Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: November 2018 Seite 1 von 4

Christus im Herzen

Mein Herz, zu groß für alle Dinge,
zu klein, als dass es Dich umfinge.

Unser Herz ist der Sitz unserer Zuneigungen und Wünsche. „Von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens“ (Sprüche 4,23). Alle Wünsche, Hobbies, Neigungen und Pläne für diese Erde passen hinein. Aber alle Dinge dieser Erde und dieser Welt sind nichts im Vergleich zu der Unendlichkeit der Person Jesu Christi.

Er ist zu groß für unser Herz. Heißt das, dass wir Ihn nicht ins Herz aufnehmen können? Nein, aber Er kann es ganz füllen und es „überströmen lassen“. Wenn wir Ihn unser Herz ausfüllen lassen, d. h. uns mit Ihm beschäftigen und Ihn anbeten, merken wir, dass das Herz voll  von Ihm ist. Auch wenn wir nicht alles von Ihm erfassen werden.

Es ist wie mit dem Eimer, den man von einem Schiff an einem Seil ins Meer hinunterlässt. Das Meer ist dann im Eimer, er ist übervoll damit. Auch, wenn das Meer natürlich nicht in den Eimer passt. Aber es passt nichts Anderes mehr hinein.

Wir wollen den Herrn Jesus bitten, dass Er uns mehr erfüllen kann. Vielleicht müssen wir dann aber unsere Herzen „freiräumen“…

Wenn uns die Nähe Gottes fehlt…

Welcher gläubige Christ kennt nicht die Zeiten, in denen bei ihm keine Freude an Christus, an Gottes Wort und am Gebet aufkommen will? Sind diese Zeiten vielleicht sogar in der Überzahl?

Das muss uns ein Warnsignal sein!

Genauso, wie wir zum Arzt gehen, wenn wir krank sind, wenn wir uns nicht wohl fühlen und wenn wir spüren, dass in unserem Körper etwas nicht stimmt, müssen wir dann auch im geistlichen Bereich zum „Arzt“ gehen.

In diesen Zeiten der fehlenden Nähe zu Gott sind wir schlicht und einfach nicht glücklich. Wer ehrlich ist, wird dem zustimmen. Doch Gott möchte das nicht, sondern möchte uns in glücklicher Gemeinschaft mit Ihm sehen. Dann liegt es an uns, zunächst einmal uns vor Gott zu demütigen und zu bekennen, wo wir abgewichen sind. Ja, der Heilige Geist muss uns dann zuerst mit UNS beschäftigen, obwohl Er uns eigentlich mit Christus beschäftigen würde.

Aber dann können wir einen Neustart machen, mit Ihm vor Augen und uns vergessend. Was wir alle brauchen ist MEHR Christus und WENIGER das Ich…

Kann ich es mir leisten?

Haben wir einen ungewöhnlich geschäftigen Tag vor uns und meinen wir, in der Hektik keine Zeit zum Gebet zu haben, dann sollten wir uns an Martin Luther erinnern, der sagte, er habe so ungeheuer viel zu tun, daß er es nicht schaffen könnte, wenn er nicht täglich drei Stunden im Gebet verbringen würde.

Wir sollten uns daher nicht die Frage stellen: ,,Kann ich es mir leisten, zu beten?“, sondern vielmehr: ,,Kann ich es mir leisten, nicht zu beten?“ Wir sollten es als angemessenes Opfer vor Gott betrachten, morgens früh genug aufzustehen, um genügend Zeit zum Gebet zu haben.

William McDonald (aus dem Buch: Nur bis zur Zimmerdecke?)

„Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus; und er ging an einen öden Ort und betete dort.“ (Markus 1,35)

Wenn Führer straucheln …

Wenn Führer im Volk Gottes versagen, können die umfallen, die sich bislang an diese anlehnten. Jetzt hat es also auch die Vorzeigefrau der Evangelischen Kirche Deutschland, Dr. Margot Käßmann, „erwischt“. Sie habe dem Kirchensenat „zu ihrem tiefen Bedauern“ mitgeteilt, dass sie bei Gericht die Scheidung ihrer Ehe beantragt habe. Sie gilt neben dem EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), als profilierteste Persönlichkeit im deutschen Protestantismus und ist Mutter von vier Kindern.

Was werden die Mitglieder der Kirche nun mit dieser Ehescheidung anfangen? Es liegt nahe, dass sich die Überlegung durchsetzt: Wenn es unsere Vorzeigechristen nicht packen, die Bibel auch im persönlichen Alltag auszuleben, wie sollen wir es dann noch schaffen?

Es geht ja nicht darum, dass wir irgendwie mit Arroganz auf Käßmann herabschauen oder sie in falscher Weise kritisieren. Jeder hat mit seiner eigenen Nase mehr als genug zu tun. „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Es geht an dieser Stelle auch nicht um die Frage, warum es in der EKD einen Bischofsposten gibt, von dem die Bibel nicht spricht. Eine Führungsfunktion von einer Frau, welche die Bibel geradewegs untersagt!

Aber für diejenigen von uns, die in der Öffentlichkeit auftreten, gilt mehr als für andere: „Sei ein Vorbild der Gläubigen in Wort, im Lebenswandel, in Liebe, in Glauben, in Reinheit (1. Timotheus, Kapitel 4, Vers 12). Und auch Titus wird aufgefordert, ein Vorbild mit guten Werken zu sein, die Lehre unverderbt festhaltend.

Wenn Führer versagen, gehen die Alarmlampen an. Dann ist Gefahr im Verzug. Wie schön, wenn es wie im Lied Deboras in Richter, Kapitel 5 heißen kann: „Weil Führer führten in Israel“ — denn sie waren Vorbilder für die anderen.
Ein Ansporn für uns alle!

Wessen Ehre suchst du?

Ich möchte gerne zwei Verse aus dem Johannesevangelium verknüpfen:

„Wer von sich selbst aus redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm“ (Johannes 7,18).

„Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende auch ich euch“ (Johannes 20,21).

Der Herr Jesus, gesandt von seinem Vater, suchte nie seine eigne Ehre, sondern immer die Ehre dessen, der Ihn gesandt hat! Auch wir sind Gesandte in gleicher Weise (erhabener Gedanke!). Und so gilt auch für uns, dass wir stets die Ehre dessen suchen sollten, der uns gesandt hat. Dann, und nur dann, wird unser Zeugnis wahrhaftig sein und Kraft haben. Ist es nicht deswegen oft so schwach, weil wir (auch) unsere Ehre suchen?

Das Ärgernis des Kreuzes Christi

Nur das Kreuz und ein Grab hatte der Mensch für den Sohn Gottes übrig, sonst nichts. Ihn an das Kreuz gebracht zu haben war für den von Satan getäuschten Menschen kein Ärgernis, sondern sein erklärter Wille. Aber die Vorstellung, dass dieser Gekreuzigte sein Erlöser sein will, ist wie eine Beleidigung für den stolzen Menschen, ein unerträgliches Ärgernis. In alten Tagen entledigte sich die menschliche Gesellschaft ihrer Unwürdigsten am Kreuz – welche Zumutung dann, ihr einen Gekreuzigten als Heiland zu verkündigen! Obwohl Christus völlig unschuldig war, wird das Wort vom Kreuz von den meisten verschmäht, heute nicht weniger als früher!

Das Kreuz war für unseren Heiland nach Gottes Weisheit der Ort, wo sich Gottes Zorn über die Sünde gegen Ihn entlud. Dort trug Er die Ewigkeit unserer Strafe, dort war der Schnitt-punkt von Zorn und Liebe, das Zusammentreffen von Gerechtigkeit und Frieden. Aber dem sündigen Menschen in seinem Unverstand ist es ein Ärgernis.

(aus dem Kalender „Der Herr ist nahe“)

Schau mal genau hin!

„Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat,…“

(Hebräer 12,3)

„Betrachten“ bedeutet, genau hinzuschauen, um zu erkennen. In dem zitierten Vers werden wir also dazu aufgefordert, genau hinzuschauen auf den Herrn, den Anfänger und Vollender des Glaubens, um Ihn zu erkennen.

Dieser Vers weist besonders auf das hin, was der Herr von den Sündern erduldet hat. Damit sind die vielen Angriffe, der Spott, die Verachtung und der Hass gemeint, die dem Herrn auf dieser Erde entgegenschlugen. Warum sollen wir Ihn gerade darin betrachten? Ich denke, weil gerade darin seine moralische Herrlichkeit und Schönheit zu sehen ist. Denken wir nur an Stellen wie Johannes 8,41. Da sagen die Juden zu Ihm, dem Sohn Gottes: „Wir sind nicht durch Hurerei geboren; wir haben einen Vater, Gott.“ Und was antwortet Er? „Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben,…“. Kein Wort zu ihrer Schmähung, doch was wird Er empfunden haben! Er hörte nicht nur diese Worte, sondern kannte Ihre Gedanken und das böse, hassende Herz, aus dem diese Worte kamen. Doch kein Aufbrausen, keine Wut, sondern vollkommene Sanftmut und Langmut sehen wir in seiner Antwort.

Ja, schau mal genau hin, wie Er war! Betrachte Ihn und staune! Anbetungswürdiger Herr!

Zum Tod von Michael Jackson

Heute Morgen habe ich es im Radio erfahren, als ich zur Arbeit fuhr: Der Musiker Michael Jackson ist gestorben — nach einem Leben in Glamour und zweifelhaftem Ruhm. Jeden Radiosender beschäftigte diese Nachricht, überall waren trauernde Menschen zu hören, die ihre Kommentare abgaben.

Was mich betroffen macht, ist die Hoffnungslosigkeit, die über einem solchen Leben steht und stand. Der so genannte King of Pop reiht sich ein in eine Reihe vieler Stars, die ihr Leben nicht mehr „ausgehalten haben“ und es auf mehr oder weniger natürliche Weise recht früh verloren haben.

Mir scheint, diese armen Menschen verbindet noch etwas: Kein Frieden mit Gott. Unversöhnt in die Ewigkeit…

Jeder noch so materiell ärmste und von allen unbekannte Mensch, der aber sein Leben dem Herrn Jesus Christus übergeben hat und seine Sache mit dem ewigen Gott in Ordnung gebracht hat, ist unendlich reicher und glücklicher als diese Stars…

DANKE

„Herr, wie kann ich danken Dir für Golgatha? Will Dich lieben durch mein Leben, Halleluja!“

Wie können wir dem Herr Jesus mehr für das danken, was am Kreuz auf Golgatha für uns getan hat, als durch ein Leben, was Ihn ehrt.

Der gute Hirte

Kleine Lämmer, die verloren,

suchte stets der gute Hirt`,

keines hat Er je vergessen,

das verloren und verirrt.

 

Und Er ging trotz Dorn und Hecken,

weit und breit durchs ganze Land,

bis Er müde und verwundet,

eines Seiner Lämmer fand.

 

Nahm es dann auf Seine Arme,

heilte sanft all seinen Schmerz;

kleine Lämmer, die verloren,

zieht der Heiland an Sein Herz.

 

Kleine Lämmer, die verloren,

sucht noch stets der gute Hirt`.

Ja, er ruft sie alle, alle –

ob wohl jedes kommen wird?

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