Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 9. August 2018

Politik und Wahrheit

„Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach“, sagte einmal Marie Antoinette (1755-1793), Königin von Frankreich als Frau von Ludwig XVI. Nicht zuletzt darum haben Christen nichts mit der Politik zu tun. Sie ist der Versuch, diese Welt, die unter dem Gericht Gottes steht, lebenswerter zu machen. Wie gut, dass wir uns heute schon auf die Seite dessen stellen dürfen, der einmal diese Welt in vollkommener Gerechtigkeit regieren wird. „Siehe, ein König wird regieren in Gerechtigkeiet; und die Fürsten, sie werden nach Recht herrschen“ (Jesaja 32,1). Heute stellen wir uns auf die Seite des Verworfenen, dann stehen wir im 1.000-jährigen Reich auf der Seite des Regierenden, des Verherrlichten, unseres Herrn Jesus Christus. Es lohnt sich zu warten!

Gebet im Stillen – trotz vieler Arbeit, nein, erst recht bei vieler Arbeit!

„Aber die Rede über ihn verbreitete sich umso mehr, und große Volksmengen versammelten sich, um ihn zu hören und ihren Krankheiten geheilt zu werden. Er aber zog sich zurück und war in den Wüsteneien und betete“ (Lukas 5,15-16).

Um den Herrn Jesus versammelten sich große Volksmengen. Es war viel Arbeit da und die Gelegenheit konnte kaum besser sein, um zu predigen. Doch der Herr lässt sich nicht treiben von günstigen Gelegenheiten, sondern von dem Willen und der Kraft seines Gottes. Und so zieht er sich zurück, um zu beten und Kraft zu sammeln. Anschließend lesen wir, dass die Kraft des Herrn da war und Er heilte (V.17).

Was können wir daraus für uns lernen?

  1. Viel Arbeit für den Herrn darf kein Grund sein, auf das notwendige Gebet zu verzichten, es zu verschieben oder zu verkürzen. Je mehr Aufgaben und Arbeit da sind, umso mehr Stille und Gebet ist nötig!
  2. Der Herr zog sich an einen öden Ort zurück um zu beten. Solche Orte suchte vor allem früh morgens auf, um nicht gestört zu werden . Auch für uns ist es gut, einen Ort und einen Zeitpunkt für unser Gebet zu wählen, wo man ungestört beten kann. Wenn du einen solchen Ort in deinem Haus nicht hast, suche ihn woanders. Vielleicht hast du die Möglichkeit, diesen Ort auf einem Spaziergang zu finden.
  3. Der Herr „entwich“, wie Luther übersetzt, d.h. Er entfernte sich unauffällig. Mach aus deiner „Stillen Zeit“ keine Demonstration deiner Frömmigkeit, damit in dir kein Stolz aufkommt! (Das heißt nicht, dass jedes Gebet möglichst für morgens geschehen muss, damit bloß keiner etwas merkt. Für die eigenen Kinder ist das aktive Gebetsleben der Mutter ein nützliches Vorbild!)

Seid gastfrei ohne Murren

Es grüßt euch Gajus, mein und der ganzen Versammlung Wirt. (Röm 16,23)

Gajus war ein Bruder, der gastfrei war. Wir lesen nicht explizit, dass er dies ohne Murren tat, aber die bloße Erwähnung seines Dienstes hier in den Grüßen in Römer 16 lässt diesen Schluss zu, denke ich.

Sein Haus stand den Geschwistern offen und die Zusammenkünfte fanden in seinem Haus statt. Der Herr hatte ihm ein Haus gegeben, mit dem er nun den Geschwistern diente. Und er stellte nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern er bewirtete die Geschwister. In diesem Dienst ist er uns ein Vorbild!

Seid gastfrei ohne Murren. (1.Pet 4,9)

Übrigens: Gastfreundschaft muss man wirklich üben im Sinne von lernen. Und erst wenn man es tut, erkennt man, wie segensreich das ist. Wie oft hatte ich schon den Gedanken, lieber meine Ruhe zu haben, habe dann aber doch die Einladung ausgesprochen. Und nachdem die Gäste wieder weg waren, merkten meine Frau und ich, welchen Segen wir verpasst hätten, wenn wir „unsere Ruhe“ vorgezogen hätten. Diese Ruhe, die sicher auch nötig ist, gibt der Herr dann auch zu einem anderen Zeitpunkt.

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