Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: September 2019 Seite 1 von 5

Weihnachten – die falsche Betonung

Weihnachten steht vor der Tür. Wieder rüstet sich die Christenheit, um an die Geburt Jesu Christi zu denken. Man feiert, geht in Kirchen und freut sich, dass Christus auf diese Erde gekommen ist, der König zu seinem Volk.

Ende, Schluss, Aus. Weiter denkt man nicht. Was weiter im Leben Christi geschah, hört sich ja auch nicht so gut an und passt nicht zu einem besinnlichen, von schönen Gefühlen begleiteten Fest.

So setzt Weihnachten aber die falsche Betonung. Christus wurde Mensch, um zu sterben! Was sagt die Bibel, das heilige Buch Gottes, auf das sich die Christenheit beruft:

„Denn ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.“  (1. Korinther 2 Vers 2)

„Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt.“  (Galater 6 Vers 14)

„O unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde?“ (Galater 3 Vers 1)

„Wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis, und den Nationen eine Torheit.“ (1. Korinther 1 Vers 23)

Was erkennen wir daraus: Es kommt auf seinen Tod an und nicht auf seine Geburt. Seine Geburt und sein Leben konnten nicht von Sünden retten, nur sein Tod hat uns gerettet. Der zuletzt zitierte Vers zeigt genau, warum der Tod des Herrn Jesus nicht in den Kirchen sehr gerne erwähnt ist: Es ist ihnen eine Torheit – wie kann eine so furchtbare Sache wie eine Kreuzigung im Mittelpunkt stehen? Das ist doch unangenehm!

Aber Gott sieht es anders. Für Ihn gibt es nichts Wertvolleres als das Opfer seines Sohnes am Kreuz von Golgatha. Wie gut, wenn wir es auch so empfinden! 

Jeden morgen kräht der Hahn

„Während er noch redete, krähte der Hahn. Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm sagte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.“ Matthäus 22 Verse 60 und 61

Diesen Augenblick wird Petrus sein Leben lang nicht mehr vergessen haben. Ich stelle mir vor, dass Petrus noch oft in seinem Leben das Krähen eines Hahnes gehört hat. Was wird er dann wohl gedacht haben? Ob er sich genau an den einen Hahnenschrei an diesem besagten Morgen erinnert hat? Ich glaube ja.

Hast du auch so einen „Hahnenschrei“?

Einen Satz – wenn du ihn hörst, denkst du an genau diese eine Situation?

Eine Häuserecke – wenn du vorbeigehst, denkst du daran, dass es genau dort passierte?

Eine bestimmte Person – wenn du ihr begegnest, denkst du daran, dass du ihr so weh getan hast?

Aber für Petrus und auch für dich gilt: “ Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.“ Hebräer 8 Vers 12

Wenn du die Sache in Ordnung gebracht hast (so wie Petrus die Sache mit seinem Herrn und Heiland geklärt hat), dann ist die Angelegenheit für Gott geklärt. Trotzdem kann so ein „Hahnenschrei“ hilfreich sein, nicht noch einmal die gleiche Sache zu tun.

Meine Liebe zu Ihm

Wie zeige ich Ihm meine Liebe?

„Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.“ (Joh 14,15)

„Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.“ (Joh 14,21)

„Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten.“ (Joh 14,23)

Ein englisches, christliches Lied hat den folgenden Refrain:

How can I show Him love?
I obey Him!
How can I show the One from above my love?
Obey Him!

Das ist die einfache Antwort! Jeden Tag kann ich in allem was ich tue, Ihm meine Liebe zeigen. Im Beruf, wenn ich meine Arbeit für Ihn tue. In den Gemeindestunden, wenn ich Ihm dort, wo Er der Mittelpunkt sein will, die Leitung überlasse. Zu Hause, wenn ich für meine Frau und meine Kinder so sorge, wie Er es möchte. Im Übrigen zeige ich auch ihnen auf diese Weise, dass ich sie liebe.

Zurückgetreten

Der deutsche Bundespräsident ist zurückgetreten – ein einzigartiger, bislang so nicht praktizierter Schritt. Sein Argument: Man habe seinem Amt, dem des Bundespräsidenten, nicht den passenden Respekt gezollt. Wir können und wollen das nicht beurteilen. Aber man muss sich doch fragen, ob nicht auch unter Christen
a) negativ über diese Obrigkeit geredet wurde, obwohl wir aufgefordert werden, den obrigkeitlichen Gewalten untertan zu sein (Römer 13,1).
b) Autoritäten teilweise missachten werden. „Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die erkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im herrn und euch zurechtweisen, und dass ihr sie über die Maßen in Liebe achtet, um ihres Werkes willen“ (1. Thes 5,12.13).
Autoritäten sind von Gott – deshalb sollten wir sie auch achten!

Meine Angelegenheit

Jesus sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt der ganzen Schöpfung das Evangelium.

Markus 16,15

 Als der Evangelist D. L. Moody in Chicago einmal spätabends auf dem Heimweg war, bemerkte er einen ihm fremden Mann, der sich an einen Laternenpfahl lehnte. Er ging auf ihn zu, legte freundschaftlich den Arm auf seine Schulter und fragte ihn, ob er ein Christ sei.

Über diese Frage regte sich der Mann gewaltig auf und hob drohend die Fäuste. „Es tut mir leid, wenn ich Sie gekränkt habe“, sagte Moody beschwichtigend. Doch der Mann rief wütend: „Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten!“ – „Das ist meine Angelegenheit“, erwiderte der Evangelist ruhig, aber bestimmt, bevor er weiterging.

Der Fremde wandte sich dann an einem der nächsten Tage an einen Freund und Gemeindeältesten Moodys und legte ihm nahe, den Unverschämtheiten des Predigers ein Ende zu setzen, damit dieser nicht noch mehr Schaden in der Stadt anrichten könne.

Eines Morgens, etwa drei Monate später, wurde Moody sehr früh aus dem Schlaf geweckt. „Wer ist da?“, fragte er. Eine fremde Stimme antwortete, und auch der Name war ihm unbekannt. „Was wollen Sie?“ – „Ich will Christ werden.“ Als Moody die Tür öffnete, sah er sich dem Mann gegenüber, der sich unter der Straßenlaterne so fürchterlich über ihn aufgeregt hatte. Der Besucher gestand ihm, dass sein Gewissen seitdem nicht zur Ruhe gekommen war. In dieser Morgenstunde konnte Moody ihm den Weg zu Christus und zum Frieden zeigen.

Wenn gläubige Christen andere Menschen einladen, Jesus als ihren Erretter anzunehmen, dann erfüllen sie nur die Aufgabe, die der Herr ihnen gegeben hat: Es ist also tatsächlich auch ihre Angelegenheit – oder seine.

„Die gute Saat“ vom 30. September 2011

Zurück aus dem Urlaub

Am vergangenen Samstag sind wir (meine Frau + Kinder + myself) aus dem Urlaub wiedergekommen. Wir waren am Schliersee in Bayern, wo wir viele Wanderungen unternommen haben. Es tat gut, aus dem Rhein-Main-Gebiet mal in eine Gegend zu kommen, in der die Natur viel facettenreicher ist. NIcht nur für unsere älteste Tochter Johanna war es ein schönes Erlebnis, sondern auch für uns Eltern.

Uns wurden wieder einmal die Augen geöffnet für die Schönheiten in Gottes Schöpfung! Wir bestaunten und bewunderten diese Schönheiten. Mit welch einer Weisheit hat Gott dies alles gemacht! Wie dankbar dürfen wir sein, dass wir auch in der Schöpfung die große Macht und Herrlichkeit Gottes sehen können. Und doch ist seine Herrlichkeit noch um so viel größer, ja, seine Herrlichkeit ist wahrhaftig unfassbar! Doch einen kleinen Teil seiner Herrlichkeit offenbart Gott jedem Menschen in der Schöpfung. Wie schade, wenn der Mensch blind daran vorübergeht oder diese Herrlichkeiten einem Urknall und einer Evolution zuschreibt.

Psalm 104

„Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet;
2 Du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke;
3 der seine Obergemächer bälkt in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Gefährt, der da einherzieht auf den Fittichen des Windes;
4 Der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu flammendem Feuer.
5 Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.
6 Mit der Tiefe hattest du sie bedeckt wie mit einem Gewande; die Wasser standen über den Bergen.
7 Vor deinem Schelten flohen sie, vor der Stimme deines Donners eilten sie hinweg-
8 die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen festgesetzt.
9 Du hast ihnen eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten werden; sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken.
10 Du, der Quellen entsendet in die Täler; zwischen den Bergen fließen sie dahin;
11 Sie tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst;
12 An denselben wohnen die Vögel des Himmels, zwischen den Zweigen hervor lassen sie ihre Stimme erschallen.
13 Du, der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern; von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt.
14 Der Gras hervorsprossen läßt für das Vieh, und Kraut zum Dienste der Menschen: um Brot hervorzubringen aus der Erde.
15 Und damit Wein des Menschen Herz erfreue; um das Angesicht glänzen zu machen von Öl, und damit Brot des Menschen Herz stärke.
16 Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,
17 Woselbst die Vögel nisten; der Storch-Cypressen sind sein Haus.
18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht für die Klippendächse.
19 Er hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang.
20 Du machst Finsternis, und es wird Nacht; in ihr regen sich alle Tiere des Waldes;
21 die jungen Löwen brüllen nach Raub und fordern von Gott ihre Speise.
22 Die Sonne geht auf: sie ziehen sich zurück und lagern sich in ihre Höhlen.
23 Der Mensch geht aus an sein Werk und an seine Arbeit, bis zum Abend.
24 Wie viele sind deiner Werke, HERR! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht, voll ist die Erde deiner Reichtümer.
25 Dieses Meer, groß und ausgedehnt nach allen Seiten hin: daselbst wimmelt’s, ohne Zahl, von Tieren klein und groß.
26 Daselbst ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet hast, um sich darin zu tummeln.
27 Sie alle warten auf dich, daß du ihnen ihre Speise gebest zu seiner Zeit.
28 Du gibst ihnen: sie sammeln ein; du tust deine Hand auf: sie werden gesättigt mit Gutem.
29 Du verbirgst dein Angesicht: sie erschrecken; du nimmst ihren Odem hinweg: sie hauchen aus und kehren zurück zu ihrem Staub.
30 Du sendest deinen Odem aus: sie werden erschaffen, und du erneuerst die Fläche des Erdbodens.
31 Des HERRN Herrlichkeit wird ewig sein, der HERR wird sich freuen seiner Werke;
32 Der die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen.
33 Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen singen, solange ich bin.
34 Möge ihm angenehm sein mein Sinnen! Ich, ich werde mich in dem HERRN erfreuen.
35 Die Sünder werden schwinden von der Erde, und die Gesetzlosen nicht mehr sein. Preise den HERRN, meine Seele! Lobet den HERRN!“

alles verkauft und SIE gekauft

„Das Reich der Himmel ist gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht; als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hat, und kaufte sie.“ Matthäus 13 Verse 45 und 46

Der Herr Jesus ist dieser Kaufmann. ER hat alles verkauft (alles aufgegeben und alles gegeben) um die Versammlung (seine Perle) zu kaufen.
Nie hat jemals jemand einen höheren Preis bezahlt.
So wertvoll ist Ihm seine Versammlung.

Zwei Fragen ergeben sich daraus für uns:

Wie wichtig ist und die Versammlung – die einzelnen Gläubigen, die ja die Versammlung bilden?
Sind wir unserem Heiland dankbar für das, was Er sich uns hat kosten lassen?

Zunge und Würde

"Von der Zunge hängt des Menschen Würde und Glück ab", schrieb Erasmus von Rotterdam (1466-1536), der bekannte niederländischer Theologe. Leider müssen wir bekennen, dass unsere Unwürde von unsere Zunge oft abhängt … Was schreibt Jakobus: "Die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen: sie ist ein unstetes Übel, voll von tödlichem Gift" (Jakobus 3,8). Die Zunge offenbart unser Herz, unsere Selbstbeherrschung und unsere Gedanken. Lasst uns heute einmal besonders an unsere Zunge denken, und ob wir sie zum Guten oder zum Schlechten benutzen.

Sein Eigentum

„… für Gott erkauft, durch sein Blut, aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation,…“ (Offenbarung 5 Vers 9)

Der Begriff „Eigentum“ ist eng mit dem Begriff „Besitz“ verbunden, meint aber nicht das Gleiche.

Ein „Besitz“ sagt lediglich aus, dass eine Sache zeitlich begrenzt jemandem zugesprochen wird oder jemand sich selber aneignet. Ein Preis muss nicht zwangsläufig für einen Besitz bezahlt werden. Ein Mietauto kann in meinem Besitz sein, ist und bleibt aber Eigentum des Vermieters.

Der Vers aus Offenbarung 5 zeigt, dass wir Erkaufte sind, für die ein hoher Preis bezahlt werden musste. Wir dürfen nun als sein Eigentum wissen, dass nichts höheres hätte gezahlt werden können als sein kostbares Blut. Sein Eigentum heißt, dass wir IHM alle Rechte in unserem Leben einräumen und dass ER jederzeit Anspruch auf unser Leben hat. Wir gehören IHM.

Wenn wir so etwas von der wunderbaren Größe Gottes sehen und für uns die Tatsache in Anspruch nehmen dürfen, dass wir teuer erkauft sind, was machen wir dann mit dieser Erkenntnis?

Wir wollen uns immer wieder die Frage stellen, was bezahlt werden musste, um SEIN Eigentum zu sein.

Weil du teuer und wertvoll bist in meinen Augen und ich dich lieb habe.“ (Jesaja 43 Vers 4)

 

Jüngerschaft auf die Probe gestellt

„Jemand kam zum Herrn Jesus und sagte: “Ich will dir nachfolgen, wohin irgend du gehst, Herr.” Aber Christus stellt ihn auf die Probe.

Du kannst Ihm nicht nachfolgen, wenn du das Los nicht mit dem teilen willst, der nicht hat, wo Er sein Haupt hinlegen kann. Um ein Zuhause in dieser Welt zu haben, gehst du besser zu den Vögeln des Himmels, die ein Nest haben, oder zu den Füchsen, die eine Höhle bewohnen, als zu dem Sohn des Menschen. Die Menschen sollten nicht zu Ihm kommen als Dem, der ihre Wünsche erfüllen würde, sondern zu dem, dessen Teil allgemeine und vollständige Verwerfung war.

Wir können wohl behaupten, die Dinge dieser Erde hätten keine Macht mehr über uns. Sobald wir sie aber aufgeben müssen, spüren wir, wie sehr wir daran hangen.“

(John Nelson Darby)

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