Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: März 2019 Seite 1 von 4

Keine Gegengabe erwarten

„Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird“, schrieb einmal Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), französischer Flieger und Schriftsteller. Ist das nicht das Wesen Gottes: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“ (Röm 5,8). Gott konnte von uns nichts als Gegenleistung erwarten – Er hat uns alles gegeben. So dürfen auch wir, die wir durch Gottes Gnade als Erlöste seine Natur geschenkt bekommen haben, lieben. Und zwar lieben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten oder zu erhoffen. Die Liebe liebt, weil sie Liebe ist. Das allerdings ist ein hoher Anspruch für unser Leben …

Ehrlichkeit als Ausnahme

Der in Italien für Lazio Rom spielende deutsche Fußballspieler Miroslav Klose schoss in dieser Woche für seinen Verein das 1:0 gegen Neapel und wies sofort darauf hin, dass er seine Hand zur Hilfe genommen hatte. Und das, obwohl der Schiedsrichter das Handspiel nicht gesehen hatte und das Tor geben wollte. Das Tor wurde dann tatsächlich nicht gegeben. "Dafür verdient er einen Preis", sagte Neapels Kapitän Paolo Cannavaro. Genauso wie fast alle anderen Napoli-Spieler war er nach der überraschenden Aussage des Deutschen auf dem Platz auf ihn zugelaufen und hatte ihn voller Respekt zum Dank umarmt. "Bravo!", meinte auch Neapels Coach Walter Mazzarri.

Wir müssen uns nicht wundern. In dieser Welt muss die Ehrlichkeit oft hinter dem Erfolg zurückstehen. Umso schöner zu sehen, dass Miro Klose die Ehrbarkeit besaß, zuzugeben, dass das Tor regelwidrig zustande gekommen war. Sein Verhalten ist wirklich eine Ausnahme! Die Reaktionen des Gegners zeigen, dass es in der Welt normalerweise anders zugeht: Betrug, Lüge und Unehrlichkeit sind an der Tagesordnung.

Wir Christen haben eine andere Magna Carta. Aber wie steht es bei uns mit der Wahrheit, nehmen wir es auch manchmal nicht so genau damit oder sind wir "mit Wahrheit umgürtet" (Epheser 6 Vers 14)? Die Bibel sagt uns in Epheser 4 Vers 25:

„Deshalb, da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“

Und in Kolosser 3 Vers 9 lesen wir:

„Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt.“

In allem wollen wir unseren Herrn Jesus nachahmen, der die Wahrheit selbst ist.

Er wird mich verherrlichen

Als der Herr Jesus seine Abschiedsworte zu seinen Jüngern sprach, sagte Er von den Heiligen Geist, den Er senden würde: „Er wird mich verherrlichen“.

Das ist ein guter Prüfstein für die Frage, ob es vom Heiligen Geist geleitet ist, was Menschen in einer christlichen Predigt sagen. Führt die Predigt zu Christus hin? Stimmt sie mit Gottes Wort, der Bibel überein? Auch eine Predigt über einen alttestamentlichen Text muss immer in Übereinstimmung sein mit der ganzen Wahrheit, wie sie in der Bibel offenbart wird. In diesem Sinn wird auch dann Christus verherrlicht.

Besonders schön ist es, wenn die Predigt den Zuhörer stets zu Christus führt, ja, den Sohn Gottes dem Zuhörer größer machen will. Dann tritt der Prediger selbst völlig in den Hintergrund und Christus wird groß gemacht und verherrlicht.

jeder Tag ein Tag der Gnade

Der Herr aber fügte täglich (zu der Versammlung) hinzu, die gerettet werden sollten.Apostelgeschichte 2 Vers 47

So war es in der Anfangszeit der Christen. Jeden Tag kamen Menschen zum Glauben an den Herrn Jesus Christus. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Wie viele Tausend / Millionen Menschen mögen heute den Heiland gefunden haben?

Aber es gibt auch einen entscheidenen Unterschied zwischen den ersten Christen und uns heute. Natürlich haben sich die Menschen bekehrt, weil der Herr es wollte. Aber es war ganz sicher auch eine Folge des Verhaltens der Christen. Ihre Frische im Glauben, ihre Konsequenz in ihrem Verhalten und ihre Liebe untereinander machten Eindruck auf die Menschen und zog diese an. Kann man das auch von uns sagen? Werden Menschen von unserem Verhalten als Christen angezogen und möchten den Heiland kennenlernen?

Es schön, wenn durch unser Christenleben noch Menschen „neugierig“ auf den Glauben an den Herrn Jesus würden.

ganz schön „sportlich“

„Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach: Nimm schnell drei Maß Feinmehl, knete und mache Kuchen! Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es zuzubereiten. Und er holte dicke und süße Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen.“
1. Mose 18 Verse 6 bis 8

Abraham hatte unerwartet Besuch bekommen. Um diesen Besuch angemessen zu bewirten, ging es in seinem Haus sehr „sportlich“ zu. Der Besuch sollte nicht lange auf das Essen warten, deshalb mußten sich alle bei der Zubereitung beeilen.

Was der Vers „Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren.“ 1. Petrus 4 Vers 9 praktisch umgesetzt heißt, können wir von Abraham und seiner Familie lernen.

Gut gebräunt!

Sommerurlaub – Für viele eine Zeit, die viel an der frischen Luft und in der Sonne verbracht wird. Gut gebräunt kommt man auf dem Urlaub heim und sieht richtig erholt aus. Doch nach ein paar Wochen im Alltag verblasst die Bräune und man sieht aus wie vor dem Sommerurlaub.

Mose war auch „gut gebräunt“, als er aus der Gegenwart Gottes kam (2.Mo 34). Sein Gesicht strahlte. Nach einiger Zeit verblasste dieses Strahlen wieder. Doch wir dürfen, anders als Mose, zu jeder Zeit in die Gegenwart Gottes kommen und dort „verwandelt werden in sein Bild (2.Kor 3,18). Geht es uns da so wie beim Sommerurlaub? Eine kurze Zeit „gut gebräunt“, einige Tage oder Wochen später wieder blass? Gott möchte, dass wir stets die Gemeinschaft mit Ihm suchen und an unserem Teint immer zu sehen ist, dass wir in lebendiger Gemeinschaft mit Gott leben.

Wie schön wäre es, wenn unsere Mitmenschen nicht nur an uns sehen, wenn wir einen erholsamen Sommerurlaub hatten, sondern auch die Auswirkungen eines Lebens im Licht und der Gemeinschaft Gottes, sodass sie in dieser Hinsicht erfreut feststellen können: Du siehst aber gut erholt aus!

Keine Frucht zu sehen?

Es mag manchem Gläubigen schon einmal so gegangen sein: Man hat zu einem Evangelisationsvortrag eingeladen, jahrelang am Büchertisch gestanden, in vielen Gesprächen die Menschen davon zu überzeugen versucht, dass sie einen Heiland brauchen - und hat nur ganz wenig Frucht von dieser Arbeit gesehen.

Dann dürfen wir uns über das Wort aus Jesaja 55 Vers 11 freuen:

„Also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe“.

 Vertrauen wir darauf, dass der Herr im Verborgenen wirkt!

Reicht ein gutes Leben?

Und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein sein ein von einer Frau Geborener? Siehe, sogar der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein in seinen Augen: wieviel weniger der Mensch! (Hiob 25,4-6)

Sie hatte ein gutes Leben geführt. Für ihre Kinder hatte sie treu gesorgt; und der Kontakt mit ihnen war herzlich. Sie hatte sich auch ihr Leben lang bemüht, Gutes zu tun. Ganz ruhig machte das die Frau zwar nicht, aber sie hoffte, dass sie genug „auf die Waagschale“ gelegt hatte, um von Gott angenommen zu werden.

Nun kam ihre letzte Krankheit. Sie hatte das Evangelium von Jesus viele Male gehört, und plötzlich stand die Frage brennend vor ihr, ob ihre guten Werke wohl ausreichen würden, wenn sie in die Ewigkeit ging. Eine gläubige Christin bemerkte ihre Unruhe und fragte nach. „Ich weiß nicht, ob ich vor Gott bestehen kann!“, sagte die Frau.

Ihr war mit einem Mal bewusst geworden, dass ihr etwas Entscheidendes fehlte, wenn sie vor Gott hintreten musste. Deshalb bekannte sie Gott ihre Sünden und nahm den Herrn Jesus und sein Erlösungswerk im Glauben an. Da wurde sie sich der Vergebung gewiss, sie wurde ruhig. Drei Tage später entschlief sie. Sie starb nicht in Unruhe und Zweifeln, sondern in Frieden und Gewissheit. Sie war errettet durch den Glauben an den Heiland-Gott, und zwar „nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit“ (Titus 3,5).

Das muss jeder lernen: Gute Werke können unsere Sünden nicht ungeschehen machen. Mit Gott ins Reine kommen wir nur durch den Glauben an Christus und seine Erlösung. Die Frau hatte die letzte Möglichkeit dazu genutzt. - Die einzig sichere Gelegenheit für jeden von uns ist: Jetzt!

aus: Die Gute Saat

Zumwinkel & wir

Der heutige Rücktritt von Klaus Zumwinkel (Deutsche Post) nach der Steueraffäre erinnert an die äußerst wichtige Verantwortung, die wir haben, wenn wir anderen predigen: „Ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde“ (1. Korinther, Kapitel 9, Vers 27).

Zumwinkel gehörte zu den „alten Eisen“ in der DAX-Wirtschaft. Sein Wort galt und hatte Autorität. Umso größer der Vertrauensschaden jetzt. Dasselbe gilt ja auch für uns, die wir mehr oder weniger das Wort Gottes weitergeben. Wenn herauskommt, dass unser Leben nicht dahinter steht, ist der Vertrauensschaden groß. Sogar in die Irre kann man dadurch führen. Keiner von uns ist vollkommen. Aber eine gewisse Ehrlichkeit uns selbst und anderen gegenüber kann oft helfen.

Bewiesen oder erfahren?

Jetzt sind die letzten Zweifel ausgeräumt: Gott existiert tatsächlich. Ein Computer hat es mit kalter Logik bewiesen – das MacBook des Computerwissenschaftlers Christoph Benzmüller von der Freien Universität Berlin. Benzmüller hat seinen Computer auf eine Formelfolge angesetzt, die der legendäre österreichische Mathematiker Kurt Gödel zuerst um das Jahr 1941 auf ein paar lose Blätter Papier gekritzelt und in den folgenden Jahrzehnten immer weiter ausgefeilt hatte. Keine Minute brauchte der Computer, um Gödels Beweis für gültig zu befinden. […] Die Existenz Gottes kann fortan als gesichertes logisches Theorem gelten.

(Spiegel)

Woher wissen wir, dass es Gott gibt? Weil uns die Beweise oder Indizien überzeugen? Wie schade wäre es, wenn uns eine kalte Beweisführung ausreichen würde, um die Existenz Gottes zu bestätigen. Es gibt etwas, dass weit mehr bedeutet als Beweise: die persönliche Erfahrung. Beweise und Argumente mögen den Glauben stärken und Zweifel vertreiben. Aber sie machen uns nicht wirklich glücklich. Der überzeugendste Beweis der Existenz Gottes für den Gläubigen ist immer noch der Satz: Ich habe Ihn erlebt.

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist“ (Hebräer 11 Vers 6).

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