Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 6. Juli 2018

Unbeugsam oder einsichtig

Im Buch Richter lesen wir in Kapitel 11 von Jephta, einem weiteren Richter Israels, der das Volk Israel aus der Hand der Kinder Ammon retten wollte.

Wenn du die Kinder Ammon wirklich in meine Hand gibst, so soll das, was zur Tür meines Hauses herauskommt, mir entgegen – wenn ich in Frieden von den Kindern Ammon zurückkehre -, es soll dem Herrn gehören, und ich werde es als Brandopfer opfern! (Vers 30)

War das nicht ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Und der Herr gab die Kinder Ammon wirklich in die Hand Jephtas. Als er zu seinem Haus zurückkehrte trat seine Tochter heraus – und jetzt?

Wünschten wir uns nicht von Jephta eine Sinnesänderung, indem er Gott sein übermütiges Gelübde bekannte?

Und er vollzog an ihr das Gelübde, das er gelobt hatte. (Vers 39)

Das war sicher eine grausame Tat.

Hatte er jetzt sein Ziel erreicht durch diese schreckliche Tat Anerkennung und  Einfluss im Volk Israel zu bekommen. Das mag sein. Für Jephta mochte es eine große Schwäche gewesen sein vor dem Volk seine Unbesonnenheit zu bekennen. Schließlich musste er sein Gesicht waren.

Doch vor Gott ist ein Bekenntnis von Sünde keineswegs Schwäche. Es ist ein Ausdruck von Unterwürfigkeit und Abhängigkeit IHM gegenüber. ER wird dadurch geehrt!

Wir müssen auch uns sicher die Frage stellen, was wir tun, um unser Gesicht nicht zu verlieren. Sind wir unbeugsam oder einsichtig?

Glücksspiele und Lotterien

Es ist erstaunlich und auch gleichzeitig erschreckend wie viele Menschen erhebliche Geldsummen verspielen. Die Lotto-Toto Tür fällt vor lauter Betrieb gar nicht mehr zu. Der so unwahrscheinliche Gewinn bei Glückspielen und Lotterien ist doch für so viele anziehend, dass man zu jedem Opfer bereit ist. So stürzen so manche ihre eigene Familie ins Elend. Man liest sogar von Selbstmordgedanken, weil der Reiz von solchen Spielen Finanzkrisen auslösen kann, aus denen man schwer wieder herauskommt.

Was für uns Gläubige weitaus wichtiger ist, ist nicht das Bestreben nach Reichtum, zumal er auch noch vergänglich ist, sondern das, was ewig bleibt.

In dieser Welt bekommt man nichts umsonst, jedenfalls nichts, was wirklichen Wert hat.

Bemühe dich nicht, reich zu werden,… . (Sprüche 23 Vers 4)

Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn;… (1. Timotheus 6 Vers 6)

Wer Christus kennengelernt hat, wird IHM getrost sein ganzes Leben anvertrauen, auch die finanziellen Fragen. Wer sein Leben mit Christus führt, ist von einem Glück und einer Zufriedenheit erfüllt, die keiner kennt, der irdischen Besitz und irdische Freuden in den Mittelpunkt stellt.

 

Dank Dir, o Herr, dass Gold und Schätze

und Pracht und Schönheit dieser Welt,

dass kein Ding je mich kann ergötzen,

das mir die Welt vor Augen stellt.

 

Dein Reichtum ist nicht zu ergründen,

und Deine Treue wanket nicht;

und alles, was in Dir zu finden,

erbleichet und veraltet nicht.

Starthilfe

Du bist jung und möchtest beginnen, die Bibel intensiv zu lesen? Oder Du hast Dich erst vor kurzer Zeit bekehrt und willst nun Gottes Wort studieren? Oder Dein Bibellesen ist eingeschlafen und Du willst einen neuen Anfang machen? Da fragst Du Dich vielleicht: Wie macht man das?

Es gibt sicher mehrere und auch viele gute Methoden, aber ich möchte Dir heute eine zeigen, die ich für sehr nützlich und gewinnbringend halte. Im Englischen nennt sich diese Methode MAP-Method: Memorize the passage - Analyse the passage - Personalize the passage. Auf Deutsch: „ESP-Methode“: Einprägen - Studieren - Personalisieren.

Vorangehend noch drei Gedanken:

  1. Beginne und beende die Stille Zeit stets mit Gebet. Bitte Gott, dass Er Dir Verständnis gibt über Seine Gedanken und Dir das zeigt, was Du gerade jetzt brauchst.
  2. Nutze einen Bibelleseplan, damit Du nicht aufs Geratewohl liest. Einen Bibelleseplan findest Du bei vielen christlichen Verlagen.
  3. Lies immer mit gezückten Stift und Block. „Die Weisen bewahren Erkenntnis auf“ (Sprüche 10,14). Schreibe alles auf, worauf Gott Dich durch den Abschnitt hinweist.

Nun zu der „ESP-Methode“:

Einprägen: Versuche, Dir den Abschnitt durch wiederholtes Lesen sehr gut einzuprägen. Wenn eine Versuchung oder eine Prüfung kommt, hast Du selten eine Bibel zur Hand. Dann musst Du aus dem Gedächtnis wissen, was Gott sagt - Wort für Wort.

Studieren: Studiere den Abschnitt und bitte Gott, Dir ein tiefes Verständnis zu geben von Seinen Gedanken in diesem Abschnitt. Wenn Worte unklar sind, benutze ein Lexikon, ggf. ein Griechisch- bzw. Hebräisch-Wörterbuch. Nutze gute Bibelauslegungen.

Personalisieren: Wenn Gott Dir etwas zeigt durch sein Wort, was Du in Deinem Leben ändern musst, so schreibe Dir konkrete Punkte auf. „Wann habe in der Vergangenheit dieser Wahrheit/diesem Gebot nicht gehorcht? Könnte es passieren - und wann? - dass ich noch einmal in eine ähnliche Situation komme? Was sollte dann die gottgemäße Reaktion bei mir sein?“ Teile Deinen Wunsch und Dein Vorhaben Gott im Gebet mit und bitte Ihn konkret um Hilfe. Wenn Er einen speziellen Vers aus Seinem Wort auf Dein Gewissen gelegt hat, bitte Ihn konkret, dieser Wahrheit oder diesem Gebot zu folgen.

Nichts wird Dir mehr helfen, geistlich zu wachsen und eine tiefere Beziehung zu Deinem Gott und Vater zu finden, als eine tägliche Stille Zeit mit Deinem Gott. Sie ist unersetzlich!

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