Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: April 2018 Seite 1 von 4

Gottes Auge

Als Kind musste ich einmal in der Sonntagschule ein Gedicht lernen, das mir bis heute immer wieder einfällt:

Gottes Auge

Wenn auch Menschen dich nicht sehen,
denk an Gott, den Herrn;
denn wohin du auch magst gehen,
er ist nimmer fern.
Denk nur nicht: Es sieht mich keiner,
bin ja ganz allein.. .
Denn vom Himmel blickt dir einer
tief ins Herz hinein.

Dabei denke ich besonders an die letzten vier Zeilen, die nicht nur mich als Kind ansprachen. Ist uns bewusst, dass da EINER ist, der uns immer „vom Himmel herab“ in unser Herz sieht und alle Beweggründe, alle Gedanken kennt, geschweige denn immer sieht, was wir gerade tun?

Er ist „ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“ (Hebr 4,12-13).

Gottes Auge sieht uns jederzeit – hat das Auswirkungen auf unser Leben und Verhalten?

Fehler machen

„Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler“, sagte einmal Alfred Krupp, der bekannte deutsche Unternehmer.

Es ist ein Irrglaube, dass derjenige, der in geistlichen Dingen eher nichts tut, als Fehler zu begehen, den besseren Weg im Vergleich zu demjenigen eingeschlagen hat, der aktiv ist und dabei auch einmal danebenhaut.

Wir sollen in Abhängigkeit von Gott tätig werden – tätig werden! Ohne Stille Zeit geht dies nicht – aber nur stille Zeit ist zu still. „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes“ (Matthäus 6,33).

zu vermeidende Fehler

Neulich las ich einen Artikel über einen Fussballtrainer, der kurz vor dem Rausschmiss steht.

Vier Fehler wurden im angelastet:

– keine Antwort für Fehler in der Abwehr
– Fehler im Führungsverhalten des Trainers
– für den Gegener leicht zu durchschauende Spiel-Taktik
– fehlen eine Leitfigur im Team.

Dabei dachte ich an die Qualitäten, die diejenigen im geistlichen Bereich aufweisen sollen, die vorangehen. 1.Timotheus 3 Verse 1 – 7

– „nicht dem Wein ergeben, kein Schläger, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, nicht ein Neuling.“ Wenn diese Dinge beachtet werden, bietet man keine Angriffsfläche für den Feind

– „der dem eigenen Haus wohl vorsteht.“ richtiges Führungsverhalten im kleinsten Bereich als Qualifikation für weitere Aufgaben

„Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind.“ Die Leute müssen ihn „durchschauen“ um zu erkennen, dass er sich richtig verhält.

„lehrfähig“ Das, was sie selbst aus der Bibel gelernt und erkannt haben, geben sie an andere weiter. Dadurch befähigen sie andere, später solche zu sein, die vorangehen.

5 Steine

"Und er wählte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in das Hirtengerät, das er hatte, in die Tasche." 1 Samuel 17 Vers 40

Der Hirtenjungen David wollte gegen den erfahrenen Krieger und Riesen Goliath kämpfen.

David war klar, daß er nur eine Chance hatte. Entweder der erste Schleuderwurf saß, oder er war verloren. Eine Möglichkeit wegzulaufen, wenn der Schuß danebenging, würde es nicht geben. Warum nahm David dann fünf Steine mit, wenn er nur einen benutzen würde? Warum belastete er sich mit unnötigem Gewicht?

Aus der Geschichte können wir die Antwort nicht entnehmen, aber vielleicht kann man eine geistliche Anwendung machen.

Wir kommen z.B. in ein Gespräch mit einem Ungläubigen, dem wir gerne von Jesus Christus erzählen möchten. Wenn wir jetzt verschiedene Verse aus der Bibel auswendig gelernt haben (quasi als Steine in der Tasche haben), können wir daraus den richtigen benutzen um bei unserem Gegenüber "ins Schwarze" zu treffen. Der Herr Jesus wird uns dabei helfen.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Wir wollen Ungläubigen keine Bibelvese um die Ohren hauen oder an den Kopf schleudern. Aber bei der passenden Gelegenheit wollen wir doch vorbereitet sein.    

Göttliche Versicherungen

Rechtsschutzversicherung:

„Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand gesündigt hat - wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“ 1. Johannes 2 Vers 1

Lebensversicherung:

„Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“ Johannes 11 Verse 25 und 26

Pflegeversicherung:

„Und bis in euer Greisenalter bin ich derselbe,Ps. 102,27" data-original-title=""> und bis zu eurem grauen Haar werde ich euch tragen; ich habe es getan, und ich werde heben, und ich werde tragen und erretten.“ Jesaja 46 Vers 4

Zwei Fragen

„Wer bist Du, Herr?“

„Was soll ich tun, Herr?“ Apostelgeschichte 22 Verse 8 und 10

Diese zwei Fragen stellte Saulus dem Herrn Jesus, der sich ihm in den Weg gestellt hatte. Und diese zwei Fragen sollten auch wir stellen.

Wer bist Du, Herr? – Wenn wir uns bekehrt haben, sollte es unser Wunsch sein, unseren Heiland (der auch unser Herr ist) besser kennen zu lernen. Die ganze Bibel ist voll von IHM. Es ist der Mühe wert, IHN dort zu suchen und zu finden.

Was soll ich tun, Herr? – Wenn wir unseren Herrn und Heiland kennen, dann möchten wir uns auch so verhalten, wie es IHM gefällt. Und dann haben wir auch den Wunsch, etwas für IHN zu tun. Diesen aufrichtigen Wunsch können wir Jesus Christus im Gebet nennen, ER wird darauf antworten.

Er sieht uns!

Er zieht seine Augen nicht ab von dem Gerechten, und er setzt sie für immer mit Königen auf den Thron, und sie sind erhöht“ (Hiob 36 Vers 7)

In großen Menschenmassen kommt es oft vor, dass gerade kleinere Kinder ihre Eltern aus dem Auge verlieren und in der Masse untergehen.

Können wir uns vorstellen, wie traurig und auch unruhig ein Kind in dieser Situation wird?

Manchmal verlieren wir auch den HERRN aus den Augen. Haben wir dann, wie das Kind, das Verlangen ihn “wieder aufzusuchen“ oder meinen wir alleine zurecht zukommen?

Doch wie tröstlich ist es zu wissen, dass Er seine Augen nicht von uns abzieht!

 

Nicht heucheln!

„Ein weiser Mensch wird auch in der Konversation keinen Charakter erheucheln, der ihm unnatürlich ist; wenn er ernst ist, wird er nicht vorgeben, fröhlich zu sein, und wenn er fröhlich ist, wird er nicht vorgeben, ernst zu sein“, sagte einmal Adam Smith (1723-1790), bekannter schottischer Ökonom. In der Bibel lernen wir, was Gott über Heuchelei denkt. Allein in Matthäus 23 finden wir ein siebenmaliges Wehe über Heuchler ausgesprochen.

„Also scheinet auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voll Heuchelei und Gestezlosigkeit“ (Matthäus 23,28), sagte der Herr einmal über die Pharisäer. Wie oft tun wir so, als ob es uns gut geht, und in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Wie oft tun wir so fromm, wo wir wissen, dass die vergangenen Tage alles andere als rein waren. Lieber ehrlich sein, auch wenn es weh tut, als fromm, wenn es falsch ist.

Die große geöffnete Tür und die vielen Widersacher

In 1. Korinther 16 finden wir einen sehr interessanten Vers. Dort schreibt der Apostel Paulus über seine Arbeit in Ephesus in Vers 9: „Eine große und wirkungsvolle Tür ist mir aufgetan, und der Widersacher sind viele.“ Das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein, denn wenn eine große Tür aufgetan ist, bedeutet dies, dass genug Platz vorhanden ist, um hindurchzugehen. Widersacher dürfte es dann eigentlich nicht geben.

Hier lernen wir aber die wichtige Lektion, dass Widerstand nicht bedeutet, dass ein Weg vom Herrn verschlossen ist. Oder im Umkehrschluss: Wir können nicht ohne weiteres sagen, dass der Herr eine große und geöffnete Tür gegeben hat, wenn es keinen Widerstand gibt.

Sicher mögen Umstände häufig auch ein Hinweis des Herrn sein. Sie müssen es aber nicht. An uns ist es, im vertrauten Umgang mit dem Herrn zu erkennen, was Er wirklich will — gäbe es nun Widerstand dagegen oder nicht.

Die Töchter der Liebe

In einem italienischen Sprichwort heißt es: "Die Liebe hat zwei Töchter: die Güte und die Geduld." Tatsächlich wird die Liebe in Ehe, Familie und unter Gläubigen nur dann funktionieren, wenn wir gütig und geduldig miteinander umgehen. Jeder von uns versagt – leider viel zu oft. Wenn wir dann nicht Güte und Geduld aufbringen, kann keine Beziehung dauerhaft funktionieren. Wenn der Herr Jesus seinen Jüngern sagt: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt" (Johannes 13,35), dann wird diese Liebe gerade dann sichtbar, wenn wir nicht übereinander herfallen, sondern geduldig und gütig aufeinander reagieren.

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