Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Juli 2019 Seite 1 von 5

Übermut

"Durch Übermut gibt es nur Zank; bei denen aber, die sich raten lassen, Weisheit." (Sprüche 13,10)

Diesen Vers hat mein Vater meinen Bruder und mich nach einer Zänkerei lernen lassen. Seitdem kommt der Vers mir bei jedem Streit, der durch Übermut hervorgerufen wurde, in den Sinn.

Der natürliche Mensch will immer Recht haben und seinen Willen durchsetzen. Sich zu demütigen und den anderen höher zu achten als sich selbst fällt ihm sehr schwer, denn es liegt nicht in seiner Natur. Und dieser Übermut an Stelle der Demut ist immer wieder die Ursache für Zank und Krieg.

Lassen wir uns vielmehr raten, wie Salomo es sagt. Rat von dem anderen anzunehmen und ihn höher zu achten, als sich selbst, ist nicht nur eine Haltung, die für einen Christen, der sich in Demut üben sollte, angebracht ist, sondern sie hat zudem Weisheit zur Folge. Denn wer im Übermut stets seinen eigenen Kopf durchzusetzen sucht und meint, weise zu sein, wird niemals wirklich weise werden.

"Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist, für einen Toren ist mehr Hoffnung als für ihn." (Sprüche 26,12)

"Kommt Übermut, so kommt auch Schande; bei den Bescheidenen aber ist Weisheit." (Sprüche 11,2)

Freude

„Die wahre Freude ist die Freude am anderen“, sagte einmal Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944). Auch wenn die Lebensausrichtung dieser Person sicherlich mit manchen Fragezeichen zu versehen ist – auch seine Werke, ist das ein guter Hinweis (aus welchem Hintergrund er auch stammen mag), sich nicht allein an dem zu erfreuen, was man selbst geschentk bekommen hat, sondern besonders dann zu freuen, wenn Gott einen anderen, eine Freundin oder einen Freund, gesegnet hat. „Wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit“ (1. Korinther 12,26). Das ist nicht leicht – aber das ist echte, selbstlose Freude. Gebe es sie mehr …

Vor Gott wandeln

„Wandle vor meinem Angesicht!“

1. Mose 17 Vers 1

Vor dem Angesicht Gottes wandeln ist wahre Kraft und schließt ein, dass das Herz mit nichts anderem als mit Gott selbst beschäftigt ist. Wenn ich meine Erwartungen auf das Geschöpf, auf Menschen und Dinge setze, so wandle ich nicht vor Gott, sondern vor dem Geschöpf. Es ist wichtig, sich darüber klar zu sein, wer oder was der Gegenstand ist, der vor meinem Herzen steht.

Auf was ist in diesem Augenblick mein Auge gerichtet, und auf wen stütze ich mich? Füllt Gott meine Zukunft aus, oder mischen sich Menschen oder Umstände in gewissem Maß darein? Durch Glauben wandeln ist das einzige Mittel, sich über die Welt zu erheben, weil der Glaube die Szene so völlig mit Gott ausfüllt, dass für das Geschöpf und für die Welt kein Raum übrig bleibt. Wenn Gott meinen ganzen Gesichtskreis ausfüllt, verschwindet jeder andere Gegenstand, und ich kann mit dem Psalmisten sagen: „Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Erwartung. Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste; ich werde nicht wanken“ (Psalm 62 Vers 6 und 7).

Dieses Wörtchen „nur“ erforscht das Herz. Die Natur spricht anders. Freilich will sie Gott nicht ganz ausschließen, aber ihre Aufmerksamkeit und ihre Erwartung werden geteilt sein, sie kann nicht sagen: „Nur Er“.

Charles Henry Mackintosh

Gehorsam

„Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen“ Apostelgeschichte 5 Vers 29. In solche Situationen wie die Apostel werden wir wohl nicht so leicht kommen . Trotzdem stellt sich für uns die Frage, ob wir die gleiche Bereitschaft haben, auch wenn das für uns Probleme oder Nachteile hat. Gehorsam bringt auf jeden Fall Segen, daran wollen wir immer denken.

„So geschehe Dein Wille“

So betete der Herr Jesus in Gethsemane: „… so geschehe Dein Wille“ (Matthäus 26,42). Er ordnete sich völlig dem Willen des Vaters unter.

Wie sieht es in unserem Leben aus? Haben wir auch stets die Bitte: „Dein Wille geschehe“? Damit meine ich nicht, dass wir buchstäblich immer diesen Satz beten. Es sollte vielmehr immer unsere Haltung sein, wenn wir beten. Aber wie oft haben wir selbst eine (eigenwillige) Vorstellung von dem haben, was geschehen soll…

Christus ist unser Vorbild in allem.

Gepriesen sei sein heiliger Name!

Gewitter

Gestern gab es ein heftiges Gewitter in unserer Gegend. Bei den lautern Donnern weinten einige Kinder und klammerten sich an ihre Eltern. Dabei ist ja nicht der Donner das Gefährliche, sondern der Blitz könnte Schaden anrichten.
Auch im geistlichen Bereich ist es manchmal so. Das, was wirklich gefährlich für uns sein kann, ignorieren wir. Aber um das, was laut „donnert“ kümmern wir uns.
Was für einen „Donner“ kann ein falsches Wort nach sich ziehen, auch wenn es vielleicht schon zurückgenommen wurde. Aber unsere fehlende Liebe zueinander, die zu dem Wort geführt hat, wird übersehen.
„Denn ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, innen aber sind sie voll von Raub und Unenthaltsamkeit.“ Matthäus 23 Vers 26

In Deines Vaters Haus

In Deines Vaters Haus,
stillst Du bald unser Sehnen,
denn Deine Herrlichkeit wird uns vor Augen stehn.
O Glück, wer spricht es aus!
Bald lassen heil’ge Szenen,
uns Herz und Mund in Lob
anbetend übergehn.

P.W.

Jeden Tag

,,Dein Herz beeifere sich jeden Tag um die Furcht des HERRN. (Sprüche 23,17)

Das Erste, was Gott in 1. Mose 1 ,,erschuf", war der Tag. Gott hat es so eingerichtet, dass der Tag ein ganz bestimmter Zeitabschnitt ist, nicht zu kurz und nicht zu lang. Wir dürfen jeden neuen Tag aus der Hand Gottes als ein Geschenk annehmen.

Es ist entscheidend für den Verlauf eines Tages, wie wir ihn beginnen.

Beginnen wir einen Tag bewusst, indem wir ihn mit Dankbarkeit aus der Hand Gottes annehmen, und beenden wir ihn, indem wir über die wesentlichen Punkte noch einmal mit Ihm sprechen? Danken wir Gott für jede Gnade, die wir erfahren durften und sprechen wir mit Ihm über mögliche Korrekturen in unserem Leben?

Bekennen wir Sünde, die uns deutlich geworden ist, um dadurch die verlorengegangene Gemeinschaft zurückzuerlangen? Der Vers aus den Sprüchen zeigt uns, dass wir jeden Tag auf Neue das Bestreben haben sollen Gott zu verehren und Gemeinschaft mit Ihm zu haben.

Wir können nicht für ein Jahr eifern, auch nicht für einen Monat und auch nicht für eine Woche. Das ist die Sache eines jeden Tages. Wir dürfen in gewissem Sinn jeden Tag einen neuen Anfang machen. Jeder neue Tag bietet dazu Gelegenheit. Wir brauchen weder von dem Balast des vergangenen Tages noch uns von der Sorge um den zukünftigen Tag niederdrücken zu lassen.

Es ist eine Gefahr unserer Tage, dass der einzelne Tag in der gegenwärtigen Kurz- und Schnellebigkeit völlig untergeht und somit der Wert eines jeden Tages verloren geht. Wochen fliegen vorbei, oft Monate, manchmal ganze Jahre. Es fällt uns schwer, uns an einzelne Jahre zu erinnern.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass wir entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit leben. Dann leben wir nicht dem jeweiligen Tag. Oder verachten wir möglicherweise den Tag, an dem es nichts Außergewöhnliches gab?

Wenn wir in dem Bewusstsein der göttlichen Gegenwart leben, dann wird jeder Tag für uns wertvoll.

dress code

In manchen Einladungen zu den unterschiedlichsten Anlässen wird auch auf die gewünschte oder vorgeschriebene Kleiderordnung für die Veranstaltung hingewiesen. Bei Nichtbeachtung wird man im besten Fall schief angesehen, im ungünstigsten Fall wird die Teilnahme an der Veranstaltung untersagt.

Auch Gott hat uns eine Kleiderordnung hinterlassen. Dabei geht es aber weniger um unser Aussehen als um unser Verhalten.

Folgende Dinge sollen wir „ausziehen“:

„Jetzt aber legt auch ihr das alles ab:

-Zorn

-Wut

-Bosheit

-Lästerung

-schändliches Reden aus eurem Mund.“ Kolosser 3 Vers 8

 

Das Nachfolgenden sollen wir dafür „anziehen“:

„Zieht nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte:

-herzliches Erbarmen

-Güte

-Demut

-Milde

-Langmut

-einander ertragend

-euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat gegen den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr.

-Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.“ Kolosses 3 Verse 12 bis 14

Würde, wenn …

Der Maler Pablo Picasso hat einmal gesagt: „Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.“

Das erinnert mich daran, dass Christen in Gefahr stehen, als echte Christen leben zu wollen, aber die Freuden des Lebens nicht aufgeben zu wollen. Wir müssen uns entscheiden: Entweder arm oder ein Haufen Geld. Entweder echtes Christentum oder Genießertum. Entweder entschieden dem Herrn Jesus nachfolgen, oder entschieden die eigenen Interessen und Ziele verfolgen.

Ein „sowohl als auch“ hat noch nie glücklich gemacht. Lot musste diese Erfahrung auf sehr bittere Weise lernen. Wir sollten sie uns ersparen! „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der HERR Gott ist, so folgt ihm nach“ (1. Könige 18,21).

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