"Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden", sagte einmal Philip Rosenthal (1916-2001), ein deutscher Unternehmer. Nun ist es für uns Kinder Gottes war, dass wir etwas sind – nämlich von Neuem Geborene, Kinder Gottes -, und zwar aus reiner Gnade. Dadurch werden wir – wieder aus reiner Gnade – die Herrlichkeit Gottes erben, das heißt, im Himmel und im Vaterhaus sein.
Dennoch liegt auch in diesem Spruch etwas Wahres für uns Christen. Paulus drückt das so aus: "Wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst" (Galater 6,3). Wie oft meinen wir, wunders wer wir seien. Einsichtiger, treuer, weiter als andere Christen – sei es im persönlichen oder auch im gemeinsamen Glaubensleben. Aber wir selbst sind gar nichts – alles ist Gnade. Und was unser irdisches Glaubensleben betrifft, so sollten wir uns bewusst machen, dass unsere Stellung in Christus nicht bedeutet, dass wir dadurch automatisch treu leben. Im Gegenteil, das ist eine täglich neue Herausforderung.