Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 30. August 2019

Die Dreckpfütze

Stell Dir vor, Du schaust einem Mann bei der Arbeit zu, der in einem Fabrikhof ständig zwischen zwei Stellen hin- und hergeht. Immer derselbe Arbeitsgang, von einer Werkbank zu einer anderen. Zwischen diesen Werkbänken befindet sich eine Dreckpfütze mit schmutzigem, öligem Wasser. Der Mann könnte sehr gut an ihr vorbeigehen, rechts und links ist genug Platz, aber immer wieder geht er geradewegs auf sie zu und fällt mit dem Gesicht mitten hinein. Er rafft sich dann wieder auf, wischt sein Gesicht sauber und geht weiter zu seiner Werkbank. Manchmal schafft er es, sie gar nicht zu beachten, an ihr vorbeizusteuern und unbehelligt seinen Platz zu erreichen. Doch immer wieder fällt er von neuem in die Pfütze. Einmal stolpert er über ein am Boden liegendes Brett und fällt hinein, ein anderes Mal fällt er unversehens, offenbar ohne Einwirken von außen, in den Dreck.

Oft scheint er sogar schon an der Pfütze seitlich vorbeizugehen und beginnt, einen deutlichen Bogen um sie zu machen, als sei er sich bewusst, dass da die Pfütze ist - und dann bleibt er plötzlich stehen und geht doch geradewegs auf die Pfütze zu und wirft sich hinein.

Wer würde nicht kopfschüttelnd über so viel Dummheit an dem geistigen Gesundheitszustand des Mannes zweifeln? Doch warte mal! Bevor wir uns weiter über den armen Mann lustig machen: Ist das vielleicht ein Bild von Dir und mir? Fallen wir auch immer wieder in dieselbe Sünde? Passiert es uns immer wieder, dass wir doch genau wissen, was uns zu Fall bringt und wir tun doch genau das? Manchmal stolpern wir vielleicht und fallen mehr oder weniger unbewusst hinein, ein anderes Mal steuern wir sogar willentlich in den Dreck.

Doch das möchte Gott nicht. Der Herr Jesus aber hat uns frei gemacht durch seinen Tod am Kreuz von Golgatha! Wir sind dort mit Ihm gestorben und müssen der Sünde nicht mehr nachgeben.

„Wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde“ (Römer 6 Vers 7)

Sorgen ertränken?

„Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer“, sagte einmal Robert Musil (1880-1942), österreichischer Erzähler, Essayist und Dramatiker. Er hat recht. Sorgen werden wir nicht durch Alkohol, Drogen oder Rauchen oder sonstige Spezial-Erfahrungen los. Als Christen haben wir es „einfacher“: „Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst duch Gebet udn Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus“ (Philipper 4,6.7). Lass die Sorgen bei Gott – und vergiss nicht, das Gebet mit einem Dank zu schließen.

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