Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 23. August 2019

Gewalt

Gewalt ist nie ein Mittel, mit dem Christen ihre Überzeugungen verteidigen sollten. Wenn man die Gewaltaktionen rund um den G-8-Gipfel in Rostock sieht, stößt das natürlich ab. Aber Christen sollten ein gutes Gedächtnis haben, was die Vergangenheit betrifft. Es gab einmal so etwas wie Kreuzzüge. Papst Urbans II. forderte die Christen im Jahr 1095 in Clermont zur Befreiung Jerusalems und des „Heiligen Landes“ aus der Hand der „Ungläubigen“ auf. 1099 wurde Jerusalem dann durch ein Kreuzfahrerheer erobert. Später kam es zu weiteren Kreuzzügen, denen meistens jedoch kaum ein Erfolg beschieden war.
Christen werden zum „Kampf“ aufgefordert. Aber im Neuen Testament finden wir keinen einzigen Aufruf zu einem körperlichen oder gar militanten Kampf. Christen beteiligen sich nicht einmal an Friedensmärschen oder Streikmärschen. Denn ihr „Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten“ (Philipperbrief, Kapitel 3, Vers 20).
Christen kämpfen daher nicht für irdische oder gar weltliche Ziele. Sie leben zwar in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt (vgl. Johannes, Kapitel 17, Vers 6). Sie haben eine himmlische Hoffnung, ein himmlisches Ziel, einen himmlischen Herrn. Was für Ziele verfolgen wir dann auf dieser Erde? Wenn nicht, den Menschen etwas von dieser himmlischen Hoffnung zu sagen, damit sie sich zu dem Herrn Jesus bekehren. Aber auch dafür verwenden Christen keine „Gewalt“, außer die „Gewalt“ der Überzeugungskraft des Wortes Gottes, das der Geist Gottes auf das Gewissen von Menschen anwendet.

Brüderstandard

Viele kennen vielleicht den Vers aus Psalm 133:

Seht wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.

Psalm 133 Vers 1

Brüder soll Eintracht kennzeichnen, Einmütigkeit und Frieden. Ist das bei uns nur Theorie oder gelebte Praxis und Erfahrung? Es sollte „Standard“ sein…

Heimatlos?

„Ohne Heimat sein heißt leiden“, sagte einmal der russische Dichter Fjodor M. Dostojewsky (1821-1881). Wir Christen haben eine Heimat: den Himmel! „Denn unser Bürgertum ist in dem Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Erretter erwarten (Philipper 3,20). Gut, wenn wir uns dieser Heimat mehr bewusst sind. Schlecht, wenn wir gerne eine Heimat im Himmel und eine Heimat auf der Erde haben wollen. Dann hinken wir zwischen zwei Seiten. Das macht unglücklich.

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