Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 28. August 2018

Gerechtigkeit ist nicht untätig!

„Die Gerechtigkeit ist nicht untätig. Sie unterwirft sich nicht der Ungerechtigkeit“, sagte einmal Raymond Poincaré (1860-1934), französischer Präsident von 1913-1920. Das erinnert uns daran, dass wir als erlöste Christen nicht nur von Gerechtigkeit reden dürfen, dass wir in Christus Gerechte geworden sind (Römer 1,17), sondern dass sich diese auch durch Taten in unserem Leben zeigen muss. Vor allem: Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass sie sich nicht der Ungerechtigkeit unterwirft. Poincaré mag in diesem Punkt in eine ganz andere Richtung gedacht haben, aber für uns gilt: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde“ (1. Joh 5,17) – und deshalb meiden wir nichts so sehr wie die Sünde – denn wir sind der christlichen Stellung nach Gerechte, die mit Sünde auch in ihrem praktischen Leben nichts mehr zu tun haben sollten.

Eigentlich einfach

„Was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“

Galater 2,20

Paulus schreibt hier von seiner Haltung, die er seit seiner Bekehrung zu Gott hatte. Die Zeit auf der Erde (das Leben im Fleisch), die er noch zu leben hatte, sollte durch den Glauben an den Sohn Gottes geprägt sein. Aber nicht nur das, sondern er fügt noch den Relativsatz hinzu „der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“.  Egal, was ihm hier begegnen würde – sein Glaube an den Sohn Gottes, der ihn so geliebt hatte, war die Grundlage seines Handelns, Denkens und Redens.

Ist auch unser Leben von diesem Bewusstsein geprägt? Dem beständigen Wissen, dass der Sohn Gottes uns geliebt hat und sich deswegen selbst für uns hingegeben hat? Letzteres geschah am Kreuz von Golgatha. Wenn wir dieses Bewusstsein mit in unseren Tag nehmen, wird manches viel einfacher: Zum Beispiel wird die Welt und alles, was in ihr ist, weniger oder sogar keine Anziehungskraft für uns haben.

Näher, noch näher, völliger frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesu, mein Alles mir bist!

(Lelia Naylor (Mrs. C.H. Morris) Morris 1862-1929)
deutsch: Hedwig von Redern (1866-1935)

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