Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Mai 2018 Seite 2 von 5

Heiliger Vater!

Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Johannes 17 Vers 11

Heiliger Vater. Mit diesem Namen spricht der Herr Jesus seinen Vater in seinem Gebet an und bittet Ihn, dass Er die Seinen in diesem Namen bewahre. Dieser Name bedeutet Gnade und Wahrheit, Liebe und Licht, Gottes Wesenszüge, die der Herr Jesus in der Welt offenbart hat. Gnade und Liebe — das ist der Vater, Wahrheit und Licht — das ist seine Eigenschaft als „heiliger“ Vater.

Gott, der heilige Vater, bewahrt uns gemäß seiner Heiligkeit und gemäß seiner Gnade und Liebe. Wem hätte uns der Herr besser anvertrauen können?

Allein mit Gott

Jeder Gläubige, der im Öffentlichen einen geistlichen Dienst tut, hat allen Grund, für die Folgen zu zittern, die das Maß der verborgenen Übung seiner Seele vor Gott überschreitet; er wird dahinter zurückbleiben.

Wenn der Oberbau das Maß der Kraft des Fundaments übersteigt, so wird das Gebäude wanken oder fallen. Wenn die Ausbreitung der Zweige eines Baumes die Stärke und Tiefe der Wurzeln übertrifft, so wird er dem Sturm nicht zu widerstehen vermögen.

Ebenso ist es mit Gott allein sein; sein Geist muss besonders geübt werden; er muss durch die tiefen Wasser seiner eigenen Erfahrungen hindurchgehen; anders wird sein Zeugnis nur in Worten, und nicht in der Kraft bestehen.

nach Charles Henry Mackintosh

Darf ein Christ Lotto spielen?

Diese Frage wurde mir unlängst gestellt. Zwar hat sich die Behandlung dieser Frage aktuell wieder erübrigt, da der Topf ja geknackt wurde, doch möchte ich trotzdem ein paar Denkanstöße geben.

Zunächt einmal halten wir fest, dass es kein Verbot gibt, Lotto zu spielen. Doch zu beurteilen ist hier letztlich nicht die Handlung des Spielens, sondern die Beweggründe für das Spielen. Im Falle einer so großen Gewinnmöglichkeit ist die Begierde nach Reichtum wohl der Reiz an der Sache. Und so sind wir nicht mehr bei der Frage, ob ein Christ Lotto spielen sollte, sondern ob er nach Reichtum in dieser Welt streben sollte. Und zur Beantwortung dieser Frage gibt uns der Herr Jesus selbst Anschauungsunterricht: Er strebte nicht nach Reichtum. Er sagt von sich selbst: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt hinlege“ (Lukas 9,58).

Zu seinen Jüngern sagt Er: „Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. … Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner (d. i. Gottes) Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden „(Matthäus 6,24.33).

Die Worte des Herrn Jesus sollten Grund genug für uns sein, nicht Lotto zu spielen. Auch wenn es kein Verbot gibt, passt es doch nicht zu der Nachfolge Christi.

Hart, härter, dornig

Im Markusevangelium im 4. Kapitel erzählt der Herr Jesus ein Gleichnis. Es geht um einen Sämann, der sein Feld bestellt. Nicht alles von dem Samen kommt dahin, wo es soll. Einiges fällt auf den hartgetrampelten Weg. Anderes auf Felsen, der nur mit einer ganz dünnen Schicht Erde bedeckt ist. Wieder anderes auf Erde, in der auch Dornen wachsen. Aber einiges fällt auch auf gute Erde, keimt, wächst und bringt Frucht.

Der Same ist das Wort Gottes. Der Boden ist unser Herz, das das Wort Gottes aufnehmen soll. Die Frage ist: Wie ist der Zustand unserer Herzen? 

Hartgetrampelt durch alles mögliche, was wir jeden Tag "konsumieren"?

Felsig und deshalb ohne tiefere Wurzeln, weil wir nicht standhaft sind?

Dornig durch die vielen Dinge, mit denen wir uns beschäftigen (müssen)?

Oder:

Aufnahmebereit Gottes Wort zu hören, darüber nachzudenken und es dann in die Tat umzusetzen?

 

Handball-Europameister

Die Handballnationalmannschaft hat das Finale souverän gewonnen. Dabei zeichnete sich vor allem der Torhüter aus. Er hatte seine Beine und Arme überall, so dass die Gegner keine Lücke fanden, um den Ball im Tor unterzubringen.

Von Torhütern wird auch in der Bibel berichtet. Dabei ging es allerdings nicht um den Sport. Die Torhüter mussten verhindern, dass Menschen durch das Tor gelangten, die Schaden anrichten wollten.

Auch heute brauchen wir noch Torhüter:

  • Väter/Mütter, die ein Auge darauf haben, was in ihrem Haus (ihrer Familie) vor sich geht.
  • Erfahrene Gläubige, die jüngere Gläubige vor Schaden bewahren möchten.
  • Gute Freunde, die einen Hinweis geben, wenn sie eine negative Entwicklung bei ihrem Freund bemerken.
  • Geistliche Brüder, die auf die Geschwister in der örtlichen Gemeinde achten.

Um im Sport ein richtig guter Torhüter zu sein, ist Training nötig. Außerdem muss man versuchen, sich in den Gegner hineinzuversetzen: „Wo wird er wohl hinzielen?“

Im geistlichen Bereich ist das nicht anders: Training ist das Lesen der Bibel, um Gottes Gedanken zu wissen, zu verstehen und im eigenen Leben umzusetzen; und um die anderen zu verstehen, muss man ein echtes Interesse an ihnen haben.

 

Liebe

„Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten“, sagte einmal ein bekannter deutscher Dramatiker und Dichter. Gerade das ist für unsere Ehen so wichtig. Wir Männer werden vom Apostel Paulus aufgefordert, „unsere Frauen zu lieben“, und zwar so, wie „Christus die Versammlung geliebt hat“ (Epheser 5,25). Auch die Frauen werden aufgefordert, ihre Männer zu lieben (Titus 2). Liebe ist Geben, nicht nehmen. Das wollen wir in dieser Woche einmal besonders vor Augen haben. Es betrifft den geistlichen, den geistigen, den seelischen und den körperlichen Bereich.

Hilfestellungen

„Hilfestellungen“ aus dem Sendschreiben an Philadelphia (Offenbarung 3 Verse 7 bis 13):

„Ich kenne deine Werke.“ – Der Herr Jesus weiß, welche Aufgabe wir haben.

Du hast eine kleine Kraft.“ – Wenn wir uns bewusst sind, dass in uns selbst keine Kraft ist, dann vertrauen wir auf die Kraft, die Gott gibt.

Du hast mein Wort bewahrt.“ – Gott hat uns die Bibel gegeben und wir sollen darin lesen und das Gelesene beherzigen.

„Du hast meinen Namen nicht verleugnet.“ – Wir sollen in unserem täglichen Leben zeigen, dass wir Jesus Christus angehören.

Halte fest, was du hast.“ – Stillstand ist Rückstand, das gilt nicht nur im normalen Leben, sondern auch in unserm geistlichen Leben.

Denken – verhalten

"Was jemand denkt, merkt man weniger an seinen Ansichten als an seinem Verhalten", schrieb einmal Isaac Bashevis Singer (1904-91), amerikanischer Schriftsteller udn Literaturnobelpreisträger. Tatsächlich können wir viel "sagen" über unsere Ansichten. Unser Verhalten zeigt, ob wir praktizierende Christen sind. Ob wir wirklich auf das Kommen des Herrn Jesus warten (oder nur davon sprechen). Ob wir Liebe und Heiligkeit wirklich zusammen für wichtig halten, oder eins der beiden Wesenszüge (oder beide) zwar in den Mund nehmen, aber nicht danach leben. "Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist" (Matthäus 5,48).

Eine vollkommene Ausstattung

„Gott beruft nicht immer die Begabten, aber Er begabt die Berufenen“.

 Wie schwach wir uns auch fühlen: Wenn ER uns einen Auftrag gibt, wird Er auch uns auch die „Ausstattung“ mit auf den Weg geben - was immer wir auch brauchen. So hat es der furchtsame Gideon erfahren, so hat es der häufig ängstliche Timotheus erlebt und wir könnten sicher noch viele Beispiele finden.

Bekennen

„Die größte Kunst, die man im Leben lernen muß, ist die Wiedergutmachung von Irrtümern. Eines der Mittel ist, sie einzugestehen“, sagte einmal Hermann Melville (1819-1891), US-amerikanischer Schriftsteller und Schaffer von(Moby Dick. Ist nicht das Eingeständnis von Versagen, Sünden und Irreführung eines unserer größten Schwachstellen? Nämlich dass wir es nicht tun? Es fällt uns oft deshalb so schwer, weil wir meinen, in den Augen von Menschen zu sinken. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Aber darum sollte es uns nicht gehen. Wer gesündigt hat, sollte das Gott bekennen. Wenn Menschen zu Schaden kamen, dann auch vor ihnen. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1. Joh 1,9). „Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander“ (Jak 5,16). Nicht erst, wenn wir – wie Achan – nicht mehr anders können.

Seite 2 von 5

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén