Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 9. Juli 2018

wie es mir ums Herz war

„Ich brachte ihm Antwort, wie es mir ums Herz war.“Josua 14 Vers 7

Kaleb nahm Bezug auf die Begebenheit aus 4.Mose 13 und 14. Bei dieser Gelegenheit das zu sagen, was er auf dem Herzen hatte, war schon sehr mutig. Fast wäre er dafür auch gesteinigt worden.

Das Verhalten Kalebs sollte uns Mut machen, unseren Mund aufzutun, auch wenn es nicht sehr populär ist.

Kaleb lag die Sache Gottes am Herzen, so dass er nicht schweigen konnte. Wenn uns die Sache unseres Herrn und Heilands am Herzen liegt, dann sollten wir auch nicht schweigen.

Echtes Bekenntnis?

„Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN; aber der HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. – Und ihr bliebt in Kades viele Tage, nach den Tagen, die ihr bliebt“

(5. Mose 1 Verse 45-46).

Die Israeliten weinten, weil sie erkannten, dass sie nicht auf Gott vertraut hatten.  Sie weinten aber erst, als Mose ihnen eröffnete, dass sie nun den Weg zurück in die Wüste nehmen mussten und nicht in das Land Kanaan ziehen durften. Sie weinten eher über die Folgen ihres Unglaubens als über Ihren Unglauben selbst. Der geschätzte Ausleger Charles Henry Mackintosh schreibt dazu:

„Doch ihre Tränen hatten ebenso wenig Wert wie ihre Worte. Ihrem Weinen war ebenso wenig Vertrauen zu schenken wie ihrem Bekenntnis. Man kann in der Gegenwart Gottes bekennen und Tränen vergießen, ohne ein wirkliches Empfinden über die Sünde zu haben. Im Grunde ist das nichts anderes als eine Verspottung Gottes. Gott hat Wohlgefallen an einem Herzen, das in Wahrheit gebrochen ist. In einem solchen Herzen will Er wohnen.

„Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ (Ps 51,19).

Die aus einem bußfertigen Herzen kommenden Tränen sind Gott wohlgefällig, weil sie beweisen, dass in einem solchen Herzen Raum für Ihn ist. Das ist es, was Er sucht. Er möchte in unseren Herzen wohnen und uns mit der tiefen, unaussprechlichen Freude seiner gesegneten Gegenwart erfüllen.“

Na warte.

Es sollte ein Witz sein, den Loriot gestern Abend über die TVs Deutschland zum Besten gab: „Liebe Evelyn, dein Timing war immer perfekt – nur heute hast du die Reihenfolge nicht eingehalten.“ Dann eine Pause. „Na warte.“

Es ging um seine alte Kollegin Evelyn Hamann, die im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Sie war Schauspielerkollegin von Loriot (Vicco von Bülow), der inzwischen 83 Jahre alt ist.

Ich kann nicht sagen, ob sich die Schauspielerin jetzt im Hades oder im Paradies befindet, ob sie errettet ist oder nicht. Wenn nicht – dann ist der Satz von Loriot furchtbar – jedenfalls für ihn!

Wie leicht kann ein Mensch das Sterben und den Tod mit Witzen überspielen. Aber eines bleibt wahr: An dem Tod kommt kein Mensch vorbei! „Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9, Vers 27). Über meinen Aufenthaltsort in der Ewigkeit entscheide ich in der Zeit, heute.

Noch ist Gnadenzeit. Noch!

Leben für Andere (2)

Leben für Andere kann auch bedeuten, dem Mitbruder oder der Mitschwester die Füße zu waschen. Das ist ein Dienst, der eine wahre demütige Haltung verlangt. Jemandem die Füße waschen kann man nicht von einem „hohen R0ss“, sondern man muss sich zu den Füßen des Anderen niederlassen. Ein Dienst, der uns mehr als alles andere sehr schwer fällt, und der nur „gelingt“, wenn wir uns bewusst sind, wie der Herr über den „Schmutz“, den es abzuwaschen gilt, empfindet. Doch das ist uns nur bewusst, wenn wir uns in der Nähe des Herrn aufhalten. John Nelson Darby schreibt hierüber:

„Haben wir uns von Ihm entfernt, dann fällt es uns wohl leicht zu ermahnen, das Böse wahrzunehmen, festzustellen und zu richten, aber nur in Seiner Nähe, und in der Gemeinschaft mit Ihm, werden wir imstande sein, allem Bösen in uns selbst und bei den Brüdern in Gnade zu begegnen. In der Gnade finden wir das Heilmittel, das Böse fern zu halten und ihm entgegenzutreten.

Jesus ist die eine Gnadenquelle, mächtiger als die Quelle der Verunreinigung, die Satan durch die Sünde in die Welt eingeführt hat.“

Das Herz Christi

Wenn der Mensch auch kein Herz für Christus hatte, so hatte doch Christus ein Herz für den Menschen.

In Jesus ist Herz genug, um das Herz des abscheulichsten Sünders zu öffnen. Der Sünder findet im Herzen Gottes einen Anknüpfungspunkt für sich, wenn er in seinem eigenen keinen finden kann. Die Frau, die eine Sünderin war, liebte viel, weil ihr viel vergeben war (Lukasevangelium, Kapitel 7 Vers 47). Es war ein zerbrochenes Herz, das dem Herzen Gottes begegnete, und das Herz Gottes kam einem zerbrochenen Herzen entgegen. Es ist wunderbar, wenn das Herz des Menschen wirklich dem Herzen Gottes begegnet.

Die Hand Gottes handelt nie anders als im Einklang mit Seinem Herzen voll unendlicher Liebe zu uns. Und selbst, wenn Er es für gut findet, ein Leid über uns kommen zu lassen - ja, es zu senden -, kommt es doch stets von einer Hand, die keine Fehler macht, die es auch nicht außer Acht lässt, einem Herzen entsprechend zu handeln, dessen Liebe vollkommen ist.

John Nelson Darby

Rückblick

„Und du sollst dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, hat wandern lassen.“ 5.Mose 8 Vers 2 Der Anfang eines neuen Jahres ist eine gute Gelegenheit, Rückschau zu halten. Wir staunen, wie der Herr uns in vielen kleinen und auch großen Dingen geholfen hat. Dafür sind wir von Herzen dankbar. Und es macht uns Mut für das neue Jahr.

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