werden wir wohl nicht sein. Aber was ist unser Anspruch an uns selbst? „Sanftmütiger als alle“ „Mehr als alle“ „Größer als alle“? Oder…

Im Neuen Testament stellt der Herr Jesus in einem Gleichnis einem Menschen ein Zeugnis aus „Wohl du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn.Matthäus 25 Vers 21

Das sollte unser Anspruch an uns sein! Treu zu sein in dem, was wir von Gott erhalten und zu verwalten haben (dazu zählt nicht nur unser Besitz, sondern auch unsere Eigenschaften und Fähigkeiten).
Wenn der Herr Jesus dann sagen kann: „In wenigem warst du treu“, dann wird uns das Belohnung genug sein – auch wenn der Zusatz „mehr als alle“ fehlt.

Wüssten’s doch die Leute…

Ist‘ auch eine Freude,
Mensch geboren sein?
Darf ich mich auch heute
Meines Lebens freu’n?

Wo so viele Tränen,
So viel Angst und Not,
So viel banges Sehen,
Schmerz und endlich Tod?

Ja, es wär‘ zum Weinen,
Wenn kein Heiland wär‘;
Aber Sein Erscheinen
Bracht‘ den Himmel her.

Wüssten’s doch die Leute,
Wie’s beim Heiland ist,
Sicher würde heute
Mancher noch ein Christ.

Hat auch bei der Freude
Selbst der Christ viel Schmerz,
Blickt er doch im Leide
Allzeit himmelwärts.

Und vom Himmel nieder
Blickt sein Herr ihn an,
Dass er fröhlich wieder
Weiter pilgern kann.

Endlich kommt Er leise,
Nimmt uns bei der Hand,
Führt uns von der Reise
Heim ins Vaterland.

(R.Flad)

Wenn Gott schweigt (2)

Aber er antwortete ihm nicht an jenem Tag.       1. Samuel 14,37

Der König Saul hatte zu Gott gebetet und keine Antwort erhalten. Saul hatte im Eigenwillen und Egoismus gehandelt. Die Antwort Gottes darauf war, dass Er ihm überhaupt nicht antwortete, als Saul Ihn um Weisung bat.

Wie sieht es bei uns aus? Ist dies auch unsere Erfahrung, dass wir den Eindruck haben, dass Gott uns nicht antwortet? Vor einigen Tagen hatten wir hier shcon einmal das Thema „Wenn Gott schweigt“. Es kann viele Gründe dafür geben, dass wir keine oder keine klare Antwort erhalten. Sicher fehlt es uns zunächst oft an Glauben. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass wir auch im Eigenwillen gehandelt haben oder handeln wie König Saul. Dann ist ein Bekenntnis nötig und wir werden die Erfahung machen: „Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ (Psalm 51,18).

Staunen – in alltäglichen, oft dagewesenen Situationen

Nach dem Europacup-Spiel von Bayern München gegen Getafe sagte Oliver Kahn: „Es ist wirklich interessant, dass man 20 Jahre im Europacup spielt, und denkt, man habe alles erlebt. Und dann bekommt man so ein Spiel noch oben drauf gesetzt. Unglaublich.“

Nun ist Oliver Kahn und sein Leben nicht unbedingt dazu geeignet, als gutes Beispiel für ein Gott wohlgefälliges Leben herzuhalten. Aber darum geht es jetzt auch nicht.

Interessant ist, dass sogar einen „alter Hase“, der schon alles in seiner Karriere erlebt hat, solche Situationen nicht unberührt lassen.

Für uns stellt sich die Frage, ob wir noch staunen können über Erfahrungen, die wir mit unserem Gott machen. Gemeint sind nicht Gefühlsausbrüche/Emotionen, sondern einfach ein Staunen über das Handeln Gottes in Situationen, die wir schon oft vorher in ähnlicher Form erlebt haben.

In einem Lied heißt es:

„Wie oft habe ich gezweifelt, wie oft hinterfragt,
wie oft fast den Glauben aufgegeben?
Wie oft wurde ich beschämt und wie oft überrascht?
Gott ist gut und Ihm gehört mein Leben.

Refrain

„Da kann man nur staunen über Gott und über die Wunder, die er tut, einfach nur staunen.
Da kann man nur staunen über Gott und über die Wunder, die er tut, einfach nur staunen.“

Wir wollen wieder neu lernen zu staunen über unseren Gott.

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