Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: August 2018 Seite 1 von 5

Prüfungen

„Wenn wir auf ein vergangenes Leben zurückblicken, so ergibt sich, dass wir mehr als für irgendetwas anderes für unsere Prüfungen dankbar zu sein haben.“ (John Nelson Darby)

Wer Prüfungen Gottes in seinem Leben erfahren hat und nach überstandener Prüfung auf die vergangene Zeit zurückblickt, wird dies sicher bestätigen können – wenn Gott zu seinem Ziel mit ihm gekommen ist. Oft haben wir diese Zeiten nötig, damit wir wieder auf Ihn hören, ein wenig stillstehen, damit Er zu uns reden kann.

Aber Er gibt auch einen Trost für schwere Zeiten:

„Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.“                                      

1. Korinther 10 Vers 13.

Die Abkürzung

"Amerika ist eine Kultur der Abkürzung. Wir wollen immer eine Abkürzung nehmen, auf dem Weg zum Erfolg, zum Reichtum oder zum Glück", sagte kürzlich ein amerikansicher Filmregisseur. Ist diese "Fast-Food"-Mentalität nicht auch bei uns Christen inzwischen "normal" geworden? Man möchte ohne geistlich fundierte Erfahrungen andere belehren. Man möchte ohne die Zeit der Zurückgezogenheit und des stillen Lebens mit dem Herrn in der Öffentlichkeit ankommen. Wenn man versagt hat und eine Sünde begangen hat: schnell bekannt – alles wieder in Ordnung. Wer 4. Mose 19 liest, der merkt, dass Wiederherstellung seine Zeit braucht. Wer die Geschichte von Mose und Joseph, von David und Gideon liest, der weiß, dass es immer zuerst eine Zeit der Vorbereitung in der Stille geben muss. Wer die Geschichte von Paulus liest, der versteht, dass es auch im Dienst die Zeiten der privaten, persönlichen, ausgedehnten Gemeinschaft mit dem Herrn geben muss. Sonst verlieren wir unsere Kraft.

Das Evangelium, Gottes Kraft

Können wir uns einen Begriff machen von der Kraft Gottes? Unmöglich!

Würden wir uns dafür schämen, wenn die Kraft Gottes vor allen Menschen sichtbar wird? Sicher nicht.

Und doch trage ich oft die Schuld daran, dass die Kraft Gottes nicht sichtbar wird, eben weil ich mich schäme, des Evangeliums schäme. Schamgefühl entsteht dann, wenn man etwas entblößt, was andere unsere Meinung nach gering schätzen und deshalb nicht sehen sollen. Es ist die Angst vor dem Achtungsverlust.

Diese Angst hatte der Apostel Paulus abgelegt:

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft, zum Heil jedem Glaubenden.“

(Römer 1,16)

Bitten wir unseren Herrn, dass er uns jegliches Schamgefühl nimmt und wir freimütig das Evangelium, Gottes Kraft, vor Menschen predigen.

Gerechtigkeit ist nicht untätig!

„Die Gerechtigkeit ist nicht untätig. Sie unterwirft sich nicht der Ungerechtigkeit“, sagte einmal Raymond Poincaré (1860-1934), französischer Präsident von 1913-1920. Das erinnert uns daran, dass wir als erlöste Christen nicht nur von Gerechtigkeit reden dürfen, dass wir in Christus Gerechte geworden sind (Römer 1,17), sondern dass sich diese auch durch Taten in unserem Leben zeigen muss. Vor allem: Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass sie sich nicht der Ungerechtigkeit unterwirft. Poincaré mag in diesem Punkt in eine ganz andere Richtung gedacht haben, aber für uns gilt: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde“ (1. Joh 5,17) – und deshalb meiden wir nichts so sehr wie die Sünde – denn wir sind der christlichen Stellung nach Gerechte, die mit Sünde auch in ihrem praktischen Leben nichts mehr zu tun haben sollten.

Eigentlich einfach

„Was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“

Galater 2,20

Paulus schreibt hier von seiner Haltung, die er seit seiner Bekehrung zu Gott hatte. Die Zeit auf der Erde (das Leben im Fleisch), die er noch zu leben hatte, sollte durch den Glauben an den Sohn Gottes geprägt sein. Aber nicht nur das, sondern er fügt noch den Relativsatz hinzu „der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“.  Egal, was ihm hier begegnen würde – sein Glaube an den Sohn Gottes, der ihn so geliebt hatte, war die Grundlage seines Handelns, Denkens und Redens.

Ist auch unser Leben von diesem Bewusstsein geprägt? Dem beständigen Wissen, dass der Sohn Gottes uns geliebt hat und sich deswegen selbst für uns hingegeben hat? Letzteres geschah am Kreuz von Golgatha. Wenn wir dieses Bewusstsein mit in unseren Tag nehmen, wird manches viel einfacher: Zum Beispiel wird die Welt und alles, was in ihr ist, weniger oder sogar keine Anziehungskraft für uns haben.

Näher, noch näher, völliger frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesu, mein Alles mir bist!

(Lelia Naylor (Mrs. C.H. Morris) Morris 1862-1929)
deutsch: Hedwig von Redern (1866-1935)

Glück und die kleinen Dinge

"Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung", schrieb einmal Wilhelm Busch (1832 – 1908), der bekannte deutsche Dichter. Ist es nicht so, dass wir oft meinen, dass wir Gott und anderen für die großen Geschenke des Lebens danken sollten? Und dann vergessen wir so leicht die kleinen Dinge, die Er uns gibt. Eine gute Nachtruhe – für viele von uns eine Selbstverständlichkeit. Ist es aber nicht. Wenn wir mehr die kleinen Dinge sehen, wären wir glücklicher. Und wenn wir bei unserem Ehepartner, in der Familie, inmitten der Christen mehr "kleine Gesten" zeigten, würde viel Glück entstehen.
"Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch" (1. Thessalonicher 5,18).

Nicht meine Ehre

Die Juden antworteten und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast? Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr verunehrt mich. Ich aber suche nicht meine Ehre.

Johannes-Evangelium, Kapitel 8 Vers 48 – 50

Fällt uns etwas auf, wenn wir die Antwort des Herrn Jesus auf die Aussage der Juden lesen? Er weist nicht die Beschuldigung von sich, ein Samariter zu sein. Nein, Er suchte nicht seine Ehre. Aber die böse Aussage, dass Er einen Dämon hat, konnte Er nicht stehen lassen, denn hier wurde die Ehre Gottes angegriffen, die Ehre des Heiligen Geistes.

Bei uns ist es oft umgekehrt. Werden wir angegriffen, so verteidigen wir uns vehement. Wird Gott verunehrt – wie viel Energie bringen wir dagegen auf?

Christus ist in allem vollkommen – so auch in jeder Aussage und jeder Reaktion!

In Dir geborgen

„Jesus-Nam'“! In Dir geborgen
Geh‘ ich durch die Wüste hier,
Wandle frei von Angst und Sorgen,
Da selbst Satan weicht vor Dir.
Bleibt mein Aug‘ auf Dich gericht’t,
Wanke und verzag‘ ich nicht.

(Carl Brockhaus (1822-1899) – dritte Strophe aus Lied 87 aus „Sammlung Geistlicher Lieder“)

Das Navigationssystem

Heutzutage ist ein Navigationssystem im Auto kaum noch wegzudenken, denn es sorgt dafür, dass wir unser Ziel sicher und auf optimalem Weg erreichen.
Wer möchte schon darauf verzichten?

Das Volk Israel hatte in der Wüste zu jeder Zeit eine ganz besondere Wegweisung.

„Und der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu leiten,
und in der Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ (2.Mo. 13,21)

Hätte das Volk bessere Wegweisung von Gott bekommen können? Die Wolke gab sowohl die Richtung als auch die Geschwindigkeit vor und passte sich zu dem noch in ihrer Erscheinung an die Tageszeit an.

Heute hat fast jedes Navigationssystem einen sog. „Nachtmodus“, bei dem sich der Hintergrund des Displays entsprechend der Helligkeit am Tag anpasst. Manche Systeme zeigen sogar auch die momentane zulässige Geschwindigkeit an. Und trotzdem ist eine gewisse Vorsicht gegenüber dieser technischen Errungenschaft
da. Schließlich hat es schon mehr als eine Panne gegeben und hinter jedem System stecken Menschen - und die machen bekanntlich Fehler.

Aber wenn Gott das Volk selbst leitete, konnte es dann irre geführt werden? Niemals.

Gott möchte auch uns durch sein Wort, die Bibel, leiten und es sollte unser Wunsch sein, uns auch leiten zu lassen, wie es folgender, sicher bekannter Vers, aus den Psalmen ausdrückt:

„Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.“ (Ps.119,105)

Die Bibel zeigt uns, wenn wir von dem richtigen Weg abgekommen sind und zeigt uns auch wie wir den richtigen Weg wieder finden.

So haben wir eine vollkommene Wegweisung.

Hinschauend auf Jesus (3)

Hinschauend auf Jesus,

…und nicht auf die Umstände und Hindernisse, die uns auf dem Weg begegnen, auf die wir aber so oft unsere Aufmerksamkeit richten. Wenn sie uns bedrücken, verwirren und überwältigen, dann sind wir nicht in der Lage, zu erkennen, warum der Herr diese Umstände zulässt und welche Hilfsmittel er uns schenken will, um sie zu überwinden. Petrus begann zu sinken, als er seine Blicke auf die Wellen richtete, die der Sturm aufgewühlt hatte; als er auf den Herrn blickte, konnte er auf dem Wasser gehen wie auf einem Felsen. Je schwieriger unsere Aufgabe ist, je größer die Versuchungen, desto wichtiger ist es, die Blicke auf den Herrn Jesus zu richten, auf Ihn allein.

(aus dem Französischen – nach Théodore Monod, 1874 / Helen Willis)

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