Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 5. Juli 2018

O selig Haus, wo man Dich aufgenommen

Das folgende Lied ist immer wieder ein schöner Ansporn für jedes gläubige Ehepaar, jede gläubige Familie und überhaupt für jeden Gläubigen. Wenn wir doch zu jederzeit solch ein seliges Haus, solch eine Familie hätten…!

O selig Haus, wo man Dich aufgenommen,
Du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ,
wo unter allen Gästen, die da kommen,
Du der gefeiertste und liebste bist;
wo aller Herzen dir entgegenschlagen
und aller Augen freudig auf dich sehn,
wo aller Lippen dein Gebot erfragen
und alle deines Winks gewärtig stehn!

O selig Haus, wo Mann und Weib in einer,
in deiner Liebe eines Geistes sind,
als beide eines Heils gewürdigt, keiner
im Glaubensgrunde anders ist gesinnt.
Wo beide unzertrennbar an Dir hangen
in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach,
und nur bei Dir zu bleiben stets verlangen
an jedem guten, wie am bösen Tag!

O selig Haus, wo man die lieben Kleinen
mit Händen des Gebets an’s Herz dir legt,
Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen
mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;
wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln
und horchen deiner süßen Rede zu,
und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln,
sich Deiner freun, Du lieber Heiland, Du!

O selig Haus, wo du die Freude teilest,
wo man bei keiner Freude dein vergißt!
O selig Haus, wo du die Wunden heilest
und aller Arzt und aller Tröster bist, –
bis jeder einst sein Tagewerk vollendet,
und bis sie endlich alle ziehen aus
dahin, woher der Vater dich gesendet,
ins große, freie, schöne Vaterhaus!

(Karl Johann Philipp Spitta (1801 – 1859))

Wenn der Schöpfer-Gott über sein Schaffen spricht …

„Wo warst du, als ich die Erde gründete? Tue es kund, wenn du Einsicht besitzest! Wer hat ihre Maße bestimmt, wenn du es weißt? Oder wer hat über sie die Meßschnur gezogen? In was wurden ihre Grundfesten eingesenkt? Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten?“ (Hiob. Kapitel 38, Verse 4 bis 7).

Derzeit wird sehr viel über Kreationisten und Evolutionisten diskutiert. Die Schöpfungslehre habe nichts im Biologieunterricht zu suchen, sie sei unwissenschaftlich. Nun ist die Bibel kein wissenschaftliches Buch. Aber das, was Gott in der Bibel niedergelegt hat, steht an keiner Stelle im Widerspruch zu dem, was man auf wissenschaftlicher Basis zur Entstehung der Bibel herausfinden mag.

Besonders beeindruckend wird es dann, wenn Gott selbst über sein schöpferisches Handeln spricht. Wenn Er zu Hiob spricht, merkt man sofort den Unterschied zu seinen Vorrednern in diesem Buch. Denn Er spricht mit einer Autorität, die überwältigend ist. Keiner ist kompetent, wie Gott über das zu sprechen, wo die Engel Zuschauer waren, kein Mensch jedoch dabei war. Gott hat gehandelt – und wir beugen uns bewundernd vor dem, der in seiner Allmacht alles vollkommen gemacht hat.

An jenem Tag

"O wie ganz gewiss werden wir an jenem Tag fühlen, dass alles, was nicht ein Ihm geweihtes Herz war, Verlust und Erbärmlichkeit gewesen ist.“        (John Nelson Darby)

Wie oft denken wir an jenen feierlichen Tag, an dem wir vor Ihm, vor Christus, offenbar werden? Gottes Wort nennt diesen Augenblick den „Richterstuhl des Christus“. Dort werden wir nicht gerichtet, denn das Gericht hat bereits auf Golgatha stattgefunden, sondern dort wird uns der Herr Jesus unser ganzes Leben auf dieser Erde und Sein Handeln mit uns mit Seinen Augen sehen lassen.

Nicht um uns zu beschämen, wird Er uns dies alles vor Augen stellen, sondern um zu zeigen, wie Er stets in Gnade mit uns gehandelt hat, in unendlicher Geduld und Liebe. Auch wenn wir empfinden werden, dass vieles in unserem Leben Verlust war, weil es nicht für Ihn war, wird dieser feierliche Augenblick uns zur Anbetung führen – zur Anbetung dessen, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat und der mich in unergründlicher Gnade und Treue bis ans Ziel geführt hat.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén