Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 26. Juli 2018

Mit Fleiß und Neid …

„Der Neid ist meist eine Nummer größer als der Fleiß“, sagte Peter Weck (*1930), österreichischer Schauspieler und Regisseur. Tatsächlich ist der Fleiß auf dem Gebiet, neidisch zu sein, gewaltig. In der Bibel lesen wir: Lasst uns nicht voll eitler Ruhmsucht sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden“ (Galater 5,26).

Es fällt uns so schwer, uns mit anderen zu freuen über das, was der Herr ihnen an natürlichen und geistlichen und sonstigen Gaben anvertraut hat. In unserem Herzen brennt so leicht der Neid, dass wir schnell vergessen können, einfach die Geschenke unseres guten Gottes anzuwenden, die Er uns selbst in seiner Güte anvertraut hat. Dabei gibt es mehr als genug für jeden von uns zu tun. Wir brauchen es nur anzupacken …

Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus

Das ist ein sehr schöner, wenn nicht der schönste Titel oder Name Gottes: Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.

Das bedeutet, dass der Herr Jesus die vollkommene Offenbarung Gottes ist. Wir sehen hier nämlich zwei Dinge in diesem Namen oder Titel verborgen: die Menschheit und die ewige Sohnschaft des Herrn Jesus.

Gott ist für den Herrn Jesus nur in seiner Stellung als vollkommener Mensch sein Gott. Nur als Mensch konnte er so von Gott und zu Gott sprechen. Er tat es am Kreuz und nach der Auferstehung gegenüber Maria am Grab. In dem Ausdruck Vater finden wir die Wahrheit seiner ewigen Sohnschaft.
Nebenbei bemerkt: der Herr redet nie davon und auch nirgendwo anders spricht die Bibel davon, dass wir gemeinsam mit ihm sagen könnten „unser Gott und Vater“. Wir können das für uns sagen, nicht aber indem wir ihn darin einschließen. Er sagt daher auch zu Maria nicht „ich fahre auf zu unserem Gott und Vater“, sondern „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“.
So groß und herrlich unsere Beziehung als Kinder zum Vater auch ist, wir wollen und sollten uns seiner unendlichen Größe und der Herrlichkeit seiner ewigen und vollkommenen Beziehung der Liebe zu seinem Gott und Vater immer bewusst sein und in großer Ehrfurcht davon sprechen.

Ermunterung

In der Bibel lesen wir öfter den Hinweis oder das Gebot, dass wir einander ermuntern sollen mit den Wahrheiten des Wortes Gottes. Eine Stelle möchte ich heute ins Gedächtnis rufen:

„Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen, danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.“ (1.Thessalonicher 4,16-18)

Meine Kinder freuen sich immer auf Besuch. Ich erzähle ihnen daher schon einige Tage oder Wochen vorher, wenn wir Besuch erwarten, und ihre Vorfreude zu spüren, ist sehr schön. Doch manchmal entscheidet sich das Kommen des Gastes auch erst am Tag des Besuchs. Dann frage ich meine Kinder morgens manchmal: „Wisst ihr, wer heute vielleicht kommt?“ Sie kennen dann meistens die Antwort. Letztes Mal habe ich ihnen diese Frage gestellt, weil ich vorher an den oben zitierten Vers dachte. Leider wussten meine Kinder bei diesem Mal die Antwort nicht. Liegt es vielleicht daran, dass sie gar nicht bemerken, dass ich den Herrn täglich erwarte? Wäre meine Erwatung täglich frisch, würde ihre Antwort dann nicht wie aus der Pistole geschossen kommen?

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén