Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 13. Mai 2018

Gnade um Gnade

„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“ (Joh. 1,16)

Der Herr Jesus war – wie es vorher heißt – voller Gnade und Wahrheit. Doch wir haben nicht Wahrheit um Wahrheit empfangen, sondern das, was wir bedurften: Gnade um Gnade, sozusagen eine auf die andere gehäuft. Die Wahrheit wird nicht gegeben, sondern sie erleuchtet alles und macht alles offenbar. Wäre in Ihm nur die Wahrheit, so stünden wir in dem Licht dieser Wahrheit immer noch als Sünder vor Gott. Doch Er war auch voller Gnade, und dieser Gnade bedurften wir. Die überströmende Gunst Gottes, sie wird gegeben, und zwar ohne Unterlass, täglich, stündlich, minütlich, eben Gnade um Gnade.

Aber – und das ist so ernst – die Gnadenzeit ist nicht unendlich. Sie wird enden, und dann wird jeder, der die Gnade des Herrn in dieser Gnadenzeit nicht angenommen hat, keine Gnade mehr empfangen können. Dann steht er in dem Licht der Wahrheit vor Gott. Deswegen gilt heute noch: „Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils“ (2.Kor. 6,2) und „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.“ (Hebr. 4,7)

Über den Tod

"Der freie Mensch denkt über nichts weniger als über den Tod, vielmehr ist seine Weisheit das Nachdenken über das Leben", schrieb einmal der niederländische Philosoph Bento de Espinosa (1632-1677). Und genau das ist der große Fehler. Es ist zwar gut und richtig, über das Leben nachzudenken. Wer aber das tut, wird früher oder später auch auf den Tod zu sprechen kommen. Und gerade für den sündigen Menschen – das sind wir alle von Natur aus – stellt der Tod eine unüberwindliche Macht dar: "Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht" (Hebräer 9,27). Am Tod kommt kein Mensch vorbei! Entweder er nimmt den Tod Jesu als stellvertretenden Tod für sich selbst in Anspruch, oder er wird selbst den ewigen Tod erleiden. Er hat die Wahl – jeder Mensch. Er muss sich entscheiden – so oder so. Heute noch kann er sich für das Leben entscheiden. Dazu muss er anerkennen, dass er für Got tot ist. Dann schenkt ihm Gott Leben, ewiges Leben.

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